Mit dem Start der Neuen Klasse stattet die BMW Group erstmals mehrere Baureihen serienmäßig mit einer erweiterten Palette aktiver Sicherheitsfunktionen aus – von der Ausstiegswarnung, die das Öffnen der Tür aktiv verzögern kann, bis zum Notfall-Lenkeingriff, der das Fahrzeug innerhalb der eigenen Spur an einem Hindernis vorbeiführen kann. Alle Funktionen folgen demselben Prinzip: unterstützen, wenn es nötig ist, und im Hintergrund bleiben, wenn nicht. Die Funktionen decken Gefahren rund um das Fahrzeug ab. Dahinter stehen eine neue Sensorik-Generation, ein Hochleistungsrechner mit rund 20-mal höherer Rechenleistung als in Vorgängersystemen und ein 600 Hektar großes Erprobungsgelände in Tschechien.
Wann greifen aktive Sicherheitsfunktionen ein
und wann bleiben sie im Hintergrund?
Was ändert sich mit der Neuen Klasse
für die Sicherheit im Alltag?
Mit dem Marktstart der Neuen Klasse bietet die BMW Group eine erweiterte Palette aktiver Sicherheits-Assistenzsysteme serienmäßig über mehrere Baureihen hinweg an. Den Auftakt machte der BMW iX3 als erstes Serienmodell; der neue BMW 3er, der BMW 7er, der BMW X5 und weitere Baureihen folgen. Wie viel solche Systeme für die Verkehrssicherheit leisten können, zeigen Daten aus der Fahrzeugflotte mit der vorherigen Technologiegeneration: Allein im Juli 2026 legte die betrachtete Flotte in Europa 1,6 Milliarden Kilometer zurück. Rund 8 Millionen Mal wurden Kundinnen und Kunden vor möglichen Kollisionen gewarnt, und in 243.977 Fällen trugen aktive Eingriffe in Lenkung und Bremse dazu bei, eine mögliche Kollision zu vermeiden.
BMW Symbiotic Drive hebt die aktiven Sicherheitsfunktionen der neuen Fahrzeuggeneration auf ein neues Niveau. Die Technologie erkennt die Absicht der Fahrerin oder des Fahrers über Lenkverhalten und Blickrichtung und greift deshalb nur dann ein, wenn eine echte Gefahr erkannt wird. Bleibt diese aus, bleibt auch das System im Hintergrund. Diesen Ansatz bestätigen unabhängige Tests: Der neue BMW iX3 erhielt im aktuellen Euro NCAP-Test die Höchstwertung von fünf Sternen, bewertet nach den 2026 grundlegend überarbeiteten und deutlich strengeren Protokollen.
Wie reagiert das Fahrzeug auf Gefahren,
die vor ihm liegen?
Die Funktionen für den Bereich vor dem Fahrzeug analysieren das Verkehrsgeschehen kontinuierlich, um das Risiko von Frontalkollisionen zu verringern. Der Notbremsassistent mit Ausweichhilfe unterstützt bei drohenden Frontkollisionen, etwa am Stauende, und kann automatisiert bis zur Vollverzögerung bremsen. Dank verbesserter Sensorik kann er auch dann eingreifen, wenn Tiere auf der Fahrbahn stehen oder Wild die Straße quert.
Der Notfall-Lenkeingriff geht noch einen Schritt weiter. Erstmals kann er das Fahrzeug automatisch innerhalb der eigenen Fahrspur an einem Hindernis vorbeiführen – etwa, wenn eine Person bei einer Panne zwischen zwei Fahrzeugen auf die Fahrbahn tritt oder ein Radfahrer bei schlechten Lichtverhältnissen übersehen wird. Die Daten der Sensoren verarbeitet ein zentraler Hochleistungsrechner. So kann das Fahrzeug die Gefahr früh erkennen und genau dann eingreifen, wenn jede Sekunde zählt.
Was passiert, wenn Gefahr
von der Seite kommt?
Auch seitlich überwacht die Sensorik die Umgebung kontinuierlich, kann entstehende Gefahren früh erkennen und Lenkunterstützung genau dann leisten, wenn sie gebraucht wird. Droht eine seitliche Kollision, weil sich ein anderes Fahrzeug gefährlich annähert, kann ein kurzer aktiver Lenkeingriff das eigene Fahrzeug sanft vom Kollisionsobjekt wegführen und es dabei in der eigenen Spur halten. Voraussetzung ist, dass das System genügend Raum zum Ausweichen erkennt.
Der kooperative Spurhalteassistent warnt oder lenkt nur, wenn das Fahrzeug ein unbeabsichtigtes Verlassen der Spur oder eine drohende Kollision erkennt. Leitet die Fahrerin oder der Fahrer ein Manöver bewusst ein, erkennbar am gesetzten Blinker, an einer aktiven Lenkbewegung oder am Schulterblick, bleibt das System passiv, sofern keine Gefahr absehbar ist.
Und was ist mit Gefahren,
die von hinten kommen?
Was hinter dem Fahrzeug passiert, zählt genauso – vorrangig im Stand. Dooring-Unfälle entstehen, wenn sich die Tür eines geparkten Fahrzeugs unerwartet in den Verkehrsraum öffnet. Für Radfahrerinnen und Radfahrer ist das besonders gefährlich: Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft standen 2024 in Berlin 8 Prozent aller Radunfälle im Zusammenhang mit Dooring.2 Die Ausstiegswarnung gehört seit Jahren zum Serienumfang vieler Modelle der BMW Group; mit der Neuen Klasse kommt die aktive Türöffnungsverzögerung hinzu. Die Seitenradare überwachen den Verkehrsraum rund um das stehende Fahrzeug, und wird eine Kollisionsgefahr erkannt, kann das elektronische Türschloss das Öffnen verzögern, bis die Gefahr vorüber ist.
Das Rückwärts-Ausparken auf eine befahrene Straße passiert oft mit eingeschränkter Sicht. Hier kann die Notbremsfunktion schwere Unfälle mit querenden Radfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern verhindern: Die hinteren Seitenradare scannen die Umgebung, Rückfahrkamera und Vogelperspektive auf dem Zentraldisplay schaffen zusätzliche Übersicht. Die Active Park-Distance-Control bremst nicht nur nach hinten, sondern erstmals auch auf Objekte an der Fahrzeugseite. Die serienmäßige Anfahrüberwachung erkennt zudem Fehlbetätigungen des Fahrpedals: wird bei einem nahen Hindernis ungewöhnlich stark Gas gegeben, bremst das Fahrzeug kontrolliert bis zum Stillstand.
Was macht diese Eingriffe
überhaupt möglich?
Jeder Eingriff setzt voraus, dass das Fahrzeug seine Umgebung rechtzeitig erfasst. Die Daten dafür liefert die neue Generation aus Kameras, Radaren und Ultraschallsensoren. Alle neuen aktiven Sicherheits- sowie automatisierten Fahr- und Parkfunktionen laufen auf einem zentralen Hochleistungsrechner zusammen – dem wassergekühlten „Superbrain of Automated Driving“ mit rund 20-mal höherer Rechenleistung als das Vorgängersystem.
Was die Systeme erkennen, wird über BMW Panoramic iDrive intuitiv sichtbar. Die Intelligenz hinter dem BMW Operating System X zeigt je nach Situation die passende Information am passenden Ort und zum passenden Zeitpunkt, etwa Warnungen oder Visualisierungen erkannter Objekte rund um das Fahrzeug – im Zentraldisplay, im Panoramic Vision oder im 3D Head-Up Display. Sensorik und Hochleistungsrechner sind in jedem Fahrzeug mit der neuen Assistenzgeneration verbaut.
Wo werden diese Systeme erprobt,
bevor sie auf die Straße kommen?
Aktive Sicherheitsfunktionen müssen in einer großen Vielfalt realer Situationen zuverlässig arbeiten. Reproduzierbares Testen wird damit zum entscheidenden Faktor. Das 2023 eröffnete Future Mobility Development Center (FMDC) in Sokolov, Tschechien, ist das weltweit größte Erprobungsgelände der BMW Group. Auf rund 600 Hektar bietet es etwa 25 Kilometer Teststrecken und vereint unterschiedliche Straßentypen, Verkehrsszenarien und sogar künstliche Wetterbedingungen an einem Ort.
Sokolov ersetzt die übrige Absicherung nicht, sondern ergänzt sie: virtuelle Fahrsimulationen sowie Millionen Testkilometer im realen Straßenverkehr und auf weiteren Erprobungsgeländen weltweit. Was das Gelände so wertvoll macht, ist Wiederholbarkeit – ein komplexes Szenario lässt sich so präzise und so oft nachstellen, wie es nötig ist, bevor eine Funktion auf die Straße kommt.
Wohin sich die
aktiven Sicherheitsfunktionen entwickeln.
In der neuen BMW Fahrzeuggeneration, beginnend mit dem BMW iX3 aus dem Jahr 2025, kommen aktive Sicherheitsfunktionen so breit serienmäßig zum Einsatz wie nie zuvor. Mit BMW Symbiotic Drive liest die Technik die Situation und unterstützt gezielt, statt dort einzugreifen, wo ein Eingriff unpassend oder störend wäre. Die neue Sensorik-Generation und der zentrale Hochleistungsrechner schaffen die Grundlage dafür, dass jede Funktion in kritischen Momenten reagieren kann. Und das Erprobungsgelände in Sokolov ist ein tragender Baustein der Entwicklungsstrategie der BMW Group: Dort werden die aktiven Sicherheitsfunktionen geschärft und abgesichert, bevor sie in Serie gehen.
1 1,3 Millionen BMW Fahrzeuge mit der vorherigen Technologiegeneration der Assistenzsysteme, deren Halter ihre aktive Zustimmung zur Datenerfassung gegeben haben.
2 Laut Gesamtverband der Versicherer (GDV) gab es im Jahr 2024 allein in Berlin 392 Dooring-Unfälle, knapp acht Prozent aller Radunfälle in Berlin.
Häufig gestellte Fragen
zur aktiven Sicherheit bei der BMW Group.
BMW bringt mit der neuen Generation der Fahrerassistenzsysteme noch mehr aktive Sicherheitsfunktionen serienmäßig in alle Baureihen. Die Systeme unterstützen beim sicheren Fahren, Parken und Aussteigen.
Die neue Ausstiegswarnung erkennt herannahende Verkehrsteilnehmer und kann das Öffnen der Tür bei Kollisionsgefahr aktiv verzögern. Damit können gefährliche Dooring-Unfälle verhindert werden. Diese entstehen, wenn eine Fahrzeugtür unerwartet in den Verkehrsraum geöffnet wird. Das ist besonders gefährlich für Radfahrerinnen und Radfahrer.
BMW Symbiotic Drive steht für das intuitive Zusammenspiel zwischen Fahrer und Assistenzsystem. Alle Systeme unterstützen gezielt bei erkannter Gefahr und bleiben als stille, intelligente Begleiter im Hintergrund, wenn keine Gefahr erkannt wird.
Das Fahrzeug erkennt die Absicht des Fahrers über Lenkverhalten und Blickrichtung. So warnt und lenkt z. B. der Spurhalteassistent nur dann, wenn ein unbeabsichtigtes Verlassen der eigenen Spur oder eine drohende Kollision erkannt wurde.
Die BMW Group testet dort reale Fahr- und Verkehrsszenarien unter reproduzierbaren Bedingungen. Das unterstützt die Entwicklung und robuste Absicherung neuer Sicherheitsfunktionen.