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BMW Group Erneuerbare Kraftstoffe und Hocheffiziente Verbrennungsmotoren.

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BMW Motor freistehend auf Asphalt mit Licht im Hintergrund

Die BMW Group verfolgt einen klaren Ansatz: CO2-Emissionen wirksam zu senken gelingt nur, wenn alle verfügbaren Technologien genutzt werden. Darum ist Technologieoffenheit seit jeher ein zentraler Bestandteil der Strategie der BMW Group. Über die Nutzung verschiedener Antriebstechnologien hinaus bieten innovative Kraftstoffe ein erhebliches Potenzial zur CO2-Reduktion.

Neben voll elektrifizierten Fahrzeugen rücken insbesondere Kraftstoffe auf Basis erneuerbarer Rohstoffe in den Fokus, sogenannte Carbon Neutral Fuels (CNF). Ihr Vorteil: Sie können helfen, CO2-Emissionen deutlich zu verringern. Bei mehr als 250 Millionen Bestandsfahrzeugen in Europa lässt sich die CO2-Bilanz spürbar verbessern, wenn der regenerative Anteil im Kraftstoff erhöht wird.

Klar ist dabei auch: Hocheffiziente Verbrennungsmotoren werden weltweit noch über viele Jahre eine wichtige Rolle in der individuellen Mobilität spielen. Daher entwickelt die BMW Verbrennungsantriebe konsequent weiter – mit dem Ziel, sie so effizient und zukunftsfähig wie möglich zu machen.

Hocheffiziente Verbrennungsmotoren.

Im aktuellen Produktportfolio der BMW Group fahren neben rein batterieelektrischen Autos auch Modelle mit hocheffizienten Verbrennungsmotoren. Diese treiben die Fahrzeuge entweder allein oder in Kombination mit einem Mild- oder Plug-in-Hybridsystem an.

Die Verbrennungsmotoren der BMW Group sind komplett in-house entwickelt und gefertigt – und für die Nutzung von Carbon Neutral Fuels (CNF) freigegeben, entsprechend DIN EN 228 Benzin, DIN EN 590 Diesel sowie XTL-Kraftstoffen wie z.B. HVO100 nach DIN EN 15490.

Sämtliche aktuellen Verbrennungsmotoren der BMW Group gehören zur BMW Efficient Dynamics Motorenfamilie. Die Antriebe zeichnen sich durch ein breites Technologiespektrum aus, das je nach Bedarf unserer Kundinnen und Kunden in Bezug auf Dynamik und Effizienz gezielt eingesetzt und optimal kombiniert wird.

Turboaufladung – BMW TwinPower Turbotechnologie:
Abhängig von der Leistungsanforderung kommen in allen Otto- und Dieselmotoren modernste Turboaufladesysteme zum Einsatz.

Valvetronic – vollvariable Ventilsteuerung:
Alle aktuellen Ottomotoren der BMW Group verfügen über die jüngste Ausführung der vollvariablen Ventilsteuerung Valvetronic. Ein großer Teil – insbesondere die 4- und 6-Zylinder-Längsmotoren – ist zudem in Mild-Hybrid-Varianten mit schaltbaren Auslassventilen ausgestattet. Der Effekt: Das Schleppmoment des Motors im lastlosen Betrieb sinkt um bis zu 66 %. Dadurch lässt sich einerseits in Rekuperationsphasen deutlich mehr Energie zurückgewinnen und in der 48-Volt-Batterie speichern. Andererseits steht diese Energie im Alltag wieder sehr effizient zur Verfügung – bis hin zum rein elektrischen Fahren unter Niedriglast.

Brennverfahren – Diesel- und Ottomotoren im Detail:
Die Basis der BMW Group Dieselantriebe bilden eine zweistufige Aufladung und reibungsoptimierte Stahlkolben – kombiniert mit einem hocheffizienten Brennverfahren mit Mehrfacheinspritzungen bis zu 2.500 bar.
Die Ottomotoren nutzen weitgehend das sogenannte Miller-Brennverfahren, das ein durchgängig ideales Luft-Kraftstoff-Verhältnis ermöglicht und den Kraftstoffverbrauch deutlich reduziert. Dabei verkürzen sich die Öffnungszeiten der Einlassventile, was sich positiv auf den Wirkungsgrad des Motors auswirkt. Hinzu kommen Detailverbesserungen wie neu gestaltete Einlasskanäle und Brennräume sowie Optimierungen an Nockenwellensteuerung, Einspritzung, Zündsystem und Abgasführung.

48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie:
Die BMW Group bietet Ottomotoren und Dieselantriebe der neuen BMW Efficient Dynamics Baukastengeneration in einer marktspezifischen Auswahl an. Nahezu alle Aggregate verfügen heute über die jüngste Ausführung der 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie und steigern so zugleich Effizienz, Dynamik und Fahrkomfort



Was sind erneuerbare Kraftstoffe bzw. CNF?

Regenerative Kraftstoffe, sogenannte Carbon Neutral Fuels (CNF), machen aus CO2 wieder Energie: Das CO2, das bei ihrer Verbrennung entsteht, wurde zuvor bereits der Atmosphäre entnommen oder aus bestehenden Quellen recycelt. Unterm Strich gelangt dadurch bilanziell kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre – es entsteht ein nahezu geschlossener Kohlenstoffkreislauf.

CNF entstehen entweder synthetisch als sogenannte E-Fuels – aus CO2, Wasser und Strom aus erneuerbaren Energien – oder auf Basis nachhaltiger Biomasse. Sie bieten eine klimaneutrale Alternative zu fossilen Kraftstoffen und eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck bestehender Fahrzeugflotten und weiterer Verkehrsbereiche Schritt für Schritt zu reduzieren.

Diesel CNF / HVO100.

Beim Klimaschutz zählt jede eingesparte Tonne CO2. Gerade der große Bestand an Dieselfahrzeugen in Europa bietet hier einen starken Hebel: Ihre CO2-Bilanz lässt sich deutlich verbessern, wenn der regenerative Anteil im Kraftstoff steigt.

Die BMW Group geht dafür in Vorleistung: Seit Januar 2025 werden alle in Deutschland produzierten Diesel-Modelle bereits im Werk vor der Auslieferung an die Händler mit HVO100 betankt – einem hochwertigen Diesel-Ersatz mit bis zu 90 % weniger CO₂e-Emissionen in der Gesamtbilanz.

Das Kürzel HVO steht für „Hydrotreated Vegetable Oil“ (hydriertes Pflanzenöl). Der Zusatz „100“ zeigt an, dass es sich um einen Reinkraftstoff handelt, der zu 100 Prozent als solcher getankt wird.

In den BMW Group Werken München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig kommt „Neste MY Renewable Diesel™“ HVO100 zum Einsatz. Die Erstbefüllung im Werk vor der Auslieferung an die BMW Group Handelsorganisation beträgt modellabhängig rund fünf bis acht Liter und betrifft damit mehr als die Hälfte aller jährlich produzierten Diesel-Fahrzeuge der BMW Group.

Seit Ende Mai 2024 darf paraffinischer Diesel wie HVO auch an Tankstellen in Deutschland verkauft werden. Der Kraftstoff wird aus Abfällen, Reststoffen und anderen erneuerbaren Rohstoffen – etwa gebrauchten Speiseölen – hergestellt und erfüllt hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards. Bei der Produktion kommen weder Palmöl zum Einsatz, noch wird konventioneller Biodiesel beigemischt.

So leistet HVO100 einen signifikanten Beitrag zur CO2-Reduktion im Vergleich zu fossilem Diesel. Die BMW Group und Neste mit Sitz in Espoo, Finnland, arbeiten gemeinsam daran, dieses Potenzial in der Praxis zu nutzen.

Verglichen mit fossilem Diesel ist HVO100 ein qualitativ hochwertigerer Kraftstoff mit mehreren technischen Vorteilen: Neben der CO2-Reduzierung bietet es dank seiner chemischen Eigenschaften ein deutlich besseres Kälteverhalten und ist aufgrund seiner hohen Reinheit weitgehend unempfindlich gegenüber bakteriellen Verunreinigungen („Dieselpest“).

Die Dieselmotoren der BMW Group, die alle am Standort Steyr entwickelt und nahezu vollständig dort gefertigt werden, sind für den Einsatz von HVO100 gemäß der europäischen Kraftstoffnorm EN 15940 freigegeben – je nach Baureihe und Modell, in vielen Fällen bereits seit dem Produktionsmonat März 2015. Genaue Informationen dazu finden Kundinnen und Kunden in der aktuellen Übersicht zur HVO100-Freigabe.



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Benzin CNF.

Die BMW Group macht den nächsten Schritt, um den Verbrennungsmotor klimafreundlicher zu machen: Gemeinsam mit der Lother GmbH und der German eFuel One GmbH treibt sie den Einsatz erneuerbarer Benzinkraftstoffe voran. Grundlage dafür ist ein Letter of Intent (LOI), den die Partner im Oktober 2025 im BMW Group Werk Berlin unterzeichnet haben.

Konkret plant die BMW Group, E-Fuels zur Erstbetankung neuer Fahrzeuge mit Ottomotor an ausgewählten Produktionsstandorten in Deutschland einzusetzen. Diesen Kraftstoff können alle Benziner-Modelle des Unternehmens mit Freigabe für E10 nutzen – ohne technische Anpassungen.

Damit unterstreicht die BMW Group ihren ganzheitlichen Ansatz: Von der Elektromobilität bis zum Verbrennungsmotor mit erneuerbaren Kraftstoffen – alle Technologien können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Gemeinsam mit der Lother GmbH und der German eFuel One GmbH verfolgt die BMW Group dabei ein klares Ziel: Schritt für Schritt auf „net zero“ hinzuarbeiten – mit fortschrittlichen Biokraftstoffen und RFNBOs (Renewable Fuels of Non-Biological Origin), etwa in Form von E-Fuels, die ein wichtiger Bestandteil klimafreundlicher Mobilität sein können.

Beim geplanten E-Fuel handelt es sich um einen synthetischen Ottokraftstoff nach DIN EN 228 für E10-Qualität, der vollständig aus nicht-fossilem CO₂ hergestellt wird. Damit bietet er eine erneuerbare Alternative zu herkömmlichem, fossilem Benzin.