Fortschritt zeigt sich dort, wo aus Technologie spürbarer Nutzen entsteht. Bei der BMW Group erreicht Künstliche Intelligenz (KI) mit agentischen Systemen die nächste Entwicklungsstufe. Durch automatisierte Abläufe schafft sie neue Routinen und eröffnet Mitarbeitenden zusätzliche Potenziale für Wertschöpfung – insbesondere in Bereichen, die bislang von hohem Abstimmungsaufwand, Prüfprozessen und manueller Arbeit geprägt waren. Wie groß der Effekt sein kann, zeigen zwei konkrete Anwendungen: im Dienstwagengeschäft mit Großkunden und bei der Inventur von Spezialwerkzeugen.
Wenn KI den Alltag leichter macht:
Agentic AI bei der BMW Group.
Wenn KI im Arbeitsalltag
Freiraum für neue Ideen schafft.
Künstliche Intelligenz ist längst mehr als ein digitales Werkzeug im Hintergrund. Sie schreibt Texte, sortiert Informationen und beantwortet Fragen. Jetzt kommt eine besonders fortschrittliche Form hinzu: agentische KI oder auf Englisch Agentic AI.
Ihr Prinzip ist einfach. Sie unterstützt nicht nur bei der Erstellung von Inhalten, sondern stößt Abläufe an, verknüpft Informationen und übernimmt wiederkehrende Aufgaben in komplexen Prozessen. Sie ist damit noch leistungsfähiger als die generative KI, die viele Menschen bereits aus dem Alltag vor allem durch KI-Chatbots kennen. Genau darin liegt ihr Wert: Agentische KI entlastet Teams und beschleunigt Prozesse – und schafft so Freiraum für strategisches Denken, kreative Lösungen und reflektierte Entscheidungen.
Wie konkret das aussieht, zeigen zwei Anwendungsfälle aus der BMW Group: im Angebotsprozess bei Alphabet und bei der vollautomatisierten Spezialwerkzeuginventur im Einkauf.
Von E-Mails zum
automatisierten Workflow.
Wer viele Fahrzeuge für ein Unternehmen bestellt, hat selten nur Standardfragen. Im europäischen Flottengeschäft, das BMW Group Financial Services unter der Markenbezeichnung Alphabet bündelt, gehört genau das zum Alltag. Die Teams betreuen Großkunden mit Fuhrparks von mehr als 50 Fahrzeugen.
Die Zahl der Anfragen steigt. Und mit ihr die Komplexität. Oft kommen unstrukturierte E-Mails von Fuhrparkmanagerinnen und Fuhrparkmanagern an. Darin geht es um individuelle, markenübergreifende Fahrzeugoptionen, um Laufleistungsmodelle oder um Vertragsdetails. Bislang war dafür viel Handarbeit nötig. Die Mitarbeitenden mussten jede Anfrage prüfen und Informationen aus mehreren Systemen zusammenführen.
Hier kommt nun Agentic AI ins Spiel. Ein intern entwickelter KI-Agent unterstützt den Prozess weitgehend automatisiert. Im neuen Workflow überträgt das System Daten selbstständig in interne Anwendungen, stößt die nötigen Schritte direkt an und automatisiert so rund 90 Prozent der manuellen Arbeitsschritte. Das vereinfacht Abläufe spürbar und schafft mehr Raum für die direkte Betreuung der Kundinnen und Kunden.
Vorarbeit durch die KI,
Verantwortung beim Menschen.
Bei aller Automatisierung gilt jedoch: Die Kolleginnen und Kollegen bei Alphabet behalten jederzeit die inhaltliche Kontrolle. Sie prüfen die von der KI erstellten Antwortentwürfe, passen sie bei Bedarf an und greifen ein, wenn es nötig ist. Die Technologie liefert die Vorarbeit. Die Entscheidung treffen Menschen.
250.000 Spezialwerkzeuge,
ein deutlich schlankerer Prozess.
Ebenso deutlich zeigt sich das Potenzial von Agentic AI im Einkauf und Lieferantennetzwerk. Die BMW Group verwaltet weltweit rund 250.000 Spezialwerkzeuge – von Gussformen über Modelle bis hin zu Schablonen. Sie sind dort im Einsatz, wo Präzision zählt: bei der Herstellung von Fahrzeugkomponenten und bei der Wartung großer Maschinen in den Werken bei unseren Lieferanten.
Ihre Inventur war bislang zeitintensiv, aufwendig und komplex. Jetzt unterstützt ein Agenten-System die Teams im Einkauf, indem es Inventuraufträge automatisch erstellt, an Lieferanten versendet, Rückmeldungen prüft und unproblematische Fälle direkt freigibt. Das nimmt vor allem repetitive Arbeit aus dem Prozess. So sind menschliche Eingriffe nur noch an erforderlichen Stellen nötig, in denen sorgfältige Prüfung sowie fachliche Einordnung und Expertise gefragt sind.
Die technologische Basis dafür bildet das AIconic Multi-Agenten System – die zentrale KI-Anwendung im Einkauf und Lieferantennetzwerk der BMW Group. Sie verbindet unterschiedliche Datenquellen, erstellt Aufgaben, prüft Ergebnisse und macht den Status aller Prozessschritte transparent sichtbar. Das Ergebnis: eine deutlich schlankere Inventur – mit weniger Aufwand, aber mehr Übersicht und Effizienz.
Technologie mit spürbarem Mehrwert.
Im Umgang mit künstlicher Intelligenz zählt der klare Fokus auf Prozesse, die im Tagesgeschäft funktionieren. Genau dort zeigt agentische KI bei der BMW Group ihre Stärke. Sie automatisiert komplizierte Abläufe weitgehend, entlastet Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürbar und verbessert zugleich die Qualität der Ergebnisse.