Stabile Ertragskraft und ein aktives Kostenmanagement waren 2025 die Erfolgsfaktoren der BMW Group. Das Unternehmen veröffentlichte bei der Jahreskonferenz am 12. März 2026 in München solide Geschäftszahlen. Mit den neuen Modellen BMW iX3 und BMW i3 sowie einem bis Ende 2026 deutlich wachsenden Angebot batterieelektrischer Fahrzeuge macht die BMW Group zugleich den nächsten großen Schritt in die E-Mobilität. Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse sieht das Unternehmen damit strategisch gut für die Zukunft aufgestellt.
Stabiles Konzernergebnis dank konsistenter Strategie:
BMW Group auf Kurs.
Strategischer Weitblick,
verlässliche Performance.
Konsistenz und Resilienz: Die BMW Group hat ihren Kurs 2025 trotz hoher Belastungen gehalten und dank ihres attraktiven Modellportfolios mit allen Antriebsarten, ihres wachsenden, global ausbalancierten Geschäftsmodells und eines disziplinierten Kostenmanagements erneut ein Konzernergebnis vor Steuern von mehr als 10 Milliarden € erzielt. Trotz signifikanter zusätzlicher Zollbelastungen konnte das Unternehmen damit eine stabile EBT-Marge von 7,7 % (2024: 7,7 %) im Konzern erzielen. Der Konzernüberschuss lag wie im Vorjahr bei mehr als 7 Milliarden € und bildet entsprechend die Grundlage für eine vorgeschlagene Ausschüttungssumme in Höhe des Vorjahreswerts.
„Strategischer Weitblick, operative Leistungsstärke und hohe Verlässlichkeit – diese Eigenschaften zeichnen die BMW Group schon immer aus. Wir haben frühzeitig die Weichen für die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens gestellt und setzen auf drei starke Säulen: unseren technologieneutralen Ansatz, unseren starken globalen Footprint und unsere begeisternden Marken und Produkte“, sagte Oliver Zipse, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG. „Wir haben uns in den letzten Jahren strategisch richtig aufgestellt. Davon profitieren wir heute: Wir müssen in einem herausfordernden Umfeld nicht umsteuern, sondern können unseren Kurs halten und unsere Strategie weiter konsequent umsetzen.“
Technologieneutralität als zentraler Erfolgsfaktor
im globalen Wettbewerb.
Vielfalt im Produktangebot bleibt für die BMW Group ein zentraler Erfolgsfaktor: Mit einem breiten Antriebsportfolio, das Verbrennungsmotoren, Plug-in-Hybride, batterieelektrische Antriebe und ab 2028 auch die Wasserstoff-Brennstoffzelle umfasst, schafft das Unternehmen die Grundlage dafür, die weltweit heterogenen Anforderungen und Kundenbedürfnisse heute wie auch in Zukunft erfolgreich zu bedienen.
Gleichzeitig liegt darin der Schlüssel zur wirksamen CO₂-Reduzierung: 2025 hat das Unternehmen die ambitionierten Ziele der Europäischen Union (EU 27+2) mit einem Flottengrenzwert von 90 Gramm pro Kilometer leicht übererfüllt – ohne dafür Instrumente wie Pooling oder zeitliche Streckung zu nutzen. Dies unterstreicht erneut, dass bei der BMW Group Technologieneutralität und Klimaschutz Hand in Hand gehen.
Wachstumstreiber für die BMW Group bleiben batterieelektrische Fahrzeuge (BEV). Im Geschäftsjahr 2025 konnte die BMW Group ihren globalen BEV-Absatz auf 442.059 Einheiten steigern (+3,6 %); dies entspricht einem Anteil von 17,9 % am Gesamtabsatz. Damit war jedes sechste Fahrzeug der BMW Group vollelektrisch. Bei MINI lag der Anteil noch höher: Dort war bereits jedes dritte Fahrzeug vollelektrisch.
Auch Plug-in-Hybride (PHEV) bleiben ein wesentlicher Baustein des technologieoffenen Ansatzes und der Elektrifizierung des Modell-Angebots: In Summe hat die BMW Group 2025 642.071 elektrifizierte Fahrzeuge inklusive Plug-in-Hybride (PHEV und BEV) ausgeliefert, d.h. eines von vier Fahrzeugen war elektrifiziert. In Europa lag der Anteil noch höher: Dort waren bereits 40% der Fahrzeuge der BMW Group entweder vollelektrisch angetrieben oder Plug-in-Hybride.
Elektrifizierungs-Meilenstein 2026:
2 Mio. BEV in Kundenhand.
2025 hat die BMW Group bereits zwei wesentliche Meilensteine der Elektrifizierung seit den Premieren des BMW i3 und BMW i8 (2013) erreicht: Im Juni wurde das 1,5-millionste vollelektrische Fahrzeug in Kundenhand übergeben. Im August folgte das 3-millionste elektrifizierte Fahrzeug. 2026 steht der nächste Meilenstein an: das 2-millionste vollelektrische Fahrzeug.
„Mit unserem breiten Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen haben wir uns eine starke Position im Wettbewerb erarbeitet. Wir bleiben unserer Pionierrolle treu und bauen unser BEV-Portfolio weiter aus: Ende des Jahres werden wir unseren Kunden 20 vollelektrische Automobile anbieten“, sagte CEO Zipse.
Starke Marken und attraktives Produktportfolio
mit Antriebsvielfalt.
Mit 2.463.681 ausgelieferten Premiumfahrzeugen erreichte die BMW Group im Geschäftsjahr 2025 das hohe Absatzniveau des Vorjahres (2024: 2.450.854 Eh.; +0,5%). Dank seiner ausgewogenen globalen Aufstellung konnte das Unternehmen den Absatzrückgang in China (-12,5 %) durch Zuwächse in anderen Weltregionen kompensieren. So erzielte es solide Zuwächse in den Regionen Europa (+7,3 %) und Amerika (+5,6 %).
Zu den wesentlichen Wachstumstreibern gehörten die BMW 5er Serie, die um gut ein Viertel zulegte, und der kompakte BMW X2, der um 33 % wuchs. Die Auslieferungen der BMW M GmbH erzielten mit 213.449 Einheiten (2024: 206.587 Eh.; +3,3 %) zum 14. Mal in Folge einen Absatzrekord, mit dem BMW M2 Coupé und den Fahrzeugen der M3 Familie als Bestsellern. Erstmals war jeder zehnte ausgelieferte BMW ein Modell von BMW M. Auf der vollelektrischen Seite des Portfolios legten die Modelle BMW i5, BMW iX2 und BMW iX1 deutlich zu.
Der Bestseller der dynamisch wachsenden MINI Familie mit ihren insgesamt 288.278 Auslieferungen (2024: 244.925 Eh; +17,7 %) war 2025 der MINI Countryman. Auch der MINI Aceman, das neue MINI Cabrio und die vollelektrischen MINI Cooper Modelle führten bei der Marke MINI zu signifikanten Zuwächsen. Mit mehr als 105.000 ausgelieferten BEVs betrug der Absatzanteil der vollelektrischen Fahrzeuge mehr als 36%.
Die Luxusmarke Rolls-Royce erzielte mit 5.664 Auslieferungen (2024: 5.712 Eh.; -0,8 %) das Vorjahresniveau, wobei der Rolls-Royce Cullinan und die vollelektrischen Spectre Modelle am stärksten gefragt waren.
BMW Group erreicht Jahresziele 2025.
Wie angekündigt hat die BMW Group bei den Zukunftsinvestitionen den Höchststand hinter sich gelassen: Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen lagen 2025 mit 8.319 Mio. € moderat unter dem Vorjahresniveau (2024: 9.078 Mio. € / -8,4 %). Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der baureihenübergreifenden Digitalisierung und Elektrifizierung der Fahrzeugflotte. Des Weiteren enthalten sie die Leistungen für die Entwicklung von Modellen der Neuen Klasse wie dem BMW iX3, von Nachfolgemodellen des BMW X5 sowie des BMW 7er. Die Forschungs- und Entwicklungsquote ging im Gesamtjahr auf 6,2 % (2024: 6,4 %) zurück.
Wie geplant waren auch die Investitionen im Gesamtjahr mit 7.237 Mio. € deutlich rückläufig (2024: 9.056 Mio. € / -20,1 %). Die Investitionsquote betrug 5,4 %. Darüber hinaus konnte die BMW Group die Vertriebs- und Verwaltungskosten wie prognostiziert senken: Diese gingen um -6,1 % auf 10.606 Mio. € (2024: 11.296 Mio. €) zurück.
„Unser diszipliniertes und aktives Kostenmanagement hat 2025 unsere Performance gestärkt: Gegenüber dem Vorjahr konnten wir wie versprochen unsere Kostenstrukturen plangemäß verschlanken und die F&E-Leistungen, die Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie unsere Herstellungskosten und Materialaufwand senken. 2,5 Milliarden Euro weniger Aufwand in Summe kamen unserer Profitabilität zugute. Auch in diesem Jahr senken wir die Kosten gemäß unserer Planung weiter konsequent“, sagte Finanzvorstand Walter Mertl.
EBT-Marge im Konzern
auf Vorjahresniveau.
Im Jahr 2025 hat die BMW Group trotz signifikanter Zollbelastungen erneut ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT) von mehr als 10 Milliarden € erzielt (10.236 Mio. €; 2024: 10.971 Mio. € / -6,7 %). Die EBT-Marge im Konzern erreichte mit 7,7 % (2024: 7,7%) das Vorjahresniveau. Der Konzernüberschuss übertraf mit 7.451 Mio. € (2024: 7.678 Mio. € / -3,0%) erneut 7 Milliarden €.
2026 startet der Hochlauf der Neuen Klasse.
Im laufenden Geschäftsjahr beschleunigt sich der Hochlauf der Neuen Klasse beginnend mit zwei Modellen aus dem Herzen der Marke BMW: Der vollelektrische BMW iX3 erfreut sich seit seiner Weltpremiere auf der IAA im September 2025 bereits einer überaus starken Nachfrage - unter den vorbestellten, vollelektrischen BMW Fahrzeugen in Europa ist seither jedes dritte ein BMW iX3. Aufgrund der hohen Nachfrage läuft das Werk in Debrecen (Ungarn) bereits im Zweischichtbetrieb. Das zweite Neue Klasse Modell feiert in der kommenden Woche seine Designpremiere in München: der vollelektrische BMW i3.
„Mit dem erfolgreichen Start der Neuen Klasse haben wir 2025 gezeigt, wie wir die Marke BMW mit den neuen Technologie-Clustern und der neuen Designsprache in die Zukunft führen. Die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach dem ersten Modell, dem BMW iX3, beweist: Pioniergeist, Innovationskraft und Mut zahlen sich aus“, sagte CEO Zipse. „Wir setzen den Innovations-Rollout mit hoher Geschwindigkeit fort und bringen die Technologien der Neuen Klasse in unser gesamtes Portfolio: Bis 2027 stellen wir mehr als 40 neue und überarbeitete Modelle vor. Dazu zählen auch der BMW 3er und der BMW X5: zwei vollkommen neue Modelle in zwei unserer wichtigsten Segmente – und zwar mit allen Antriebsvarianten. So läuten wir eine neue Ära der Technologieneutralität bei der BMW Group ein.“
Prognose für das Geschäftsjahr 2026.
Die BMW Group prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 folgende Entwicklungen: Angesichts der aktuellen Konjunkturerwartungen für 2026 sollten sich die weltweiten Automobilmärkte stabil entwickeln. Für Europa und USA insgesamt geht das Unternehmen von Wachstumspotenzialen aus. Auf Basis des durchschnittlichen Absatzvolumens der vergangenen Monate kann in China ein Absatz in etwa auf Vorjahresniveau erreicht werden.
Weltweit rechnet das Unternehmen mit Auslieferungen auf Vorjahresniveau und einem Absatzanteil vollelektrischer Fahrzeuge auf Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet die BMW Group weiter mit einer Belastung aus erhöhten Zöllen von rund 1,25 Prozentpunkten der EBIT-Marge im Segment Automobile. Dabei sind mitigierende Maßnahmen bereits berücksichtigt.