Katrin Mechler
Nachhaltigkeit 21.04.2022 4 Min.
“Es geht darum, Menschen zu erreichen.”

In der Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ beleuchtet die BMW Group, welchen nachhaltigen Beitrag unterschiedlichste Menschen im Unternehmen leisten – und was sie dazu motiviert. Heute: Katrin Mechler.

Katrin Mechler

Nachhaltigkeit hat bei der BMW Group viele Facetten, denn unter diesem Begriff bringen wir Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in Einklang. Um diesen hohen Anspruch realisieren zu können, braucht es engagierte Mitarbeitende. Alle können einen Beitrag dazu leisten, die BMW Group nachhaltig zu machen.

Wer sind all die Kolleginnen und Kollegen, die in ihrem Arbeitsalltag  Nachhaltigkeit realisieren? Was treibt sie an, überall im Unternehmen konkret anzupacken? In ihrer Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ stellt die BMW Group jene Mitarbeitende vor, die Tag für Tag ihren Beitrag zur breit gefächerten und verantwortungsvollen Weiterentwicklung unseres Unternehmens leisten.

In dieser Ausgabe unserer Serie erklärt Katrin Mechler, Designkommunikatorin bei der BMW Group Design, die spannende Idee hinter dem RE:BMW Circular Lab und verrät, wie nachhaltiger Austausch über zirkuläres Denken funktionieren kann.

Katrin Mechler, seit kurzem können Besucher des "The Campus" in der BMW Welt in einem Workshop mehr über die Kreislaufwirtschaft lernen und spielerisch die nachhaltige Prinzipien der Zukunft erleben. Was hat es damit auf sich?

Katrin Mechler: Der Workshop im "The Campus" ist ein zentraler Teil unseres RE:BMW Circular Lab. Hier wollen wir ein Bewusstsein und Verständnis für Kreislaufwirtschaft vermitteln und jeden einzelnen ermutigen, selbst aktiv zu werden. Wir arbeiten mit den Begriffen RE:THINK, RE:USE, RE:DUCE und RE:CYCLE und freuen uns auch zu zeigen, wie sich die BMW Group hin zu Nachhaltigkeit im Sinne der Kreislaufwirtschaft entwickelt. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diese Thematik in einen Workshop für Jugendliche und Erwachsene zu verpacken?

Mechler: Ich arbeite im BMW Group Design und kümmere mich dort um die Kommunikation der übergreifenden Designthemen. Dabei ist mir in letzter Zeit immer wieder aufgefallen, dass vielen Menschen das Thema Kreislaufwirtschaft noch unbekannt ist und die Erklärungen oft sperrig wirken. Die Gestaltung ist ein zentraler Moment, die Dinge so zu entwerfen, dass sie in einem Kreislauf bleiben können. So kam mir die Idee, das Thema in Workshops an einem Model erlebbar zu machen. Als ich Sophie Seidenath, unserer Designpressesprecherin, davon erzählt habe, war sie gleich Feuer und Flamme. Gemeinsam haben wir das Projekt dann weiterentwickelt. Wir wollen die Menschen erreichen, damit sie verstehen, worum es bei Kreislaufwirtschaft geht, was Monomaterialien sind, was ein Rezyklat ist, die Bedeutung von lösbaren Materialverbindungen. Und vieles mehr.

Katrin Mechler

Was steckt für Sie hinter diesem Projekt? Was wollen Sie erreichen?

Mechler: Ich wünsche mir, dass wir als BMW Group unseren Einfluss nutzen und auch über das Unternehmen hinaus ein starkes Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen. Bei Privatpersonen ebenso wie in der Industrie. Denn nur mit einem aktiven Bewusstsein beginnen wir, die Dinge zu verändern. Dafür müssen wir uns aber zunächst mit dem Thema auseinandersetzen – in diesem Fall mit Kreislaufwirtschaft und nachhaltigem Handeln. Das RE:BMW Circular Lab bietet einen spielerischen Zugang. Ist der Anfang mal gemacht, geht es fast von alleine weiter. Ich merke das bei mir selbst, denn ich gestalte mein Leben ja auch noch nicht durchgehend nachhaltig. Doch je mehr ich weiß, desto mehr tue ich selbst und hinterfrage auch die Produkte in meinem Leben mehr und mehr. Und das nicht nur, weil ich die Auswirkungen kenne, sondern vor allem, weil ich die Alternativen kenne. 

Das heißt, Ihre Arbeit wirkt sich auch auf Ihr privates Verhalten aus?

Mechler: Ja, und zwar ganz enorm. Mein Bewusstsein ist so geschärft, dass ich nicht mehr wegschauen kann. Durch das RE:BMW Circular Lab sprechen wir so intensiv mit Kollegen über wertvolle Ressourcen, Abfallvermeidung und Recycling, dass ich ganz automatisch gezielter einkaufe, mehr verwerte, weniger wegwerfe. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft waren für mich schon lange wichtig, aber nicht die zentralen Themen. Die Auseinandersetzung damit hat mich förmlich in den Bann gezogen – weil es eben auch so präsent und so wichtig ist. Außerdem macht die Arbeit unglaublich viel Spaß, weil sie sinnvoll und wirksam ist.

Katrin Mechler

Sind Sie stolz auf das, was gemeinsam geschafft wurde?

Mechler: Ja, ich bin total stolz, dass Sophie und ich als „ganz normale“ Mitarbeiterinnen die Chance hatten, wirklich etwas zu bewegen und zu verändern. Wir waren einfach mit unserer Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort, haben als idealistisches Duo wie ein Startup angefangen. Und jetzt steht das ganze Konzept, die Webseite, die Workshops laufen – und wir sind einfach ein tolles Team. 

Sie haben RE:BMW Circular Lab in sehr kurzer Zeit auf die Beine gestellt, das war manchmal sicher auch anstrengend. Was hat Sie motiviert, tagtäglich wieder anzugreifen?

Mechler: Ich muss nur die Nachrichten verfolgen, dann sehe ich, wie sich unsere Welt durch die Klimaerwärmung verändert. Wegsehen geht nicht, ich will etwas tun. Das motiviert mich. Es geht darum, jetzt die Menschen zu erreichen, denn die Veränderung beginnt in den Köpfen – die Produkte folgen dann automatisch nach. 

Aus der Idee wurde ein Projekt – und der Launch des BMW:RE Circular Lab war zur IAA 2021. Wie ging es weiter?

Mechler: Zum einen können Interessierte immer an den Workshops im "The Campus" teilnehmen. Außerdem haben wir eine Webseite und man kann sehr viel digital erleben, sogar unsere vier „Circular Heroes“, die kleinen Helden des RE:BMW Circular Lab, lassen sich digital erleben. Sie sind aber auch ein zentraler Bestandteil der analogen Workshops und stehen beispielhaft für verschiedene Arten von Materialverbindungen und nachhaltige Monomaterialien. In Zukunft gehen die Workshops dann auf die Reise, wir wollen ja möglichst viele Menschen erreichen, mit ihnen in den Dialog gehen und gemeinsam lernen.

Und wann ist es gut?

Mechler: Für eine Perfektionistin wie mich ist es nie wirklich gut. Außerdem sollte man nie aufhören, zu versuchen, es besser zu machen. Damit lerne ich auch jeden Tag wieder neu, was ich besser machen kann.

Auch in den kommenden Portraits aus unserer Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ beschreiben engagierte Kolleginnen und Kollegen ihre Motivation und erklären, welchen Beitrag sie zum Thema Nachhaltigkeit innerhalb der BMW Group leisten. 

„WIRkung - Wir machen die BMW Group nachhaltig.“
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