Frederique Albrecht
Nachhaltigkeit 31.03.2022 4 Min.
"Das WIR-Gefühl ist enorm.“

In der Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ beleuchtet die BMW Group, welchen nachhaltigen Beitrag verschiedene Menschen im Unternehmen leisten – und was sie dazu motiviert. Heute: Frederique Albrecht.

Frederique Albrecht

Nachhaltigkeit hat bei der BMW Group viele Facetten, denn unter diesem Begriff bringen wir Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in Einklang. Um diesen hohen Anspruch realisieren zu können   , braucht es engagierte Mitarbeitende. Alle können einen Beitrag dazu leisten, die BMW Group nachhaltig zu machen.

Wer sind all die Kolleginnen und Kollegen, die in ihrem Arbeitsalltag  Nachhaltigkeit realisieren? Was treibt sie an, überall im Unternehmen konkret anzupacken? In ihrer Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ stellt die BMW Group jene Mitarbeitende vor, die Tag für Tag ihren Beitrag zur breit gefächerten und verantwortungsvollen Weiterentwicklung unseres Unternehmens leisten.

In dieser Ausgabe unserer Serie beschreibt Frederique Albrecht, CO2-Strategin bei der BMW Group und Botschafterin bei One Young World, welche Herausforderungen die CO2-Reduzierung mit sich bringt – und wie man gemeinsam nachhaltige Ziele erreichen kann.

Frederique Albrecht, Sie arbeiten seit über zwei Jahren mit Kolleginnen und Kollegen in den USA und in China zusammen. Aufgrund der Pandemie sind Sie aber nie in echt zusammengesessen, haben sich nie live kennengelernt, sondern immer nur via Video-Konferenz. Wie funktioniert das?

Frederique Albrecht: Es funktioniert großartig, wir haben einen tollen Teamgeist! Der Grund dafür ist, dass wir alle mit großer Überzeugung und Begeisterung an unseren Themen arbeiten und das gleiche Ziel verfolgen. Das ist der Schlüssel für die Bereitschaft, immer gut zusammenzuarbeiten. Außerdem kommunizieren wir sehr offen, was besonders wichtig ist, wenn man sich nicht live gegenübersitzt. Unsere Aufgabe ist es, die Ziele für die CO2-Emissionen festzulegen, die wir innerhalb der Nutzungsphase für jedes Fahrzeug erreichen wollen. Außerdem legen wir Strategien vor, wie wir diese Ziele erfüllen können. Wir stellen so über die gesamte Flotte hinweg sicher, dass bis 2030 mindestens 50 Prozent der CO2-Emissionen in der Nutzungsphase gegenüber 2019 reduziert werden. Für mich persönlich ist das der Mindestanspruch: 50 Prozent müssen wir liefern. Dafür müssen die Emissionen aber bei allen Entscheidungen einen hohen Stellenwert haben und wir brauchen das richtige Mindset, wir müssen alle in diese Richtung denken. Bei uns im Team ist das so – das WIR-Gefühl ist enorm.

Insgesmat hat sich bei der BMW Group in den letzten Jahren sehr viel getan, die Bedeutung des Themas „CO2 Emissions-Reduzierung“ ist anerkannt.

Nun läuft es sicherlich nicht immer rund. Was bremst Sie, Ihre Ziele zu erreichen?

Albrecht: Mit Blick auf die aktuellen Projekte ist vor allem die Nachfrage der Kunden nach emissionsfreien Produkten wichtig. Wenn die nicht gegeben ist, kommen wir nicht weiter. Seit über einem Jahr entwickelt sich aber ein sehr positiver Trend bei unseren Kunden und die Anziehungskraft unserer Elektrofahrzeuge steigt. Speziell in Europa sorgen im Vergleich zu China und den USA die strengeren gesetzlichen Vorgaben für einen schnelleren Wandel. Die Entwicklung geht in eine sehr positive Richtung; in China gibt es zum Beispiel bereits eine Quote für E-Fahrzeuge. Es wird dort neben der Reduzierung der CO2-Emissionen weiterhin stark auf wirtschaftliches Wachstum geachtet. In den USA gilt es in erster Linie die Kundennachfrage zu stärken. Dafür müssen die externen Rahmenbedingungen verbessert werden, denn die sind zum Großteil noch nicht für den breiten Wandel in die E-Mobilität geschaffen. Dazu kommt, dass die Ladeinfrastruktur in den meisten Ländern noch nicht so gut ausgebaut ist. Grundsätzlich ist es für den schnellen Erfolg und das profitable Wachstum der E-Mobilität wichtig, die Kosten für nachhaltige Lösungen zu reduzieren. Daran arbeiten wir kontinuierlich. Ansonsten gibt es wenig, was mich aufhält. Ich spüre auf allen Seiten eine große Leidenschaft für das Thema. Und wenn die Projektlage doch mal frustrierend ist, hilft mir mein Netzwerk ebenso wie meine bisherigen Erfahrungen und die vielfältigen Perspektiven, die ich dadurch einnehmen kann.

Frederique Albrecht

Mit welchen Erfahrungen, auch aus privater Sicht, gehen Sie denn an die Aufgabe heran?

Albrecht: Seit meinem Einstieg in die BMW Group arbeite ich immer im Umfeld der Antriebe. Auf dem Weg zu meiner jetzigen Aufgabe durfte ich den Umbau unseres Antriebsportfolios sowie den Wandel zur E-Mobilität betriebswirtschaftlich betreuen. Zuletzt habe ich die CO2-Themen im Fahrzeug-Portfolio aus der Finanzperspektive vorangetrieben, sozusagen als letzten Schritt auf dem Weg in die CO2-Strategie. Durch die Auseinandersetzung mit Klimawandel, CO2-Fußabdruck, etc. ist mein Bewusstsein generell geschärft worden. Ich habe meine Ernährung umgestellt, esse nur noch sehr wenig Fleisch und achte auf regionale Lebensmittel. Ich bin bewusster im Umgang mit Abfall, fahre viel Fahrrad – und bald habe ich hoffentlich auch das Elektroauto mit Ökostromvertrag.

Welche Erfolge sehen Sie? Gibt es etwas, worauf Sie stolz sind?

Albrecht: Allein die Unternehmensentscheidung, die Emissionen in der Nutzungsphase eines Fahrzeugs im Flottenschnitt um 50 Prozent (von 2019 auf 2030) zu reduzieren, ist ein Riesenerfolg. Das können wir tatsächlich erreichen. Außerdem ist es toll, dass schon heute ein großer Anteil reiner E-Fahrzeuge auf den Straßen ist. Persönlich bin ich besonders stolz darauf, dass ich zur Botschafterin der BMW Group bei One Young World berufen wurde – als eine von 60 Delegierten des Unternehmens. Die Veranstaltung hat mich sehr beeindruckt. Mir ist dadurch noch einmal deutlicher geworden, dass jede und jeder von uns so viele Möglichkeiten hat, die Welt ein Stück besser zu machen. Es gibt so viele konkrete Punkte, an denen wir angreifen können. Privat wie auch beruflich. Wir müssen nur machen!

Frederique Albrecht

An welchen Stellen sollte sich das Unternehmen denn aus Ihrer Sicht grundsätzlich noch stärker aufstellen, um CO2-freie Mobilität zum Erfolg zu führen?

Albrecht: Die Ladeinfrastruktur ist ein Bottleneck, da müssten wir uns noch stärker engagieren, wenn wir noch viele weitere Kunden gewinnen wollen.

Können Sie Ihre Motivation in einem Satz zusammenfassen?

Albrecht: Es ist so wichtig, dass wir jetzt handeln, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und nachhaltiger zu werden – für die Zukunft der BMW Group ebenso wie für unsere Zukunft auf diesem Planeten.

Und wann sind Sie zufrieden? Wann ist es gut?

Albrecht: Wir sind mit unseren Zielen langfristig unterwegs. Daher ist es dann gut, wenn wir diese Ziele auch erreichen. Zufrieden bin ich aber erst, wenn wir noch weiter springen. Wenn wir Umweltbewußtsein und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen. Die Zeit ist jetzt.

Auch in den kommenden Portraits aus unserer Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ beschreiben engagierte Kolleginnen und Kollegen ihre Motivation und erklären, welchen Beitrag sie zum Thema Nachhaltigkeit innerhalb der BMW Group leisten. 

„WIRkung - Wir machen die BMW Group nachhaltig.“
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