Rajesh Kumar
Nachhaltigkeit 03.02.2022 4 Min.
“Ich spüre einen großen Unterschied.”

In der Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ beleuchtet die BMW Group, welchen nachhaltigen Beitrag unterschiedlichste Menschen im Unternehmen leisten – und was sie dazu motiviert. Heute: Rajesh Kumar.

Nachhaltigkeit hat bei der BMW Group viele Facetten, denn unter diesem Begriff bringen wir Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in Einklang. Um diesen hohen Anspruch realisieren zu können   , braucht es engagierte Mitarbeitende. Alle können einen Beitrag dazu leisten, die BMW Group nachhaltig zu machen.

Wer sind all die Kolleginnen und Kollegen, die in ihrem Arbeitsalltag Nachhaltigkeit realisieren? Was treibt sie an, überall im Unternehmen konkret anzupacken? In der Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ stellt die BMW Group jene Mitarbeitende vor, die Tag für Tag ihren Beitrag zur breit gefächerten und verantwortungsvollen Weiterentwicklung unseres Unternehmens leisten.

Im sechsten Teil der Reihe erzählt Rajesh Kunar, Einkauf und Qualitätsmanagement im indischen BMW Group Werk Chennai, auf welche besondere Weise er jedes Jahr tausende Menschen zu nachhaltigem Verhalten animiert – und welche Veränderungen er persönlich wahrnimmt.

Rajesh Kumar

Rajesh Kumar, Sie pflanzen Bäume, engagieren sich für Menschen, denen es an den grundlegenden Dingen wie Wasser oder Nahrung mangelt und sind sehr aktiv, wenn es darum geht, Nachhaltigkeit und vor allem Bildung zu fördern. Und das alles nebenberuflich, denn im Job ist es Ihre Aufgabe, für die Reduktion der CO2-Emissionen bei den Lieferanten zu sorgen. Das sind viele Projekte – was möchten Sie persönlich erreichen?

Rajesh Kumar: Nun, genaugenommen habe ich zwei Hauptziele: Als erstes möchte ich mein berufliches Ziel umsetzen und die Lieferkette hier vor Ort bei den indischen Lieferanten nachhaltiger gestalten. Mein zweites, privates Ziel ist es, jedes Jahr 100.000 Menschen stärker für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und ihr Bewusstsein zu schärfen. Dafür nutze ich meine persönlichen Netzwerke ebenso, wie die sozialen Medien. Diese beiden Ziele ergänzen sich sehr gut, denn Nachhaltigkeit ist für mich eine Lebenseinstellung. Sie gilt für alle persönlichen, beruflichen und sozialen Aspekte des täglichen Lebens. Ich möchte privat ein nachhaltiges Leben führen und gleichzeitig in der nachhaltigsten Organisation der Welt arbeiten. Außerdem will ich als verantwortungsvoller Bürger meinen Beitrag für die heutige Gesellschaft und für künftige Generationen leisten. Ich bin davon überzeugt, dass nachhaltiges Denken mir dafür einen guten Weg ebnet. Denn Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir über alle Dimensionen und Aspekte des Lebens nachdenken und einen strukturierten Ansatz verfolgen, um unsere Ziele zu erreichen.

Was kann Sie denn daran hindern oder gar aufhalten, diese Ziele zu erreichen?

Kumar: Manchen Menschen fehlt das richtige Bewusstsein für Nachhaltigkeit oder sie haben eine andere Mentalität, die dieser Art zu denken im Weg steht. Manchmal mangelt es auch einfach an der Bereitschaft, sich aktiv einzusetzen und zusammenzuarbeiten. Aber mein Team und unsere Manager stehen alle hinter mir, auch die Lieferanten kooperieren und die BMW Group geht mit gutem Beispiel voran.

Rajesh Kumar

Welche positiven Auswirkungen und Erfolge sehen Sie schon heute?

Kumar: Wir haben die Nachhaltigkeit unserer Lieferanten in den letzten zwei Jahren deutlich verbessert und wollen sie in Zukunft noch stärker forcieren. Ich arbeite bereits seit einigen Jahren an Nachhaltigkeitsprojekten und sensibilisiere auch meine Kollegen dafür. Jedes Teammitglied nimmt einmal im Jahr an Projekten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit teil, wir teilen bewährte Verfahren auch mit anderen Abteilungen und Ländern. Außerdem erklären wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Band und bei den Zulieferern die Nachhaltigkeitsmaßnahmen in ihrer eigenen Muttersprache – so verstehen sie die Ziele und können sie leichter umsetzen. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, dass wir allen Lieferanten und Mitarbeitenden erläutern, welche Erwartungen und Anforderungen es gibt und welche Rolle sie selbst auf dem Weg der Nachhaltigkeit spielen.

Was hat sich bei Ihnen persönlich in den letzten Jahren durch die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit verändert?

Kumar: Einiges, ich spüre einen deutlichen Unterschied. Ich nutze nur noch nachhaltige Produkte und versuche herauszufinden, welche Dinge ich wiederverwerten und wiederverwenden kann. Außerdem versuche ich zunehmend auch das Bewusstsein in meiner Familie und bei meinen Freunden zu schärfen.

Gab es einen bestimmten Grund oder Auslöser für Ihr Engagement? Und was haben Sie dadurch bisher gelernt?

Kumar: Einen konkreten Auslöser gab es nicht, aber angesichts der aktuellen globalen Klimaveränderungen möchte ich mich selbst als verantwortungsbewusster Bürger verhalten und will auch andere dazu bringen, den nachhaltigen Weg einzuschlagen. Das ist nicht immer einfach, denn das Verständnis für Nachhaltigkeit ist sehr unterschiedlich. Meine größte Erkenntnis ist aber, dass sich unsere Lebensweise ändert, wenn wir anfangen, nachhaltig zu denken. Das kann einen Wandel in der Gesellschaft bewirken.

Rajesh Kumar

Sie haben schon eine Menge geschafft, mit Ihrem Nachhaltigkeitsbestreben viele Menschen erreicht – von den Lieferanten bis hin zu Ihren Kontakten in den Sozialen Medien. Worauf sind Sie besonders stolz?

Kumar: Nachhaltigkeit hat positive soziale, ökologische und wirtschaftliche Effekte und ich bin stolz auf die Ergebnisse, die wir bei der BMW Group durch unser Handeln erzielt haben.

In einem Satz: Was motiviert Sie tagtäglich weiterzumachen?

Kumar: Tägliches Lernen und Lernen durch Teilen

Mal angenommen, der Vorstandvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, bietet Ihnen seine Unterstützung dabei an, Ihre Ziele in Punkto Nachhaltigkeit zu erreichen. Welchen Vorschlag würden Sie machen?

Kumar: Ich würde gerne in jeder Abteilung und in jedem Markt der BMW Group weltweit einen „Jungen Nachhaltigkeitskreis“ einführen, um einerseits das Bewusstsein zu schärfen und andererseits die Umsetzung und Effektivität der Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu stärken.

Und wann ist es genug?

Kumar: Nie – jeder Tag ist Lernen.

 

Auch in den kommenden Portraits aus unserer Nachhaltigkeits-Serie „WIRkung“ beschreiben engagierte Kolleginnen und Kollegen ihre Motivation und erklären, welchen Beitrag sie zum Thema Nachhaltigkeit innerhalb der BMW Group leisten. 

„WIRkung - Wir machen die BMW Group nachhaltig.“
#meinBeitrag. #mymotivation.