Die BMW Group sieht die Elektrifizierung der Modellpalette als zentralen Bestandteil ihrer Produktstrategie, um Flottenemissionen zu verringern und damit die ambitionierten strategischen Ziele zur CO₂-Reduzierung zu erreichen.
Seit 2025 führen wir die Kernmarke BMW mit der Neuen Klasse in eine zunehmend elektrifizierte Ära. Im Jahr 2030 will die BMW Group insgesamt mehr als 10 Mio. vollelektrische Fahrzeuge an Kundinnen und Kunden ausgeliefert haben.
Aktuelle Fakten.
Fahrzeuge
642.071
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elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert (2025)
Elektrifizierte Antriebe umfassen Plug-In-Hybrid-, Mild-Hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge. Vollelektrische Modelle fahren rein batterieelektrisch ohne Verbrennungsmotor.
Vertrieb
26,1 %
26,1 %
Anteil elektrifizierter Modelle an allen Automobilauslieferungen.
2025 machen elektrifizierte Fahrzeuge 26 % des weltweiten BMW Group Absatzes aus, davon entfallen rund 18 % auf vollelektrische Modelle.
Reichweite
+30 %
+30 %
mehr Reichweite und schnelleres Laden mit Gen6 im Vergleich zur vorherigen Generation von Elektroantrieben.
Strategie: Elektromobilität ganzheitlich denken.
Die elektrifizierten Fahrzeuge der BMW Group zeichnen sich im Fahrbetrieb durch hohe Effizienz und niedrigen Verbrauch aus. Der Anspruch der BMW Group reicht aber weiter: Batterieelektrische- (BEV) und Plug-in-Hybrid-Modelle (PHEV) sollen nicht nur während ihrer lokal CO₂-freien Nutzungsphase, sondern auch in ihrer Gesamtbilanz einschließlich Lieferkette und Produktion möglichst umweltschonend sein. Anders als bei Fahrzeugen mit reinem Verbrennungsantrieb liegen bei batteriebetriebenen Automobilen die Umweltauswirkungen überwiegend in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Hier wirken sich der Einsatz von Rohstoffen für Batteriezellen und die CO₂-intensive Produktion von Batterien maßgeblich aus.
Der BMW Group ist es daher besonders wichtig, auch umweltbezogene und soziale Aspekte bei der Herstellung von Komponenten wie Elektromotor, Hochvoltspeicher und Batteriezellen einzubeziehen. Im Sinne einer konsequenten Kreislaufwirtschaft setzt die BMW Group zudem auf zunehmendes Recycling und die sinnvolle Weiterverwendung von Hochvoltspeichern aus unseren BEV- und PHEV-Modellen. Die BMW Group bietet Kundinnen und Kunden von batteriebetriebenen Fahrzeugen eine kostenfreie Rücknahme der Hochvoltspeicher an. Dies gilt auch für Märkte, in denen dies gesetzlich nicht gefordert ist.
Unser Produktportfolio bedient die wachsende Nachfrage nach elektrifizierten Modellen und berücksichtigt zugleich unterschiedliche Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse in den einzelnen Märkten. Unsere Kundinnen und Kunden können daher aus einem breiten Angebot elektrifizierter Automobile wählen: aus vollelektrischen Fahrzeugen, Plug-in-Hybriden sowie Modellen mit effizienten Verbrennungsmotoren, die bei BMW und MINI heute überwiegend mit Mild-Hybrid-Technologie (MHEV) kombiniert werden.
Unsere flexiblen Produktionssysteme sowie das skalierbare Baukastensystem der Fahrzeuge sind ein Ausdruck unserer konsequenten Kundenorientierung. Mit der Neuen Klasse baut die BMW Group ihr vollelektrisches Angebot konsequent weiter aus. Die völlig neue Modellgeneration steht für einen Weitsprung bei Technologie, Fahrerlebnis und Design – und unterstreicht die hohe Innovationsleistung des Unternehmens. Das gesamte Produktportfolio profitiert schrittweise von den Innovationen der Neuen Klasse, unabhängig vom jeweiligen Antrieb.
Zur kundenorientierten Technologievielfalt der BMW Group gehört auch die Weiterentwicklung der Brennstoffzellentechnologie. Wir sehen wasserstoffbetriebene Elektrofahrzeuge segmentabhängig als potenziell wichtige Ergänzung der Elektromobilität mit Batterien und damit als Chance, CO₂-Emissionennoch schneller zu senken.
Sechste Generation BMW eDrive-Technologie: E-Mobilität pur.
Freude am Fahren auf dem nächsten Level: Mit der Neuen Klasse startet BMW in eine neue Ära. Den Anfang machen der vollelektrische BMW i3 und BMW iX3.
Elektrische Reichweiten auf Nutzerverhalten ausrichten.
Die BMW Group beurteilt die Erhöhung elektrischer Reichweiten unter verschiedenen Gesichtspunkten. Zentraler Ansatz ist es, die Reichweiten der Fahrzeuge optimal an den jeweiligen Einsatzzweck und das Nutzerverhalten anzupassen. Auf diese Weise berücksichtigen wir auch ökologische Effekte: Mehr Reichweite bedeutet grundsätzlich größere und damit schwerere Hochvoltspeicher. Dieser Zusammenhang hat Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch, den ökologischen Fußabdruck der Lieferkette sowie das Gewicht und damit den Stromverbrauch des Fahrzeugs.
Der vollelektrische MINI Cooper SE, der überwiegend im urbanen Raum genutzt wird, verfügt über eine kundengerechte Reichweite von rund 400 Kilometern (WLTP). Der BMW i5 kann im gesetzlichen Prüfzyklus WLTP und abhängig von Faktoren wie Ausstattung und Motorisierung eine Reichweite von bis zu 582 km erreichen. Mit der Neuen Klasse erschließt die BMW Group zugleich eine neue Dimension elektrischer Langstreckentauglichkeit: Der neue BMW iX3 kommt auf eine elektrische Reichweite von bis zu 805 km (WLTP), der neue BMW i3 sogar auf bis zu 906 km (WLTP). Mit Angeboten wie BMW eDrive Zones, attraktiven Fahrstromtarifen, Lade-Equipment, Integration des Ladens in die Fahrzeug-App sowie erhöhten Reichweiten unterstützen wir auch Fahrerinnen und Fahrer von Plug-in-Hybriden dabei, möglichst häufig und über möglichst weite Strecken elektrisch zu fahren. Der BMW X5 Plug-in-Hybrid kann beispielsweise bis zu 110 Kilometer (WLTP) ausschließlich batterieelektrisch zurücklegen.
Angebote für zuverlässiges und flächendeckendes Laden.
Eine ausgebaute, kundengerechte Ladeinfrastruktur ebnet den Weg für die schnelle und flächendeckende Verbreitung der Elektromobilität. Mit Verabschiedung der Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR) im Jahr 2023 hat die EU beschlossen, bis Ende 2030 sowohl elektrische Ladestationen als auch Wasserstofftankstellen in einem Basisnetzwerk zu errichten. Aus Sicht der BMW Group ist dies ein erster wichtiger Schritt zu einer kundenwerten Ausgestaltung der Ladeinfrastruktur. Unverändert setzt sich die BMW Group für einheitliche Rahmenbedingungen ein und treibt Angebote voran, die flächendeckendes sowie kundenfreundliches Laden ermöglichen.
Mit BMW und MINI Charging bieten wir attraktive Fahrstromtarife und Ladelösungen für unterwegs, zu Hause und den Arbeitsplatz an. Über ihre BMW oder MINI Charging Card und die My BMW beziehungsweise MINI App können Kundinnen und Kunden eine große Zahl öffentlicher Ladepunkte nutzen. Den übergreifenden Zugang zu verschiedenen Ladenetzwerken in Europa ermöglicht dabei die Digital Charging Solutions GmbH (DCS). DCS ist einer der führenden europäischen Anbieter digitaler Ladelösungen und ein Gemeinschaftsunternehmen von der BMW Group, Mercedes-Benz und bp.
Kundinnen und Kunden von BMW und MINI finden über zwei Millionen Ladepunkte weltweit über die Navigation bzw. die jeweilige Fahrzeug-App. Allein in Europa ermöglichen wir über das öffentliche Ladeangebot BMW/MINI Charging den einfachen Zugang zu einem breiten Ladenetzwerk. Darunter befinden sich auch Schnellladestationen des von der BMW Group initiierten Unternehmens IONITY mit einer Ladeleistung von bis zu 600 Kilowatt (kW). Diese Ladestationen sind öffentlich zugänglich, markenunabhängig und nach dem europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS) ausgelegt. Außerdem werden sie mit 100 % Grünstrom betrieben.
Mit IONNA treibt die BMW Group gemeinsam mit sieben weiteren Automobilherstellern den Aufbau eines leistungsstarken Ladenetzwerks in den USA und Kanada voran. Ziel des 2023 gegründeten Kooperationsunternehmens ist ein flächendeckendes High-Power-Charging-Angebot in urbanen Regionen und entlang wichtiger Verkehrsachsen. IONNA hat die ersten Standorte bereits in Betrieb und will das Netz langfristig auf mindestens 30.000 Ladepunkte ausbauen.
Mit der 2024 zusammen mit Mercedes-Benz gegründeten Ladeinfrastruktur-Kooperation IONCHI in China komplettiert die BMW Group ihr Lade-Engagement in ihren drei wichtigsten Märkten. Das Joint Venture errichtet ein markenoffenes Ladenetzwerk in Regionen mit hoher Dichte elektrifizierter Fahrzeuge. Bis Ende 2025 hat IONCHI bereits mehr als 460 Ladestationen mit über 2.500 Ladepunkten realisiert. Ziel ist der Ausbau vor allem im Bereich High-Performance Charging. Die Stationen befinden sich im weiteren Aufbau mit dem Fokus auf Regionen, die eine hohe Dichte an elektrifizierten Fahrzeugen aufweisen.
In Zusammenarbeit mit Partnern bieten wir zudem Ladelösungen für Firmenkunden an. Die BMW Group selbst verfügt über eines der größten betrieblichen Ladenetzwerke Deutschlands.
Laden soll so einfach wie Tanken sein. Um diesen Anspruch zu erfüllen, arbeiten wir insbesondere an digitalen Lösungen. Dazu gehört Connected Charging – eine Anwendung, auf die im Fahrzeug sowie per App zugegriffen werden kann. Über den Dienst erhalten Fahrerinnen und Fahrer nicht nur aktuelle Ladeinformationen, sondern können seit 2022 auch den Ladevorgang per Knopfdruck steuern. Für eine kundenfreundliche Planung von Ladestopps bei Langstreckenfahrten sorgt zudem die Funktion eRoute. Seit 2023 erhalten erste BMW Modelle außerdem eine Plug&Charge-Funktion: Sowohl die Authentifizierung als auch die Abrechnung erfolgen dabei automatisch durch Verbindung des Fahrzeugs mit dem Ladesystem. Durch die sogenannte Multi-Contract-Funktion können zudem individuelle Fahrstromverträge unterschiedlicher Anbieter digital im Fahrzeug gespeichert werden. Dies erleichtert die Nutzung von Ladesäulen unterschiedlicher Betreiber.
Darüber hinaus unterstützen wir die Nutzung erneuerbarer Energien. Seit 2022 wird für jeden Ladevorgang innerhalb von BMW und MINI Charging die äquivalente Menge der verbrauchten Energie als Grünstrom in das Stromnetz eingespeist. Dies wird über Energy Attribute Certificates (EACs) als anerkannte Herkunftsnachweise bescheinigt.
Bidirektionales Laden: Vom Fahrzeug zum Energiespeicher.
Strom laden, speichern, zurückgeben: Mit bidirektionalem Laden können Elektroautos Energie nicht nur intelligent aufnehmen, sondern bei Bedarf auch Energie ins Netz zurückspeisen. So werden sie zu einem aktiven Teil des Energiemarkts - mit spürbarem Nutzen für Kundinnen und Kunden und Potenzial für das gesamte Energiesystem.
Beim Vehicle-to-Grid (V2G) speist das Auto Strom zurück ins Netz. Die Hochvoltbatterie wird so zum flexiblen Speicher, der hilft, Angebot und Nachfrage besser auszubalancieren. Gemeinsam mit E.ON hat die BMW Group dafür das erste kommerzielle V2G-Angebot für Privatkundinnen und -kunden in Deutschland gestartet. Den Anfang macht der neue BMW iX3: Über die BMW Wallbox Professional und einen speziellen V2G-Stromtarif wird er aktiv in das öffentliche Stromnetz eingebunden. Das bringt spürbaren Kundennutzen: einfaches Laden zu Hause, mögliche finanzielle Vorteile und zugleich einen Beitrag zur Energiezukunft.
Vehicle-to-Home (V2H) erweitert dieses Prinzip auf das eigene Zuhause. Über die intelligente Verbindung zwischen Wallbox und Haus kann Strom sowohl in die Hochvoltbatterie des Fahrzeugs geladen werden als auch zurück ins Haus fließen, um elektrische Verbraucher zu versorgen. Auf diese Weise können Kundinnen und Kunden ihre Ladekosten sowie Stromkosten des Haushalts senken.
Mit Vehicle-to-Load (V2L) wird die Energie aus dem Fahrzeug noch vielseitiger nutzbar. Dabei versorgt das Elektroauto mehrere externe Geräte gleichzeitig direkt mit Strom - praktisch, flexibel und weit über das reine Fahren hinausgedacht.
Der große Vorteil dahinter: Bidirektionales Laden kann das Stromsystem stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien verbessern. Fahrzeuge laden dann bevorzugt, wenn viel Strom verfügbar ist, und geben Energie zurück, wenn sie im Netz gebraucht wird. So können sie helfen, Schwankungen bei Wind- und Solarenergie auszugleichen und langfristig die Kosten des Energiesystems zu senken.
Wichtig bleibt dabei: Die Mobilität der Kundinnen und Kunden hat immer Priorität. Intelligente Schutzfunktionen stellen sicher, dass das gewünschte Ladeziel erhalten bleibt und die Batterie in einem für ihre Lebensdauer günstigen Bereich arbeitet.
Die BMW Group denkt Technologie und Mobilität kontinuierlich neu.
Als Innovationsmarke prägt die BMW Group die Technologien für die Mobilität der Zukunft und steht für ein fortschrittliches Premiumverständnis, das auf ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit und Elektromobilität setzt. Fahrzeuge wie der BMW i3, BMW i4, BMW i5, BMW i5 Touring, BMW i7, BMW iX1, BMW iX2, BMW iX3, BMW iX, BMW i Vision Circular, MINI Cooper SE, MINI Countryman SE und der MINI Aceman, der BMW CE 02 und BMW CE 04 oder auch der Rolls-Royce Spectre sind gute Beispiele für diese Ausrichtung.
BMW X5
BMW i3
BMW iX3
BMW iX3
Rolls-Royce Spectre
Rolls-Royce Spectre
BMW CE 02
BMW CE 04
BMW i4
BMW i7
BMW i7
BMW iX 60
BMW iX1
BMW i4 M50
BMW iX1
BMW i7
BMW iX2
BMW i5
MINI Cooper SE
MINI Countryman SE
BMW i5 Touring
MINI Aceman
Batterieproduktion.
Die Montage der Gen6-Hochvoltbatterien erfolgt weltweit in fünf neuen Produktionsstätten, die die BMW Group nach dem Prinzip „Local for Local“ nah an ihren Fahrzeugwerken platziert. Dieser Ansatz sorgt für kurze Wege, stärkt die bestehenden Standorte und sichert Arbeitsplätze.
Im Kompetenzzentrum Batteriezelle (BCCC) in München wird geforscht und entwickelt. Im Kompetenzzentrum für Batteriezellfertigung (CMCC) Parsdorf entstehen Musterzellen unter seriennahen Produktionsbedingungen – jedoch in kleinerem Maßstab. Einen weiteren Meilenstein markiert das neue Kompetenzzentrum für Batteriezellrecycling (CRCC) im niederbayerischen Salching. In Zusammenarbeit mit der Encory GmbH werden hier Zellen mechanisch zerlegt und Rohstoffe wie Nickel, Kobalt, Lithium oder Graphit wieder in die Fertigung zurückgeführt. So entstehen geschlossene Kreisläufe und wichtige Innovationen. Sie reichen von neuen Zellformaten bis hin zu effizienteren Produktionsprozessen, die die Wettbewerbsfähigkeit in der Elektromobilität sichern.
Elektromobilität im weltweiten Produktionsnetzwerk.
Die BMW Group richtet ihr weltweites Produktionsnetzwerk schrittweise auf Elektromobilität aus. In Deutschland werden die Werke München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig sowohl Fahrzeuge mit klassischen Antrieben als auch vollelektrische Modelle fertigen. Das Werk München wird ab Ende 2027 ausschließlich Elektrofahrzeuge produzieren.
In Debrecen (Ungarn) steht das erste Werk der BMW Group, das von Beginn an ausschließlich für die Fertigung vollelektrischer Modelle ausgelegt ist. Auch das Werk Steyr (Österreich) erweitert seine Kapazitäten im Bereich elektrischer Antriebe deutlich.
Das internationale Produktionsnetzwerk wird ebenfalls auf die Anforderungen der Elektromobilität ausgerichtet. In den chinesischen Werken gehören vollelektrische Fahrzeuge bereits zum festen Produktionsportfolio. 2026 startet im US-amerikanischen Werk Spartanburg die Fertigung elektrischer Modelle, und 2027 wird auch im Werk San Luis Potosí (Mexiko) die Produktion der Neuen Klasse anlaufen.
Damit entsteht ein global aufgestelltes Produktionssystem, das den Übergang zur Elektromobilität in allen wichtigen Märkten absichert.
Alles weitere über unsere Werke erfahren Sie hier.