Bericht des Aufsichtsrats
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die BMW Group hat auch im Geschäftsjahr 2025 ihre Leistungskraft unter Beweis gestellt. In einem bewegten Umfeld hat die BMW Group die im Oktober angepassten Ziele erreicht. Konsequent und ambitioniert setzt Ihr Unternehmen den Hochlauf der Elektromobilität fort. Weltweit hat die BMW Group im Geschäftsjahr 2025 mehr als 640.000 elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert (+8,2 %). Auch bei den vollelektrischen Fahrzeugen (BEV) verzeichnet Ihr Unternehmen ein leichtes Wachstum (+3,6 %). Europa sticht bei der Absatzentwicklung der batterieelektrischen Fahrzeuge mit einem Zuwachs von über 28 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2024 besonders hervor. Rund jedes vierte in Europa verkaufte Fahrzeug ist damit ein BEV. Der kombinierte Anteil von BEV und PHEV liegt in Europa sogar bei über 40 %. Den Grenzwert der EU für CO2-Flottenemissionen in Europa hat das Unternehmen damit nicht nur erreicht, sondern mit 89,971 Gramm CO2 pro Kilometer erneut unterschritten.
Mit der Weltpremiere des BMW iX3* auf der IAA Mobility in München hat für Ihr Unternehmen eine neue Ära begonnen, denn die NEUE KLASSE steht für einen Quantensprung bei Technologie und Fahrerlebnis. Nach dem erfolgreichen Start für den BMW iX3* steht bereits der Produktionsstart des BMW i3 im grundlegend erneuerten Stammwerk München an.
Mit den Spitzentechnologien der NEUEN KLASSE, der globalen Präsenz und dem breiten Ansatz der Technologieoffenheit bei den Antrieben ist die BMW Group weiterhin robust aufgestellt und in der Lage, aus eigener Kraft die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats im vergangenen Geschäftsjahr
Der Aufsichtsrat Ihres Unternehmens hat die ihm obliegenden Aufgaben auch im Geschäftsjahr 2025 mit großer Sorgfalt wahrgenommen:
Auf der Grundlage von ausführlichen Berichten des Vorstands haben wir die Geschäftsführung laufend und gründlich überwacht. Bei wichtigen Fragen der Unternehmensführung und bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens haben wir den Vorstand auch beratend begleitet. Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit waren im Geschäftsjahr 2025 die Unternehmensplanung und -steuerung vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen sowie die Entwicklungen im Markt China. Mit Entscheidungen zur Besetzung des Vorstands hat der Aufsichtsrat wichtige Weichen für die Unternehmensführung gestellt.
Die Lage des Unternehmens wurde im Aufsichtsratsplenum in jeder der fünf Sitzungen (darunter eine zweitägige Sitzung) mit dem Vorstand eingehend erörtert. Über Angelegenheiten von besonderer Bedeutung hat der Vorstand auch außerhalb der Sitzungen informiert. Der Vorstandsvorsitzende stand zudem fortlaufend im direkten Austausch mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. Kurt Bock, unterhielt außerhalb der Sitzungen direkten Kontakt mit dem Finanzvorstand und mit Vertretern des Abschlussprüfers. Regelmäßig hat der Aufsichtsrat ohne den Vorstand aufsichtsratsinterne Themen und Personalangelegenheiten behandelt. Die Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie mit dem Vorstand war vertrauensvoll, wertschätzend und konstruktiv. Zur Vorbereitung auf die Sitzungen erhielten die Mitglieder in aller Regel vorab ausführliche Unterlagen. Es fanden zudem regelmäßig getrennte Vorbesprechungen der Anteilseigner- und der Arbeitnehmervertreter statt.
Im Bericht zur Geschäftslage des Unternehmens hat uns der Vorstand in jeder Sitzung die aktuelle Geschäftsentwicklung der BMW Group dargelegt. Wesentliche Inhalte waren die Absatzentwicklung, differenziert nach Marken, Antriebsarten und Marktregionen, die Entwicklung des Gesamtmarkts und des relevanten Segments sowie die Entwicklung im Wettbewerbsvergleich. Auch die wesentlichen Finanzkennzahlen sowie zentrale Themen aus dem Konzernfinanzwesen wie Finanzmittelbeschaffung, Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten und die Liquiditätssituation hat uns der Vorstand in jeder Sitzung erläutert. Über den aktuellen Stand der Aktienrückkaufprogramme sowie die Strategie und die Effekte im Währungsmanagement wurde ebenfalls berichtet.
Darüber hinaus ging der Vorstand im Bericht zur Geschäftslage auf relevante aktuelle Geschehnisse ein, wie beispielsweise wichtige Kooperationsprojekte, wesentliche Änderungen in der Unternehmensorganisation, den erfolgreichen Auftritt des Unternehmens auf Messen wie der IAA Mobility in München und der Auto Shanghai sowie das Abschneiden in Kundenzufriedenheits- und Qualitätsstudien.
Aktuelle Themen und Projekte aus der Strategiearbeit, wie die Maßnahmen des Unternehmens zur Sicherstellung der Halbleiterversorgung und der planmäßige Roll-out des Direktvertriebsmodells für die Marke MINI in Europa, waren ebenfalls Gegenstand des Berichts zur Geschäftslage. Die Entwicklung des Marktes China haben wir in jeder unserer Sitzungen eng verfolgt.
Auch zu den Entwicklungen in der internationalen Handelspolitik und Regulierung hat uns der Vorstand regelmäßige Updates gegeben und uns die Auswirkungen sich ändernder Zollsätze auf die BMW Group anhand von Szenarien aufgezeigt. Wir erörterten die volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Prognosen in den verschiedenen Weltregionen und ließen uns die Sourcing-Strategien und -Maßnahmen für kritische Rohstoffe und Komponenten vom Vorstand erläutern. Mit der CO2-Flottenemissionsregulierung der EU haben wir uns regelmäßig befasst. Der Vorstandsvorsitzende hat uns die Position des Unternehmens zu den Vorgaben und Planungen der EU-Kommission für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dargelegt.
Die Unternehmensstrategie einschließlich der Nachhaltigkeit war auch im Geschäftsjahr 2025 ein zentrales Thema der Aufsichtsratsarbeit. Im Mittelpunkt der Analyse der geopolitischen Entwicklungen und ihrer Auswirkungen auf die BMW Group standen die Handelspolitik in wichtigen Regionen und die Entwicklung des Markts China. Der Vorstand hat uns die strategischen Handlungsfelder Antriebssysteme, Zellentwicklung und ‑Sourcing, Digitalisierung und automatisiertes Fahren, Einsatz von KI in den Fahrzeugen und den Unternehmensprozessen sowie Nachhaltigkeit erläutert. Die NEUE KLASSE und ihre technologischen Besonderheiten waren ein wesentliches Thema. Der Technologiesprung der NEUEN KLASSE beruht auf den vier „Superbrains“ Driving Dynamics, Basic Functions, Infotainment sowie Automated Driving und bedeutet Effizienzsteigerung, verringerte Komplexität und optimierten Energieverbrauch.
Im Rahmen der Strategie hat uns der Vorstand auch den 360-Grad-Ansatz für Nachhaltigkeit in der Produktion und über den gesamten Lebenszyklus des Produkts dargelegt und das Commitment des Unternehmens zum Pariser Klimaabkommen bekräftigt. Eingehend behandelt wurde die Unternehmensstrategie für den Markt China und die Marke MINI sowie die Umsetzung des neuen Direktvertriebsmodells mit verstärkter Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI). Abschließend gab uns der Vorstand markenübergreifend einen Ausblick auf das künftige Produktportfolio.
Der BMW iX3* stand als erstes Modell der NEUEN KLASSE und wichtiger Meilenstein der neuen Ära der BMW Group mehrfach im Fokus: die erfolgreiche und medienwirksame Weltpremiere auf der IAA Mobility in München im September, das eigene Fahrerlebnis für die Aufsichtsratsmitglieder im Rahmen der Sitzung im September und nicht zuletzt die Auszeichnung des BMW iX3* durch die Fachzeitschrift „Auto Bild“ mit dem Goldenen Lenkrad als „Beste Innovation“. Über die Vorbereitungen des Produktionsstarts und des Anlaufs des ersten Fahrzeugs der NEUEN KLASSE im Werk Debrecen (Ungarn) wurden wir auf dem Laufenden gehalten.
Nachhaltigkeits- und ESG-Themen standen ebenfalls auf unserer Agenda. Bezogen auf die Lieferketten ließen wir uns die Ziele und Fortschritte bei der Dekarbonisierung erläutern. Im Rahmen des Berichts über Aktuelles aus dem Unternehmen hat uns der Vorstand unter anderem über die Eröffnung des Werks in Debrecen informiert, dass in den Bereichen Nachhaltigkeit und Effizienz neue Maßstäbe setzt. Mit den Perspektiven für die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie haben wir uns im Rahmen der Unternehmensstrategie befasst. Die Nachricht, dass die BMW Group für die Forschung und Entwicklung der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie im Rahmen der europäischen IPCEI-Initiative (Important Projects of Common European Interest) eine Förderung erhält, haben wir gerne zur Kenntnis genommen. Auch die Meldung, dass die BMW Group im Trendence Ranking Deutschland 2025 zur Arbeitgeberattraktivität ihren ersten Platz aus dem Vorjahr behauptet hat, ist für uns ein schöner Erfolg. Über den Zwischenstand bei der Erreichung der für das Geschäftsjahr 2025 festgelegten ESG-Ziele hat uns der Vorstand im September informiert.
Im Rahmen unserer Befassung mit der Corporate Governance sind wir nach einer Selbstüberprüfung zu dem Ergebnis gelangt, dass der Aufsichtsrat in seiner Zusammensetzung zum 31. Dezember 2025 die Zielsetzungen aus dem Diversitätskonzept und dem Kompetenzprofil voll erfüllt.
In der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Dezember 2025 haben Vorstand und Aufsichtsrat bestätigt, den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 ohne Ausnahme entsprochen zu haben und diese auch künftig vollständig zu befolgen. Im März 2026 hat der Aufsichtsrat nach vorbereitender Behandlung im Präsidialausschuss und eigener Prüfung der vom Vorstand vorgelegten Erklärung zur Unternehmensführung zugestimmt.
In Bezug auf die in der Hauptversammlung 2025 beschlossene Aktienrückkaufermächtigung hat der Aufsichtsrat einen Zustimmungsvorbehalt für die Ausübung der Ermächtigung beschlossen. Die Entscheidung, die Hauptversammlung 2026 als virtuelle Veranstaltung durchzuführen, hat uns der Vorstand im Juli 2025 begründet. Nach der Hauptversammlung in Präsenz in der Olympiahalle in München im letzten Jahr fiel die Abwägung diesmal zugunsten des virtuellen Formats aus.
Auch mit der Compliance im Unternehmen haben wir uns gründlich befasst. Der Chief Compliance Officer erläuterte uns im Aufsichtsrat in seinem Jahresbericht die Weiterentwicklung und Stärkung der Compliance Funktion durch weitere Internationalisierung, die organisatorische Integration der Produkt Compliance und die Etablierung des ESG-Ordnungsrahmens im Jahr 2025. Er berichtete über die durchgeführten Präventionsmaßnahmen und betonte die guten Ergebnisse zur Compliance Kultur der BMW Group in der Mitarbeiterbefragung 2025. Die Zukunftsausrichtung der Compliance IT sowie die Integration von KI wurden weiter vorangetrieben. Auch die Umsetzung der Anforderungen der Exportkontrolle sowie Maßnahmen zur Verhinderung von Graumarktgeschäften und Geldwäsche waren Gegenstand der Berichterstattung. Zu den Themen Korruptionsbekämpfung und Interessenvertretung erhielten die Aufsichtsratsmitglieder gemäß EU-rechtlichen Anforderungen ergänzende Informationen.
Die Vorstandsvergütung war ein weiteres wichtiges Thema auf der Agenda des Aufsichtsrats. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2025 fand das weiterentwickelte Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands Anwendung, das auf Vorschlag des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung am 14. Mai 2025 mit 96,74 % der gültig abgegebenen Stimmen gebilligt worden ist. Hinsichtlich der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2025 haben wir die Zielausprägung, die Maximalvergütung und die voraussichtliche Höhe der Vergütung überprüft und dabei insbesondere die Unternehmensentwicklung sowie die Entwicklung der Vergütung der oberen Führungskräfte und der inländischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die vergangenen Jahre berücksichtigt. Auf der Grundlage eines Marktvergleichs eines externen unabhängigen Vergütungsberaters mit den anderen DAX-Unternehmen und mündlicher Beratung sind wir zu der Einschätzung gelangt, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2024 sowie die Zielvergütung für 2025 angemessen sind. Detaillierte Informationen zur Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2025 finden Sie in unserem Vergütungsbericht.
Über den jeweils aktuellen Status der Erreichung der festgelegten finanziellen und nichtfinanziellen Ziele einschließlich der Zielsetzungen mit ESG-Bezug, wie etwa Absatzanteil elektrifizierter Fahrzeuge, Reduktion der CO2-Flottenemissionen in der EU und Arbeitgeberattraktivität, wurden wir vom Vorstand unterjährig auf dem Laufenden gehalten.
Im Dezember 2025 haben wir die Leistungskriterien und Zielsetzungen für die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2026 verabschiedet. Diese sind abgeleitet aus der Unternehmensplanung für 2026, der längerfristigen Unternehmensplanung und den ESG-Zielen der Unternehmensstrategie.
Auf unserer Agenda standen außerdem Schwerpunktthemen aus den einzelnen Vorstandsressorts. Den Einsatz von KI wird der Aufsichtsrat in seinen praktischen Anwendungsfällen und Auswirkungen in allen Vorstandsressorts weiter verfolgen. Im Dezember ließen wir uns über die strategische Bedeutung, die verschiedenen Stufen und die aktuellen Einsatzbereiche von KI in der Produktion der BMW Group näher berichten. In den Werken der BMW Group kommt KI unter anderem bereits zur Verbesserung der Qualitätsprüfung sowie von Instandhaltungs-, Planungs- und Versuchsprozessen zur Anwendung. Auch über die Perspektiven für den Einsatz humanoider Roboter in der Produktion haben wir uns informiert.
Mit der Produktqualität und Qualitätsstrategie haben wir uns gründlich befasst. Auch die Qualität in der Lieferkette stand auf unserer Agenda. Wir ließen uns insbesondere die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung im Lieferantennetzwerk sowie den Umsetzungsstand der technischen Maßnahmen hinsichtlich des Integrierten Bremssystems eines Zulieferers erläutern. Über den Stand der rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Zulieferer wurden wir ebenfalls informiert.
Zum Segment Finanzdienstleistungen hat uns der Vorstand die Strategie und ihre Umsetzung, die Geschäftsentwicklung und die Risikosituation vorgestellt.
Im ausführlichen Risikobericht ließen wir uns Struktur und Arbeitsweise des Risikomanagementsystems vorstellen. Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf den geopolitischen Risikoszenarien mit besonderem Fokus auf den Auswirkungen von Zollerhöhungen und möglichen Versorgungsengpässen.
Im Rahmen des Berichts aus dem Ressort Personal und Immobilien haben wir uns mit der Wettbewerbsfähigkeit der Personalstrukturen und ausgewählten strategischen Themen der Personalentwicklung befasst.
Mit der längerfristigen Planung zur Geschäftsentwicklung hat sich der Aufsichtsrat eingehend beschäftigt. Wachsende geopolitische Spannungen, hohe Volatilität im Marktumfeld und zunehmende Wettbewerbsintensität insbesondere in China machen die längerfristige Planung herausfordernd. Der Fokus der Planung liegt weiterhin auf der Sicherstellung der Wachstums- und Renditeansprüche der BMW Group. Der Vorstand hat uns die ambitionierten Zielsetzungen der Planung erläutert und ist insbesondere auf die Absatzplanung und die zugrunde gelegten Prämissen, auch im Hinblick auf den Antriebsmix, eingegangen. Auch mit der Finanzplanung haben wir uns vertieft befasst. Der Finanzvorstand hat uns wesentliche Finanzkennzahlen für alle Segmente dargelegt sowie Chancen und Risiken für den Planungszeitraum aufgezeigt. Nach gründlicher Prüfung hat der Aufsichtsrat der Planung des Vorstands zugestimmt. Die weiteren Entwicklungen und Maßnahmen zur Umsetzung wird der Aufsichtsrat aufmerksam begleiten.
Die Hintergründe der Anpassung der Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2025 Anfang Oktober haben wir mit dem Vorstand in der nachfolgenden Sitzung erörtert.
Die Planung für die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2026 hat uns der Vorstand im Dezember 2025 vorgestellt. Die zugrunde gelegten Annahmen zu den Zöllen und zum Markt China ließen wir uns ausführlich erläutern. Nach eingehender Erörterung der Planung mit besonderem Fokus auf den Chancen und Risiken haben wir unsere Zustimmung erteilt.
Im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex haben zunächst Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Norbert Reithofer und später ich als Aufsichtsratsvorsitzender regelmäßig Gespräche mit Investorenvertretern über aufsichtsratsspezifische Themen geführt und darüber im Aufsichtsrat berichtet. Fragen der Corporate Governance wie die Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf Kompetenzen und Erfahrungen seiner Mitglieder, die Nachfolgeplanung für den Vorstand und das System der Vorstandsvergütung standen dabei im Mittelpunkt.
Auch 2025 hat das Unternehmen den Aufsichtsratsmitgliedern wieder interne Fortbildungen ermöglicht: Im März haben wir eine BMW Niederlassung in München besucht und in der MINI Niederlassung einen Einblick in die Umsetzung des Direktvertriebsmodells gewonnen. Das BMW Komponentenwerk in Landshut konnten wir bei einer Besichtigung im Juli als Kompetenzzentrum für Technologievielfalt, Leichtbau und Elektromobilität kennenlernen. Im Fokus standen dabei die Entwicklung und Produktion der neuen Hochvoltbatterien der Gen6, die mit ihrer höheren Energiedichte für die Modelle der NEUEN KLASSE deutlich schnelleres Laden und eine größere Reichweite ermöglichen. Im September haben wir uns in der BMW M Driving Academy in Maisach bei München intensiv mit der NEUEN KLASSE befasst. Zunächst hat uns das Vorstandsmitglied Entwicklung einen Überblick über die weitreichenden Innovationen der NEUEN KLASSE in Design, Antrieb, Digitalisierung und Nachhaltigkeit gegeben. Nach einer Einführung zum BMW Panoramic iDrive konnten wir das erste Modell der NEUEN KLASSE, den BMW iX3*, selbst im Straßenbetrieb fahren und uns von dem neuartigen Fahrerlebnis überzeugen. Auch die Präsentation künftiger Modelle, einschließlich Concept Cars, der Marken BMW, BMW Alpina, BMW M sowie Rolls-Royce, stieß bei den Aufsichtsratsmitgliedern auf großes Interesse.
Auch externe Impulse ziehen wir für unsere Arbeit gezielt heran. So haben wir den Vorstandsvorsitzenden eines anderen DAX-Industrieunternehmens als Gastredner eingeladen, um uns über die Transformation und Innovation in disruptiven Zeiten auszutauschen.
Das Unternehmen bietet für neue Aufsichtsratsmitglieder ein Onboarding-Programm an, in dem Vertreter verschiedener Fachbereiche des Unternehmens wesentliche Geschäftsbereiche und Planungsprozesse der BMW Group vorstellen und eine Einführung in die laufende Aufsichtsratsarbeit geben.
Die Wirksamkeit der Arbeit im Aufsichtsrat und in den Ausschüssen haben wir Ende 2025 anhand eines digitalen Fragebogens überprüft und die Ergebnisse in der nachfolgenden Sitzung besprochen. Die Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand wurde einhellig als konstruktiv und vertrauensvoll beurteilt, die Themenwahl für die Sitzungen und Fortbildungen wurde als richtig und sinnvoll erachtet. Anregungen zur Vertiefung bestimmter Themen, wie etwa die Beibehaltung des Fokus auf geopolitischen Entwicklungen und auf dem Markt China sowie ein Update zur Strategie zu den Lieferketten, werden wir im laufenden Geschäftsjahr aufgreifen.
Bei seinen Beratungen und Entscheidungen trägt der Aufsichtsrat bereits im Vorfeld Sorge, dass Interessenkonflikte vermieden werden. Im vergangenen Geschäftsjahr traten keine Interessenkonflikte auf.
Aus der Arbeit der Ausschüsse
Die Gremien des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2025, nach Änderungen bei der Aufgabenverteilung zum 1. Januar 2025, der Präsidial-, der Prüfungs-, der Vergütungs-, der Nominierungs- und der Vermittlungsausschuss. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse berichtet. Weitere Informationen zu Aufgaben, Besetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf unserer Internetseite.
Der Präsidialausschuss hat, soweit nicht ein anderer Ausschuss zuständig war, in seinen sechs Sitzungen die Themen der Plenarsitzungen inhaltlich vorbereitet und dabei Anregungen für die Berichterstattung im Aufsichtsrat gegeben. Insbesondere mit der Unternehmensstrategie, einschließlich Nachhaltigkeit, der längerfristigen Unternehmensplanung sowie der Planung der Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2026 hat sich der Präsidialausschuss intensiv beschäftigt. In jeder Sitzung wurde die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens ausführlich erörtert. Der Präsidialausschuss hat außerdem die Nachfolgeplanung für den Vorstand vorbereitet. Er genehmigte in Einzelfällen die Übernahme eines Aufsichtsratsmandats durch ein Vorstandsmitglied. Der Vorratsbeschluss über die Genehmigung von Organkrediten und -geschäften der BMW Bank GmbH wurde erneuert.
Der Prüfungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2025 insgesamt acht Sitzungen ab.
Im März 2025 standen die Vorbereitung der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats und die Prüfung der Rechnungslegung sowie der nichtfinanziellen Erklärung für das Geschäftsjahr 2024 im Vordergrund. Nach Überprüfung der Unabhängigkeit empfahl der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum, der Hauptversammlung 2025 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) als Abschlussprüfer vorzuschlagen. Es waren keine Anhaltspunkte für Ausschluss- oder Befangenheitsgründe oder für eine Gefährdung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gegeben.
Das Honorarangebot von PwC für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des BMW Group Berichts 2025 sowie für die prüferische Durchsicht des Halbjahresberichts 2025 bewertete der Prüfungsausschuss als dem Aufgabenumfang angemessen und erteilte PwC nach der Wahl durch die Hauptversammlung im Mai 2025 die entsprechenden Aufträge. Der Ausschuss legte zudem ergänzende Prüfungsschwerpunkte fest. Im erforderlichen Umfang hat der Ausschuss die Erbringung von Nichtprüfungsleistungen durch PwC genehmigt und ließ sich über diese Leistungen in regelmäßigen Abständen berichten. Auch die Qualität der Abschlussprüfung haben wir regelmäßig überprüft. Der zuständige Fachbereich informierte über die Erfahrungen im Konzern mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2024 und die Ergebnisse der dazu konzernintern durchgeführten Umfrage. Außerdem wurden externe Quellen ausgewertet. Der Prüfungsausschuss ist auf der Grundlage dieses Berichts, der Ausführungen des Abschlussprüfers zu qualitätssichernden Prozessen und Maßnahmen sowie seiner eigenen Erfahrungen mit dem Abschlussprüfer zu der Einschätzung gelangt, dass die Prüfung durch PwC weiterhin ein hohes Qualitätsniveau aufweist.
Auch die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung der BMW AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 hat der Prüfungsausschuss als Bestandteil des BMW Group Berichts 2024 geprüft und ließ sich durch Vertreter von PwC die Ergebnisse der Prüfung erläutern. Für das Geschäftsjahr 2025 haben wir erneut PwC beauftragt, die nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung mit dem Maßstab „Limited Assurance“ zu prüfen, mit Ausnahme einzelner Kennzahlen innerhalb der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die mit dem Maßstab „Reasonable Assurance“ geprüft werden.
Zur erstmaligen Nachhaltigkeitsberichterstattung der BMW Group in Einklang mit der EU Corporate Sustainability Reporting Directive und den European Sustainability Reporting Standards für das Geschäftsjahr 2024 ließen wir uns vom Leiter Konzernberichtswesen und Steuern ein Benchmarking im Vergleich mit den anderen DAX40 Unternehmen vorstellen und über den weiteren Fortschritt bei der Umsetzung der Standards im Unternehmen berichten. PwC hat uns über Inhalt und Zeitplan der Prüfung und zum Stand des Gesetzgebungsverfahrens in Deutschland zur Umsetzung der Richtlinie auf dem Laufenden gehalten.
Der Vorstand hat uns jeweils vor Veröffentlichung die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresbericht vorgestellt und diese Finanzinformationen sowie die Entwicklung wichtiger Kennzahlen bei Wettbewerbern mit uns erörtert. An der Behandlung des Halbjahresberichts nahmen auch Vertreter des Abschlussprüfers teil und berichteten über ihre prüferische Durchsicht. Mit ihnen berieten wir uns auch in Abwesenheit des Vorstands.
Im November haben wir uns mit dem Zeitplan für den gesetzlich mindestens alle zehn Jahre vorgeschriebenen Wechsel des Abschlussprüfers befasst. Auf Grundlage des Vorschlags der Fachstelle haben wir die Vorbereitung des regulären Wechsels für das Geschäftsjahr 2029 im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens im Jahr 2026 beschlossen.
Die Wirksamkeit und Angemessenheit des Internen Kontrollsystems, einschließlich der internen Revision und des Compliance Management Systems, sowie des Risikomanagementsystems standen im Mittelpunkt der Sitzung des Prüfungsausschusses im November. Vom zuständigen Bereichsleiter ließen wir uns über das Interne Kontrollsystem für die Rechnungslegung, das Steuer und Zoll Compliance System (Tax and Customs Control System) sowie über die Anforderungen zu dem ab dem Geschäftsjahr 2025 zu veröffentlichenden Ertragsteuerinformationsbericht (Country by Country Reporting) unterrichten. Der vertiefte Risikobericht wird zweimal jährlich erstattet. Neben den wesentlichen Risiken der BMW Group und ihrer Einordnung lag ein besonderer Fokus auf geopolitischen Risikoszenarien, insbesondere für Lieferketten und Absatzmärkte. Der Markt China sowie wesentliche Risiken bezogen auf ESRS-Standards wurden näher beleuchtet. Mit den geopolitischen Entwicklungen und den Maßnahmen des Unternehmens haben wir uns in einem weiteren Bericht vertieft befasst und uns vom Bereichsleiter Unternehmensstrategie die Analyse verschiedener Szenarien zur globalen geopolitischen Lage mit Fokus auf Zöllen, technologischen Restriktionen und CO2-Regulatorik erläutern lassen.
Der Leiter der Konzernrevision hat uns die Schwerpunkte und wesentlichen Prüfungsergebnisse des Prüfungsjahres 2025/2026 sowie die weitere Prüfungsplanung der internen Revision vorgestellt.
Mit Compliance Themen haben wir uns ebenfalls beschäftigt. Der Chief Compliance Officer informierte uns in seinem Halbjahresbericht insbesondere über den Ausbau der internationalen Compliance Organisation und die operativen Schwerpunkte der Compliance Tätigkeit. Die Einrichtung eines eigenen Managementsystems für das ESG-Framework, die Weiterentwicklung der Produkt Compliance und Maßnahmen auf dem Gebiet der Exportkontrolle ließen wir uns näher erläutern. Auch mit dem Compliance Jahresbericht hat sich der Prüfungsausschuss befasst. Über wesentliche behördliche Verfahren mit Compliance Bezug, die Ergebnisse der intern durchgeführten Hinweisprüfungen und die daraus abgeleiteten Maßnahmen wurden wir regelmäßig durch den Chief Compliance Officer informiert.
Im Rahmen des Berichts über die Prüfung außerbörslicher Derivate der BMW AG wurde dem Prüfungsausschuss durch den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 die Wirksamkeit des bei der BMW AG bestehenden Systems zur Einhaltung der regulatorischen Anforderungen der European Market Infrastructure Regulation bestätigt.
Der Prüfungsausschuss ließ sich regelmäßig über den Stand und die Entwicklung wichtiger Rechtsverfahren und interner Untersuchungen berichten (siehe ↗ Textziffer 39 im Konzernanhang). Er befasste sich insbesondere mit den behördlichen Verfahren zu Funktionalitäten des Emissionskontrollsystems des BMW Fahrzeugmodells X3 mit 2,0-Liter-Dieselmotor (EU5) aus dem Produktionszeitraum September 2010 bis März 2014. Der Prüfungsausschuss überwachte zudem die Methodik und den Fortschritt der internen Untersuchung zu Emissionsthemen bei früheren BMW Group Dieselfahrzeugen und ließ sich regelmäßig zu den unternehmensinternen Maßnahmen und zum Stand der behördlichen Verfahren berichten. Auch mit Unterstützung einer vom Aufsichtsrat mandatierten Rechtsanwaltskanzlei haben Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat die ordnungsgemäße Erfüllung ihrer Pflichten zur Überwachung der internen Untersuchung und Maßnahmen sowie der Behördenverfahren sichergestellt. Nach Einschätzung der Rechtsberater war auch die nach gründlicher Erörterung und auf Empfehlung des Prüfungsausschusses getroffene Entscheidung des Aufsichtsrats rechtmäßig, bis auf Weiteres keine Schadenersatzansprüche gegen ehemalige oder aktuelle Vorstandsmitglieder geltend zu machen.
Auch mit den kartellrechtlichen Ermittlungen der EU-Kommission und der britischen Kartellbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) gegen Automobilhersteller und Industrieverbände im Zusammenhang mit dem Recycling von Altfahrzeugen befasste sich der Prüfungsausschuss eingehend und ließ sich durch eine vom Aufsichtsrat mandatierte externe Rechtsanwaltskanzlei beraten. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben auch diesbezüglich mit Unterstützung ihrer externen Rechtsberater die ordnungsgemäße Erfüllung der Pflichten des Aufsichtsrats zur Überwachung sowie Prüfung möglicher Schadenersatzansprüche gegen ehemalige oder aktuelle Mitglieder des Vorstands sichergestellt. Nach Beendigung der beiden Verfahren hat der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und gestützt auf ein anwaltliches Gutachten entschieden, keine Schadenersatzansprüche gegen ehemalige oder aktuelle Vorstandsmitglieder geltend zu machen.
Höchst vorsorglich habe ich mich in beiden Fällen nicht an der Beratung beteiligt, auch wenn nach Einschätzung der anwaltlichen Berater kein Interessenkonflikt vorlag.
Im Zusammenhang mit der vom Vorstand beschlossenen Einziehung zurückgekaufter Aktien hat der Prüfungsausschuss im Juli eine Änderung der Fassung der Satzung beschlossen, um die geänderte Zusammensetzung des Grundkapitals abzubilden.
Der Vergütungsausschuss bereitete in seinen drei Sitzungen im Geschäftsjahr 2025 die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Vorstandsvergütung vor. Mit Unterstützung eines unabhängigen externen Vergütungsberaters befasste er sich im Februar mit der Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2024 sowie der Zielvergütungen für 2025. Vorbereitend behandelte der Ausschuss die Faktoren für die variable Vorstandsvergütung 2024 und den Entwurf des Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2024 einschließlich des Prüfberichts von PwC. Außerdem beschloss er die Beauftragung von PwC mit der inhaltlichen Prüfung des Vergütungsberichts 2025. Im September und November stand die Vorschau auf die Vorstandsvergütung 2025 auf der Agenda. Im November wurden auch die Vorschläge für die Messgrößen und die Festlegung von finanziellen und nichtfinanziellen Zielen, einschließlich Zielen mit ESG-Bezug, für die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2026 gründlich beraten.
Im Februar 2026 hat sich der Ausschuss mit der Ermittlung der Faktoren für die variable Vorstandsvergütung 2025 sowie mit dem Entwurf des Vergütungsberichts 2025 und der Prüfung des Berichts durch PwC beschäftigt. In dieser Sitzung wurde auch der Auftrag zur inhaltlichen Prüfung des Vergütungsberichts durch PwC im Geschäftsjahr 2026 erteilt.
Der Vergütungsausschuss hat außerdem die Vorlagen an die Hauptversammlung 2025 zur Beschlussfassung über die Billigung des Systems zur Vorstandsvergütung und Aufsichtsratsvergütung vorbereitet und dazu eine Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat verabschiedet.
Der Nominierungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2025 eine Sitzung ab. Wir befassten uns mit der Kompetenzmatrix des Aufsichtsrats, dem Anforderungsprofil für künftige Besetzungen und der mittelfristigen Nachfolgeplanung aufseiten der Anteilseignervertreter. In einer weiteren Sitzung im Februar 2026 haben wir die Empfehlung verabschiedet, Dr.-Ing. Christian Bruch der Hauptversammlung für eine Amtszeit von rund vier Jahren vorzuschlagen.
Der gesetzlich vorgesehene Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zusammentreten.
Besetzung des Vorstands
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2025 die personellen Weichen gestellt, um auch in Zukunft den Führungsanspruch des Unternehmens in den Bereichen Innovation und Technologie sicherzustellen und den Erfolgskurs der BMW Group in der aktuellen Transformation fortzusetzen.
Zum 31. Mai 2025 ist Frank Weber, Vorstandsmitglied Entwicklung, im Rahmen einer geplanten Nachfolgeregelung aus dem Vorstand ausgeschieden. Im Rahmen einer Änderung der Geschäftsverteilung hat zum 1. Juni 2025 Dr.-Ing. Joachim Post, bisher Vorstandsmitglied Einkauf und Lieferantennetzwerk, die Leitung des Ressorts Entwicklung übernommen. Zum 1. Juni 2025 neu in den Vorstand berufen wurde Dr. Nicolai Martin. Er ist seit 2004 für die BMW Group tätig und leitete zuletzt die Produktlinien Oberklasse BMW und Rolls-Royce. Nicolai Martin hat im Vorstand die Leitung des Ressorts Einkauf und Lieferantennetzwerk übernommen. Frank Weber danken wir für seine vorausschauende Führungsleistung an der Spitze der Entwicklung. Unter seiner Leitung wurde mit der NEUEN KLASSE das zentrale Zukunftsprojekt der BMW Group zur Serienreife entwickelt.
Im Dezember hat der Aufsichtsrat planmäßig die Nachfolge im Vorsitz des Vorstands entschieden: Das Mandat von Oliver Zipse wird mit dem Tag der Hauptversammlung 2026 einvernehmlich enden. Auf ihn folgt Dr.-Ing. Milan Nedeljković als Vorsitzender des Vorstands. Milan Nedeljković ist seit 1993 für die BMW Group tätig und seit Oktober 2019 Mitglied des Vorstands für das Ressort Produktion. Wir sind überzeugt, dass er mit seinem strategischen Weitblick, seiner Umsetzungsstärke und seinem unternehmerischen Denken das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen wird.
Oliver Zipse ist seit 1991 für die BMW Group tätig. Er gehört dem Vorstand seit Mai 2015 an, zunächst als Ressortverantwortlicher für die Produktion und seit August 2019 als Vorsitzender des Vorstands. Er hat für die BMW Group Großes geleistet. Dank seiner Führungsstärke ist die BMW Group aus der Corona-Pandemie gestärkt hervorgegangen und hat sich strategisch konsequent und zukunftsweisend im Sinne der Technologieneutralität aufgestellt. Für seine herausragende Führungsleistung gebührt ihm großer Dank.
Der Aufsichtsrat hat außerdem die Mandate von Walter Mertl, Vorstandsmitglied Finanzen, und Jochen Goller, Vorstandsmitglied Kunde, Marken, Vertrieb, verlängert.
Besetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse
Die Hauptversammlung 2025 war die letzte von Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Norbert Reithofer. Er hat sich nach insgesamt 38 höchst verdienstvollen Jahren bei der BMW Group in den Ruhestand verabschiedet. Norbert Reithofer war 15 Jahre lang Mitglied des Vorstands, davon neun Jahre Vorsitzender. Im Anschluss brachte er seine umfangreiche Erfahrung zehn Jahre lang als Vorsitzender des Aufsichtsrats ein. Die BMW Group ist Norbert Reithofer zu größtem Dank verpflichtet. Mit ihm endete eine Ära.
Die ordentliche Hauptversammlung hat mich im Mai 2025 für eine Amtszeit von rund vier Jahren in den Aufsichtsrat gewählt. Nach meinem Ausscheiden aus dem Vorstand, als dessen Mitglied ich bis im Mai 2023 das Ressort Finanzen verantwortet habe, hatte ich eine Cooling-Off-Phase absolviert. Rachel Empey, Anke Schäferkordt, Dr. Marc Bitzer und Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Schmidt wurden als Vertreter der Anteilseigner jeweils für eine weitere Amtszeit von rund vier Jahren gewählt. In der Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung wurde ich von den Aufsichtsratsmitgliedern zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Nach der Geschäftsordnung ist der Aufsichtsratsvorsitzende Mitglied und Vorsitzender des Präsidial-, des Vergütungs- und des Nominierungsausschusses. Rachel Empey und ich wurden von den Aufsichtsratsmitgliedern in den Prüfungsausschuss, Anke Schäferkordt wurde in den Vergütungsausschuss gewählt.
Aufseiten der Arbeitnehmervertreter gab es im vergangenen Jahr keine Veränderung im Aufsichtsrat.
Sitzungsteilnahme und -organisation
| Sitzungen | Teilnahme | Teilnahme in % | ||||
| Mitglieder des Aufsichtsrats | Plenum | Ausschüsse | Plenum | Ausschüsse | Plenum | Ausschüsse |
| Nicolas Peter2 | 4 | 12 | 4 | 12 | 100 | 100 |
| Norbert Reithofer1 | 1 | 6 | 1 | 6 | 100 | 100 |
| Martin Kimmich | 5 | 17 | 5 | 17 | 100 | 100 |
| Stefan Quandt | 5 | 18 | 5 | 18 | 100 | 100 |
| Stefan Schmid | 5 | 17 | 5 | 17 | 100 | 100 |
| Kurt Bock | 5 | 18 | 5 | 18 | 100 | 100 |
| Ulrich Bauer | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Marc Bitzer | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Rachel Empey | 5 | 8 | 5 | 8 | 100 | 100 |
| Heinrich Hiesinger | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Susanne Klatten | 5 | 1 | 5 | 1 | 100 | 100 |
| Jens Köhler | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| André Mandl | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Dominique Mohabeer | 5 | 11 | 5 | 11 | 100 | 100 |
| Michael Nikolaides | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Horst Ott | 5 | – | 4 | – | 80 | – |
| Anke Schäferkordt | 5 | 3 | 5 | 3 | 100 | 100 |
| Christoph M. Schmidt | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Vishal Sikka | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Sibylle Wankel | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
| Johanna Wenckebach | 5 | – | 5 | – | 100 | – |
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1 Mitglied des Aufsichtsrats bis 14. Mai 2025. 2 Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Mai 2025. |
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Die Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse fanden in Präsenz statt, wobei einzelne Mitglieder in begründeten Ausnahmefällen per Videozuschaltung teilnahmen. Drei Sitzungen des Prüfungsausschusses zu den Quartalszahlen beziehungsweise zum Halbjahresabschluss wurden planmäßig als hybride Sitzungen abgehalten, das heißt mit Teilnehmern in Präsenz und der Videozuschaltung weiterer Mitglieder. Die Teilnahmequote bei den Sitzungen des Aufsichtsrats lag bei 99 %, bei den Sitzungen der Ausschüsse bei jeweils 100 %.
Prüfung der Rechnungslegung und des Gewinnverwendungsvorschlags
Für das Geschäftsjahr 2025 war die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) als Abschlussprüfer bestellt. PwC hat zunächst den verkürzten Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 einer prüferischen Durchsicht unterzogen und die Ergebnisse dieser Durchsicht dem Prüfungsausschuss erläutert. Es wurden keine Sachverhalte festgestellt, die zu der Annahme veranlasst hätten, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den maßgeblichen Vorschriften aufgestellt wurde.
PwC hat den vom Vorstand am 9. März 2026 aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 mit dem zusammengefassten Lagebericht geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Diese beiden Bestätigungsvermerke wurden zum zweiten Mal in Folge durch Herrn Wirtschaftsprüfer Ralf Räpple und zum vierten Mal in Folge durch Herrn Wirtschaftsprüfer Michael Popp als für die Auftragsdurchführung verantwortliche Wirtschaftsprüfer unterzeichnet.
Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 26. Februar 2026 zunächst die vorläufige Fassung des Jahres- und Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts, einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Erklärung und der Angaben zur EU-Taxonomie, sowie die Entwurfsfassung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers eingehend behandelt.
Der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 und der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht, einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Erklärung, wurden dem Aufsichtsrat durch den Vorstand unverzüglich nach Aufstellung durch den Vorstand am 9. März 2026 vorgelegt. Auch die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat umgehend zur Verfügung gestellt. Zur eingehenden Vorbereitung erhielt der Aufsichtsrat diese Dokumente bereits vorab als Entwurf. In seiner Sitzung am 10. März 2026 hat der Prüfungsausschuss diese Unterlagen sorgfältig geprüft und erörtert, bevor sie im Aufsichtsratsplenum am 11. März 2026 eingehend behandelt wurden. Der Vorstand erläuterte dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat in den jeweiligen Sitzungen ausführlich die vorgelegten Berichtsunterlagen. Die Vertreter des Abschlussprüfers stellten die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung vor und beantworteten Fragen der Ausschuss- und Aufsichtsratsmitglieder auch in Abwesenheit des Vorstands. Die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die darauf bezogenen Prüfungshandlungen wurden im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat vertieft behandelt.
Die Vertreter des Abschlussprüfers bestätigten, dass das vom Vorstand eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, und dass keine wesentlichen Schwächen des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess festgestellt wurden. Die Prüfer haben während der Abschlussprüfung auch keine Tatsachen festgestellt, die der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG von Vorstand und Aufsichtsrat widersprechen.
Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener gründlicher Überprüfung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsratsplenum dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. In unserer Sitzung am 11. März 2026 haben wir den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2025 aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der Gesellschaft daraufhin gebilligt. Der Jahresabschluss 2025 ist damit festgestellt.
Auch den Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn für die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 4,40 € pro dividendenberechtigter Stammaktie und 4,42 € pro dividendenberechtigter Vorzugsaktie zu verwenden und einen verbleibenden Betrag in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, haben wir im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat geprüft. Wir halten diesen Vorschlag für angemessen und schließen uns diesem an.
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben auch die zusammengefasste nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung zum 31. Dezember 2025 gründlich geprüft. Nach ausführlicher Erläuterung durch den Vorstand stellten Vertreter des Prüfers PwC wesentliche Ergebnisse ihrer Prüfung vor und beantworteten Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Die Prüfung der zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Erklärung, abgedruckt im Lagebericht unter dem Kapitel Nachhaltigkeitsbericht, wurde seitens PwC mit dem Maßstab „Limited Assurance“ vorgenommen. Darüber hinaus wurden innerhalb der Nachhaltigkeitsberichterstattung einzelne Kennzahlen mit dem Prüfungsmaßstab „Reasonable Assurance“ geprüft. Die Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung wurde mit einem uneingeschränkten Prüfungsvermerk abgeschlossen, unterzeichnet zum zweiten Mal in Folge von Herrn Wirtschaftsprüfer Ralf Räpple und zum vierten Mal in Folge von Herrn Wirtschaftsprüfer Michael Popp. Der Aufsichtsrat hat die zusammengefasste nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen.
Den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 hat der Aufsichtsrat nach Vorbereitung im Vergütungsausschuss mit dem Vorstand gemäß § 162 AktG gemeinsam erstellt. Auf der Grundlage eines Auftrags des Vergütungsausschusses hat PwC den Vergütungsbericht über die gesetzlich vorgesehene formelle Prüfung hinaus auch inhaltlich geprüft. Über die Ergebnisse dieser Prüfung haben Vertreter des Wirtschaftsprüfers zunächst dem Vergütungsausschuss und dann dem Aufsichtsrat berichtet und bestätigt, dass der Vergütungsbericht in allen wesentlichen Belangen den Rechnungslegungsbestimmungen des § 162 AktG entspricht.
Dank des Aufsichtsrats
Mit starkem Einsatz, Mut und Kreativität haben die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BMW Group weltweit im vergangenen Jahr in einem herausfordernden Umfeld ein gutes Ergebnis für die BMW Group erreicht. Dafür möchten wir ihnen danken und unsere Anerkennung aussprechen.
Wir sind zuversichtlich, dass der Vorstand und die gesamte Belegschaft mit ihrem Leistungswillen, ihrem Teamgeist und ihrer Dynamik die Erfolgsgeschichte des Unternehmens im Jahr 2026 fortschreiben werden.
München, im März 2026
Für den Aufsichtsrat
Nicolas Peter
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Eine vollständige Liste aller Aufsichtsratmitglieder finden Sie hier

