Nachhaltiger Kobaltabbau.


Die Nachhaltigkeitsstrategie der BMW Group (online) – Nachhaltige, ressourceneffiziente Lieferkette
Ziel: Die BMW Group wird bis 2020 die Transparenz und Ressourceneffizienz in der Lieferkette deutlich steigern.

Wie setzt die BMW Group dieses Ziel konkret um?

November 2018. Die BMW Group und ihre Stakeholder legen größten Wert auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Da unser Lieferantennetzwerk mit rund 12.000 Lieferanten etwa 80 % unserer Wertschöpfung leistet, ist es von entscheidender Bedeutung für die Ressourceneffizienz und die Sicherung sozialer Standards. Deswegen arbeiten wir eng mit unseren direkten Lieferanten zusammen, um die Transparenz unserer Lieferketten zu erhöhen.

Für elektrisch betriebene Fahrzeuge sind hochwertige Lithium-Ionen-Akkus besonders wichtig. Zu deren Herstellung wird Kobalt benötigt, weil dieses Metall für eine hohe Energiedichte im Akku sorgt. Die BMW Group bezieht Kobalt derzeit nur indirekt durch den Einkauf von Batteriezellen. Da der Kobaltabbau jedoch hohe Risiken insbesondere im Bereich der Menschenrechte birgt, prüfen wir auch die Herkunft des Rohstoffs Kobalt sehr genau und kritisch. Das gilt vor allem für die Demokratische Republik Kongo, aus der zwei Drittel aller weltweit benötigten Mengen stammen.

Um zu verhindern, dass ein unter schwierigen sozialen und ökologischen Bedingungen abgebautes Kobalt beispielsweise für die Akkus im BMW i3 oder im BMW i8 verwendet wird, akzeptiert die BMW Group nur solche Unternehmen, die Kobalt aus solchen Minen beziehen, die sich zur Einhaltung der Menschenrechte bekennen. Zudem veröffentlichen wir regelmäßig Informationen zu Kobalt-Schmelzen und Herkunftsländern des Rohstoffs.

Die BMW Group engagiert sich mit zahlreichen anderen Unternehmen und Organisationen, wie etwa der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in der "Responsible Cobalt Initiative" (RCI). Ziel sind unter anderem gemeinsame Maßnahmen, um Sozial- und Umweltrisiken innerhalb der Kobalt-Lieferkette zu bewältigen.

Die BMW Group geht aber noch einen Schritt weiter und hat 2018 deshalb gemeinsam mit weiteren Unternehmen die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) beauftragt, über einen Zeitraum von drei Jahren zu erproben, wie sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Kleinstbergbau in der Demokratischen Republik Kongo verbessern lassen. In einer Pilotmine werden gezielt verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören unter anderem Workshops und Trainings zur Arbeitssicherheit und zum Umweltschutz. Die Priorität liegt also nicht auf der schnellen Förderung des Metalls, sondern auf mehr Sicherheit, zum Beispiel bei der Statik im Tunnelbau. Lokale Partner wie Bergbau-Kooperativen werden dabei von Beginn an eingebunden, um die Maßnahmen umzusetzen. Nicht zuletzt, weil sich diese Veränderungen sowohl sozial als auch wirtschaftlich für sie lohnen.

Nach und nach soll auf diese Weise ein verbesserter Arbeitsstandard für artisanale Kobaltminen entwickelt werden, der dann von den lokalen Akteuren weitergeführt wird und als Vorbild für andere Minen im Kongo dienen kann. Parallel dazu werden Programme für einen vereinfachten Zugang zu Bildungsmöglichkeiten und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den angrenzenden Gemeinden durchgeführt.

Mit diesen Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen wollen wir die Arbeitsbedingungen und die Transparenz in der Kobaltlieferkette verbessern und unserem Ziel näherkommen, bis 2020 die Transparenz und Ressourceneffizienz in der Lieferkette insgesamt deutlich zu steigern.