Visionen und Werte.

Junge Führungskräfte und andere Nachwuchstalente bei der BMW Group sollen Ideen zur Lösung drängender Zukunftsfragen vorantreiben. Welche Perspektiven sich dadurch entwickeln können, zeigt der One Young World Summit.

Es passiert nicht alle Tage, dass bei internationalen Konferenzen ein Vorstandsmitglied mit dem Fahrrad auf die Bühne fährt. Vor allem dann, wenn der Fahrradfahrer die BMW Group vertritt. Und noch ungewöhnlicher wird es, wenn mit dem Auftritt die Ankündigung verbunden ist, dass das Automobilunternehmen den Kauf dieser Fahrräder durch intelligente Finanzierungslösungen unterstützen will. Zunächst in einer Region im Süden Afrikas, später wohl auch an weiteren Orten, in denen Menschen sich andere Verkehrsmittel kaum leisten können. Denn ein eigenes Fahrrad könne das ideale Transportmittel sein, den Handlungsspielraum von Menschen, die sonst zu Fuß gehen müssen, deutlich zu erweitern. Sei es, um Güter zu transportieren oder zur Arbeit zu fahren.

Der Mann auf der Bühne ist Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG. Und die Ankündigung ist Teil seiner Eröffnungsrede auf dem One Young World Summit 2018, der in Den Haag stattgefunden hat. Der Kongress hat das Ziel, einmal im Jahr Führungspersönlichkeiten und Talente weltweit agierender Unternehmen zusammenzubringen, um Vernetzung und Austausch über die drängendsten globalen Zukunftsfragen voranzutreiben. An diesem Tag im Oktober vergangenen Jahres war der Sitzungssaal mit rund 1.800 jungen Delegierten aus Wirtschaft, der Wissenschaft und von NGOs prall gefüllt.

Mit dabei auch 36 junge Nachwuchsführungskräfte der BMW Group weltweit, die sich in besonderer Weise dafür engagieren, Bereiche wie Bildung, Klima- und Umweltschutz oder soziale Projekte zu entwickeln und weiterzudenken. Unter ihnen sind auch Florian März, Vittorio Guerrero Mercado und Kilian Kaiser. Sie stehen an diesem Abend gemeinsam mit Peter Schwarzenbauer auf der Bühne, um ihr BMW-Projekt „micromobility“ vorzustellen. Die Grundidee dabei: Ein System von zuverlässigen Partnern vor Ort aufzubauen, um in Entwicklungsländern auch denjenigen Menschen den Kauf eines eigenen Fahrrads zu ermöglichen, die bislang meist noch zu Fuß gehen müssen. Diesen Menschen werden dafür sogenannte Mikrokredite gewährt. Das sind Kleinstkredite, die ihnen von normalen Banken gar nicht bewilligt würden.

Organisiert wird micromobility mit Hilfe der BMW Bank, für die Florian, Vittorio und Kilian arbeiten. Von hier aus strukturieren sie den Ablauf und wählen zuverlässige Partner vor Ort aus. Die BMW Group wiederrum gewährleistet die nötige Anschubfinanzierung und trägt für die Bank vor Ort auch größtenteils das Ausfallrisiko, falls ein aufgenommener Betrag für den Kauf eines Fahrrads nicht zurückgezahlt werden kann. Eine erste Phase, in der die Finanzierung von insgesamt 100 Fahrädern in Sambia ermöglicht werden soll, wird Anfang 2019 starten.

Mit dem Projekt micromobility und einer Vielzahl weiterer Ideen und Initiativen gehört der One Young World Summit zu den wichtigsten internationalen Treffen von jungen Talenten und Führungspersönlichkeiten, die die Zukunft aktiv mitgestalten und neu denken wollen. „Wir haben mit dem One Young World Summit eine exzellente Plattform, um junge Mitarbeiter für ökologische und soziale Fragen zu sensibilisieren und weiter zu motivieren“, sagt Schwarzenbauer. „Die Ideen und Engagements der jungen Talente schaffen einen Mehrwert nicht nur für uns als Unternehmen, sondern auch für die Gesellschaft.“ Deshalb setzt sich die BMW Group auch gemeinsam mit der Stadt München dafür ein, den übernächsten One Young Word Summit im Jahr 2020 in der bayerischen Landeshauptstadt auszutragen.