Viele kleine Wasserfilter.

Große Lösungen können manchmal so einfach sein. In Thailand verteilten die Mitarbeiter der BMW Group Thailand mit ihrer Initiative „Care4Water“ beispielsweise zahlreiche kleine Wasserfilter und verhalfen damit mehr als 343.400 Menschen zu sauberem Trinkwasser.

Opas Noppornpitak ist in der Stadt aufgewachsen. Das macht für ihn vieles selbstverständlich. Wie zum Beispiel sauberes Wasser: Man dreht den Wasserhahn auf und schon ist es da, einfach so. Dass das auch anders sein könnte, darüber hat sich Opas eigentlich nie Gedanken gemacht – bis er das „Care4Water“-Team von der BMW Group Thailand begleitete. Plötzlich tat sich für den Corporate Communications Manager aus dem Werk in Thailand eine neue Welt auf. „Das Dorf lag ganz in der Nähe der Hauptstraße und doch war das Wasser, das dort aus der Leitung floss, bräunlich und ziemlich ungenießbar“, erzählt Opas fassungslos.

Seine Kollegin Jariya Koonlinthip, Chief Operations Officer bei BMW Financial Services in Thailand, machte ähnliche Erfahrungen. Die Bewohner des Dorfes, das sie besuchte, hatten das Regenwasser in Krügen unter den Häusern gesammelt, inmitten von Matsch und Dreck. Sauber sei dort nicht einmal das Wasser für das lokale Krankenhaus gewesen, erzählt sie. Tatsächlich haben nur wenige Menschen in den ländlichen Gegenden Thailands genügend Geld, um sich sauberes Wasser in Flaschen zu kaufen. „Für die, die keine Wahl haben, können wir viel tun“, sagt Jariya.

Als Opas und Jariya in die Dörfer kamen, hatten sie für die Menschen bereits die Lösung im Gepäck: Kleine, mit einer einfachen Membran ausgestattete Wasserfilter, die ganz ohne Batterien, Elektrizität oder maschinelle Vorrichtung auskommen. Es sind die gleichen Wasserfilter, mit denen der ehemalige Surf-Profi John Rose schon vor etwa zehn Jahren die Welt bereiste. Immer auf der Suche nach der perfekten Welle verschlug es den US-Amerikaner häufig in Regionen, in denen es kein fließendes und schon gar kein sauberes Wasser gab. Zu dieser Zeit begann John die Wasserfilter, die er zunächst nur für den Eigenbedarf dabei hatte, an die Dorfbewohner zu verteilen. Seine Surf- und Backpacking-Community schloss sich ihm bald an. Wenig später gründete er die Organisation Waves for Water, die inzwischen mit Unterstützung verschiedener Partner in weltweit 37 Ländern aktiv ist. Mit dem Team von BMW Financial Services fand John dann vor zwei Jahren wieder neue Mitstreiter und begeisterte Kooperationspartner. „Die Erfahrung, Menschen helfen zu können, die rund um die Büros der BMW Group in Bangkok sowie um unser BMW Werk in Rayong leben, kann man mit keinem Geld dieser Welt kaufen“, sagt Ong-ard Arunsaengroj, Director Sales & Marketing von BMW Financial Services in Thailand.

Manchmal sind die Gebiete, die die BMW-Teams mit ihrer Initiative „Care4Water“ ansteuern mehr als 600 Kilometer von Bangkok entfernt. Damit sind die freiwilligen Helfer nicht selten bis zu zwei Tage lang in feuchtschwüler Hitze auf Schotterstraßen unterwegs. „Die beeindruckende Schönheit der Landschaft und der herzliche Empfang in den Dörfern lassen mich alle Strapazen vergessen“ sagt Ong-ard. Doch damit ist es nicht getan. Denn mit den Wasserfiltern übernehmen die BMWler auch langfristig Verantwortung. Ong-ard möchte nämlich mit den Menschen in Kontakt bleiben und ihnen helfen, wenn sie ein Problem mit den Filtern haben.

Zu den „Care4Water“-Teams gesellten sich mit der Zeit immer mehr Mitarbeiter der BMW Group Thailand. Seit 2015 haben die etwa 400 freiwilligen Helfer in Thailand mehr als 3.434 Wasserfilter in 39 Dorfgemeinschaften verteilt. Ein Filter kann täglich bis zu 100 Menschen mit sauberem Wasser versorgen. Entsprechend erreichte die Initiative in Thailand bis heute schon mehr als 343.400 Menschen. Das hat sich inzwischen auch bei den Kollegen in Indien, Mexiko und Brasilien herumgesprochen. Auch sie verteilen jetzt die Filter in den ländlichen Regionen rund um die Werke der BMW Group. Doch es bleibt noch viel zu tun – auch in Thailand. „Da draußen gibt es so viele Menschen, die wir erreichen wollen. Ich werde weiterhin dabei sein“, verspricht Opas. Allein in diesem Jahr wollen er und seine Kollegen in Thailand 1.600 Wasserfilter verteilen.