Nicht wegsehen.

Bei der BMW Group formieren sich gerade viele freiwillige Helfer. Sie engagieren sich für soziale, gesellschaftliche und ökologische Projekte, zeigen Solidarität und übernehmen Verantwortung. Unterstützt werden sie dabei aus den eigenen Reihen – von der Mitarbeiterbewegung upgrAID.                            

Es ist die Länge der Schlange, die Thomas Klose berührt, wenn er freitags mit dem Lkw an der Ausgabestelle der Münchner Tafel vorfährt und seine Ware auslädt: Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Lebens, die er von lokalen Supermärkten und Läden bekommt. Er sammelt sie ein, für Menschen, die mitten in München anstehen, um über die Runden zu kommen. In den nächsten Wochen könnte die Schlange der Tafel-„Gäste“ noch länger werden. Denn Corona trifft diejenigen, die ohnehin schon am Limit leben, besonders hart.

Die Münchner Tafel ist eine von über 30 upgrAID-Projekten.

Thomas wird für die Tafel auch weiterhin eine von insgesamt 18 Freitagstouren organisieren. Und auch Carmen Botros und Lucie Helpert werden in den nächsten Wochen verstärkt mit anpacken. Die beiden Frauen arbeiten, anders als Thomas, in der Warenausgabe und stehen im direkten Kontakt mit den Menschen. Es herrschen strengste Hygienevorschriften. „Zwischen uns und unseren Gästen stehen Banken, um den Abstand von zwei Metern zu gewährleisten. Und natürlich tragen wir auch Einweghandschuhe und Atemschutzmasken“, erzählt Carmen. Seit 2015 ist sie dabei, seit Anfang 2019 auch Thomas und Lucie sowie über 50 weitere Kollegen der BMW Group. Auf einer Informationsveranstaltung der Münchner Tafel und der Initiative upgrAID hat sich die Gruppe spontan bereit erklärt, die Tafel zu unterstützen. Das Besondere daran: Die Kollegen engagieren sich unabhängig vom Unternehmen, privat und in ihrer Freizeit. „Dass wir alle von der BMW Group kommen, ist eher Zufall“, sagt Lucie.

 Frau mit Mundschutz

Über 1.000 Mitarbeiter haben sich der Bewegung upgrAID bereits angeschlossen.

Bindeglied ist upgrAID, eine Mitarbeiterbewegung der BMW Group, die sich 2018 gründete und der sich seitdem über 1.000 Kollegen angeschlossen haben. Um Helfer und Interessenten miteinander zu vernetzen, stellt upgrAid den Kontakt zu über 30 sozialen und ökologischen Projekten her. „Wir sehen uns als Vermittler für mehr gesellschaftliches Engagement und unterstützen die Mitarbeiter, sich in selbst gewählten Projekten zu engagieren. Damit tragen wir nicht nur zur Lösung unserer gesellschaftlichen Herausforderungen bei, sondern stärken auch den kulturellen Wertewandel im Unternehmen“, sagt upgrAid-Gründer Toni Heigl.

Carmen weiß noch sehr genau, wie sie zur Münchner Tafel kam. „Ich habe Menschen gesehen, die in einer reichen Stadt wie München in Mülltonnen wühlen, um für Pfandgeld leere Flaschen zu ergattern.“ Sie sah hin, nicht weg und weiß heute, wie schnell Menschen durch Alter, Krankheit oder Schicksalsschläge auf Hilfe angewiesen sein können. Was sie vor Ort leistet, ist weit mehr als die Ausgabe von Lebensmitteln. Sie spricht mit den Menschen, ermutige sie, nicht aufzugeben – und sie freut sich, wenn es doch mal jemand schafft, aus der Vergabe auszuscheiden und Arbeit zu finden.

Die BMW Group begrüßt das private Engagement ihrer Mitarbeiter. Denn mit Initiativen wie mit upgrAID stärken diese nicht nur die Gesellschaft, sondern unterstützen auch das Unternehmen, das in sozialen und ökologischen Projekten weltweit Verantwortung übernimmt.