BMW i-Modelle werden auf Schiff verladen

Nachhaltig verschiffen.

Die „Getting to Zero Coalition“ will den CO2-Ausstoß von Transportschiffen auf ‚null‘ senken. Als erster Fahrzeughersteller weltweit beteiligt sich die BMW Group an der Initiative.

Über neun Milliarden Tonnen Waren werden jährlich über das Meer transportiert. Das sind rund 80 Prozent der weltweiten Lieferungen. Der Seeweg ist damit der wichtigste Transportweg des internationalen Güterverkehrs. Kaum verwunderlich also, dass etwa drei Prozent aller globalen Treibhausgasemissionen auf Seetransporte zurückzuführen sind – bei stark steigender Tendenz. „Für die BMW Group sind Seetransporte zur Versorgung unseres internationalen Produktionsnetzwerkes und für die weltweite Fahrzeugdistribution essenziell“, betont Jürgen Maidl. Er ist verantwortlich für den Bereich Produktionsnetzwerk und Logistik der BMW Group.

In der Transportkette der BMW Group haben die CO2-Emissionen der Schifffahrt derzeit noch einen Anteil von 50 Prozent. Das aber soll und wird sich ändern. Denn die BMW Group hat im Rahmen ihrer Selbstverpflichtung, die CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu reduzieren, eine Vorreiterrolle übernommen. Und das gilt auch für den Bereich der Schiffstransporte.

Zur UN-Klimakonferenz 2019 (COP 25) in Madrid ist das Unternehmen deshalb der internationalen „Getting to Zero Coalition“ beigetreten. Ziel der Initiative ist es, ab 2030 „Zero Emission“-Schiffe für den Warentransport einzusetzen. Dafür arbeiten Regierungen, Unternehmen und weitere cross-sektorale Stakeholder zusammenarbeiten.

„In der ‚Getting to Zero Coalition‘ sehen wir die einzigartige Chance, CO2-Emissionen nun auch im maritimen Sektor kontinuierlich zu minimieren“, sagt Maidl. „Wir freuen uns, als erster Automobilhersteller Teil der Koalition zu sein und damit ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen zu können.“

Gemeinsam mit der „Getting to Zero Coalition“ will die BMW Group den CO2-Ausstoß langfristig komplett eliminieren. Etwa durch den Einsatz kohlenstofffreier Treibstoffe und neuer Antriebssysteme sowie durch die Optimierung der Energieeffizienz. Außerdem soll so auch die Dekarbonisierung innerhalb des Unternehmens im Bereich der Logistik weiter konsequent vorangetrieben werden: Neben der Nachhaltigkeitsstrategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette gehört zu ihrem ganzheitlichen Ansatz auch die ressourcenschonende Produktion in den BMW Group Werken weltweit und die Weiterentwicklung der Elektromobilität.

Dass die BMW Group ihr Engagement anlässlich der COP 25 im vergangenen Dezember bekannt gegeben hat, kommt übrigens nicht von ungefähr: Die UN-Klimakonferenzen und das Engagement der BMW Group verbindet eine lange Tradition. Seit 2008 engagiert sich die BMW Group regelmäßig auch im Rahmen der COP-Klimakonferenzen, um Impulse und fachliche Expertise zur nachhaltigen Entwicklung einzubringen.