BMW i3 auf Strasse in Süd-Europa

Mit dem i3 durch Europa.

Von Cork in Irland aus ist Guillaume Seguin zu einer „Nachhaltigkeits-Tour“ durch halb Europa aufgebrochen. Sein Resümee: Selbst Rundreisen über Tausende von Kilometern sind in einem BMW i3 kein Problem – ein paar Tipps sollte man aber beherzigen.

Souvenirs von meiner letzten Europareise? Guillaume Seguin muss nicht lange überlegen. Doch statt wie erwartet jetzt einen kleinen Eiffelturm aus Paris, einen Bierkrug aus München oder einen italienischen Chianti hervorzuholen, greift der Redakteur des „Irish Electronic Vehicle Owner’s Association“ nach seinem Portemonnaie und präsentiert Plastikkarten für Ladestationen. „ChargeNow beispielsweise hat eine gute Abdeckung“, erzählt der 39-Jährige, während er die Karten durchgeht. Und IONITY sei in Deutschland vergleichsweise günstig. Dafür aber bietet Plugsurfing Europas größtes, fahrzeugunabhängiges Lade-Netz.

Seguin hat sich vor seiner zweiwöchigen Rundreise durch halb Europa genaustens informiert, Preise und die Verteilung der Ladestationen verglichen. In Europa ist das (noch) grundlegend, um unterwegs nicht buchstäblich auf der Strecke zu bleiben. Denn seine über 4.000 Kilometer lange Tour wollte Guillaume Seguin komplett abgasfrei bestretten – in seinem blau-schwarzen BMW i3.

„Ich wollte unbedingt die Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main besuchen“, sagt Seguin. „Und weil ich auf dem europäischen Kontinent auch bei Freunden vorbeischauen sollte, habe ich die Reise deutlich ausgeweitet:“ Vom irischen Cork führte die Tour mit der Fähre in die Bretagne, dann nach Montpellier, weiter mit der Fähre nach Korsika, dann nach Italien und schließlich über das französische Monaco und die Schweizer Alpen nach Frankfurt am Main. Die Rückreise ging über Luxemburg, Belgien, Paris und die Normandie.

Sein Faible für Elektromobilität hat Guillaume Seguin motiviert, auf den BMW i3 zu setzen. „Mit diesem Fahrzeug hatte ich bereits gute Erfahrungen gemacht – insbesondere was Zuverlässigkeit und Fahrkomfort anbetrifft“, betont Seguin. Deshalb habe er Lust gehabt, mit diesem „Reisegefährten“ zwei Wochen am Stück unterwegs zu sein. „Viele Menschen nutzen ihr Elektrofahrzeug meist nur in der Stadt. Wenn sie eine längere Urlaubsreise planen, fehlen ihnen die Erfahrungen und sie werden unsicher“, erklärt er. „Ich wollte zeigen, was ein BMW i3 draufhat.“ Selbst eine Tausende-Kilometer-Tour sei problemlos, wenn man einige Tipps beherzige:

„Als Grundmuster sollte man sich antrainieren, bei 30 Prozent verbleibendem Akku allmählich zu überlegen, wo man laden möchte“, erörtert Seguin. Gelangt man dann nämlich zu einer Ladesäule, die defekt ist, oder bereits besetzt, dann reichen die verbleibenden Prozente in der Regel locker aus, um eine Reserve-Säule anzusteuern. Darüber hinaus empfiehlt er die ABC-Regel: Always Be Charging: Nutze jede Chance, die sich dir bietet, um dein Auto mit Strom zu betanken.

Guillaume hat durchschnittlich 30 Minuten mit Laden verbracht und währenddessen beispielsweise in einem nahegelegenen Supermarkt eingekauft oder einfach einen Kaffee getrunken. „Die Zeit reicht beim BMW i3, um den Akku wieder auf 80 Prozent zu bringen“, so sein Resümee. „Und wenn ich bei Freunden übernachtet habe, habe ich den i3 an das heimische Stromnetz gehängt. Das lädt zwar langsam, aber nach zehn Stunden ist das Auto so gut wie voll – und ich habe währenddessen geschlafen.“

Aber noch eine andere „Ladeerfahrung“ hat der gebürtige Franzose gemacht: „Nachdem er den Col de la Bonette in den Alpen heruntergefahren war, war der Akku des BMW i3 rund 15 Prozent voller als auf dem Gipfel“, erzählt er. Für einige Bekannte, die kein Elektrofahrzeug besitzen, sei es immer noch unglaublich, dass durch eine Bergabfahrt so viel Strom durch Rekuperation gewonnen wird.

Einen Wermutstropfen aber gab es auch: Das Heraussuchen der einzelnen Ladekarten, mit dem ein Stromtanken in all den verschiedenen Ländern möglich wird. „Ich würde mir hier mehr Einheitlichkeit wünschen“, sagt Seguin. Die BMW Group sei hier Vorreiter. Denn Dank der beiden Services ChargeNow Flex beziehungsweise ChargeNow Active stehen Ladesäulen in Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal und der Schweiz sofort zur Verfügung. „Aber natürlich bieten noch weitere Versorger Strom an, die aber teilweise anders abrechnen“, erzählt er. Letztlich aber sei das sekundär, denn Stromtanken ist unter dem Strich so günstig, dass der Preisunterschied kaum eine Rolle spielt.