Leise Riesen.

Als die BMW Group vor zwei Jahren den ersten Elektro-Lkw auf die Straße schickte, war der lautlose 40-Tonner noch ein Pilotprojekt. Inzwischen sind in München drei vollelektrische Lastwagen unterwegs – damit vermeidet das Unternehmen jährlich CO2- Emissionen in Höhe von rund 82 Tonnen.

Als Ulf Frenzel 2015 den ersten Elektro-Lkw vom Hof seines Arbeitgebers fuhr, war er damit in München eine Attraktion. „Die Leute haben Fotos und Videos gedreht“, erzählt der 45-Jährige. Inzwischen hat man sich in der Stadt an den lautlosen 40-Tonner gewöhnt – auch wenn er an der Ampel immer noch staunende Blicke erntet. 16 Mal am Tag fährt Frenzel den umweltfreundlichen Elektro-Riesen mit 40 Stundenkilometern zwischen dem Scherm Logistikzentrum und dem BMW Group Werk in München hin und her – beladen mit Stoßdämpfern, Federn und Lenkgetrieben.

Rund um das Stammwerk der BMW Group dürften die elektrischen 40-Tonner schon bald noch mehr zur Selbstverständlichkeit werden. Denn im Auftrag des Münchner Automobilherstellers sind bereits zwei weitere Elektro-Lastwagen im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. Neben der SCHERM Gruppe, die mit einem zweiten Lkw das Versorgungszentrum in Karlsfeld anfährt, transportiert auch der Logistikdienstleister ARS Altmann AG Neufahrzeuge aus Garching in die BMW Welt zur Kundenauslieferung. Auf dem Rückweg wird der Lkw dann mit den im Stammwerk kurz zuvor vom Band gelaufenen Neufahrzeugen beladen, um sie nach Garching zu transportieren. Von dort aus erfolgt die europaweite Distribution der Autos.

Alle drei 40-Tonner fahren nicht nur leise, sondern durch Strom aus erneuerbaren Quellen auch nahezu ohne Feinstaubbelastung für die Umwelt. Das heißt, dass sie der BMW Group im Vergleich zu Lastwagen mit Dieselmotor jährlich bis zu 82 Tonnen CO2- Emissionen in der Stadt einsparen. Davon profitiert nicht nur München. Denn inzwischen sind im Auftrag der BMW Group auch vier der umweltfreundlichen Stromer an den Standorten in Landshut und Leipzig unterwegs.

Die BMW Group legt mit ihrer Strategie NUMBER ONE > NEXT den klaren technologischen Fokus auf die Themen Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren. Dabei stärkt das Unternehmen auf Basis seiner nachhaltigen Profitabilität den Standort Deutschland als Innovationstreiber für die Mobilität und Technologien der Zukunft. Urbane Mobilität – und dazu zählen aus Sicht der BMW Group auch innerstädtische Logistikströme und Transportverkehre – ist ein Thema mit großem Zukunftspotenzial. Seit Ende 2013 steht die Marke BMW i für visionäre Fahrzeugkonzepte, vernetzte Mobilitätsdienstleistungen und ein neues Verständnis von Premium, das sich stark über Nachhaltigkeit definiert.