Kreative Lösungen für Rotterdam.

Rotterdam ist eine pulsierende Metropole und einer der wichtigsten Knotenpunkte Europas. Aber das zunehmende Verkehrsaufkommen wird zum Problem. Mit Pilotprojekten und Veranstaltungen zur Entwicklung zukunftsweisender Ideen arbeiten Stadt und BMW Group nun gemeinsam an der Mobilität von Morgen.

Bei einem Besuch in Rotterdam wird schnell deutlich, weshalb die Stadt den Beinamen „Manhattan an der Maas“ trägt: Dynamisch und architektonisch außergewöhnlich präsentiert sich die niederländische Metropole. Sehenswerte Bauwerke wie die Erasmus-Brücke, das De Rotterdam-Hochhaus, die neue Markthalle oder die Würfelhäuser fügen sich hier zu einer beeindruckenden Skyline zusammen. Da Rotterdam außerdem über den größten Hafen Europas verfügt und zu den bedeutendsten Güterumschlagplätzen der Welt zählt, ist die Stadt eine wichtige Verkehrsdrehscheibe.

Entsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen. Und weil die zweitgrößte Stadt der Niederlande weiter auf der Überholspur bleibt, ist davon auszugehen, dass verkehrsbedingte Probleme in Zukunft zunehmen werden. Die Rotterdamer schauen jedoch nicht tatenlos zu, sondern arbeiten kontinuierlich daran, Umweltbelastungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu erhöhen. Ohnehin haben die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz einen besonderen Stellenwert für die Stadt: Immerhin liegt sie zu großen Teilen unterhalb des Meeresspiegels und ist daher direkt vom Klimawandel sowie den damit einhergehenden steigenden Seehöhen bedroht.

Bei den Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit arbeitet die Metropole unter anderem mit der BMW Group zusammen. Gemeinsam bringen beide Partner nun verschiedene Projekte auf den Weg, um die urbane Mobilität in Rotterdam zu gestalten. Mitte September diesen Jahres beispielsweise unterzeichneten Vertreter Rotterdams und der BMW Group ein „Memorandum of Understanding“, in dem sich beide verpflichten, in den kommenden drei Jahren Herausforderungen der Energiewende mit konkreten Projekten zu begegnen und zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beizutragen.

Pilotprojekt „Electric City Drive“

Erste Projekte dafür sind bereits gestartet. Dazu gehört beispielsweise „Electric City Drive“. Ziel dieses Projekts ist es, Besitzer von Plug-in-Hybriden (PHEV) zu motivieren, in der Stadt häufiger auf den elektrischen Antrieb zu setzen. Wichtiger Bestandteil dabei ist eine Studie, an der alle Besitzer von BMW- und MINI-Plug-in-Hybriden, die in Rotterdam leben oder arbeiten, teilnehmen können. Hier wird unter anderem abgefragt, was passieren müsste, damit sie häufiger auf den Elektromotor setzen. Außerdem können die Fahrerinnen und Fahrer eine spezielle App installieren. Sie meldet, wenn das Fahrzeug in die sogenannte „Electric City Drive Area“ fährt und die Wahl des elektrischen Fahrmodus besonders sinnvoll sein dürfte. Sobald der emissionsfreie Modus gewählt wird können die Teilnehmer Punkte sammeln und die eigenen Statistiken via App mit anderen vergleichen. Das motiviert und schärft das Bewusstsein für die Vorteile des Elektroantriebs.

Alle durch die Studie und die App gewonnenen Daten werden im Dezember von der Erasmus Universität in Rotterdam ausgewertet. Die so gewonnenen Erkenntnisse bilden dann die Grundlage für Maßnahmen, um durch häufigeres Nutzen des Elektroantriebs den CO2-Ausstoß zu verringern.

BMW Group Dialogues

Rotterdam ist neben Los Angeles, Melbourne, Shenzhen und Berlin eine Station der diesjährigen „BMW Group Dialogues“. Unter dem Motto „Cities in Progress“ diskutierten hier im September Vertreter von Stadt, Unternehmen, Instituten, Hochschulen und Anwohnern die Herausforderungen der urbanen Mobilität. Um die Situation besser kennenzulernen, führte die BMW Group im Rahmen der Veranstaltungsreihe auch eine Umfrage durch: Danach sehen 48 Prozent der Bewohner die Luftverschmutzung als drängendstes Problem für die Mobilität. Auch die schlechte Parkplatzsituation (47 Prozent), die Überlastung der Straßen (45 Prozent) und die CO2-Emissionen (34 Prozent) sind große Herausforderungen.

rad°hub

Um kreative Ansätze für die Lösung dieser und weiterer urbaner Probleme zu finden, hat die BMW Group auch die von ihr initiierte Veranstaltungsreihe rad°hubs in diesem Jahr in Rotterdam organisiert. Bei diesem Think Tank treffen sich Vordenker, Experten und Macher unterschiedlichster Disziplinen, um über die Herausforderungen der Mobilität zu diskutieren. In Rotterdam erstellten sie gemeinsam mit allen Interessierten Zukunftsszenarien und diskutierten Anregungen für neue Produkte und Services der BMW Group. Im Fokus dabei: Gestalterische Verantwortung für unsere Großstädte sowie Mobilität der Zukunft. Zusätzlich wurden Workshops zu ausgewählten Bereichen wie Connected Life oder Smart Habitat durchgeführt.

In den kommenden Monaten will die BMW Group nun die Ergebnisse der Rotterdamer Veranstaltungen auswerten und Wege ausarbeiten, um das „Manhatten an der Mass“ mobiler und nachhaltiger zu gestalten. Im Rahmen des „Memorandum of Understanding“ wollen die Verantwortlichen dann die Umsetzung dieser Konzepte in Angriff nehmen.    

Cities in Progress: Los Angeles