COP 2017.

Die UN-Klimakonferenz, kurz COP, und das Engagement der BMW Group verbindet eine lange Tradition. Seit dem Jahr 1992 beteiligt sich die BMW Group an den Klimakonferenzen. Auch 2017 sorgte das Unternehmen für neue Impulse -  mit der Umsetzung einer ehrgeizigen Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie.

Als die Staaten vor zwei Jahren das Pariser Klimaabkommen feierten, hatten sie klare  Ziele definiert: Höchstens zwei Grad Erderwärmung und eine Vollbremsung der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen. Bei der 23. UN-Klimakonferenz (COP23) kamen die weltweit führenden Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dieses Jahr in Bonn zusammen, um konkrete Lösungen und Maßnahmen zur Reduktion des weltweiten CO2-Auststoßes zu erarbeiten. Beim Sustainable Innovation Forum (SIF) im Rahmen der COP übernahm die BMW Group am 14. und 15. November 2017 erneut eine aktive Rolle als Inputgeber und Headline Sponsor.

Ein Gespräch mit Ursula Mathar, Leiterin Nachhaltigkeit und Umweltschutz der BMW Group, über die ehrgeizige Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie der Münchner.

Was trägt die BMW Group als Automobilhersteller dazu bei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren?

Ursula Mathar: Strategie und Maßnahmen zu nachhaltigem Wirtschaften sind bei uns fest verankert. Dazu gehört, dass wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens unterstützen. Das heißt vor allem: Die Zukunft der BMW Group ist elektrisch. Daher werden wir die Elektromobilität mit Höchstgeschwindigkeit vorantreiben, um die klimaschädlichen CO2-Emissionen in unserer Flotte kontinuierlich zu senken. Aktuell können wir unseren Kunden neun elektrifizierte Modelle und ein elektrifiziertes Motorrad anbieten und verfügen damit unter den etablierten Premium-Herstellern über die größte Auswahl an elektrifizierten Fahrzeugen. Dieses Angebot werden wir bis 2025 auf 25 Fahrzeuge erhöhen. Allerdings konzentrieren wir unser Engagement nicht nur auf unsere Produkte, sondern verfolgen eine ganzheitliche Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie. Das betrifft selbstverständlich auch unsere Stromversorgung: 2020 soll der von uns eingekaufte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen.  

Wie wollen Sie das mit jährlich mehr als zwei Millionen produzierten Autos erreichen?

Wir haben den CO2-Ausstoß in unserer Produktion in den letzten Jahren Schritt für Schritt reduziert. Dafür haben wir nicht nur auf  Wind-  und Solarenergie, sondern auch auf Bio- oder Methangasanlagen gesetzt. Außerdem nutzen wir neue Speichermöglichkeiten. So haben wir in Leipzig beispielsweise gerade eine Speicherfarm aus gebrauchten BMWi3-Batterien in Betrieb genommen. Schon heute beziehen wir rund 70 Prozent des zugekauften Stroms aus erneuerbaren Energien. Doch das ist nicht alles. Unser Anspruch ist es, der erfolgreichste und nachhaltigste Premiumanbieter für individuelle Mobilität zu sein. Das wird interessant, denn neue Technologien und Herausforderungen bieten ja wiederum auch ganz neue, attraktive Möglichkeiten, die wir selbstverständlich nutzen werden. Das können neue Geschäftsmodelle sein, mit denen sich Elektromobilität in flexible Energiesysteme integrieren lässt oder auch alternative Mobilitätslösungen, wie unser Carsharing-Service DriveNow. So werden wir individuelle Mobilität neu definieren.

Die BMW Group wird also viel neues Terrain betreten?

Die in den Sustainable Development Goals (SDGs) formulierten Prinzipien der Vereinten Nationen sind fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Um diese umzusetzen, werden wir natürlich auch weiterhin nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen  vorantreiben und für wichtige Impulse sorgen. So müssen wir nicht nur auf den CO2 Ausstoß unserer Fahrzeuge auf der Straße achten, sondern auch auf die Ressourcen in der Vorkette. Aufgrund der Gespräche, die wir im Rahmen des Sustainable Innovation Forums und der COP mit führenden Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geführt haben, bin ich davon überzeugt, dass die BMW Group hier einen positiven Beitrag leisten muss und kann.