Elektrisch von Panama nach Paris.

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, setzt die UNO auf die Verbreitung von Elektromobilität. In Lateinamerika unterstützt die BMW Group mit ihrer Marke BMW i das regionale UN-Büro deshalb mit Know-how zur Emobility. Ziel ist es, das Interesse für Elektromobilität in der Bevölkerung zu erhöhen und auf diese Weise einen Bewusstseinswandel einzuleiten.

Bis zum Jahr 2030 könnten in Panama-City rund 500 Millionen US-Dollar eingespart werden. Dafür müssten alle Busse und Taxen, die derzeit mit Benzin- oder Dieselmotoren laufen, durch elektrische Alternativen ersetzt werden. Das ist eines der Studien-Ergebnisse des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Aber nicht nur für Panama-City, auch für Bogota, Santiago de Chile, São Paulo und weitere Städte Lateinamerikas und in der Karibik würde es sich lohnen, auf Elektromobilität umzurüsten. Und das nicht nur aus finanziellen Gründen: Auch die Lebenserwartung der Bevölkerung würde sich durch die verringerte Umweltbelastung signifikant erhöhen, so die UN-Studie. Und es wäre ein wichtiger Schritt, um die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen – ein Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen, das auch die Nationen Lateinamerikas und der Karibik unterzeichnet haben.

Doch wie überzeugt man Stadtverantwortliche davon, ihre Flotten künftig elektrisch fahren zu lassen? Würden Gesetze den Umstieg auf Elektromobilität merklich beschleunigen? Und vor allem: Wie lassen sich auch Privatanwender dafür gewinnen, beim Fahrzeug statt auf einen Benziner auf ein elektrisch fahrendes Auto zu setzen?

Um das herauszufinden, arbeitet das UN-Büro Lateinamerika und Karibik nun intensiv mit BMW i zusammen. „Wir haben eine Langzeitkooperation vereinbart, um die Elektromobilität in der Region voranzubringen. Dafür wollen wir aufklären, die Technologie bewerben und zusammen mit der Bevölkerung und den Regierungen nachhaltige Lösungen entwickeln“, betont Oliver Rosenthal, Leiter von BMW i in Mexiko, Lateinamerika und der Karibik. Und Leo Heilemann, Direktor des UN Umweltprogramms für die Region Lateinamerika und Karibik, ergänzt: „Elektromobilität zu verbreiten ist der Schlüssel für die Länder Lateinamerikas, um die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können“.

In einer gemeinsam durchgeführten Erhebung haben das UN-Büro, BMW i und weitere Partner in den vergangenen Monaten zunächst untersucht, welche Faktoren zur Akzeptanz und Verbreitung von Elektromobilität in Lateinamerika beitragen. Die Ergebnisse, die jetzt auf der Debatten-Plattform „The Dialogue“ veröffentlicht wurden, sind teils überraschend: Zwar haben finanzielle Anreize wie die Förderung von Elektroautos auf der einen und die höhere Besteuerung von Benzinern auf der anderen Seite oder auch die flächendeckende Verfügbarkeit von Ladestationen erwartungsgemäß positive Auswirkungen auf die Verbreitung der Elektromobilität. Doch nichts ist so wichtig wie die persönliche Erfahrung mit Elektromobilen: Bei Städten, in denen Elektrofahrzeuge beispielsweise in Carsharing-Flotten integriert worden sind, wurden (mit zeitlicher Verzögerung) auch steigende Verkaufszahlen von elektrisch fahrenden Modellen gemessen.

Die Studie betont deshalb die Bedeutung persönlicher Erfahrungen mit Elektromobilität in Lateinamerika. Denn so würden die Menschen Emobility am eigenen Leib „er-fahren“ und zu Multiplikatoren werden. Auf diese Weise könnte Schritt für Schritt ein Umdenken in den Köpfen der Menschen erreicht werden: Als Symbol für Komfort, Fahrfreude und auch Status würden dann nicht mehr benzinschluckende SUVs, sondern saubere und leise Elektrofahrzeuge gelten.

Um das zu erreichen, wird BMW i gemeinsam mit den UN nun in ausgewählten Städten Lateinamerikas und der Karibik Kampagnen durchführen und zu Informations-Events einladen. Menschen, die sich für den Kauf eines neuen Automobils interessieren, sollen hier die Gelegenheit bekommen, Elektromobilität selbst zu erleben. Zu diesem Zweck stellt der Autokonzern dem UN-Büro einige Exemplare des BMW i3 zur Verfügung.

Darüber hinaus sieht die Kooperation mit den UN vor, gezielt auch Politik und Verwaltung zu informieren. In Workshops und Podiumsdiskussionen sollen Strategien erarbeitet werden, wie auf nationaler Ebene die Grundlagen für die Verbreitung von Elektromobilität gelegt werden können. Dabei muss das Rad nicht jedes Mal neu erfunden werden: Dank seiner internationalen Expertise kann BMW i auf ein Netzwerk an Experten zugreifen, die von Best-Practise-Beispielen aus anderen Regionen der Welt berichten können. Gemeinsam mit Entscheidern vor Ort können sie prüfen, welche Konzepte in Lateinamerika und der Karibik besonders erfolgsversprechend sind.