Gold-Zertifikat.

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert Logistikhalle des zentralen Ersatzteilvertriebs im BMW Group Werk Dingolfing.

Dingolfing. Die Logistikhalle 80.0 des Dynamikzentrums im BMW Group Werk Dingolfing trägt seit Neuestem das Zertifikat in Gold für nachhaltig betriebene Gebäude der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Am 3. Juli 2017 überreichte DGNB-Vorstand Dr. Christine Lemaitre in einem festlichen Rahmen die begehrte Plakette an Thomas Grupp, den Leiter des operativen Teilevertriebs der BMW Group und Chef des Dynamikzentrums. Mit der Auszeichnung der bereits 2005 in Betrieb genommenen Halle wurde erstmalig in der gesamten BMW Group ein Bestandsgebäude nach einem international anerkannten Nachhaltigkeitsstandard zertifiziert.

Auch für die DGNB stellt die Zertifizierung ein Novum dar, wie Dr. Christine Lemaitre bei der Überreichung der Urkunde betonte: „Dieses Gebäude ist die erste nachhaltig betriebene Logistikhalle im Bestand, die wir zertifiziert haben. Ich danke der BMW Group für den Mut, als Pionier in diesem Bereich voranzugehen und dadurch andere zum Nachahmen zu animieren.“ Im Gegensatz zu einer Zertifizierung eines Neubaus, bei der der Schwerpunkt der zu erfüllenden Nachhaltigkeitskriterien naturgemäß auf der Planung und dem Bau des Gebäudes liegt, versteht sich die Zertifizierung eines bereits genutzten Gebäudes als Werkzeug zur Evaluierung und Verbesserung der Nachhaltigkeit im laufenden Betrieb. „Auch unsere Motivation für die Zertifizierung durch die DGNB war es, herauszufinden, wo wir stehen und in welchen Bereichen wir uns bei der nachhaltigen Nutzung des größten von der BMW Group in Eigenverantwortung betriebenen Teilelagers noch verbessern können“, erklärt der Projektleiter der BMW Group, Dr. Michael Klugherz.

Das Ergebnis des Zertifizierungsprozesses ist durchweg positiv: Die Anforderungen für das DGNB-Zertifikat in Gold – nach Platin die zweithöchste Stufe im DGNB-Zertifizierungssystem – erfüllte das Logistikgebäude von Anfang an problemlos. Punkten konnte insbesondere das technische Konzept der Halle, bestehend aus einem ressourcenschonenden Energiemanagement mit wetterstationsgesteuerter Fußbodenheizung, der Nutzung von Solarstrom und einem Grünstromanteil von ca. 80 Prozent. Alle umweltrelevanten Verbrauchsdaten für Strom, Wärme, Wasser und Abfall wurden seit der Inbetriebnahme dokumentiert. Positiv in die Nachhaltigkeitsbilanz flossen auch die ausführlichen Nachhaltigkeitsrichtlinien für die Mitarbeiter und die etablierten Prozesse für Arbeitsschutz und Umweltmanagement ein. So erreichte die Objektbewertung durch die DGNB einen Gesamterfüllungsgrad von 71,6 Prozent, weit mehr als die für das Zertifikat in Gold geforderten 65 Prozent. Das Zertifikat ist nun für drei Jahre gültig.

Zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit integriert die BMW Group Nachhaltigkeit konsequent in ihr Geschäftsmodell und baut diese Integration weiter aus. Das Unternehmen sieht die globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen als Chance für die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Auf diese Weise trägt Nachhaltigkeit dauerhaft zum ökonomischen Erfolg der BMW Group bei. Neben Produkten und Dienstleistungen ist auch die Effizienz der Produktionsstandorte ein Ansatz, die Nachhaltigkeitsstrategie der BMW Group aktiv umzusetzen. Gebäudemanagement trägt dazu bei, die Effizienzziele des Unternehmens zu erreichen.

Zwischen 2006 und 2016 konnten der Energie- und Wasserverbrauch, der Abfall und die VOC-Emissionen je produziertes Fahrzeug im weltweiten Produktionsnetzwerk der BMW Group signifikant reduziert werden. Dank erhöhter Ressourceneffizienz konnte die BMW Group seit 2006 Kosteneinsparungen in Höhe von 155,3 Mio. € erzielen.