Junge lernt mit Tablet

Begeistert lernen.

Seit über 12 Jahren bietet die BMW Group den Junior Campus an. In München, Berlin, Moskau und Südkorea begeistern sich hier Kinder und Jugendliche für die Technik von Morgen. Der besondere Aspekt dabei: Ideen für eine nachhaltige Welt.

„Ja! Er greift!“ Julia ist eines von drei Kindern in einem gerade eben gegründeten Entwicklerteam. Gemeinsam mit Steven und Mascha hat sie ihren ersten Roboter gebaut und programmiert. Nun soll der kleine Bausteinroboter zu einem Klötzchen fahren, es mit seinen drei, etwa fünf Zentimeter langen Greifärmchen aufnehmen und zu einer kleinen Baustelle bringen, die sich am anderen Ende des Tisches befindet: Das Greifen klappt - noch aber fassen die Greifarme daneben. Da hilft es auch wenig, dass Mascha das Klötzchen ein bisschen näher an den Roboter heranschiebt. „Das soll er schon alleine schaffen!“, werden sich die drei schnell einig. Denn nun ist der Ehrgeiz geweckt: Früh übt sich, wer Roboter bauen und Software programmieren will. Oder überhaupt: Wer Technik verstehen und beherrschen will.

Das junge Team, das gerade mit viel Akribie seinem ersten App-gesteuerten Roboter das Arbeiten beibringt, ist Teil einer Schulklasse, die sich im Junior Campus in der BMW Welt in München mit der Zukunft von Technologien und nachhaltiger Mobilität beschäftigt. Seit zwölf Jahren melden sich vor allem Klassen aus München und dem Umland an, um  an unterschiedlichen, altersgerechten Workshops teilzunehmen und mit Exponaten interaktiv in die Welt des Ökostroms, der „Erfindungen“ der Natur oder der Globalität einzutauchen. Und das mit vollem Einsatz, denn in vielen der Wissenswelten sind Körper und (Team-)Geist gefordert.

Mehr als 210.000 Kinder und Jugendliche  haben den Münchner Junior Campus seit seiner Gründung im Jahr 2007 mittlerweile besucht. Das Konzept ist so spannend, unterhaltsam und lehrreich, dass die BMW Group längst weitere Junior Campus Standorte für Kinder und Jugendliche rund um die Welt etabliert hat: Im Januar 2012 eröffnete eine zweite Einrichtung im Deutschen Technikmuseum in Berlin. In Südkorea fördert der Junior Campus interessierte Kinder in Wissenschaft, Technik, Ingenieurwissenschaften, Kunst und Mathematik seit 2012 als mobile und seit 2014 auch als fest installierte Version. Und seit 2013 leistet der Junior Campus in Moskau einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit für Kinder. Alle Inhalte sind an Lehrpläne und die länderspezifischen Anforderungen angepasst.

„Wir sind überzeugt, dass Kinder und Jugendliche eine gute Bildung brauchen, um ihren eigenen Weg gehen zu können. Deshalb fördern wir die Ausbildung in den MINT-Fächern und sensibilisieren Schülerinnen und Schüler für nachhaltige Mobilität und sozial verantwortliches Handeln“, betont Milena Pighi, zuständig für Gesellschaftliches Engagement bei der BMW Group.

Weil BMW Group Bildungsprojekte wie der Junior Campus Begeisterung dafür wecken, technisches Verständnis zu entwickeln oder sich mit Verkehrssicherheit und nachhaltiger Mobilität auseinanderzusetzen, werden die Angebote sichtbar gerne von Lehrern, Eltern aber vor allem Kindern und Jugendlichen aufgegriffen. Und sie werden auch immer wieder mit pädagogischer Unterstützung angepasst und durch neue inhaltliche Komponenten erweitert.

In München gehören dazu zwei neue Programmier-Workshops, die erst seit wenigen Monaten zur Verfügung stehen: „Mission Ozobots“, bei der Kinder im Grundschulalter in Teams einen kleinen „Ozobot“ programmieren – einen Roboter, der über Farbsensoren gesteuert wird. Und „Mission Tinkerbots“, bei der Kinder bis 13 Jahren einen Roboter mit Hilfe einer speziell für den Workshop entwickelten App programmieren, bis er verschiedene Missionen selbstständig ausführt: Vom (fast) autonom fahrenden Auto über einen Lackierroboter, der so schöne Halbkreise malt, dass er vielleicht schon bald den Zirkel in der Schule ersetzen könnte bis zum Lastenroboter, der - wie bei Julia, Steven und Mascha - kleine Bauklötzchen transportieren soll. Oder der, so hat es sich eine andere Gruppe ausgedacht, ein kleines Männchen hochhebt, um es rechtzeitig ins Bett zu transportieren. Denn schließlich ist morgen wieder ein ganz normaler Schultag. Pfiffiger als bei dieser Idee können Technik und Pädagogik wohl kaum kombiniert werden.