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Seitenübersicht: BMW Group - Verantwortung - Nachhaltigkeit im Dialog

Nachhaltigkeit 360°

Sustainability News.

Unser Anspruch ist es, nachhaltige Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität zu finden. Hierfür haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt, die unser tägliches Tun entscheidend beeinflussen. Es ist ein lebendiger und vielseitiger Prozess, an dem wir Sie gerne teilhaben lassen -  mit aktuellen News, Beispielen, Portraits und Events.

Premiere des BMW iX3.

Das ist er: Der BMW iX3. Auf der Auto China 2018 in Beijing präsentierte die BMW Group das erste rein elektrisch angetrieben Sports Activity Vehicle (SAV) der Konzerngeschichte.

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IIA Workshop Muenchen

Weltweite Community.

Interkultureller Dialog mit dem Ziel, verschiedene Kulturen, Religionen und Ethnien zusammenzubringen: Die Preisträger des Intercultural Innovation Award waren in München und nahmen an Trainings teil, um ihre Projekte zu skalieren.

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Südafrikas Biogas-Pionier.

Bis 2020 will die BMW Group für ihr Werk in Südafrika nur noch Strom aus erneuerbaren Energien beziehen. Das könnte klappen – Dank eines mutigen Unternehmers, einer Biogasanlage und 30.000 Rindern.

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Alles MINI! Auch Elektrisch.

Auf der New York International Auto Show 2018 schürte MINI mit einer rein elektrisch angetriebenen Klassik-Variante des kleinen Briten schon mal die Vorfreude auf neuen urbanen Fahrspaß.

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Care4Water

Starke Allianz.

Die BMW Group und die Daimler AG wollen in den Städten künftig nicht nur gemeinsam das CarSharing anbieten, sondern auch sämtliche andere Mobilitätsangebote wie Fahrdienstvermittlungen, digitale Parkplatzservices, Zugang zu öffentlichen Ladestationen für Elektroautos – und vieles mehr.

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Hallo Zukunft.

„Vielfalt macht Sinn“.

So viel steht fest: Die Automobilhersteller müssen die CO2- und Schadstoffemissionen ihrer Fahrzeugflotten reduzieren. Das fordern die Kunden und verlangen die EU-Klimaziele. Doch mit welcher Technologie?

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Care4Water

Viele kleine Wasserfilter.

Große Lösungen können manchmal so einfach sein. In Thailand verteilten die Mitarbeiter der BMW Group Thailand mit ihrer Initiative „Care4Water“ beispielsweise zahlreiche kleine Wasserfilter und verhalfen damit mehr als 343.400 Menschen zu sauberem Trinkwasser. 

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Hallo Zukunft.

100 Fakten - und ein klares Bekenntnis.

Kurz, knapp und präzise beweist das „Sustainability Factbook 2017“ der BMW Group: Der Automobilhersteller aus München fokussiert sich beim Klimaschutz nicht nur auf seine Produkte.

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Mutiges Versprechen?

Bis 2020 will die BMW Group ihren Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien beziehen – weltweit! Daran will man sich in München messen lassen.

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Hallo Zukunft.

Delhis stolze Umweltschützer.

Die indische Mega-City Neu Delhi stünde längst vor dem Abfall-Kollaps – wären da nicht hunderttausende „Wastepickers“, die den Müll einsammeln, trennen und recyceln würden. In Delhi weiß man ihre Arbeit inzwischen sehr zu schätzen.

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Geteilt und geparkt.

Staus und Smog sind in China nicht das einzige Problem. Ein weiteres sind die Parkplätze – ohne die auch das CarSharing nicht funktioniert. In der Millionenstadt Chengdu setzt die BMW Group daher jetzt mit einer neuen Elektro-Flotte auf andere Lösungen.

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Hallo Zukunft.

„Da müssen wir dran bleiben“.

Die BMW Group produziert 760.000 Tonnen Abfall im Jahr, die sie zu 99 Prozent recycelt und verwertet. Man könnte meinen, das Ziel wäre erreicht. Doch für die Abfall-Experten bleibt noch viel zu tun.

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Kunterbunte Weltverbesserer.



Die farbenfrohen Körbe aus Ghana, Uganda, Madagaskar und Bangladesch sind weit mehr als ein Gruß aus fernen Ländern. Jedes der kunstvollen Handarbeiten erzählt auch die persönliche Geschichte der Frau, die sie hergestellt hat – und die die Chance nutzt, mit ihrer Arbeit der Armut zu entkommen. 

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Hallo Zukunft.

Reichweitenstark und leise.

In Regensburg testete die BMW Group einen mit Flüssig-Erdgas angetriebenen LKW. Das Ergebnis: Der umweltfreundliche Brummi ist – vor allem auf langen Strecken – die ideale Alternative zum Diesel. 

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Große Visionen.


Die BMW Group und die UN Alliance of Civilizations (UNAOC) unterstützen auf der ganzen Welt kleine Initiativen mit großen Visionen – und das mit deutlich mehr als nur mit Geld. 

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Hallo Zukunft.

Elektro-Paradies Norwegen.

2017 war der BMW i3 in Norwegen der meistverkaufte BMW. Fast 70 Prozent der BMWs flitzen bereits elektrisch durchs Land. Doch Norwegen, das schon heute die weltweit meisten Stromer hat, ist noch nicht am Ziel.

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Coole Mathe-App.

Die BMW Group und die Initiative „Joblinge“ haben eine App entwickelt, mit der sich sogar wenig Mathe-begeisterte Jugendliche für technische Ausbildungsberufe qualifizieren. 
 

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Hallo Zukunft.

Total elektrifiziert.

Während so mancherorts noch über die Vorteile von Elektromobilität diskutiert wird, ist man in München schon total elektrifiziert.

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Die BMW Group und Codelco vereinbaren Kooperation bei der Gründung der Responsible Copper Initiative.


Die BMW Group und der chilenische Kupferbergbau-Konzern Codelco haben eine Vereinbarung über eine Kooperation zur nachhaltigen und transparenten Kupferbeschaffung unterzeichnet.

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Hallo Zukunft.

BMW steigt in den russischen Carsharing Markt ein.

100 BMW 2er Active Tourer und sieben BMW i3 an russischen Carsharing Premiumanbieter YouDrive ausgeliefert.

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BMW i elektrifiziert auch die Deutsche Post.


BMW i Batteriemodule treiben nun auch einen Teil der vollelektrischen Lieferfahrzeuge der Streetscooter GmbH an, einer 100-prozentigen Tochter der Deutschen Post.

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Hallo Zukunft.

BMW Modellpflege-Maßnahmen zum Frühjahr 2018.

Emissionsreduzierung durch SCR-Katalysator mit AdBlue-Einspritzung jetzt auch für die Diesel-Modelle der BMW 1er, BMW 2er, BMW 3er und BMW 4er Reihe sowie des BMW X1 und Otto-Partikelfilter für weitere Benzinmotor-Modelle.

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Virtual Reality – ganz schön nachhaltig!

Neue Technologien könnten die Arbeitsprozesse bei der BMW Group bald kräftig umkrempeln.  Ein Besuch im Virtual Reality Lab der BMW Group zeigt, was das bedeuten könnte. 

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Hallo Zukunft.

Neuartiges Traktionssystem des BMW i3s für alle künftigen BMW und MINI Modelle.

50-mal schnellere Regelung sorgt für mehr Traktion und Fahrstabilität bei widrigen Straßenverhältnissen und bei der Bremsenergierückgewinnung.

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„Da kochen die Emotionen hoch“.

Die BMW Group engagiert sich seit der ersten Saison als Partner für die Formel E. 2019 starten die Münchner mit einem Werksteam in der Elektro-Rennserie und setzen damit ein klares Signal: Die Zukunft ist elektrisch. Doch das ist nicht die einzige Botschaft.

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Hallo Zukunft.

Leise Riesen.

Als die BMW Group vor zwei Jahren den ersten Elektro-Lkw auf die Straße schickte, war der lautlose 40-Tonner noch ein Pilotprojekt. Inzwischen sind in München drei vollelektrische Lastwagen unterwegs – damit vermeidet das Unternehmen jährlich CO2- Emissionen in Höhe von rund 82 Tonnen. 

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Up and away – elektrisch über den Verkehr hinweg.

Das wär’s doch: Mit dem Elektro-Roller oder -Fahrrad einfach über das Verkehrschaos hinweg zu sausen. Wie diese Vision aussehen könnte, zeigt das in China entwickelte Hochstraßenkonzept „BMW Vision E³ Way".

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Hallo Zukunft.

BMW Group setzt sich für Natur-Kautschuk ein.

Unternehmen, Umweltschützer und Menschenrechts-Organisationen haben in Vancouver ein wichtiges Signal gesendet: Sie haben den nachhaltigen Anbau von Natur-Kautschuk thematisiert, der für die Herstellung von Reifen verwendet wird.

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BMW Group eröffnet Ausbildungszentrum im Werk San Luis Potosi.

Mit einem Festakt hat die BMW Group das neue Trainingszentrum in San Luis Potosí eröffnet und damit den nächsten Meilenstein des derzeit entstehenden Werkes in Mexiko gesetzt. Im ersten fertiggestellten Gebäude des neuen Werkes werden die Mitarbeiter auf die 2019 beginnende Produktion vorbereitet. 

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Hallo Zukunft.

„Wir werden individuelle Mobilität neu definieren"

Die UN-Klimakonferenz, kurz COP, und das Engagement der BMW Group verbindet eine lange Tradition. Seit dem Jahr 1992 beteiligt sich die BMW Group an den Klimakonferenzen. Auch 2017 sorgte das Unternehmen für neue Impulse -  mit der Umsetzung einer ehrgeizigen Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie.

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BMW Group geht neue Wege für eine nachhaltigere Batteriezellen-Lieferkette. Mehr Transparenz und konkrete Maßnahmen beim Abbau von Kobalt geplant.

Die BMW Group setzt sich zum Ziel, die Transparenz ihrer Batteriezellen-Lieferkette weiter zu erhöhen und zudem Optionen für Modellprojekte in der Demokratischen Republik Kongo zu prüfen.

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Hallo Zukunft.

Nachhaltigkeitsforum in Mexiko – Fortsetzung folgt.

Die Themen Mobilität, Infrastruktur oder Elektromobilität beschäftigen die Millionenmetropolen mehr denn je. Das bewies auch das Nachhaltigkeitsforum in Mexiko City, zu dem die BMW Group Ende September geladen hatte. 

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BMW Group demonstriert Führungsrolle im Bereich Elektromobilität.

Die BMW Group demonstriert ihre internationale Führungsrolle im Bereich der Elektromobilität. Im Werk Leipzig lief heute der 100.000ste BMW i3 vom Band.

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Hallo Zukunft.

BMW erhält Gold für nachhaltigen Betrieb.

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert Logistikhalle des zentralen Ersatzteilvertriebs im BMW Group Werk Dingolfing.

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BMW Brilliance Automotive eröffnet Batteriefabrik in Shenyang.

Die BMW Group treibt den Ausbau der Elektromobilität weiter voran. Gemeinsam mit ihrem Partner Brilliance China Automotive Holdings Ltd. eröffnete die BMW Group heute das neue „High Voltage Battery Center“ in Shenyang in China.

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Hallo Zukunft.

DriveNow macht Urban Art mobil.

DriveNow, das Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, bringt urbane Kunst auf Berliner Straßen. Im Zuge der Kooperation mit URBAN NATION, einer internationalen Institution für Künstler, Projekte und Nachbarschaft, wurden neun DriveNow-Fahrzeuge mit Urban-Art-Motiven beklebt.

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Ergebnisbericht BMW Group Dialogue Hangzhou.


Am 16. September fand der dritte BMW Group Stakeholder Dialog in Hangzhou statt. Wir haben eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse in einer Dokumentation für Sie zusammengefasst. Bitte beachten Sie, dass diese Dokumentation nur auf Englisch zur Verfügung steht.

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Hallo Zukunft.

Wie lässt sich E-Mobilität ins Elektrizitätsnetz integrieren?

Elektrofahrzeuge gelten im Mobilitätssektor angesichts des Klimawandels, der globalen Erwärmung und der geforderten Reduktion des CO2-Ausstoßes als die entscheidende Lösung. Die Automobilhersteller haben ihr Angebot an Hybridfahrzeugen und reinen Elektrofahrzeugen bereits deutlich vergrößert. Doch die Gesetzgeber werden den Ausbau von E-Mobilität auch weiterhin fordern und durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen und Incentives unterstützen. Erfahren Sie mehr, bei unserem Webinar am 4. Oktober 2017, um 15:00 Uhr (BST).

Registrierung hier

"Dirija agora" - DriveNow jetzt auch in Lissabon.

Wer die portugiesische Hauptstadt nicht zu Fuß oder mit der historischen Tram erkundschaften möchte, der kann das jetzt ganz bequem auf vier Rädern machen: DriveNow, das Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, bietet seinen Carsharing-Service ab heute in Lissabon an.

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Hallo Zukunft.

BMW i und TED küren sozial-orientiertes CarSharing für den außerstädtischen Raum zum „Next Visionaries“ Sieger im Auftakt zur IAA.

BMW i und TED küren sozial-orientiertes CarSharing für den außerstädtischen Raum zum „Next Visionaries“ Sieger im Auftakt zur IAA. Siegerin Sandra Phillips auf dem Weg zur legendären TED Bühne in New York.

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BMW i Vision Dynamics. Eine neue Form von elektrisierender Fahrfreude.

Nur ein Jahr nach den wegweisenden NEXT100 Visions-Fahrzeugen präsentiert die BMW Group auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt nun eine deutlich nähere Zukunft von E-Mobilität in Form eines, viertürigen Gran Coupés: der BMW i Vision Dynamics.

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Hallo Zukunft.

BMW auf der IAA Frankfurt 2017.

Die auf der IAA 2017 vorgestellten Neuheiten unterstreichen den Stellenwert von BMW als Anbieter von Fahrzeugen, die mit inspirierendem Design, wegweisenden Innovationen und markentypischer Fahrfreude ein einzigartiges Maß an Emotionalität vermitteln.

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Der neue BMW i3 und i3s.

Parallel zur Neuauflage des i3 geht der BMW i3s an den Start, mit einer gesteigerten Motorleistung, einer spezifischen Fahrwerkstechnik, spürbar dynamischeren Fahreigenschaften und eigenständigen Designmerkmalen. 

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Hallo Zukunft.

Hallo Zukunft!

Noch saust das vernetzte Elektromotorrad nicht durch die Häuserschluchten der Metropolen. Doch die BMW Group hat jetzt einen Prototyp entwickelt, der technisch schon heute möglich ist – und der zeigt, wie man sich in München emissionsfreie, urbane Mobilität auf zwei Rädern vorstellt.

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Forschungsfahrzeuge und Ausbildungsequipment für Bildungseinrichtungen.

Die BMW Group fördert Auszubildende und Studenten mit neuester Automobil- und Elektromobilitätstechnologie.

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Ergebnisbericht BMW Group Dialogue Chicago.

Am 12. Juli fand der zweite BMW Group Stakeholderdialog in Chicago statt. Wir haben eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse in einer Dokumentation für Sie zusammengefasst. Bitte beachten Sie, dass diese Dokumentation nur auf Englisch zur Verfügung steht.

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BMW Group kündigt nächsten Schritt ihrer Elektrifizierungsstrategie an.

Flexible Fahrzeugarchitekturen ermöglichen künftig Elektrifizierung aller Produktlinien +++ Vollelektrischer MINI als 3-Türer bestätigt +++ Antriebsstrang kommt aus Kompetenzzentren für E-Mobilität in Dingolfing und Landshut und wird in Oxford in das Fahrzeug integriert +++ 

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Kurz, informativ, handlich.

Das Sustainability Factbook der BMW Group, mit mehr als 100 Fakten auf einen Blick. 

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„Sind Sie bereit, Ihr Auto zu verkaufen?“

Nicht falsch verstehen, Dr. Carl Friedrich Eckhard, der bei der BMW Group das Thema Urbane Mobilität verantwortet, möchte niemandem das Auto wegnehmen. Er hält auch nicht viel davon, Dieselfahrzeuge aus den Städten zu verbannen. Der BMW Manager will die Menschen lediglich davon überzeugen, sich zu verändern.

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Erfolgreicher Start der Junior Campus App in der BMW Welt.

Seit dem 25. Juni 2017 können Kinder und Jugendliche, die den Junior Campus in der BMW Welt besuchen, ein digitales Highlight erleben. Die BMW Group Junior Campus App kombiniert spielerisches Lernen mit der Vermittlung von Inhalten rund um das Thema Mobilität der Zukunft. Die neue App wurde im Rahmen des Familiensonntags „Digital mit App & Co.“ erstmals vorgestellt und innerhalb der ersten Woche nach dem Launch bereits über 1000 Mal gespielt.

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Vorbild Natur: Neuer Körperschutz für BMW Mitarbeiter.

Leichtere Schutzkleidung, widerstandsfähigere Helme, stabilere Protektoren: Neue Materialien mit bis zu 20 Prozent besseren Schutzeigenschaften sind das Ergebnis des von der BMW Group geleiteten Forschungsprojektes BISS. Das Besondere dabei: BISS steht für Bio-Inspired Safety Systems – alle Fortschritte basieren auf Konstruktionsvorbildern aus der Natur.

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Zum sechsten Jahrestag: DriveNow zieht Bilanz.

DriveNow, das Carsharing-Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, zieht sechs Jahre nach seiner Gründung Bilanz. Nach dem Start im Juni 2011 in München hat sich DriveNow in Deutschland und Europa zu einem der größten Carsharing-Anbieter entwickelt.

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BMW Group Dialogue in Mailand: Klares Statement für die Elektromobilität!

Die Millionenmetropole in der Lombardei hatte beim Stakeholder Dialog der BMW Group einiges zu bieten. Mailand ist nicht nur ein Vorreiter beim Car Sharing, sondern besitzt auch ein gut funktionierendes Nahverkehrsnetz. Für die geladenen Stakeholder und Studenten stand aber vor allem eines fest: Die Zukunft der Stadt fährt elektrisch!

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Ergebnisbericht BMW Group Dialogue Mailand.

Wir haben eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse des Stakeholderdialogs in Mailand in einer Dokumentation für Sie zusammengefasst. Bitte beachten Sie, dass diese Dokumentation nur auf Englisch zur Verfügung steht.

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Sustainability News.

Das ist er: Der BMW iX3. Auf der Auto China 2018 in Beijing präsentierte die BMW Group das erste rein elektrisch angetriebene Sports Activity Vehicle (SAV) der Konzerngeschichte.

Die BMW Group hat auf der Auto China 2018 in Beijing eine echte Sensation präsentiert. Der Konzern zeigt im Reich der Mitte das erste rein elektrisch angetrieben Sports Activity Vehicle (SAV) der Konzerngeschichte: den BMW Concept iX3. Damit setzt die BMW Group ihren Weg hin zum führenden Anbieter elektrischer Fahrzeuge konsequent und mit Riesenschritten fort.

Optisch orientiert sich der iX3 am BMW i Vision Dynamics: geschlossene Doppelniere mit blauem Rand, aerodynamische Leichtmetallräder und eine futuristische Lackierung in Mondstein Silber matt.

Angetrieben wird der BMW iX3 von einem Powertrain der fünften Generation. Die Vorteile auf einen Blick: leichter, kompakter, stärker. Der Elektromotor leistet über 200 kW (270 PS), die Hochvoltbatterie bietet eine Netto-Kapazität von über 70 kWh. Das Resultat dieser Kombination ist eine Reichweite von über 400 Kilometern. Der Antriebsstrang, der über die technologische Basis für den BMW iNext verfügt, kommt im iX3 erstmals zum Einsatz.

Das Joint Venture BMW Brilliance Automotive wird das spätere Serienmodell des BMW Concept iX3 in Shenyang, China, produzieren.

Interkultureller Dialog mit dem Ziel verschiedene Kulturen, Religionen und Ethnien zusammenzubringen: Die Preisträger des Intercultural Innovation Awards engagieren sich weltweit für innovative Lösungen zum Abbau kulturell bedingter Spannungen und Konflikte. Auf Einladung der BMW Group waren sie jetzt in München und haben in Workshops und Trainings daran gearbeitet, ihre Projekte zu skalieren und ihr Netzwerk zu erweitern.

Die Finalisten des Intercultural Innovation Awards (IIA) haben Ungerechtigkeit und Intoleranz erlebt – und sie haben sich entschieden, etwas zu tun. Jeder auf seine eigene, kreative und doch sehr pragmatische und kluge Art.

„Das sind ganz außergewöhnliche soziale und gesellschaftliche Projekte, hinter denen beeindruckende Persönlichkeiten stecken. Diese wollen wir mit dem Preis unterstützen“, sagt Bill McAndrews, Leiter der BMW Group Konzernkommunikationsstrategie und Unternehmenskommunikation. Zehn Initiativen waren Anfang des Jahres von der BMW Group und der UN Alliance of Civilizations (UNAOC) mit dem IIA ausgezeichnet worden.

Mitte April reisten die Preisträger nach München und merkten schnell, dass die BMW Group es ernst mit ihnen meint. „Wir sehen uns nicht als Sponsor, sondern als Partner, der den Preisträgern sein Netzwerk zur Verfügung stellt. Sie freuen sich insbesondere auf unsere beratende Unterstützung. Das hilft ihnen ihre Projekte voranzubringen und ihre Organisation wie ein kleines Unternehmen zu führen“ verrät Milena Pighi, die bei der BMW Group das Gesellschaftliche Engagement verantwortet.

An den Workshops nahmen daher BMW Manager und erfahrene Trainer teil. Shahar Raz aus Israel bekam hierbei vor allem: „sehr viel hilfreiches Feedback für mein Auftreten in der Öffentlichkeit.“ Außerdem wurden Fragen beantwortet, wie: Was heißt es mit Unternehmen zu arbeiten? Was erwarten sie von mir? Shahar hat hier einiges mitgenommen: „Ich werde mich künftig deutlich professioneller präsentieren können“, sagt sie. In einem Training für Public Relations lernten die Preisträger außerdem, ihre Organisation sichtbar zu machen und das Interesse von Sponsoren zu wecken. In einem anderen Training erfuhren sie, wie man sich für einen Pitch vorbereitet. Ahlem Nasraoui aus Tunesien interessierte sich vor allem für Wege und Methoden, mit denen sich ihr Projekt vergrößern und Schwächen leichter bewältigen lassen. Mit diesem Wissen kann sie sich durchaus vorstellen, ihr Projekt nun auch auf andere Länder zu übertragen.

Die BMW Group sieht sich aber auch als Initiator einer großen, kulturübergreifenden Community. Daher sind die Preisträger automatisch Mitglied des Netzwerks „Intercultural Leaders“. In diesem teilen zivilgesellschaftliche Organisationen und junge Führungskräfte – darunter auch BMW Mitarbeiter –  ihre Ideen und bieten kulturübergreifende Unterstützung an.

Das ist ganz im Sinne von Deb Gilbertson aus Neuseeland. Die ehemalige Dozentin der Victoria University in Wellington ist ebenfalls Preisträgerin des IIA und schon lange davon überzeugt, dass „wir Führungskräfte brauchen, die kultur- und länderübergreifend denken, führen und entscheiden können.“ Gilbertson ist mit ihrer Initiative „Global Enterprise Experience“ schon seit Jahren international unterwegs. Fast 9.500 Studenten von über 635 Universitäten in mehr als 113 Ländern haben ihr Training zum „Global Leader“ durchlaufen. Sie ist davon überzeugt, dass ihre Studenten, aber auch die Preisträger des Intercultural Innovation Awards, „die Welt schon sehr bald besser machen werden.“

Bis 2020 will die BMW Group für ihr Werk in Südafrika nur noch Strom aus erneuerbaren Energien beziehen. Das könnte klappen – Dank eines mutigen Unternehmers, einer Biogasanlage und 30.000 Rindern.

Als Sean Thomas 2007 im südafrikanischen Bronkhorstspruit mit Bio2Watt an den Start ging, schien der Zeitpunkt für eine Biogasanlage ideal. Eine Viehherde mit rund 30.000 Rindern sowie der Abfall regionaler Lebensmittelhersteller boten eine solide Grundlage für sein Vorhaben – und der Bedarf an erneuerbaren Energien war groß. Denn Südafrikas Wirtschaft litt unter einer Energiekrise und immens ansteigenden Elektrizitätskosten. 

Für Sean, der in Großbritannien aufgewachsen ist und in Frankreich studiert hat, war es daher fast naheliegend, in seiner Wahlheimat in regenerative Energien zu investieren. Da ihm Solar- und Windenergie zu kostenintensiv waren, entschied sich der wendige Firmengründer für eine Biogasanlage, mit der er am Kap „ganz neue Maßstäbe in der Abfallwirtschaft setzen“ wollte.

Bevor Bio2Watt allerdings den ersten Strom produzieren sollte, sollten nicht wie geplant drei, sondern acht Jahre vergehen. „Die Investoren von der Idee zu begeistern – das war wohl die größte Hürde“, erinnert sich der Unternehmer, der für Bio2Watt immerhin ein Gründungskapital von elf Millionen Dollar auftreiben konnte. Sehr viel leichter hatte er es dagegen mit seinem ersten Großkunden, der BMW Group. Für den Automobilhersteller aus München, der in Südafrika seit den 70er Jahren ein Werk in Rosslyn nahe Johannesburg betreibt, kam Sean mit seinem Start-up genau zum richtigen Zeitpunkt. „Wir waren auf der Suche nach einem Anbieter für grüne Energie“, sagt Kavish Boodhram, Energiemanager bei der BMW Group in Rosslyn. Dort hatte man sich nämlich das Ziel gesetzt, bis 2020 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Und das in einem Land wie Südafrika, das bei seiner Energieproduktion seit Jahren auf Kohle setzt und zu den weltweit größten CO2-Emissionsproduzenten gehört. 

So exotisch Seans Biogasanlage für Afrika zu sein schien, den Energieexperten der BMW Group dürfte sie schnell gefallen haben. Denn Bio2Watt verwandelt täglich mehr als 300 Tonnen Reste von Bio-Lebensmitteln sowie Abfälle aus der Landschaft in methanhaltiges Biogas, und gewinnt daraus Energie. „Alles was es für diesen Prozess braucht, ist Abwasser aus den Verschmutzungsdämmen der Farmen – „womit wir nicht aus den knappen Trinkwasserressourcen des Landes schöpfen – und Bakterien“, sagt Sean. Die Biomasse, die bei dem Fermentierungsprozess übrig bleibt, kann anschließend als Bio-Dünger auf den Feldern verwendet werden. „Damit reduzieren wir den Einsatz von Chemiedünger und die Nährstoffe im Boden profitieren“, sagt Sean nicht ohne Stolz. Doch bevor die Produktion beginnen konnte, mussten er und sein neuer Kunde bei den zuständigen Banken und Behörden viel Überzeugungsarbeit leisten. Für den Verkauf privater Energie gab es in Südafrika nämlich noch keine klaren regulatorischen Rahmenbedingungen.

Seit Ende 2016 produziert Bio2Watt für die BMW Group Bio-Strom und deckt den Bedarf des Werks damit schon heute zu etwa 33 Prozent. BMW SA und Bio2Watt untersuchen gerade, inwiefern sich die Biogasanlage erweitern lässt, um diesen Anteil zu erhöhen. „Schließlich wollen wir bis 2020 von dem staatlichen Energiebetreiber unabhängig sein“, sagt Kavish. Kein Problem für Sean, der theoretisch genügend Abfälle zur Verfügung hat, um den Output seiner Biogasanlage um mindestens 50 Prozent zu erhöhen. Schon in den nächsten Jahren will er kräftig investieren, noch mehr Abfall nutzen, die Umwelt sauber halten und über 50 Megawatt grüne Energie für den gesamten afrikanischen Kontinent generieren. Tatsächlich kommen die Anfragen für seinen Bio-Strom bereits aus ganz Afrika. Der unerschrockene Bio-Pionier will expandieren, denn noch sind die Margen in seinem Abfall-Strom-Geschäft zu niedrig, um wirklich lukrativ zu sein. In Rosslyn wird man ihm dabei die Stange halten, so viel ist sicher!

Auf der New York International Auto Show 2018 schürte MINI mit einer rein elektrisch angetriebenen Klassik-Variante des kleinen Briten schon mal die Vorfreude auf neuen urbanen Fahrspaß.

Mit dem für die Marke typischen Augenzwinkern setzte MINI auf der New York International Auto Show 2018 ein Zeichen und verwandelte einen original Mini aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einen Botschafter für Umweltbewusstsein und nachhaltige Mobilität. Wie die Elektromobilität im urbanen Umfeld schon bald den Fahrspaß bereichern wird, zeigte MINI erst vor wenigen Monaten auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt 2017. Dort trat das MINI Electric Concept als Vorbote für das erste in Großserie produzierte Modell der Marke mit einem rein elektrischen Antrieb auf. Bereits im Jahr 2019 – pünktlich zum 60. Geburtstag des „classic Mini“ – wird das auf Basis des aktuellen MINI 3-Türer entwickelte Elektrofahrzeug erstmals im MINI Werk in Oxford vom Band laufen. 

Damit übernimmt MINI als erste Kernmarke der BMW Group eine Pionierrolle und erweitert das Modellprogramm um ein rein elektrisch angetriebenes Automobil. Sein Vorgänger, der MINI E, erschien bereits 2008 in einer Kleinserie von rund 600 Fahrzeugen. Sie wurden in einem Feldversuch unter Alltagsbedingungen eingesetzt und ermöglichten den Ingenieuren der BMW Group wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung des BMW Active E und des BMW i3. Doch auch mit dem MINI Countryman Plug-In Hybrid bewies MINI, dass die Marke in der neuen Ära der Elektromobilität angekommen ist. 

Der in New York präsentierte „classic Mini Electric“ bleibt allerdings ein Einzelstück. Für ihn diente ein spätes und sorgsam restauriertes Exemplar des „classic Mini“ als Grundlage. In seinem zweiten Leben als Elektrofahrzeug trägt der rot lackierte Kleinwagen zusätzlich zu seinem silbernen Dach und den charakteristischen Streifen auf der Motorhaube das gelbe MINI Electric Logo im Markenemblem und auf den Radnaben. Doch nicht nur optisch bleibt sich der Elektro-Klassiker treu. Auch das unverwechselbare Gokart-Feeling des britischen Kleinwagens bleibt erhalten, wird durch die spontan einsetzende Kraft seines Elektromotors aber noch einmal intensiviert und sorgt für eine ganz neue Dimension von MINI-typischem Fahrspaß.

Die BMW Group und die Daimler AG wollen in den Städten künftig nicht nur gemeinsam das CarSharing anbieten, sondern auch sämtliche andere Mobilitätsangebote wie Fahrdienstvermittlungen, digitale Parkplatzservices, Zugang zu öffentlichen Ladestationen für Elektroautos – und vieles mehr.

Es kann spannend werden, wenn aus Wettbewerbern Verbündete werden.

Genau das haben die BMW Group und die Daimler AG jetzt vor – und wollen ihren Kunden in den Städten künftig gemeinsam urbane Mobilitätservices anbieten. Die Vereinbarung für die Zusammenlegung der Geschäftseinheiten für Mobilitätsdienste ist bereits unterzeichnet. Vorbehaltlich der Prüfung und Freigabe durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden wollen die beiden Unternehmen ihre bestehenden Angebote für On-Demand Mobilität in den Bereichen CarSharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität zusammenführen und künftig strategisch weiter ausbauen. Beide Unternehmen sollen jeweils fünfzig Prozent der Anteile an dem geplanten Joint Venture-Modell halten.

Als Pioniere des Automobilbaus wolle man nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die Mobilität der Zukunft geht, heißt aus München und Stuttgart. Ziel sei es daher, einer der führenden Anbieter von innovativen Mobilitätsdienstleistungen zu werden. Dafür wolle man Partner wie Städte und Kommunen auf dem Weg zur nachhaltigen urbanen Mobilität unterstützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

„Mit dieser Allianz schlagen wir völlig neue Wege ein und erleichtern unseren Kunden den Einstieg in eine digitale und emissionsfreie Mobilität“, sagte Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG. Im Wettstreit um die besten Premium-Fahrzeuge werde man jedoch Wettbewerber bleiben.

Das paritätische Joint Venture-Modell soll folgende Angebote vereinen:

 

  • CarSharing
    Car2Go (Daimler AG) und DriveNow (BMW Group) haben in Summe 20.000 Fahrzeuge in 31 internationalen Metropolen. Die CarSharing-Angebote werden bereits von mehr als vier Millionen Kunden genutzt und tragen nachweislich dazu bei, die Anzahl der Fahrzeuge in den Städten zu reduzieren.
  • Multimodal und On-Demand Mobility
    Mit moovel (Daimler AG) und ReachNow (BMW Group) lassen sich verschiedene Mobilitätsangebote für Lösungsansätze des urbanen Individualverkehrs miteinander vernetzen – inklusive Buchung und Bezahlung.
  • Ride-Hailing
    Insgesamt 13 Millionen Kunden und rund 140.000 Fahrer nutzen heute schon mit mytaxi, Clever Taxi und Beat sowie dem Fahrdienstvermittler Chauffeur Privé das sogenannte Ride-Hailing. Dazu gehört auch mytaximatch, bei dem sich unbekannte Menschen per Fingertipp ein Taxi teilen und damit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des innerstädtischen Verkehrsaufkommens leisten.
  • Parking
    Parkmobile Group/Parkmobile LLC (BMW Group) und ParkNow (BMW Group) ermöglichen Ticket- und bargeldloses Parken am Straßenrand sowie das Suchen, Reservieren und Bezahlen von Parkplätzen in Parkhäusern. Der Service trägt dazu bei, das Verkehrsaufkommen, das heute etwa 30 Prozent des Stadtverkehrs ausmacht, zu verringern. 
  • Charging
    Digital Charging Solutions (BMW Group) und ChargeNow (BMW Group) bieten mit weltweit mehr als 143.000 Ladepunkten das größte Netz öffentlicher Ladestationen an. Zusammen mit privilegierten Parkplätzen in den Städten unterstützt dies den Ausbau der Elektromobilität. 

So viel steht fest: Die Automobilhersteller müssen die CO2- und Schadstoffemissionen ihrer Fahrzeugflotten reduzieren. Das fordern die Kunden und verlangen die EU-Klimaziele. Doch mit welcher Technologie?

Die Kunden sind verunsichert – und die Automobilhersteller auf der Suche nach Lösungen. Bis 2021 müssen sie in Europa die weltweit anspruchsvollsten Klimaziele für PKW erfüllen und den durchschnittlichen CO2-Wert pro Kilometer von derzeit 120g auf 95g senken. Das entspricht einer Reduzierung von 20 Prozent in sechs Jahren. Passiert das nicht, drohen Strafzahlungen. „Die BMW Group will diese Grenzwerte erfüllen. Dazu haben wir uns verpflichtet“, sagt Thomas Becker, der bei der BMW Group die Politik- und Außenbeziehungen leitet.

Ein Gespräch über die Rolle des Dieselmotors, neue Elektro-Modelle, Benziner und Out-of-the-Box-Innovationen.

                                                    

Die aktuelle Diesel-Fahrverbotsdebatte sorgt EU-weit zu einem erheblichen Rückgang des Dieselabsatzes. Macht sich das auch in der Flotte der BMW Group bemerkbar?

Thomas Becker: 2017 lag der Diesel-Anteil in Europa immer noch deutlich über 50 Prozent und trägt damit auch weiterhin entscheidend zur CO2-Reduzierung bei – wenn auch nicht im ursprünglich geplanten Umfang. Die BMW Group hat die CO2-Emissionen der gesamten Flotte seit 1995 um über 41 Prozent gesenkt. Daran hat der Dieselmotor mit seiner Effizienz und seinem im Vergleich zum Benzinmotor um circa 15 Prozent geringeren CO2-Ausstoß einen entscheidenden Anteil. Darüber hinaus haben unsere Ingenieure schon im März 2018 nahezu alle Dieselmodelle mit einer Kombination aus NSC- und SCR-Katalysatoren ausgerüstet. Damit erreichen unsere Diesel jetzt ein vergleichbar niedriges Emissionsniveau.

 

Das bedeutet was?

Das heißt zunächst einmal, dass moderne Euro-6-Diesel die anspruchsvollen europäischen Grenzwerte erfüllen. Der ADAC hat in einer aktuellen Untersuchung die Stickoxidemissionen von Euro 6- Dieselmodellen geprüft. Die deutschen Hersteller erreichen dabei im Flottenvergleich das niedrigste Schadstoff-Niveau. Fahrzeuge der BMW Group-Marken BMW und MINI schneiden am besten ab. BMW 520d und 530d weisen sogar absolute Spitzenwerte auf. Auch andere NGOs und neutrale Institute bescheinigen uns eine sehr gute Performance.

 

Das heißt, je schneller die Euro 6-Fahrzeuge auf die Straße kommen, desto größer der Fortschritt für die Luftqualität?

Europa hat für PKW die weltweit anspruchsvollsten Klimaziele formuliert. Der Euro-6-Diesel ist zur Erreichung dieser Ziele unerlässlich – wenn auch nicht alleine, sondern in Kombination mit Elektrofahrzeugen sowie Plug-In-Hybriden. Und auch für die Luftqualität in der Stadt ist ein schneller Hochlauf neuer Technologien entscheidend. Der Trend zu steigendem Durchschnittsalter in der Flotte muss gebrochen werden.

 

Um die Kunden zu Neuanschaffungen zu bewegen, werden Kaufanreize notwendig.

Um den Wechsel von Dieselfahrzeugen älterer Standards als Euro 5 auf Fahrzeuge mit modernster Abgasnachbehandlung oder E-Fahrzeuge zu beschleunigen, haben die BMW Group und andere deutsche Automobilhersteller verbindlich zugesagt, kurzfristig eigenfinanzierte Anreize anzubieten. Dazu gehört beispielsweise eine Umstiegsprämie, die beim Kauf eines BMW i3, eines Plug-In-Hybrid oder eines Euro-6-Neufahrzeugs mit einem CO2-Wert von maximal 130g pro Kilometer ausbezahlt wird.

 

Wird diese Prämie mit staatlichen Kaufanreizen verrechnet?

Nein, sie kann zusätzlich – beispielsweise zu dem in Deutschland gerade angebotenen Umweltbonus beim Kauf von elektrifizierten Fahrzeugen – in Anspruch genommen werden. Dem Käufer eines neuen BMW i3 ermöglicht sie damit einen Preisnachlass von insgesamt 6.000 Euro. Doch Anreize allein sind nicht entscheidend. Auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen und dazu gehört eben auch der noch erforderliche Ausbau der Ladeinfrastruktur.

 

2018 steht bei der BMW Group im Zeichen der Elektromobilität. Was heißt das?

Wir haben früher als die meisten deutschen Hersteller in die Elektromobilität investiert und haben uns hier mit bisher insgesamt 200.000 verkauften elektrifizierten Fahrzeuge einen gewissen Vorsprung aufgebaut. Wir sind momentan der europäische Marktführer bei Batteriefahrzeugen und Plug-In-Hybriden. Bis 2025 werden wir weltweit 25 voll- oder teilelektrische Modelle anbieten und den Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen am globalen Absatz auf 15 bis 25 Prozent erhöhen.

 

Das klingt, als seien Diesel- und Elektroantriebe die einzigen Maßnahmen, mit denen sich die CO2-Emisionen reduzieren lassen?

Die BMW Group denkt über den Antrieb hinaus. Durch die Integration neuer Technologien und Konzepte werden wir weitere CO2-Minderungspotentiale erschließen. So kann das automatisierte Fahren beispielsweise für einen besseren Verkehrsfluss und damit für weniger Emissionen sorgen. Die Daten-Konnektivität ermöglicht schon heute eine spritsparende Beschleunigung und die Elektromobilität führt durch die verstärkte Nutzung regenerativer Energien zu immer emissionsfreierem Fahren. Nicht zu vergessen das CarSharing, mit dem sich Zweitwagen, aber auch ältere Autos ersetzen lassen. Unsere Daten zeigen: Carsharing kann insbesondere ältere Gebrauchtwagen und damit einen deutlichen Beitrag zu weniger Emissionen in der Stadt leisten.

 

Dann hat der Benziner also bald ausgedient?

Ganz und gar nicht. Jede Technologie – ob Benziner, Diesel, Elektrofahrzeug oder Plug-In-Hybrid – hat in bestimmten Anwendungsbereichen Vorteile. Deshalb werden wir unseren Kunden diese Auswahl auch weiterhin anbieten. Jeder kann sich das Konzept wählen, das am besten zu ihm passt. Vielfalt macht Sinn, sonst setzen wir effiziente Technologien nicht optimal ein. Pragmatismus ist zielführender als Ideologie. 

Große Lösungen können manchmal so einfach sein. In Thailand verteilten die Mitarbeiter der BMW Group Thailand mit ihrer Initiative „Care4Water“ beispielsweise zahlreiche kleine Wasserfilter und verhalfen damit mehr als 343.400 Menschen zu sauberem Trinkwasser.

Opas Noppornpitak ist in der Stadt aufgewachsen. Das macht für ihn vieles selbstverständlich. Wie zum Beispiel sauberes Wasser: Man dreht den Wasserhahn auf und schon ist es da, einfach so. Dass das auch anders sein könnte, darüber hat sich Opas eigentlich nie Gedanken gemacht – bis er das „Care4Water“-Team von der BMW Group Thailand begleitete. Plötzlich tat sich für den Corporate Communications Manager aus dem Werk in Thailand eine neue Welt auf. „Das Dorf lag ganz in der Nähe der Hauptstraße und doch war das Wasser, das dort aus der Leitung floss, bräunlich und ziemlich ungenießbar“, erzählt Opas fassungslos.

Seine Kollegin Jariya Koonlinthip, Chief Operations Officer bei BMW Financial Services in Thailand, machte ähnliche Erfahrungen. Die Bewohner des Dorfes, das sie besuchte, hatten das Regenwasser in Krügen unter den Häusern gesammelt, inmitten von Matsch und Dreck. Sauber sei dort nicht einmal das Wasser für das lokale Krankenhaus gewesen, erzählt sie. Tatsächlich haben nur wenige Menschen in den ländlichen Gegenden Thailands genügend Geld, um sich sauberes Wasser in Flaschen zu kaufen. „Für die, die keine Wahl haben, können wir viel tun“, sagt Jariya.

Als Opas und Jariya in die Dörfer kamen, hatten sie für die Menschen bereits die Lösung im Gepäck: Kleine, mit einer einfachen Membran ausgestattete Wasserfilter, die ganz ohne Batterien, Elektrizität oder maschinelle Vorrichtung auskommen. Es sind die gleichen Wasserfilter, mit denen der ehemalige Surf-Profi John Rose schon vor etwa zehn Jahren die Welt bereiste. Immer auf der Suche nach der perfekten Welle verschlug es den US-Amerikaner häufig in Regionen, in denen es kein fließendes und schon gar kein sauberes Wasser gab. Zu dieser Zeit begann John die Wasserfilter, die er zunächst nur für den Eigenbedarf dabei hatte, an die Dorfbewohner zu verteilen. Seine Surf- und Backpacking-Community schloss sich ihm bald an. Wenig später gründete er die Organisation Waves for Water, die inzwischen mit Unterstützung verschiedener Partner in weltweit 37 Ländern aktiv ist. Mit dem Team von BMW Financial Services fand John dann vor zwei Jahren wieder neue Mitstreiter und begeisterte Kooperationspartner. „Die Erfahrung, Menschen helfen zu können, die rund um die Büros der BMW Group in Bangkok sowie um unser BMW Werk in Rayong leben, kann man mit keinem Geld dieser Welt kaufen“, sagt Ong-ard Arunsaengroj, Director Sales & Marketing von BMW Financial Services in Thailand.

Manchmal sind die Gebiete, die die BMW-Teams mit ihrer Initiative „Care4Water“ ansteuern mehr als 600 Kilometer von Bangkok entfernt. Damit sind die freiwilligen Helfer nicht selten bis zu zwei Tage lang in feuchtschwüler Hitze auf Schotterstraßen unterwegs. „Die beeindruckende Schönheit der Landschaft und der herzliche Empfang in den Dörfern lassen mich alle Strapazen vergessen“ sagt Ong-ard. Doch damit ist es nicht getan. Denn mit den Wasserfiltern übernehmen die BMWler auch langfristig Verantwortung. Ong-ard möchte nämlich mit den Menschen in Kontakt bleiben und ihnen helfen, wenn sie ein Problem mit den Filtern haben.

Zu den „Care4Water“-Teams gesellten sich mit der Zeit immer mehr Mitarbeiter der BMW Group Thailand. Seit 2015 haben die etwa 400 freiwilligen Helfer in Thailand mehr als 3.434 Wasserfilter in 39 Dorfgemeinschaften verteilt. Ein Filter kann täglich bis zu 100 Menschen mit sauberem Wasser versorgen. Entsprechend erreichte die Initiative in Thailand bis heute schon mehr als 343.400 Menschen. Das hat sich inzwischen auch bei den Kollegen in Indien, Mexiko und Brasilien herumgesprochen. Auch sie verteilen jetzt die Filter in den ländlichen Regionen rund um die Werke der BMW Group. Doch es bleibt noch viel zu tun – auch in Thailand. „Da draußen gibt es so viele Menschen, die wir erreichen wollen. Ich werde weiterhin dabei sein“, verspricht Opas. Allein in diesem Jahr wollen er und seine Kollegen in Thailand 1.600 Wasserfilter verteilen.

Kurz, knapp und präzise beweist das „Sustainability Factbook 2017“ der BMW Group: Der Automobilhersteller aus München fokussiert sich beim Klimaschutz nicht nur auf seine Produkte.

Als die BMW Group Ende 2017 ihre Münchner Firmenzentrale in einer symbolträchtigen Lichtinstallation in eine riesige Batterie verwandelte, da war schon klar, dass der Automobilhersteller ein besonderes Jahr hinter sich hatte. Mit der Botschaft „Die Zukunft ist elektrisch“ feierte die BMW Group daher auch nicht nur den Verkauf von mehr als 100.000 elektrifizierten Fahrzeugen, sondern den Beginn einer erfolgreichen Neuausrichtung.

Und so zeigt das aktuelle „Sustainability Factbbook 2017“, dass der Transformationsprozess vom reinen Automobilhersteller zum nachhaltigen Premiumanbieter für individuelle Mobilität längst im vollen Gange ist – und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Angefangen bei den Lieferanten über die Produktion bis zum Ende des Lebenszyklus eines Fahrzeugs stellt man sich in München der kompletten Bandbreite an Herausforderungen.

Und so ist es mit 100.000 verkauften elektrifizierten Fahrzeugen auch nicht getan. Zwar hat sich die BMW Group durch die frühe Fokussierung auf die Elektromobilität bereits eine führende Position im Markt gesichert (Fakt 020), verbesserte parallel dazu aber auch den Verbrauch der übrigen Flotte. So konnten die Münchner diesen in Europa mit durchschnittlich 122 Gramm pro Kilometer auch 2017 wieder deutlich senken (Fakt 002) – und das obwohl der Anteil von Dieselfahrzeugen in Europa schon rückläufig war.

Wie erwähnt, schafft das Unternehmen aber auch hinsichtlich der Emissionen an den Produktionsstandorten Fakten. So hat sich die BMW Group das Ziel gesetzt, bis 2020 weltweit CO2-frei zu produzieren (Fakt 041). Dafür hat man schon viel Vorarbeit geleistet. Wie beispielsweise am Standort Leipzig, wo Windkraftanlagen dazu beitragen, dass der BMW i3 zu 100 Prozent mit CO2-freiem Strom produziert wird (Fakt 042).

Die weltweit mehr 12.000 Lieferanten tragen entscheidend zur Wertschöpfung des Unternehmens bei – und sind damit ebenfalls Teil der ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie. Um die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen, hat die BMW Group beispielsweise als erster Automobilhersteller weltweit Informationen zu Schmelzen und Herkunftsländern des Rohstoffs Kobalt öffentlich gemacht (Fakt 058) und das erste zertifizierte Eukalyptusholz auf den Markt gebracht (Fakt 052).

Nachhaltigkeit bedeutet für die Münchner Zukunftsfähigkeit – für das Unternehmen und die Gesellschaft. Dazu leisten auch die vielfältigen gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Projekte in aller Welt (Fakt 091 bis Fakt 100) einen wichtigen Beitrag und helfen, die Reputation des Unternehmens langfristig zu sichern.

Das Sustainability Fact Book der BMW Group hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist lediglich ein sehr komprimierter und auf das Wesentliche konzentrierter Auszug des parallel erschienenen „Sustainable Value Report 2017“. Dieser bietet eine ausführliche Übersicht über alle Daten und Fakten der BMW Group und ist am 21. März 2018 gleichzeitig mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht worden.

Die BMW Group gibt bereits seit 2001 jedes Jahr einen Nachhaltigkeitsbericht heraus. Dieserentspricht 2017 in Übereinstimmung mit den Guidelines der Global Reporting Initiative (GRI) den vollständigen Anforderungen der CSR-Berichtspflicht in Deutschland. Alle darin enthaltenen quantitativen und qualitativen Aussagen wurde von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft.

Sowohl das „Sustainability Factbook 2017“ als auch den ausführlichen „Sustainable Value Report 2017“ erhalten Sie hier als PDF.

Bis 2020 will die BMW Group ihren Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien beziehen – weltweit! Daran will man sich in München messen lassen.

Bis 2020 will die BMW Group ihre jährlich mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge zu 100 Prozent grün produzieren. Das klingt ziemlich ehrgeizig, aufwändig, wenn nicht gar unrealistisch. „Weder noch“, behauptet Jury Witschnig, der bei der BMW Group in der strategischen Planung die nachhaltige Produktion verantwortet. Er nennt es schlicht: planbar.

Ein Gespräch mit Jury Witschnig über ein Ziel, das nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt.

2017 gab die BMW Group auf der UN-Klimakonferenz erstmals bekannt, bis 2020 nur noch Strom aus erneuerbaren Energien beziehen zu wollen. Hat man sich da nicht etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Jury Witschnig: Warum? In Europa haben wir dieses Ziel heute schon erreicht. Weltweit sind wir mit 81 Prozent zwar noch nicht ganz so weit – doch das werden wir bis 2020 schaffen. Da habe ich keinerlei Zweifel.

Was macht Sie so sicher?

Wir haben schon viel Vorarbeit geleistet. Außerdem steckt hinter der Vision einer CO2-freien Energieversorgung ja nicht nur die Idee, fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas durch erneuerbare Energien wie Wind oder Sonne zu ersetzen…

Sondern?

… sorgsam mit der Umwelt und den Ressourcen umzugehen. Das sind wir unseren Kunden schuldig. Wir tun es ehrlich gesagt aber auch im eigenen Interesse. Energie ist teuer. Nicht zuletzt deswegen, haben wir den Energieverbrauch pro produziertes Fahrzeug in den letzten Jahren kräftig gesenkt. Heute liegt dieser schon um rund 37 Prozent niedriger als 2006. Das soll auch so bleiben, selbst bei ansteigender Produktion. Daher überwachen und optimieren wir unseren Verbrauch nicht nur regelmäßig im laufenden Betrieb, sondern auch bei der Planung neuer Prozesse.

Bleibt immer noch eine Menge grüne Energie, die ja irgendwoher kommen muss.

Nachhaltigkeit ist kein Zufallsprojekt. Aus diesem Grund haben wir schon vor Jahren eine Strategie entwickelt. Das heißt, wir wissen genau, welcher unserer weltweit 31 Standorte sich für Solar eignet und welcher für Windenergie, wie viel Grünstrom wir einkaufen können, ob es Investitionspartner gibt und was in der Politik passiert. Auf diese Weise haben wir den Anteil an regenerativen Energien an allen Standorten sukzessive erhöht.

Mit dem Ergebnis, dass die BMW Group heute nicht nur Windturbinen, sondern auch 30.000 Rinder vor ihren Werken stehen hat.

Was sinnvoll ist. Immerhin tragen die Windkraftanlagen an unserem Standort in Leipzig dazu bei, dass wir den BMW i3 zu 100 Prozent mit CO2-freiem Strom produzieren können. Und mit dem Dung der Vierbeiner vor unserem Werk in Rosslyn, Südafrika, erzeugt eine Biogasanlage fast ein Viertel des von uns vor Ort benötigten Stroms. Von diesem Ergebnis sind wir so begeistert, dass wir gerade darüber nachdenken, die Herde noch einmal deutlich zu vergrößern.

Wäre es nicht einfacher, Grünstrom einzukaufen?

Vielleicht einfacher, aber auch ziemlich langweilig – und weniger wirtschaftlich. Wir sind ja von Haus aus Ingenieure und fasziniert von neuen Technologien. Hier gibt es gerade viele interessante Entwicklungen, deren Potenziale wir ausnutzen wollen. Dazu gehören beispielsweise Photovoltaikanlagen, die in dem einen oder anderen Werk schon bald eine Rolle spielen könnten.

In Leipzig nutzt die BMW Group sogar alte BMW i3-Batterien? Sie meinen unsere Speicherfarm? Ja, das ist spannend. Dort treten wir gerade mit rund 530 BMW i3 Batterien den Beweis an, dass alte Elektro-Batterien durchaus noch ein sinnvolles „zweites Leben“ haben – nämlich als Pufferspeicher für erneuerbare Energien. In Leipzig trägt die Batteriefarm dazu bei, die Energie der Windräder auf dem Werksgelände in das Stromnetz zu integrieren. Das spart Strom und Geld und ist auch im Rahmen der bevorstehenden Energiewende ein interessanter Baustein.

Allen Bemühungen zum Trotz, zugekauft werden muss trotzdem?

Wir werden in den nächsten Jahren nicht auf den Zukauf von Strom verzichten können, setzten hierbei aber auf Strom aus zu 100 Prozent erneuerbaren Quellen. Wir bauen gerade an sieben Standorten unsere Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aus, um die effiziente und umweltschonende Wärmeerzeugung in der Produktion zu erhöhen. Gerade für die Wärmeerzeugung reichen unsere alternativen Energiequellen noch nicht aus. Hier bräuchten wir, bildlich gesprochen, gleich mehrere Fußballfelder mit Solarthermie – oder eben Geothermie, doch die ist leider nicht überall vorhanden. 

Warum preschen Sie jetzt mit dem Ziel, zu 100 Prozent grünen Strom beziehen zu wollen, in die Öffentlichkeit? Was bringt Ihnen die Vorreiterrolle?

Deutschland hat sich 2015 zu den Klimazielen von Paris bekannt. Damit gehen ehrgeizige Ziele einher, die wir nur gemeinsam erreichen – und wenn Unternehmen wie wir Verantwortung übernehmen. Allerdings müssen wir hier konsequent sein und ganzheitlich denken. Nachhaltige Mobilität besteht ja schließlich nicht nur aus emissionsarmen Fahrzeugen auf der Straße. Oder anders gesagt: Elektroautos entwickeln nur dann ihr volles Potenzial, wenn sie auch emissionsfrei produziert werden.

Da können Sie ja direkt bei ihren Lieferanten anfangen.

Da haben Sie Recht, ganzheitliches Denken muss auch das einschließen. Und genau das tun wir bereits. Schließlich messen wir unsere weltweit mehr als 12.000 Lieferanten an den gleichen ökologischen Standards, an denen sich auch die BMW Group messen lässt. Das heißt, wir sehen uns hier als Multiplikatoren in der Pflicht und ermutigen unsere Lieferanten, nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen, ebenfalls Ressourcen zu sparen und in erneuerbare Energien zu investieren. Viele von ihnen haben das schon verstanden und geben diese Botschaft jetzt wiederum an ihre Lieferanten weiter. Das funktioniert wunderbar  – wie in einem Schneeballsystem. 

Die indische Mega-City Neu Delhi stünde längst vor dem Abfall-Kollaps – wären da nicht hunderttausende „Wastepickers“, die den Müll einsammeln, trennen und recyceln würden. In Delhi weiß man ihre Arbeit inzwischen sehr zu schätzen.

Es ist jene Winternacht in Neu Delhi, die Bharati Chaturvedi nie vergessen wird. Draußen war es neblig und bitterkalt, als ihr Auto gegen zwei Uhr morgens einfach stehen blieb – und das in einer Stadt, die ohnehin noch nie sicher war. „Ich stieg aus, schloss das Auto ab und stolperte starr vor Angst etwa zehn Minuten durch die stockdunklen Gassen“, erinnert sie sich. Doch als Chaturvedi plötzlich vor einer Müllhalde stand, wusste sie, dass dort Menschen lebten. Es waren die Ärmsten der Armen, von der Gesellschaft als Kriminelle stigmatisiert. Chaturvedi kannte und weckte sie. Von allen anderen gemieden, begriffen sie sofort, dass sie, Chaturvedi, Hilfe brauchte. Die Menschen begleiteten sie zurück und brachten ihr Auto in Sicherheit. „In dieser Nacht haben diese Menschen mir noch einmal vor Augen geführt, wie richtig es ist, sich für sie einzusetzen“, sagt Chaturvedi.

Lange Zeit waren es vor allem die immer größer werdenden Müllberge ihrer Stadt gewesen, die Chaturvedi beschäftigten. Dabei hatte sie schon als Studentin erkannt, dass Mega-Städte wie Delhi mit all ihrem Abfall bald an ihre Grenzen stoßen würden. Bereits während ihres Studiums in Delhi, Baltimore und New York setzte sie sich daher aktiv für den Umweltschutz ein. Zurück in der Heimat, beeinflusste sie nicht nur das vom indischen Umweltministerium herausgegebene Regelwerk für den Umgang von Plastikmüll, sondern beriet die indische Regierung u.a. auch hinsichtlich ihrer Abfallstrategie.

„Irgendwann sah ich zwischen all den Müllbergen nur noch die Menschen, die dort versuchten, mit dem, was sich noch gebrauchen und verkaufen ließ, zu überleben“, sagt Chaturvedi. Menschen ohne Bildung, die gezwungen waren unter den unwürdigsten Bedingungen zu leben. „Plötzlich war mir klar, welchen Beitrag die ,Wastepicker‘ für den Umweltschutz leisteten und wie unglaublich respektlos sie dafür behandelt wurden“, sagt Chaturvedi, die gleichzeitig erkannte, dass es in der indischen Gesellschaft eines Paradigmenwechsels bedurfte, um das zu ändern.

Mit ihrer 1999 gegründeten Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Chintan nahm Chaturvedi sich vor, diesen Wandel anzustoßen. Chintan bedeutet: Eine andere Art zu denken. Was sie damit meint, spiegelt sich in den verschiedenen Initiativen der non-profit Organisation und ihrem weit gespannten Netzwerk aus internationalen, politischen, sozialen und privaten Partnerschaften wider. Dazu gehört auch „Pick my Trash“, ein Service, der Unternehmen, Fastfood-Ketten, Hotels, Shoppingmals oder auch Privatleute gegen Bezahlung dazu einlädt, recycelbaren Abfall direkt vor ihrer Haustür abholen zu lassen. „Das hat den Vorteil, dass Plastik, Papier und andere verwertbare Materialien nicht mehr auf den Müllbergen landen und womöglich noch verbrannt werden“, sagt Chaturvedi. Chintan ist in Delhi längst zu einem Begriff geworden. Mehr als 25 Tonnen Abfall entsorgen die Teams mit Unterstützung verschiedener Agenturen und Privatinitiativen täglich und recyceln diesen zu fast 70 Prozent. Dass das Respekt verdient, erfüllt Delhis „Wastepickers“  mit Stolz, zumal sie in der Lage sind, von dem, was sie für die Stadt tun, auch zu leben. Damit auch ihre Kinder eines Tages selbst entscheiden können, welchen Beruf sie ergreifen möchten, ermöglicht Chintan bereits mehr als 1.300 von ihnen einen Schulbesuch. „Mir ist wichtig, dass die Kinder nicht wie bisher gezwungen sind, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten, sondern frei sind, selbst zu wählen“, sagt Chaturvedi.

Doch auch für die indische Mittelschicht hält Chintan Denkanstöße bereit und bietet beispielsweise privilegierten Jugendlichen an, freiwillig auf den Abfallbergen ihrer Stadt zu arbeiten. „Damit haben sie die Chance, auch mal eine andere Realität als die eigne kennen zu lernen“, sagt Chaturvedi, die bei den jungen Menschen auf Neugier und Empathie setzt – und sie als Influencer ihrer Generation zu nutzen weiß.

Als Chaturvedi für Chintan 2013 mit dem Intercultural Innovation Award ausgezeichnet wurde, stand sie mit ihrer „anderen Art zu denken“ plötzlich nicht mehr allein da. Das war neu für sie. Ebenso wie bei Chintan steht auch bei dem von der BMW Group und der United Nations Alliance of Civilisations (UNAOC) verliehenen Award der Mensch als Innovationstreiber im Mittelpunkt. Für Chaturvedi folgte ein „Feuerwerk an Eindrücken, Impulsen und viel Bestätigung“. Der Preis, die Winternacht in Delhi …– die Richtung stimmt. Chaturvedi wird sie weiterverfolgen.

Staus und Smog sind in China nicht das einzige Problem. Ein weiteres sind die Parkplätze – ohne die auch das CarSharing nicht funktioniert. In der 14 - Millionenstadt Chengdu setzt die BMW Group daher jetzt mit einer neuen Elektro-Flotte auf andere Lösungen.

In China teilt man gerne, auch Fortbewegungsmittel. Den Anfang machten die Fahrräder. Innerhalb weniger Monate stapelten sich die orangenen, limettenfarbenen und blauen Räder der lokalen BikeSharing-Anbieter an den Straßenecken und fluteten die Metropolen.

Etwa zeitgleich folgte das CarSharing – und löste einen regelrechten Boom aus. Waren 2015 in den chinesischen Millionenstädten gerade mal 14.000 geteilte Autos unterwegs, sind es heute schon mehr als 40.000. Die Hoffnungen der Chinesen sind groß. Aktuellen Studien der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC zufolge hat das CarSharing nämlich das Potenzial, den Verkehrsinfarkt in ihrem Land zu verhindern. So könnte die Zahl der Fahrzeuge (Stand: rund 180 Millionen) wegen des andauernden wirtschaftlichen Aufschwungs schon in zehn Jahren mit 310 Millionen ihren Höchststand erreichen – und Dank CarSharing bis 2030 wieder auf rund 280 Millionen Fahrzeuge sinken.

Doch ganz so einfach ist es nicht, denn all die geteilten Fahrzeuge der inzwischen mehr als 40 Sharing-Anbieter haben eines gemeinsam: sie müssen geparkt werden. Allerdings sind die Parkmöglichkeiten in den meisten Großstädten durch fehlende Stadtplanung und schlechte Verkehrsführung stark eingeschränkt, wenn nicht sogar unmöglich.

Trotzdem wagt sich die BMW Group –  gemeinsam mit dem chinesischen CarSharing-Anbieter Evcard –  auf den asiatischen Markt. Bereits im Dezember gingen die Münchner in der Millionenstadt Chengdu, im Südwesten Chinas, mit einer rein elektrischen CarSharing-Flotte an den Start. Dabei machen sie mit ihrer 2016 in  den USA eingeführten CarSharing-Marke ReachNow einiges anders als die chinesische Konkurrenz. So gibt es für die 100 BMW i3 der Flotte feste Parkplätze, „an denen die Kunden ihre Fahrzeuge abholen und auch wieder abstellen können“, sagt Joe Pattinson, der bei der BMW Group China die Mobility Services verantwortet. Auf den Parkplätzen können die Fahrzeuge an den von Evcard zur Verfügung gestellten Ladesäulen auch geladen werden. „Um es den Kunden möglichst einfach zu machen,  haben wir die Parkplätze gleichmäßig in der ganzen Stadt verteilt und werden deren Anzahl auch weiterhin kontinuierlich erhöhen“, sagt Pattinson. Dass ReachNow etwas teurer ist als lokale Mobilitätsdienste wie Didi oder Lyft, ist für die BMW Group kein Hinderungsgrund. „In China ist man sehr statusbewusst“, weiß Pattinson. Von daher sei man gerne bereit, für ein hochwertiges und sauberes Premiumfahrzeug auch mal etwas mehr zu zahlen.

Der Zielgruppe entsprechend wurden die ersten 25 Parkstationen für die 100 BMW i3 platziert: in attraktiven Wohngebieten, vor Bürogebäuden großer Unternehmen, vor Regierungsgebäuden sowie vor Fünf-Sterne-Hotels. Pattinson, der auch selber gerne voll elektrifiziert durch seine Wahlheimat stromert, ist sich sicher: „Die Chinesen werden die kleinen umweltbewussten, leisen Stadtflitzer lieben – gerade wegen ihres Premiumanspruchs“.

Die BMW Group produziert 760.000 Tonnen Abfall im Jahr, die sie zu 99 Prozent recycelt und verwertet. Man könnte meinen, das Ziel wäre erreicht. Doch für die Abfall-Experten bleibt noch viel zu tun.

Bei einer Produktion von fast 2,5 Millionen Fahrzeugen fallen bei der BMW Group jährlich mehr als 760.000 Tonnen Abfall an. Diese werden fast komplett recycelt und verwertet. Genauer gesagt: zu 99 Prozent! „100 Prozent wären nicht realistisch“, sagt Frank Lippoldt, Abfall-Experte in der Strategischen Planung der BMW Group. Dafür gibt es spannende Gründe.

Ein Gespräch mit Frank Lippoldt über ein vielschichtiges und recht verzwicktes Thema.

Die BMW Group verwertet ihren Abfall zu 99 Prozent – das klingt doch schon ganz gut.

Frank Lippoldt: Darauf sind wir auch ziemlich stolz. Mit dem Thema Abfall beschäftigen wir uns ja schon lange. Bereits 2008 waren alle unsere neu zugelassenen Fahrzeuge zu 95 Prozent verwertbar – und entsprachen damit schon Jahre im Voraus den erst seit 2015 geltenden strengen gesetzlichen EU Anforderungen.

Warum so eifrig?

Wir betrachten unsere Altfahrzeuge und auch die Reststoffe in der Produktion nicht als zu entsorgenden Abfall, sondern als Quelle für Sekundärrohstoffe. Reststoffe wie Stahl, die beim Karosseriebau übrig bleiben, werden daher direkt wieder eingeschmolzen. Soll heißen, in Leipzig beliefert ein und derselbe LKW unsere Produktion mit Stahl und nimmt die Reste aus dem Presswerk gleich wieder mit ins Stahlwerk nach Salzgitter.

Und das funktioniert auch an weltweit allen anderen Standorten der BMW Group?

Die Bedingungen und Voraussetzungen sind natürlich überall auf der Welt anders. Daher haben wir über die Jahre viele erfolgreiche Spielarten für die Verwertung von Restmaterialien gefunden. So wird in China beispielsweise der Gießereisand für die Herstellung von Beton verwendet. In Afrika haben wir aus Plastikmüll Rucksäcke für die Kinder einer benachbarten Schule hergestellt und in Brasilien werden alte Holzpaletten zu neuen Paletten zusammengebaut Dabei prüfen unsere Abfall-Experten jede Lösung, um diese eventuell auch auf andere Standorte zu übertragen.

Was ist mit neuen Technologien?

Die sind natürlich immer wieder ein entscheidender Treiber für eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktion. In München haben wir 2017 beispielsweise eine neue High-Tech-Lackiererei in Betrieb gekommen, in der zwei Lackschichten schon ohne Zwischentrocknung direkt nacheinander aufgetragen werden können. Das spart Strom, Gas, Wasser und erzeugt weniger Abfall. Grundsätzlich gilt: Je moderner das Werk, desto nachhaltiger die Produktion. Das derzeit noch im Bau befindliche Werk in Mexiko wird ab 2020 das ressourceneffizienteste Werk der BMW Group sein.

Davon profitiert vermutlich nicht nur die Umwelt, oder?

Richtig. Unsere Investitionen in den betrieblichen Umweltschutz haben dazu geführt, dass wir unseren Ressourcenverbrauch kontinuierlich senken und seit 2006 Kosten in Höhe von über 161 Millionen Euro einsparen konnten.

Warum ist eine 100 prozentige Abfallverwertung nicht realistisch? Das restliche ein Prozent müsste doch auch noch zu schaffen sein?

Das liegt zum einen an neuen Materialien, die in den Fahrzeugen verbaut werden und die unsere Experten vor immer wieder neue Herausforderungen stellen. Dazu gehören aktuell auch Faserverbundwerkstoffe oder Abfälle aus der Gießerei, aber auch Rohstoffe wie Kobalt, die für die Batterien von Elektrofahrzeugen benötigt werden. Auch diese Materialien sollen zu 100 Prozent recycelt werden. Hier ist noch viel Platz für spannende, neue Technologien.

Und zum anderen?

Sind es regional unterschiedliche Gesetzesvorgaben und Entsorgungsstrukturen, die unseren Abfall-Experten immer wieder Alternativlösungen abverlangen. So gibt es -  um nur ein Beispiel zu nennen -  in der Nähe des Werks in Rosslyn, Südafrika, weder ein Presswerk noch eine Verbrennungsanlage. Was also tun? Die Restmaterialien zurück nach Deutschland zu transportieren wäre ökologisch und ökonomisch wenig sinnvoll.

Also?

Arbeiten wir weltweit mit etwa 500 externen Entsorgern und Lieferanten zusammen. Der Haken ist nur, dass das Umweltbewusstsein noch nicht in allen Ländern gleichermaßen ausgeprägt ist. Daher schulen wir neben unseren Mitarbeitern auch unsere Lieferanten, um hier ein Bewusstsein zu schaffen und die Menschen vor Ort an unseren Erfahrungen im Abfallmanagement teilhaben zu lassen. Unser Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsperformance in der Lieferkette zu verbessern, um die Umweltstandards in anderen Ländern positiv zu beeinflussen Hier gibt es für uns allerdings noch viel zu tun.

Die farbenfrohen Körbe aus Ghana, Uganda, Madagaskar und Bangladesch sind weit mehr als ein Gruß aus fernen Ländern. Jedes der kunstvollen Handarbeiten erzählt auch die persönliche Geschichte der Frau, die sie hergestellt hat – und die die Chance nutzt, mit ihrer Arbeit der Armut zu entkommen.

Jeder einzelne Korb ist etwas Besonderes, keiner ist wie der andere, jeder ganz individuell. So wie die Frauen, die sie hergestellt haben. Sie heißen Memuna, Immaculate, Shuchitra oder Nirupama Saha, kommen aus Ghana, Uganda, Madagaskar und Bangladesch und sind bitterarm. Jedem Flechtwerk ist ein Foto der Weberin beigefügt, ein kleiner Text mit ihrer ganz persönlichen Geschichte und die Möglichkeit, mit ihr über eine geschützte Onlineregistrierung in Kontakt zu treten.

Es sind positive, starke Geschichten, die Mut machen und den Frauen Respekt zollen, weil sie eine Chance bekommen haben – und diese auch nutzen. Theresa Carrington, die das Blessing Basket-Projekt 2002 gründete, weiß was es heißt, arm zu sein, Entbehrungen zu erleben und auf sich selbst gestellt zu sein. Das war ihre Kindheit. Doch die US-Amerikanerin hat auch erlebt, was es heißt, den Menschen um sie herum nicht gleichgültig zu sein. Und so waren es vor allem die Briefe von Freunden und Bekannten, die ihr vor Jahren aus einer Lebenskrise halfen und sie ermutigten weiterzumachen. Diese Anteilnahme und Fürsorge, die sie in jener Zeit umgab, habe sich für sie angefühlt wie ein „blessing basket“, erinnert sie sich. Eine Erfahrung, die sie wenig später weitergeben wollte und mit der sich – davon ist sie zutiefst überzeugt – auch die Armut in der Welt bekämpfen lässt. Über eine Onlineplattform vernetzte sich die ehemalige Journalistin und erhielt für ihre Idee schnell überall auf der Welt Zuspruch.

The Blessing Basket Project war geboren, mit einem simplen, aber wirkungsvollem Programm, in dem die Frauen ein Handwerk erlernen, wie beispielsweise das Körbe flechten. Durch den Verkauf ihrer Fair-Trade-Produkte erhalten sie eine bis zu sechsmal höhere Bezahlung als normalerweise üblich. Das Geld soll den Frauen als Startkapital dienen, mit dem sie nach etwa drei Jahren und zusätzlichen Schulungen selbst ein Unternehmen gründen und führen können. So wie Memuna aus Ghana, die mit einem eigenen Lebensmittelladen nicht nur eine solide Lebensgrundlage für sich und ihre vier Kindern geschaffen hat, sondern mit weiteren Läden auch noch fleißig expandiert.

Carrington erkannte schnell, dass sie mit ihrem Projekt vor allem die Einstellung der Männer zu den Frauen änderte. „Handarbeiten sind in den meisten Ländern der Welt Frauen vorbehalten. Als Teilnehmerinnen des Blessing Basket-Programms verdienen sie damit aber plötzlich Geld und tragen zum Lebensunterhalt bei“, sagt Carrington. „Das steigert das Ansehen der Frauen. Die Männer hören auf sie zu bedrohen und ihre Töchter zu verkaufen – und beginnen stattdessen, sie zu unterstützen.“ Acht Männer hat Carrington in Bangladesch schon in ihr Programm aufgenommen.

„Es sind die kleinen Dinge, mit denen sich die Welt verbessern lässt“, sagt Carrington. Mit ihrem non-profit Projekt The Blessing Basket erreicht sie schon heute mehr als 3.500 Handwerkerinnen in sieben Ländern. Doch das ist erst der Anfang. Carrington hat noch viel vor und sie weiß, die Kommunikation und Öffentlichkeit zu nutzen. Allein durch den Verkauf der Handarbeiten stellte sie über das Internet in aller Welt mehr als 160.000 Kontakte zwischen den Weberinnen und deren Kunden her. Als sie sich 2016 mit ihrem Projekt für den Intercultural Innovation Award bewarb, tat sie auch das sehr bewusst, um ihr Projekt, wie sie selbst sagt, „auf eine neue Flugbahn zu heben“. Der von der BMW Group und der United Nations Alliance of Civilisations (UNAOC) verliehene Award, mit dem sie auch auf ihrer Homepage (www.blessingbasket.com) wirbt, ermöglichte es Carrington, ihre Idee „der kleinen Gesten“ in der Welt zu verbreiten. Sie wurde zu Seminaren und zu Podiums-Diskussionen eingeladen, sprach bei der BMW Group vor mehr als 2.000 Menschen, erhielt Standing Ovations und entwickelte ihre Idee zügig weiter. Um künftig noch mehr Frauen die Chance zu geben, auf eigenen Beinen zu stehen, wird sie demnächst neben Körben, Rucksäcken, Schürzen und Kaffee auch Schals und Tücher aus Indonesien ins Angebot nehmen und über ihren Online-Shop sowie auf den Märkten und in der Umgebung ihrer Heimatstadt St. Louis, Missouri, anbieten. Und auch die neuen Artikel werden die Handschrift einer Frau tragen, die Mut hat und Hoffnung macht.

Weitere Informationen zum Intercultural Innovation Award finden Sie hier: https://interculturalinnovation.org/the-award/about-the-award/

In Regensburg testete die BMW Group einen mit Flüssig-Erdgas angetriebenen LKW. Das Ergebnis: Der umweltfreundliche Brummi ist – vor allem auf langen Strecken – die ideale Alternative zum Diesel.

Ganz unbekannt sind sie auf Europas Straßen nicht, die mit dem Flüssig-Erdgas LNG (Liquefied Natural Gas) betriebenen Lastwagen. In Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und in Großbritannien sieht man die umweltfreundlichen, leisen Brummis schon seit Jahren auf den Straßen. In diesen Ländern gibt es auch schon ein funktionierendes LNG Tankstellen-Netz. In Deutschland ist die Infrastruktur dagegen noch sehr lückenhaft und für den flächendeckenden Einsatz nicht ausreichend.

Doch das soll sich bald ändern. Denn der LNG Lastwagen, den der LKW-Hersteller Iveco der BMW Group zwei Wochen lang zur Verfügung gestellt hat, erwies sich mit seinen 400 PS und einer Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern als eine „sinnvolle und nachhaltige Alternative zum konventionellen Diesel – vor allem auf längeren Strecken“, sagt Thomas Irrenhauser, der den Pilotbetrieb auf Seiten der BMW Group betreute.

So bewältigte der Erdgas-LKW problemlos die Strecke zwischen dem BMW Standort Steyr und dem BMW Group Werk in Regensburg – und das mit nur einer Tankfüllung sogar gleich mehrfach. „Mit Elektroantrieb wären für den 530 Kilometer langen Hin- und Rückweg mehrere Nachladungen erforderlich gewesen“, sagt Irrenhauser. Und auch ein LKW, der mit CNG (Compressed Natural Gas) angetrieben wird, wäre keine Alternative. Dieser hat nämlich nur eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern und benötigt hierfür einen dreimal so großen Tank. Beim LNG wird das Erdgas dagegen vor dem Einfüllen in den Tank auf rund minus 130 Grad tiefgekühlt. Dadurch verringert sich sein Volumen auf ein Sechshundertstel und wird erst vor dem Einspritzvorgang in den Motor wieder in den gasförmigen Zustand überführt.

Abgesehen davon, dass der LNG Lastwagen um bis zu 50 Prozent leiser fährt als ein herkömmlicher LKW, ist er auch noch deutlich umweltfreundlicher. So liegen die Emissionen von Stickoxid (NOx) im direkten Vergleich um bis zu 60 Prozent niedriger. „Dieser Effekt ließe sich mit Biogas aus fossilen und erneuerbaren Quellen sogar noch optimieren“, sagt Irrenhauser. Gemeinsam mit Logistikdienstleistern wird die BMW Group sich jetzt dafür einsetzen, dass das LNG Tankstellen-Netz in Deutschland in den nächsten Jahren schrittweise ausgeweitet wird.

Die BMW Group und die UN Alliance of Civilizations (UNAOC) unterstützen auf der ganzen Welt kleine Initiativen mit großen Visionen – und das mit deutlich mehr als nur mit Geld.

Der Intercultural Innovation Award, eine Partnerschaft zwischen der BMW Group und der UN Alliance of Civilisations (UNAOC), wurde im letzten Jahr im UN-Hauptquartier in New York verliehen. Und wieder sind es die Menschen und ihre Ideen, die Bill McAndrews, Leiter der BMW Group Konzernkommunikationsstrategie und Unternehmenskommunikation, berühren. „90 Prozent der Preisträger haben in ihrem Leben etwas Einschneidendes erlebt, das sie inspiriert hat, gesellschaftlich etwas zu verändern. Und genau das tun sie, mit viel Leidenschaft und einer ungeheuren Stärke“, sagt McAndrews.

Ein Gespräch mit Bill McAndrews über einen Award, der dazu beiträgt, Visionen rund um den Globus wachsen zu lassen.

Den Intercultural Innovation Award erhalten jedes Jahr zehn Initiativen und Einzelpersonen, die sich für Lösungen von interkulturellen Spannungen und Konflikten einsetzen. Wie darf man sich das vorstellen?

Bill McAndrews: Das sind ganz außergewöhnliche soziale und gesellschaftliche Projekte, hinter denen beeindruckende Persönlichkeiten stecken. Diese Menschen und ihre engagierten Projekte wollen wir mit dem Preis unterstützen.

Ein Preisgeld von 5.000 bis 40.000 Dollar ist für viele sicherlich nicht unattraktiv….

Bill McAndrews: Das Geld allein ist für die Preisträger nicht entscheidend. Die Menschen, die sich für den Intercultural Innovation Award bewerben, haben langfristige Visionen. Sie haben persönlich viel Energie und Kompetenz in ihre Projekte investiert. Doch wenn sie ihre Ideen wirklich voranbringen wollen, müssen sie lernen, ihre Initiative wie ein professionelles Unternehmen zu führen. Hierbei kann die BMW Group ihnen fundierte Unterstützung anbieten.

Die wie genau aussieht?

Bill McAndrews: Die BMW Group – oder vielmehr unsere Mitarbeiter – unterstützen diese Entrepreneure weltweit, indem sie sie umfassend beraten. Außerdem bieten wir ihnen verschiedene Trainings an, zum Beispiel in Public Relations. Durch solche Aktivitäten können sie ihre Vision sichtbar machen und so das Interesse von Sponsoren wecken. Diese Kompetenz und Beratung ist entscheidend für den Fortschritt ihrer Initiativen. Viele Preisträger trauen sich anfänglich nicht, Sponsoren aus der Wirtschaft anzusprechen. Diese Hemmschwelle nehmen wir ihnen.

Hier ist der Intercultural Innovation Award sicherlich ein attraktiver Türöffner?

Bill McAndrews: Ein von der UNAOC und der BMW Group verliehener Award kann örtlichen Initiativen natürlich Türen öffnen, ist aber kein Garant. Entscheidend sind die Persönlichkeiten, ihr Engagement und ihre Initiativen. Von den aktuellen Awards entwickeln sich 85 Prozent der Projekte sehr positiv. Sie wachsen, erreichen immer mehr Menschen und lassen sich im Idealfall auch auf andere Länder übertragen. Wir messen unseren Erfolg an ihrem Wachstum und ihrer Strahlkraft. Bereits heute unterstützen wir mit dem Intercultural Innovation Award 41 Organisationen und über zwei Millionen Menschen in 105 Ländern. Unser Ziel ist, bis 2025 sechs Millionen Menschen zu erreichen.

Was macht Sie da so sicher?

Bill McAndrews: Zusammen mit der UNAOC haben wir von Anfang an das Ziel einer Community verfolgt. Wir pflegen einen engen persönlichen Kontakt zu den Preisträgern – weltweit. Das heißt, wir besuchen die Menschen vor Ort und sind über die sozialen Medien miteinander vernetzt. Darüber hinaus sind alle Preisträger Teil des Netzwerks „Intercultural Leaders“, in dem zivilgesellschaftliche Organisationen und junge Führungskräfte – darunter auch BMW Mitarbeiter – Ideen teilen und kulturübergreifende Unterstützung anbieten. So können die Projekte nach dem Prinzip „Hilfe für Selbsthilfe“ eine spürbare Langzeitwirkung entwickeln.

Und was hat die BMW Group davon?

Bill McAndrews: Unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten von uns zu Recht, dass wir einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, dass wir uns in Regionen und Gemeinden weltweit als verantwortungsvoller Corporate Citizen engagieren und andere dafür gewinnen. Genau das wollen wir mit dem Intercultural Innovation Award erreichen. Dabei geht es defnitiv nicht nur um unser Unternehmen, sondern um die Preisträger und ihre Ideen – was sie leisten, ist bewundernswert. Wir sind stolz, gemeinsam mit der UNAOC, Partner dieser außergewöhnlichen Menschen und ihrer weltweiten Projekte zu sein.

2017 war der BMW i3 in Norwegen der meistverkaufte BMW. Fast 70 Prozent der BMWs flitzen bereits elektrisch durchs Land. Doch Norwegen, das schon heute die weltweit meisten Stromer hat, ist noch nicht am Ziel.

Die naturverbundenen Norweger haben eine Vision. Sie wollen in Oslo wieder die Nasen in Richtung Fjord halten und Meersalz statt Abgase riechen. Dafür haben sie in den letzten Jahren einiges getan. Kaum ein anderes Land auf der Welt hat die Elektromobilität mit staatlichen und kommunalen Anreizen mehr gefördert als Norwegen. Mit dem Ergebnis, dass der Anteil neu zugelassener Elektro- und Hybridautos im Land schon bei fast 40 Prozent liegt.

Davon profitiert auch der kleine Stadt-Stromer aus München. Allein 2017 konnten die BMW Händler im Berg- und Fjordreich 5.035 BMW i3 verkaufen, die meisten davon in Oslo und Bergen, der zweitgrößten Stadt Norwegens. Das liegt vor allem an den finanziellen Vorteilen, die der Staat den Autofahrern gewährt: Mehrwertsteuer, Importsteuer und Kfz-Steuer fallen bei den E-Fahrzeugen weg. Damit kostet ein BMW i3 in Norwegen etwa 285.300 Norwegische Kronen (rund 29.600 Euro) und ist damit günstiger als beispielsweise ein BMW 116i für 307.900 Norwegische Kronen (rund 32.000 Euro).

Die Norweger haben selber keine Autohersteller, sind aber große Fans von deutschen Fahrzeugen – auch bei den Stromern. So gehört der BMW i3 neben dem E-Golf zu den beliebtesten Elektro-Fahrzeugen im Land. Grund hierfür seien vor allem die kurzen Lieferzeiten des BMW i3. „Wer bei uns ein Elektrofahrzeug bestellt, hat es in zwei bis drei Monaten. Da kann die Konkurrenz nicht mithalten“, sagt Emmanuel Bret, Managing Director BMW Group Norwegen, nicht ohne Stolz. In diesem Jahr will er die Verkaufszahl vom Vorjahr mit attraktiven Leasingverträgen und Servicepaketen noch einmal toppen -  und bis zu 6.000 Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Bret hält dies für durchaus realistisch. Denn mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern wird der BMW i3 2018 auch die Menschen in den Klein- und Vorstädten ansprechen.

Noch ist Norwegen nicht am Ziel: Bis 2025 sollen alle neu zugelassenen Autos Nullemissionsfahrzeuge sein. Doch bis dahin hat das Land noch einige Hürden zu nehmen. Angefangen von den Ladestationen, die in Oslo gefühlt zwar schon so häufig bereitstehen wie Parkuhren, aber trotzdem noch lange nicht ausreichen. Denn während die Anzahl der E-Autos in den letzten Jahren um über 100 Prozent gestiegen ist, kommt die Osloer Stadtverwaltung mit 26 Prozent mehr Ladesäulen pro Jahr kaum hinterher. Dabei ist die Infrastruktur nur das eine. Auch die Kommunen müssen mit Anreizen, wie kostenlosen Parkplätzen oder der Nutzung von Busspuren, am Ball bleiben. „Wir können den Markt ja nicht einfach dicht machen und nur noch Elektrofahrzeuge verkaufen“, weiß Bret.

Die Klimabilanz der norwegischen Elektro-Fahrzeuge wäre auf jeden Fall vorbildlich. Schon heute bezieht das Land etwa 98 Prozent seiner Energie aus der Wasserkraft. Damit sind die Norweger anderen europäischen Ländern, die ihren Strom noch zu großen Teilen aus Braunkohle gewinnen, um Längen voraus. 

Die BMW Group und die Initiative „Joblinge“ haben eine App entwickelt, mit der sich sogar wenig Mathe-begeisterte Jugendliche für technische Ausbildungsberufe qualifizieren.

Das mit dem Matheunterreicht war nie so sein Ding. „Schule halt“, sagt Nasir. Mit der Mathe-App war es da schon etwas ganz anderes. Kein Wunder, denn „anstatt die Jugendlichen Gleichungen oder Brüche ausrechnen zu lassen, konzentriert sich die App auf Überschlagsrechnungen, dreidimensionales Vorstellungsvermögen oder x-Gleichungen – halt auf das, was sie bei uns auch im richtigen Leben brauchen“, sagt Johannes Weiss, der bei der BMW Group für die Ausbildung der Fertigungsmechatroniker zuständig ist und die Inhalte der Mathe-App entscheidend beeinflusst hat.

Ziel der App „Mathe als Mission“ ist es, Jugendliche für die Anforderungen technischer Ausbildungsberufe zu qualifizieren – und das möglichst schnell, spielerisch und effektiv. Denn die Zielgruppe sind benachteiligte, arbeitslose Jugendliche, die als Teilnehmer des „Joblinge“- Programms in nur sechs Monaten auf die Arbeitswelt vorbereitet werden, um sich dann aus eigener Kraft einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz in einem der „Joblinge“-Partnerunternehmen zu erarbeiten. Die vielfach ausgezeichnete Initiative „Joblinge“ wurde 2008 von der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group und der Eberhad von Kuenheim Stiftung der BMW AG in Leben gerufen. Mehr als 6.500 Jugendliche haben bereits an dem Programm teilgenommen.

Nasir schätzt an der Mathe-App, die die BMW Group in Kooperation mit den „Joblingen“ entwickelt hat, vor allem das Spielerisch-Flexible. „Man kann sie unterwegs benutzen, im Team arbeiten und sich untereinander fördern“, sagt er. Nasir war 2017 einer der ersten, der die neue App ausprobieren durfte – und ist inzwischen auf dem Weg zum Chemikanten bei der Provadis.

Auf der Bildungsmesse LERNTEC in Karlsruhe erhielt die App „Mathe als Mission“, unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, jetzt den Innovationspreis für digitale Bildung (delina) in der Kategorie „Gesellschaft und lebenslanges Lernen“.

Damit könnte die Idee, Lerninhalte auf Augenhöhe zu vermitteln, schon bald auch andere Bildungseinrichtungen inspirieren. Bei den „Joblingen“  hat man auf jeden Fall schon neue Pläne. „ Im nächsten Schritt möchten wir ein digitales Lernkonzept für die Zielgruppe entwickeln, um unsere Joblinge noch besser auf die Veränderungen durch die Digitalisierung im Arbeitsmarkt vorzubereiten“, sagt Kadim Tas, Vorstand der Joblinge-Dachorganisation.

Während so mancherorts noch über die Vorteile von Elektromobilität diskutiert wird, ist man in München schon total elektrifiziert. So brachte die BMW Group 2017 mehr als 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße – und sicherte sich damit eine Vorreiterrolle, die es jetzt kräftig auszubauen gilt.

Für die Münchner steht fest: „Die Zukunft ist elektrisch“. Diese Botschaft war auch Teil der spektakulären Lichtinstallation, mit der die Hamburger Kreativagentur Jung von Matt den weltberühmten „Vierzylinder“ für kurze Zeit in eine Batterie verwandelte.

Für die Bayerischen Motorenwerke hat diese Zukunft längst begonnen. So hat das Unternehmen seit Markteinführung des BMW i3 (2013) bereits über 200.000 elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert. Allein 2017 verkaufte die BMW Group mehr als 100.000 Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeuge – und behauptet sich in Europa mit einem Anteil von 21 Prozent klar als Marktführer im erweiterten Wettbewerbsumfeld (POLK/ IHS Report vom 07.12.2017).

Wir kündigen nicht nur an, wir liefern auch“, sagt Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender der BMW AG. „100.000 verkaufte elektrifizierte Automobile in einem Jahr sind ein wichtiger Meilenstein und doch erst der Anfang für uns. 2025 werden wir 25 elektrifizierte Modelle anbieten. An der Elektromobilität messe ich unseren Erfolg.“

Jetzt geht es also in die nächste Runde. 2018 kommt bereits der BMW i8 Roadster auf den Markt, 2019 folgt ein batterieelektrischer MINI und 2020 die Elektroversion des BMW X3. Mit der 5. Generation der elektrischen Antriebs- und Batterietechnik können dann ab 2021 – dank skalierbarer E-Baukästen– alle Modellreihen mit jeder Antriebsart ausgestattet werden. Die Namensrechte von BMWi1 bis BMWi9 sind daher schon gesichert, ebenso die Rechte für den BMW iX1 bis BMWiX9.

Für die nahe Zukunft, also für 2018, hat man sich in München zum Ziel gesetzt, 140.000 Elektro- und Plug-In-Hybride zu verkaufen und bis 2019 insgesamt 500.000 elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Sollte das gelingen, könnte die Elektromobilität schon sehr bald selbstverständlich sein. In der Münchner Zentrale bezweifelt das ohnehin niemand.

Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, übergibt den Schlüssel für das 100.000ste elektrifizierte Fahrzeug im Kalenderjahr 2017, ein BMW i3 in Protonic Blue, an seinen Kunden Wilhelm Schulten aus Nordrhein-Westfalen. 18.12.2017, BMW Welt, München. (12/2017)

100 BMW 2er Active Tourer und sieben BMW i3 an russischen Carsharing Premiumanbieter YouDrive ausgeliefert.

Seit einigen Wochen kann man auf den Straßen in und um Moskau sowie St. Petersburg eine Flotte von 100 BMW 2er Active Tourer sowie sieben BMW i3 sehen.

YouDrive – ein russisches Premium Carsharing Unternehmen – hat seine BMW Flotte für vier Jahre von BMW Financial Services in Russland geleast.

Durch den Einsatz von BMW i3 Fahrzeugen werden erstmalig Elektrofahrzeuge im russischen Carsharing Markt angeboten. Das hat die Behörden vor Ort dazu veranlasst, zusätzlich in den Ausbau der lokalen Ladeinfrastruktur zu investieren und das Netzwerk zu erweitern.

In Moskau entwickelt sich der Carsharing Markt weltweit am stärksten. Mit gerade einmal 20 Monaten ist dieses Mobilitätskonzept in Moskau vergleichsweise jung. Dabei werden täglich 4.000 neue Carsharing Nutzer registriert und die Anzahl der Carsharing Fahrten hat sich 2017 verfünffacht. Eine Fahrt dauert im Durchschnitt ca. 40 Minuten, wobei acht Personen am Tag ein und dasselbe Fahrzeug nutzen.

Sven Gruetzmacher

Neue Technologien könnten die Arbeitsprozesse bei der BMW Group bald kräftig umkrempeln.  Ein Besuch im Virtual Reality Lab der BMW Group zeigt, was das bedeuten könnte. Denn dort baut ein junges, internationales Team für den Logistikbereich virtuell Räume und Szenarien nach, mit denen sich verschiedene Lager-, Planungs- und Trainingsprozesse schon heute nachhaltig optimieren lassen.

Im Team von Jimmy Nassif geschieht Ungewöhnliches. Die Mitarbeiter sind Informatiker, Industrial Designer, Architekten oder auch Elektro-und Games Ingenieure. Sie kommen aus Australien, Amerika, Indien, China, aus dem Libanon und aus Deutschland. Kaum jemand ist älter als 25 Jahre alt. Eine junge, auffällig bunte Truppe, die bei der BMW Group schon bald so manchen Arbeitsablauf verändern könnte. Denn im Virtual Reality Lab mit Sitz im Forschungs- und Entwicklungszentrum der BMW Group (FIZ) werden derzeit für den Logistikbereich virtuelle Räume und Szenarien entwickelt, die sich über eine VR Brille realitätsnah erleben lassen. Ganze Lagerhallen können Jimmy und seine Leute auf diese Weise schon originalgetreu abbilden. Innerhalb eines Radius von sieben Quadratmetern können sogar komplette Arbeitsabläufe nachgestellt werden. Noch werden die einzelnen Werkzeugteile per Controller im virtuellen Raum bewegt, doch Sensoren, die sich an den Fingern anbringen lassen, werden diesen Prozess schon bald noch realistischer erscheinen lassen. „Mit den Sensoren können die Mitarbeiter die Gegenstände – beispielsweise für die Installation eines Achsenaufsatzes – hochheben, bewegen und wegtragen“, sagt Jimmy.

Schon heute setzt die BMW Group die von Jimmy und seinem Team entwickelten Technologien ein, um optimale Volumenalgorithmen für das Beladen von LKW und Paletten zu entwickeln. Oder man testet anhand präziser 3-D-Daten ganze Lagerhallenkonstruktionen hinsichtlich ihrer Sicherheit. So hat man die geplante Mikrozink-Anlage in Dingolfing bereits millimetergenau nachgebaut, um Unfallrisiken – zum Beispiel durch überstehende Röhren oder Stahlstangen – von vorneherein auszuschließen. „Mit der VR Brille erreichen wir virtuell jeden Winkel der Halle und können so im Vorfeld 20 bis 30 Prozent der Risiken vermeiden“, sagt Jimmy.

Spannend wird es auch für die Mitarbeiter, die für neue Aufgaben demnächst gar nicht mehr vor Ort geschult werden müssen. Denn viele Prozesse lassen sich mit der VR Brille überall auf der Welt trainieren. Die ersten, die davon profitieren, dürften die Mitarbeiter des neuen BMW Group Werks in Mexiko sein, das 2019 eröffnet wird. Von den im Virtual Reality Lab optimierten Lager-, Planungs- und Trainingsprozessen profitiert aber auch die BMW Group – und das nicht nur aus Kostengründen. So zahlen die Münchner beispielsweise durch den bewussten Einsatz von Materialien sowie durch einen reduzierten Reiseaufwand gezielt auf ihre Nachhaltigkeitsstrategie ein. Und das ist erst der Anfang. „Die Chancen, die neue Technologien wie diese für die Umwelt mit sich bringen, sind immens“, versichert Jimmy. Man darf gespannt sein.

BMW Group Team Virtual Reality Lab

Die BMW Group engagiert sich seit der ersten Saison als Partner für die Formel E. 2019 starten die Münchner mit einem Werksteam in der Elektro-Rennserie und setzen damit ein klares Signal: Die Zukunft ist elektrisch. Doch das ist nicht die einzige Botschaft.

Ein Gespräch mit Jens Marquardt, der als BMW Motorsport Direktor auch das Formel-E-Projekt verantwortet.

Im Sommer flitzten die ersten E-Rennwagen durch die Häuserschluchten von New York. Es scheint, als sei die Elektromobilität nicht mehr aufzuhalten.

Das war in der Tat ein großes Spektakel. Auch wenn das Rennen nicht in Manhattan stattfand, sondern im Industriehafenviertel in Brooklyn. Die Kulisse in Hongkong ist ähnlich beeindruckend. Die Strecke verläuft direkt durch den Hafen, an den bekanntesten Wolkenkratzern der Millionenstadt vorbei. Das wäre mit der Formel 1 nicht denkbar gewesen.

Zu laut?

Definitiv. Ein Rennwagen mit einem 8-Zylinder-Motor hat bis zu 20.000 Umdrehungen. Das ist ein Geräuschpegel, brachial! Doch die Zeiten sind ja auch bei der Formel 1 vorbei.

Wirklich viele Zuschauer lockt die Formel E aber noch nicht auf die Tribünen.

Das sehe ich anders. Die Formel E gibt es ja erst seit drei Jahren. Bei den ersten Rennen hatten wir etwa 3.500 Zuschauer, heute sind es im Schnitt etwa 20.000. Das geht in die richtige Richtung. Die Tribünen in New York und Hongkong sind deutlich kleiner und lassen gar nicht mehr Zuschauer zu. Vielleicht finden demnächst auch Nachtrennen statt. Das ist gerade so eine Idee. Fest steht: Die Stimmung ist großartig. Die Menschen merken gerade, dass E-Mobilität genauso emotional sein kann wie das konventionelle Fahren mit Verbrennungsmotor.

Inwiefern?

Beide Serien – sowohl die Formel 1 als auch die Formel E – stehen für Motorsport auf höchstem Niveau. Die Fahrer müssen hier wie da in kürzester Zeit und unter hohem Druck Entscheidungen fällen. Bei der Formel E kommt es zusätzlich darauf an, mit der Energie zu taktieren. Ich kann Ihnen versichern: Da kochen die Emotionen hoch.

Das ist aber sicherlich nicht der einzige Grund für das Engagement der BMW Group.

Wir befinden uns gerade in einer spannenden Phase – sowohl im Rennsport als auch bei den Serienfahrzeugen. Der Nachhaltigkeitsaspekt rückt immer stärker in den Vordergrund. Das war schon 2009 beim Formel-1-Abschied ein wichtiges Thema. Unser Engagement im Elektro-Rennsport ist für uns nicht die Abkehr vom Motorsport, sondern vielmehr die Hinwendung zu mehr Nachhaltigkeit – auch auf der Rennstrecke.

Sie nutzen die Formel E auch als Technologielabor für die Serienfahrzeuge?

Die Entwicklung seriennaher Technologien ist die Triebfeder für den BMW i Motorsport. Interessant ist, dass die Grenzen zwischen der Serien- und der Rennsport-Entwicklung mehr denn je verschwimmen. Dieselben Ingenieure, die für die Antriebe der BMW i Modelle verantwortlich sind, entwickeln nun unseren Formel-E-Antrieb für die Saison 5 und darüber hinaus. Der Technologie-Transfer ist allgegenwärtig.

Jetzt mal abgesehen vom Motor, was unterscheidet den Elektro-Rennwagen von einem herkömmlichen Elektro-Fahrzeug?

Die Formel-E-Rennwagen sind wie immer im Motorsport darauf ausgelegt, im vorgegebenen Rahmen am Limit unterwegs zu sein. Über die Fahrzeugabstimmung haben die Ingenieure eine zusätzliche Stellschraube. Und der Fahrer ist natürlich auch in der Formel E von großer Bedeutung. In den kommenden Jahren werden wir in der Formel E ganz sicher eine spannende Entwicklung beim Design der Rennwagen sehen. Das wird die Zuschauer begeistern.

Wie nachhaltig sind die Fahrzeuge?

Die Formel E bietet die perfekte Plattform, um die Entwicklung zukunftsweisender Technologien in den Bereichen erneuerbare Energien, nachhaltige Energieversorgung und E-Mobilität voranzutreiben. Während des Rennbetriebs produzieren Formel-E-Fahrzeuge keinerlei CO2-Emissionen. Der Ladevorgang der Rennwagen ist ebenfalls CO2-emissionsfrei. Die Ladestationen für die Fahrzeug-Batterien werden mit einer Kombination aus Solarzellen und so genanntem Aquafuel-Glycerin betrieben. Noch ist das komplett CO2-emissionsfreie Betreiben der gesamten Plattform Formel E nicht möglich, aber die Serie befindet sich in jedem Fall auf dem richtigen Weg.

Als die BMW Group vor zwei Jahren den ersten Elektro-Lkw auf die Straße schickte, war der lautlose 40-Tonner noch ein Pilotprojekt. Inzwischen sind in München drei vollelektrische Lastwagen unterwegs – damit vermeidet das Unternehmen jährlich CO2- Emissionen in Höhe von rund 82 Tonnen.

Als Ulf Frenzel 2015 den ersten Elektro-Lkw vom Hof seines Arbeitgebers fuhr, war er damit in München eine Attraktion. „Die Leute haben Fotos und Videos gedreht“, erzählt der 45-Jährige. Inzwischen hat man sich in der Stadt an den lautlosen 40-Tonner gewöhnt – auch wenn er an der Ampel immer noch staunende Blicke erntet. 16 Mal am Tag fährt Frenzel den umweltfreundlichen Elektro-Riesen mit 40 Stundenkilometern zwischen dem Scherm Logistikzentrum und dem BMW Group Werk in München hin und her – beladen mit Stoßdämpfern, Federn und Lenkgetrieben.

Rund um das Stammwerk der BMW Group dürften die elektrischen 40-Tonner schon bald noch mehr zur Selbstverständlichkeit werden. Denn im Auftrag des Münchner Automobilherstellers sind bereits zwei weitere Elektro-Lastwagen im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs. Neben der SCHERM Gruppe, die mit einem zweiten Lkw das Versorgungszentrum in Karlsfeld anfährt, transportiert auch der Logistikdienstleister ARS Altmann AG Neufahrzeuge aus Garching in die BMW Welt zur Kundenauslieferung. Auf dem Rückweg wird der Lkw dann mit den im Stammwerk kurz zuvor vom Band gelaufenen Neufahrzeugen beladen, um sie nach Garching zu transportieren. Von dort aus erfolgt die europaweite Distribution der Autos.

Alle drei 40-Tonner fahren nicht nur leise, sondern durch Strom aus erneuerbaren Quellen auch nahezu ohne Feinstaubbelastung für die Umwelt. Das heißt, dass sie der BMW Group im Vergleich zu Lastwagen mit Dieselmotor jährlich bis zu 82 Tonnen CO2- Emissionen in der Stadt einsparen. Davon profitiert nicht nur München. Denn inzwischen sind im Auftrag der BMW Group auch vier der umweltfreundlichen Stromer an den Standorten in Landshut und Leipzig unterwegs.

Die BMW Group legt mit ihrer Strategie NUMBER ONE > NEXT den klaren technologischen Fokus auf die Themen Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren. Dabei stärkt das Unternehmen auf Basis seiner nachhaltigen Profitabilität den Standort Deutschland als Innovationstreiber für die Mobilität und Technologien der Zukunft. Urbane Mobilität – und dazu zählen aus Sicht der BMW Group auch innerstädtische Logistikströme und Transportverkehre – ist ein Thema mit großem Zukunftspotenzial. Seit Ende 2013 steht die Marke BMW i für visionäre Fahrzeugkonzepte, vernetzte Mobilitätsdienstleistungen und ein neues Verständnis von Premium, das sich stark über Nachhaltigkeit definiert.

Das wär’s doch: Mit dem Elektro-Roller oder -Fahrrad einfach über das Verkehrschaos hinweg zu sausen. Wie diese Vision aussehen könnte, zeigt das in China entwickelte Hochstraßenkonzept „BMW Vision E³ Way".

Was ist, wenn in den Städten so gar nichts mehr geht? Wenn konventionelle Mobilitätskonzepte und der öffentliche Nahverkehr an ihre Grenzen stoßen und selbst für die wendigen, umweltfreundlichen elektrischen Zweiräder kaum noch Platz bleibt? Ganz einfach: Es braucht andere, unkonventionelle Lösungen – wie beispielsweise das Hochstraßenkonzept „BMW Vision E³ Way", das in der chinesischen Millionenmetropole Shanghai als Kooperation von der Tongji Universität und dem BMW Technology Office entwickelt wurde.

Hinter der kompliziert klingenden Vision stecken vor allem drei Ideen – oder eben auch drei „E“s, die für „elevated", „electric" sowie „efficient" stehen. Das heißt, durch die Verwendung von Hochstraßen über die bisherigen Straßen („elevated") schafft das Projekt zusätzlich Verkehrskapazität. Dabei sind die Hochstraßen oder auch „Skyways“ explizit nur für Zweiräder mit Elektroantrieb zugelassen („electric"). Die einfachen, modular und deshalb kostengünstig zu bauenden Hochstraßen schaffen eine schnelle sowie direkte Verbindung zwischen wichtigen Verkehrsknotenpunkten und sind damit die perfekte Alternative für Berufspendler auf einer Strecke von bis zu 15 Kilometern. Damit ist die Nutzung der Skyways nicht nur hinsichtlich der Kosten, sondern auch hinsichtlich der Fahrzeit sehr effizient („efficient“).

Emissionsfrei und sicher.

Mit den heutigen Radwegen hat das visionäre Konzept allerdings nicht mehr viel gemein: Die Fahrbahn ist überdacht, damit sie auch bei Wind und Wetter genutzt werden kann. Das Dach könnte mit Solarzellen ausgestattet werden und zusätzlich das Regenwasser sammeln, mit dem sich in heißen Städten wie Shanghai die Stecke tagsüber kühlen ließe.

Wer kein eigenes, für den Skyway zugelassenes Fortbewegungsmittel besitzt, kann sich an der Trasse ein Fahrzeug leihen. Und das lohnt sich. Denn die Hochtrasse ist über Rampen und Schleusensysteme an das normale Straßennetz, U-Bahnstationen oder andere Verkehrsknotenpunkte angebunden und macht das tägliche Pendeln nicht nur schneller, sondern auch sicherer. Eine automatische Geschwindigkeitsregulierung bis maximal 25 Kilometern pro Stunde soll das Unfallrisiko zusätzlich senken.

Das Besondere an dem entwickelten Konzept ist, dass die dafür vorgesehenen  Mobilitätslösungen auf zwei Rädern, wie E-Bikes oder das BMW Motorrad X2 City, bereits existieren. Es bliebe also nur noch, die neue Verkehrsebene zu realisieren – und für diese würde man nicht einmal zusätzliche Flächen benötigen. Durch den Einsatz automatisierter Videoüberwachungssysteme, künstlicher Intelligenz und die Integration in Smart City Ecosystems ließe sich der Verkehrsfluss zudem permanent optimieren.

Für Markus Seidel, der das BMW Group Technology Office in China leitet, ist der Vorteil des Konzepts, dass es sich grundsätzlich für jede Mega-City anwenden ließe. „In China werden im Jahr 2050 mehr als eine Milliarde Menschen in Städten leben“, sagt er. „Da wird das Land schon bald zum globalen Inkubator vieler Mobilitätsinnovationen.“

“Es ist unser Ziel, Nachhaltigkeit und neue Mobilitätskonzepte in den Städten voranzutreiben und zu einer höheren Lebensqualität beizutragen. Wir nutzen neue Technologien und unsere Kreativität um innovative Wege zu gehen – so auch mit dem Konzept „BMW Vision E³ Way“ bestätigt Dr. Gerd Schuster, Bereichsleiter Forschung, Neue Technologien, Innovationen bei der BMW Group.

Das Interesse anderer Megametropolen dieser Welt dürfte Shanghai auf jeden Fall sicher sein. 

Unternehmen, Umweltschützer und Menschenrechts-Organisationen haben in Vancouver ein wichtiges Signal gesendet: Sie haben den nachhaltigen Anbau von Natur-Kautschuk thematisiert, der für die Herstellung von Reifen verwendet wird.

Alle drei Jahre treffen sich mehr als 1000 Unternehmen, Umweltschützer  und Menschenrechtsorganisationen auf Einladung der internationalen Non-Profit-Organisation  FSC (Forrest Stewardship Council) und diskutieren fünf Tage lang über die aktuellen Herausforderungen nachhaltiger Forstwirtschaft. Ihr Ziel: Der Erhalt des Waldes – weltweit! Auf Initiative des FSC wurde jetzt in Vancouver erstmals auch der kontrollierte Anbau von Natur-Kautschuk thematisiert, der vor allem für die Herstellung von Reifen verwendet wird.  

Niels Angel und Vanessa Buchberger, die bei der BMW Group die Nachhaltigkeit im Lieferantennetzwerk verantworten, waren in Vancouver mit dabei und haben die Initiative aktiv unterstützt. Für die beiden steht fest: Der Anfang ist gemacht!

Warum setzen Sie sich ausgerechnet für Kautschuk ein?

Niels Angel: Natur-Kautschuk ist ein Material, das für die Herstellung von Reifen verwendet wird und für das wir – wie auch für alle anderen Materialien in unseren Fahrzeugen –Verantwortung übernehmen. Der Anbau von Natur-Kautschuk ist hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit nicht unkritisch. Es gibt Hinweise, dass auf den Plantagen gegen ökologische und soziale Standards verstoßen werden könnte. Das nehmen wir sehr ernst.

Ein Zertifikat sagt bekanntlich noch nicht viel aus. Warum legen Sie so viel Wert darauf, die Kautschuk-Plantagen vom FSC zertifizieren zu lassen?

Niels Angel: In Vancouver waren Umweltorganisationen wie der WWF und die Rainforest Alliance anwesend, aber auch Unternehmen wie Ikea, Apple, Tetra Pak oder die BMW Group. Ihr gemeinsamer Anspruch ist es, den Regenwald zu erhalten. Damit ist es allen sehr ernst, das war deutlich zu spüren.

Vanessa Buchberger: Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren mit dem FSC zusammen. Für das Interieur des BMW i3 haben wir beispielsweise als erster Automobilhersteller ein FSC-zertifiziertes Eukalyptusholz auf den Markt gebracht, das zu 100 Prozent aus zertifizierter Forstwirtschaft stammt. Unsere Vision ist es, einen ähnlichen Standard auch für die Kautschuk-Plantagen zu erreichen.

Das ist offensichtlich nicht ganz einfach. Woran liegt das?

Niels Angel: Internationale Lieferketten sind extrem lang und undurchsichtig.

Das fängt damit an, dass über 80 Prozent des Kautschuks auf sehr kleinen Farmen angebaut wird. Bis zur Reifenproduktion ist es also ein langer, intransparenter Weg. Das macht die Bewertung der Nachhaltigkeit extrem schwierig.

Nachhaltiger Natur-Kautschuk ist aber eigentlich Thema der Reifenindustrie?

Vanessa Buchberger: Das mag vielleicht stimmen, doch letztlich sorgt die Automobilindustrie ja erst für die Nachfrage. Pro Auto werden etwa acht Kilo Natur-Kautschuk benötigt – und das ist nur die Erstausstattung, Winterreifen und Ersatzreifen noch nicht mitgerechnet. Damit ist die Reifenindustrie weltweit für 70 Prozent des gesamten Bedarfs an Natur-Kautschuk verantwortlich. Als Premiumhersteller wollen wir daher auch im Sinne unserer Kunden eine transparente und nachhaltige Lieferkette etablieren.

Niels Angel: In den letzten zwei Jahren haben wir unseren Einfluss als Kunde der Reifenindustrie schon genutzt. Jetzt fordern wir die Firmen aktiv auf, ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen und die Risiken in ihrer Lieferkette zu minimieren. Das ist der erste Schritt. Im nächsten Schritt werden wir dann gemeinsam mit dem FSC sowie anderen Unternehmen und Organisationen länderübergreifende Standards für die Lieferanten festlegen. Wenn uns das gelingt, haben wir viel erreicht.

Die UN-Klimakonferenz, kurz COP, und das Engagement der BMW Group verbindet eine lange Tradition. Seit dem Jahr 1992 beteiligt sich die BMW Group an den Klimakonferenzen. Auch 2017 sorgte das Unternehmen für neue Impulse -  mit der Umsetzung einer ehrgeizigen Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie.

Als die Staaten vor zwei Jahren das Pariser Klimaabkommen feierten, hatten sie klare  Ziele definiert: Höchstens zwei Grad Erderwärmung und eine Vollbremsung der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen. Bei der 23. UN-Klimakonferenz (COP23) kamen die weltweit führenden Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dieses Jahr in Bonn zusammen, um konkrete Lösungen und Maßnahmen zur Reduktion des weltweiten CO2-Auststoßes zu erarbeiten. Beim Sustainable Innovation Forum (SIF) im Rahmen der COP übernahm die BMW Group am 14. und 15. November 2017 erneut eine aktive Rolle als Inputgeber und Headline Sponsor.

Ein Gespräch mit Ursula Mathar, Leiterin Nachhaltigkeit und Umweltschutz der BMW Group, über die ehrgeizige Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie der Münchner.

Was trägt die BMW Group als Automobilhersteller dazu bei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren?

Ursula Mathar: Strategie und Maßnahmen zu nachhaltigem Wirtschaften sind bei uns fest verankert. Dazu gehört, dass wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens unterstützen. Das heißt vor allem: Die Zukunft der BMW Group ist elektrisch. Daher werden wir die Elektromobilität mit Höchstgeschwindigkeit vorantreiben, um die klimaschädlichen CO2-Emissionen in unserer Flotte kontinuierlich zu senken. Aktuell können wir unseren Kunden neun elektrifizierte Modelle und ein elektrifiziertes Motorrad anbieten und verfügen damit unter den etablierten Premium-Herstellern über die größte Auswahl an elektrifizierten Fahrzeugen. Dieses Angebot werden wir bis 2025 auf 25 Fahrzeuge erhöhen. Allerdings konzentrieren wir unser Engagement nicht nur auf unsere Produkte, sondern verfolgen eine ganzheitliche Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie. Das betrifft selbstverständlich auch unsere Stromversorgung: 2020 soll der von uns eingekaufte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen.  

Wie wollen Sie das mit jährlich mehr als zwei Millionen produzierten Autos erreichen?

Wir haben den CO2-Ausstoß in unserer Produktion in den letzten Jahren Schritt für Schritt reduziert. Dafür haben wir nicht nur auf  Wind-  und Solarenergie, sondern auch auf Bio- oder Methangasanlagen gesetzt. Außerdem nutzen wir neue Speichermöglichkeiten. So haben wir in Leipzig beispielsweise gerade eine Speicherfarm aus gebrauchten BMWi3-Batterien in Betrieb genommen. Schon heute beziehen wir rund 70 Prozent des zugekauften Stroms aus erneuerbaren Energien. Doch das ist nicht alles. Unser Anspruch ist es, der erfolgreichste und nachhaltigste Premiumanbieter für individuelle Mobilität zu sein. Das wird interessant, denn neue Technologien und Herausforderungen bieten ja wiederum auch ganz neue, attraktive Möglichkeiten, die wir selbstverständlich nutzen werden. Das können neue Geschäftsmodelle sein, mit denen sich Elektromobilität in flexible Energiesysteme integrieren lässt oder auch alternative Mobilitätslösungen, wie unser Carsharing-Service DriveNow. So werden wir individuelle Mobilität neu definieren.

Die BMW Group wird also viel neues Terrain betreten?

Die in den Sustainable Development Goals (SDGs) formulierten Prinzipien der Vereinten Nationen sind fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Um diese umzusetzen, werden wir natürlich auch weiterhin nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen  vorantreiben und für wichtige Impulse sorgen. So müssen wir nicht nur auf den CO2 Ausstoß unserer Fahrzeuge auf der Straße achten, sondern auch auf die Ressourcen in der Vorkette. Aufgrund der Gespräche, die wir im Rahmen des Sustainable Innovation Forums und der COP mit führenden Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geführt haben, bin ich davon überzeugt, dass die BMW Group hier einen positiven Beitrag leisten muss und kann.

Die Themen Mobilität, Infrastruktur oder Elektromobilität beschäftigen die Millionenmetropolen mehr denn je. Das bewies auch das Nachhaltigkeitsforum in Mexiko City, zu dem die BMW Group Ende September geladen hatte. Das Interesse der Entscheidungsträger war so groß, dass bereits fest steht: Der Dialog wird fortgeführt! 

Die Herausforderungen Urbaner Mobilität – man kennt sie in Megastädten wie Mexiko City! Doch das Interesse an einer Diskussions- und Austauschplattform zu nachhaltigen Mobilitätslösungen übertraf alle Erwartungen. Fast 450 Teilnehmer waren auf Einladung der BMW Group, der Siemens AG sowie der Deutschen Botschaft gekommen, um sich Anregungen zu nachhaltigen Alternativlösungen zu holen. Doch die vielseitig informierten Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft bekamen von den Nachhaltigkeitsexperten der BMW Group und der Siemens AG nicht nur wichtige Impulse, sondern erarbeiteten für die Millionenmetropole auch konkrete Handlungs- und  Verbesserungsvorschläge. Diese wurden in einer „Agenda 2020“ für Mexiko City zusammengefasst und sollten den Vertretern der mexikanischen Regierung in einer feierlichen Zeremonie überreicht werden. „Dazu kam es jedoch nicht mehr, weil das Hotel wegen des Erdbebens geräumt und die Veranstaltung abgebrochen werden musste“, sagt Oliver Rosenthal, der das Forum als Leiter von BMW i in Mexiko, Lateinamerika und der Karibik verantwortete. „Es gibt aber bereits Ideen, die Übergabe der ,Agenda 2020‘ nachzuholen.“

Alexander W. Wehr, CEO BMW Group Mexiko, Lateinamerika und der Karibik: „Das Interesse bei den Entscheidungsträgern aus allen gesellschaftlichen Bereichen hat uns sehr gefreut. Es hat uns aber auch gezeigt, wie wichtig es ist, den Dialog zu den Themen Urbane Mobilität, Infrastruktur und Elektro-Mobilität an unserem neuen Standort in Mexiko, den wir 2019 mit dem Werk in San Luis Potosí offiziell eröffnen, fortzusetzen.“

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert Logistikhalle des zentralen Ersatzteilvertriebs im BMW Group Werk Dingolfing.

Dingolfing. Die Logistikhalle 80.0 des Dynamikzentrums im BMW Group Werk Dingolfing trägt seit Neuestem das Zertifikat in Gold für nachhaltig betriebene Gebäude der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Am 3. Juli 2017 überreichte DGNB-Vorstand Dr. Christine Lemaitre in einem festlichen Rahmen die begehrte Plakette an Thomas Grupp, den Leiter des operativen Teilevertriebs der BMW Group und Chef des Dynamikzentrums. Mit der Auszeichnung der bereits 2005 in Betrieb genommenen Halle wurde erstmalig in der gesamten BMW Group ein Bestandsgebäude nach einem international anerkannten Nachhaltigkeitsstandard zertifiziert.

Auch für die DGNB stellt die Zertifizierung ein Novum dar, wie Dr. Christine Lemaitre bei der Überreichung der Urkunde betonte: „Dieses Gebäude ist die erste nachhaltig betriebene Logistikhalle im Bestand, die wir zertifiziert haben. Ich danke der BMW Group für den Mut, als Pionier in diesem Bereich voranzugehen und dadurch andere zum Nachahmen zu animieren.“ Im Gegensatz zu einer Zertifizierung eines Neubaus, bei der der Schwerpunkt der zu erfüllenden Nachhaltigkeitskriterien naturgemäß auf der Planung und dem Bau des Gebäudes liegt, versteht sich die Zertifizierung eines bereits genutzten Gebäudes als Werkzeug zur Evaluierung und Verbesserung der Nachhaltigkeit im laufenden Betrieb. „Auch unsere Motivation für die Zertifizierung durch die DGNB war es, herauszufinden, wo wir stehen und in welchen Bereichen wir uns bei der nachhaltigen Nutzung des größten von der BMW Group in Eigenverantwortung betriebenen Teilelagers noch verbessern können“, erklärt der Projektleiter der BMW Group, Dr. Michael Klugherz.

Das Ergebnis des Zertifizierungsprozesses ist durchweg positiv: Die Anforderungen für das DGNB-Zertifikat in Gold – nach Platin die zweithöchste Stufe im DGNB-Zertifizierungssystem – erfüllte das Logistikgebäude von Anfang an problemlos. Punkten konnte insbesondere das technische Konzept der Halle, bestehend aus einem ressourcenschonenden Energiemanagement mit wetterstationsgesteuerter Fußbodenheizung, der Nutzung von Solarstrom und einem Grünstromanteil von ca. 80 Prozent. Alle umweltrelevanten Verbrauchsdaten für Strom, Wärme, Wasser und Abfall wurden seit der Inbetriebnahme dokumentiert. Positiv in die Nachhaltigkeitsbilanz flossen auch die ausführlichen Nachhaltigkeitsrichtlinien für die Mitarbeiter und die etablierten Prozesse für Arbeitsschutz und Umweltmanagement ein. So erreichte die Objektbewertung durch die DGNB einen Gesamterfüllungsgrad von 71,6 Prozent, weit mehr als die für das Zertifikat in Gold geforderten 65 Prozent. Das Zertifikat ist nun für drei Jahre gültig.

Zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit integriert die BMW Group Nachhaltigkeit konsequent in ihr Geschäftsmodell und baut diese Integration weiter aus. Das Unternehmen sieht die globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen als Chance für die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Auf diese Weise trägt Nachhaltigkeit dauerhaft zum ökonomischen Erfolg der BMW Group bei. Neben Produkten und Dienstleistungen ist auch die Effizienz der Produktionsstandorte ein Ansatz, die Nachhaltigkeitsstrategie der BMW Group aktiv umzusetzen. Gebäudemanagement trägt dazu bei, die Effizienzziele des Unternehmens zu erreichen.

Zwischen 2006 und 2016 konnten der Energie- und Wasserverbrauch, der Abfall und die VOC-Emissionen je produziertes Fahrzeug im weltweiten Produktionsnetzwerk der BMW Group signifikant reduziert werden. Dank erhöhter Ressourceneffizienz konnte die BMW Group seit 2006 Kosteneinsparungen in Höhe von 155,3 Mio. € erzielen.

DriveNow, das Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, bringt urbane Kunst auf Berliner Straßen. Im Zuge der Kooperation mit URBAN NATION, einer internationalen Institution für Künstler, Projekte und Nachbarschaft, wurden neun DriveNow-Fahrzeuge mit Urban-Art-Motiven beklebt. Kunstwerke auf verschiedenen Berliner Häuserfassaden bilden die Vorlage. Unter dem Slogan "We share the city", der hinter dem nichtkommerziellen Projekt steht, wird urbane Kunst, also Streetart, damit über mehrere Wochen mobil.

Streetart wird mobil

Neun Autos mit drei Motiven sind unter diesem Motto in Berlin unterwegs. Sie werden im normalen Flottenbetrieb eingesetzt und sind für die Kunden als "Urban Nation Art Car" in der DriveNow App gekennzeichnet. Die Motive stammen von den Streetart-Künstlern Don John, Collin van der Sluijs & Super-A und DotDotDot.

"Die Intention ist es, die Philosophie des Carsharing mit der Idee von URBAN NATION zu verbinden: DriveNow bietet die Möglichkeit der gemeinsamen und nachhaltigen Ressourcennutzung im Bereich Mobilität; bei URBAN NATION lassen Künstler die Menschen an ihrer Kunst teilhaben", erklärt Nico Gabriel, Geschäftsführer von DriveNow.

Ausstellung und Kunstmeile

Die Kooperation steht im Kontext der Eröffnung des "Urban Nation Museum for Contemporary Art" am 16. September. Es ist das erste Museum für Urban Art in Berlin und in seinem Konzept ein weltweit einzigartiges Haus. Neben der eigentlichen Ausstellung weuden den Besuchern am Eröffnungswochenende Open-Air-Installationen im Rahmen einer Kunstmeile gezeigt.

Weitere Informationen unter drive-now.com.

18.09.17 Von Claudia Schulte zur Hausen 

Wer die portugiesische Hauptstadt nicht zu Fuß oder mit der historischen Tram erkundschaften möchte, der kann das jetzt ganz bequem auf vier Rädern machen: DriveNow, das Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, bietet seinen Carsharing-Service ab heute in Lissabon an. Und das natürlich nicht nur für Touristen, sonder für jeden, der auf eigene Auto verzichten möchte. Dabei kooperiert der Carsharer bereits zum dritten Mal mit einem Franchise-Partner: Die Brisa Group ist der größte private Betreiber von Verkehrsinfrastruktur in Portugal. "Dirija agora" heißt DriveNow übrigens auf portugiesisch.

Mit dem Start seines Angebots in Lissabon eröffnet DriveNow den dreizehnten Standort und weitet sein Angebot im Süden Europas aus. Die Flotte umfasst dabei 211 BMW und MINI Modelle: den MINI Cooper als 3- und 5-Türer, den MINI Clubman, den BMW 1er sowie den elektrischen BMW i3. Das Geschäftsgebiet von DriveNow erstreckt sich zum Start über 48 Quadratkilometer.

„Lissabon steht wie viele Metropolen vor der Herausforderung, die Verkehrslage zu beruhigen und gleichzeitig die Emissionen zu verringern. Deswegen tut sich in der Stadt gerade viel in Sachen Sharing. Mit DriveNow wird das Mobilitätsangebot nun um eine flexible automobile Komponente ausgeweitet", sagt Nico Gabriel, Geschäftsführer von DriveNow.

Durch die Kooperation mit der Brisa Group setzt DriveNow nun zum dritten Mal auf ein Franchise-Modell. Der Verkehrbetreiber bewirtschaftet in Portugal Autobahnen und steht mit seinem Mautsystem für innovative Technologielösungen im Bereich Verkehrsmanagement. Dazu Gabriel: „Brisa verfügt ebenfalls über Expertise im Flottenmanagement und bringt langjährige lokale Kenntnis im Mobilitätsumfeld mit. Das erleichtert uns den Einstieg in Lissabon wesentlich."

Ab heute haben auch Kunden aus anderen DriveNow Ländern die Möglichkeit, die BMW und MINI in Lissabon zu nutzen. Mit bereits über 7000 Neukunden in Portugal beläuft sich die Gesamtkundenzahl von DriveNow mittlerweile auf über 970.000.
Weitere Informationen unter https://www.drive-now.com/de/de

14.09.17Von Claudia Schulte zur Hausen



Parallel zur Neuauflage des i3 geht der BMW i3s an den Start, mit einer gesteigerten Motorleistung, einer spezifischen Fahrwerkstechnik, spürbar dynamischeren Fahreigenschaften und eigenständigen Designmerkmalen. Mit einem rein elektrischen und damit lokal emissionsfreien Fahrerlebnis auf Premium-Niveau und der bekannt umfassenden Vernetzungs-Technologie repräsentieren beide Modelle die Zukunft der urbanen Mobilität. Der BMW i3 ist bereits seit 2014 das europa- und weltweit meistverkaufte Premium-Elektrofahrzeug seiner Klasse. In Deutschland führt er ebenfalls seit 2014 auch im Gesamtsegment der Elektrofahrzeuge die Zulassungsstatistik an.

BMW eDrive Elektromotor in zwei Leistungsstufen

Zur Attraktivität und Popularität der Elektromobilität trägt nicht zuletzt das Fahrerlebnis in den BMW i Modellen bei. Dank konsequenter Weiterentwicklung ermöglicht die BMW eDrive Technologie des neuen BMW i3 und des neuen BMW i3s lokal emissionsfreie Mobilität mit begeisternd spontaner Leistungsentfaltung, effizienter Energienutzung und optimierter Reichweite für eine auch über die rein urbane Fortbewegung hinausgehende Alltagstauglichkeit. Beide Modelle beziehen ihre Energie aus der von der BMW Group entwickelten Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie mit einer Kapazität von 94 Amperestunden (Ah) und 33 Kilowattstunden (kWh).

Als Option wird sowohl für den neuen BMW i3 als auch für den neuen BMW i3s ein Range Extender angeboten. Ihre Weltpremiere absolvieren der neue BMW i3 und der neue BMW i3s auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September 2017 in Frankfurt/Main. Die weltweite Markteinführung beginnt ab November 2017.

Mit gezielten Designmodifikationen wird der für Elektrofahrzeuge des Premium-Kompaktsegments außergewöhnlich dynamische Charakter des neuen BMW i3 und des neuen BMW i3s auch im Erscheinungsbild besonders deutlich zum Ausdruck gebracht. Der unverwechselbare Stil der Exterieurgestaltung wird um präzise Akzente ergänzt, die klare Hinweise auf das sportliche und emotionsstarke Fahrerlebnis liefern. Der BMW i typische Black Belt, der von der Fronthaube über das Dach bis ins Heck des Fahrzeugs verläuft, wird nun um ebenfalls in Schwarz gehaltene A-Säulen und Dachlinien ergänzt. Die Auswahl der Lackierungen für die weiteren Karosserieelemente wird um die Varianten Melbourne Rot metallic und Imperialblau metallic ergänzt. Darüber hinaus werden die Uni-Lackierungen Capparisweiß und Fluid Black sowie die Varianten Protonic Blue metallic und Mineralgrau metallic angeboten.

Der neue BMW i3s: Konsequent auf Dynamik ausgerichtet

Der neue BMW i3s unterstreicht seine besonders dynamische Ausrichtung mit eigenständigen Designelementen. Front- und Heckschürze weisen spezifische, kraftvoll ausgeprägte Konturen auf. Der neue BMW i3s ist serienmäßig mit einem Sportfahrwerk ausgestattet, das eine Fahrzeugtieferlegung um 10 Millimeter beinhaltet. Die im Vergleich zum BMW i3 um 40 Millimeter größere Spurweite wird zusätzlich durch schwarze Radhauseinfassungen betont. Exklusiv für den neuen BMW i3s werden 20 Zoll große und gegenüber den bisher verfügbaren Varianten um 20 Millimeter breitere Leichtmetallräder im Doppelspeichendesign in den Farbvarianten Bicolor und Jetblack angeboten.

Ebenso wie das Exterieurdesign ist auch die Innenraumgestaltung des neuen BMW i3 und des neuen BMW i3s von der innovativen LifeDrive Fahrzeugarchitektur bestimmt. Die Fahrgastzelle aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) vermittelt einen großzügigen, von Leichtigkeit geprägten Raumeindruck. Dank ihres Konstruktionsprinzips kommen die beiden Viersitzer ohne feste B-Säulen und ohne Mitteltunnel aus.

Alternativ zur serienmäßigen Variante Atelier werden für den neuen BMW i3 und den neuen BMW i3s die Ausstattungslinien Loft, Lodge und Suite angeboten. Das optionale Interieurdesign Lodge umfasst eine neue Ausführung der Sitzoberflächen in Solaric braun. Dabei werden naturbelassenes, mit einem Extrakt aus Olivenbaumblättern gegerbtes Leder und ein Textilstoff auf Schafwollebasis miteinander kombiniert. Auch in der weiteren Auswahl der Materialien, darunter Recycling-Kunststoffe, nachwachsende Rohstoffe, Naturfasern sowie offenporiges, ungebleichtes Eukalyptusholz, kommt die um den Aspekt der Nachhaltigkeit erweiterte Premium-Charakteristik des BMW i3 und des BMW i3s zum Ausdruck.

Mehr als 80 Prozent der im Sichtfeld der Passagiere angeordneten Flächen bestehen aus Recycling-Materialien und nachwachsenden Rohstoffen. Für einen markentypischen Farbakzent im Interieur sorgen die als neue Option erhältlichen blauen Sicherheitsgurte.

Fahrfreude ohne Emissionen

Der Elektrosynchronmotor des neuen BMW i3 erzeugt eine Höchstleistung von 125 kW/170 PS. Sein maximales Drehmoment beträgt 250 Nm und steht in der für Elektromotoren typischen Weise bereits aus dem Stand heraus zur Verfügung. Die markentypische Leistungscharakteristik des Motors und die Kraftübertragung über ein einstufiges Automatikgetriebe bewirken außerdem eine kontinuierlich fortgesetzte Kraftentfaltung mit entsprechend dynamischem Geschwindigkeitszuwachs. In 7,3 Sekunden erreicht der neue BMW i3 die Tempo-100-Marke. Seine Höchstgeschwindigkeit wird auf 150 km/h limitiert.

Die tief im Fahrzeugboden angeordnete Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie ermöglicht eine Reichweite von 290 bis 300 Kilometern im NEFZ beziehungsweise von 235 bis 255 Kilometern im WLTP sowie von bis zu 200 Kilometern im Alltagsbetrieb. Der kombinierte Stromverbrauch des neuen BMW i3 im NEFZ liegt zwischen 13,6 und 13,1 kWh je 100 Kilometer.

Die agilen Fahreigenschaften werden durch eine optimierte Steuerung der Dynamischen Stabilitäts Control (DSC) nochmals gesteigert. Die komplett überarbeitete Antriebsschlupfregelung sorgt durch schnellere Reaktionen bei allen Fahrbahnbedingungen für souveräne Fahreigenschaften. Mit einer weltweit einzigartigen und im neuen BMW i3 erstmals eingesetzten Form der Raddrehzahl-Begrenzung wird sowohl bei dynamischer Beschleunigung als auch in Schubphasen mit starker Bremsenergie-Rückgewinnung eine gesteigerte Fahrstabilität gewährleistet. Auch die Traktion beim Anfahren auf Schnee oder nasser Fahrbahn wird spürbar optimiert. Der Modus DTC (Dynamische Traktions Control) fördert die Agilität nun auch bei höheren Geschwindigkeiten sowie bei sportlicher Kurvenfahrt und ermöglicht bei etwas niedrigeren Fahrbahnreibwerten sogar leichte und sicher kontrollierbare Driftmanöver.

Eine noch sportlichere Ausprägung der lautlosen und lokal emissionsfreien Mobilität verkörpert der neue BMW i3s, dessen Elektromotor eine Höchstleistung von 135 kW/184 PS und ein maximales Drehmoment von 270 Nm erzeugt. Die Weiterentwicklung seines Antriebs umfasst eine modifizierte Motorsteuerung und spezifische Leichtlauflager, mit denen die Spontaneität der Kraftentfaltung und der Leistungsverlauf bei höheren Drehzahlen weiter optimiert wurden. Im Bereich der maximalen Motordrehzahl liegen Leistung und Drehmoment des weiterentwickelten Antriebs um bis zu 40 Prozent über dem vom BMW i3 bekannten Niveau.

Sportlich und agil

Außerdem verfügt der neue BMW i3s über ein Sportfahrwerk mit modellspezifischen Federn, Dämpfern und Stabilisatoren. Mit dem Fahrerlebnisschalter lässt sich im neuen BMW i3s auch der Modus SPORT auswählen. Dabei werden eine direktere Fahrpedal-Kennlinie und eine straffere Lenkmomenten-Kennlinie aktiviert, mit denen der sportlich-agile Charakter des Fahrzeugs zusätzlich betont wird. Der neue BMW i3s spurtet in 6,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht ein Höchsttempo von 160 km/h. Er kommt auf einen kombinierten Stromverbrauch von 14,3 kWh je 100 Kilometer im NEFZ. Seine elektrische Reichweite beläuft sich auf 280 Kilometer im NEFZ beziehungsweise auf 235 bis 245 Kilometer im WLTP sowie auf bis zu 200 Kilometer im Alltagsbetrieb.

Optional wird sowohl für den neuen BMW i3 als auch für den neuen BMW i3s ein Range Extender angeboten. Dieser besteht aus einem Zweizylinder-Ottomotor mit 28 kW/38 PS. Über einen Generator erzeugt er Strom, um bei Bedarf während der Fahrt den Ladezustand der Hochvoltbatterie konstant zu halten. So lässt sich die Gesamtreichweite des Fahrzeugs im Alltagsbetrieb von jeweils rund 180 um zusätzliche 150 auf bis zu 330 Kilometer erhöhen. Die rein elektrische Reichweite des neuen BMW i3 mit Range Extender beträgt 225 bis 235 Kilometer im NEFZ sowie 190 bis 200 Kilometer im WLTP. Die entsprechenden Werte für den neuen BMW i3s mit Range Extender belaufen sich auf 220 Kilometer im NEFZ sowie 185 bis 195 Kilometer im WLTP.

Die im NEFZ ermittelten kombinierten Verbrauchswerte des neuen BMW i3 mit Range Extender belaufen sich auf 11,9 bis 11,5 kWh Strom und 0,6 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer. Der neue BMW i3s mit Range Extender kommt im NEFZ auf einen Stromverbrauch von 12,5 kWh und auf einen Kraftstoffkonsum von 0,7 Liter je 100 Kilometer.

Parkassistent und Stauassistent übernehmen auch das Lenken

Die für den neuen BMW i3 und den neuen BMW i3s verfügbaren Fahrerassistenzsysteme entlasten und unterstützen den Fahrer in unterschiedlichen Verkehrssituationen sowohl bei der Längs- als auch bei der Querführung des Fahrzeugs. Zum Ausstattungsumfang des optionalen Parkassistenzpakets gehört neben der Park Distance Control und der Rückfahrkamera auch der Parkassistent. Nach der Auswahl einer geeigneten, parallel zur Fahrbahn angeordneten Parklücke übernimmt das System das Beschleunigen und Bremsen ebenso wie die Gangwahl und das Lenken.

Der ebenfalls optionale Driving Assistant Plus umfasst die Auffahr- und die Personenwarnung mit City-Anbremsfunktion, die Speed Limit Info, den Vorausschauschauassistenten sowie die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion und den Stauassistenten, der bei stockendem Verkehr mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h neben der Abstandsregelung auch die Spurführung übernimmt. Dabei orientiert sich das System an Spurmarkierungen, der Straßenbreite sowie an vorausfahrenden Fahrzeugen.

BMW i ConnectedDrive mit speziell für die Elektromobilität entwickelten Navigationsfunktionen und On-Street Parking Information

Für die intuitive Bedienung zahlreicher Fahrzeug-, Infotainment-, Kommunikations- und Navigationsfunktionen steht im neuen BMW i3 und im neuen BMW i3s die aktualisierte Ausführung des Bediensystems iDrive zur Verfügung. Bei Fahrzeugen, die mit dem Navigationssystem Professional ausgestattet sind, weist das Control Display eine Bildschirmdiagonale von 10,25 Zoll sowie eine auf 1 440 × 540 Bildpunkte erhöhte Grafikauflösung auf und stellt das Hauptmenü jetzt in Form von horizontal angeordneten Kacheln mit Live-Modus dar.

Weiter optimiert wurde auch die Spracherkennung. Dank Natural Language Understanding werden nun gesprochene Anweisungen, etwa bei der Musik- oder Rufnummernsuche oder beim Diktieren von E-Mails und SMS, schneller und präziser umgesetzt. Neu im Angebot ist die Option Apple CarPlay Vorbereitung. Sie ermöglicht die nahtlose Einbindung von zusätzlichen Smartphone Apps in das Bediensystem des Fahrzeugs.

Intelligente Vernetzung mit speziell auf die Elektromobilität abgestimmten Services gewährleistet das im Wettbewerbsumfeld einzigartige und nochmals erweiterte Angebot von BMW i ConnectedDrive. In Verbindung mit dem Navigationssystem Professional kann neben der Echtzeit-Verkehrslageauskunft Real Time Traffic Information nun im BMW i3 erstmals auch der digitale Parkplatz-Suchservice On-Street Parking Information genutzt werden. Ebenso werden öffentliche Ladstationen und ihre Verfügbarkeit auf der Navigationskarte dargestellt. Bei aktivierter Zielführung werden die Daten über den Streckenverlauf auch für eine möglichst präzise Berechnung der im Instrumentenkombi angezeigten Reichweite genutzt. Die Reichweitenkarte hebt den aktuellen Aktionsradius grafisch hervor. Zusätzlich kann dargestellt werden, welche Reichweiten sich in den unterschiedlichen Modi des Fahrerlebnisschalters erzielen lassen.

Auch eine intermodale Routenführung gehört zu den BMW i spezifischen Navigationsfunktionen. Damit lassen sich zum schnellen und effizienten Erreichen eines Ziels auch die Verbindungen und Fahrpläne des Öffentlichen Nahverkehrs berücksichtigen. Eine regelmäßige und automatische Aktualisierung der Navigationsdaten erfolgt jetzt erstmals auch im BMW i3 mittels „Over the air"-Update über die Mobilfunkverbindung.

Mit BMW Connected+ wurde im Juli 2017 ein Paket an neuen Services eingeführt, die eine hoch-personalisierte und einfachere Anzeige im Fahrzeug ermöglichen. Alle digitalen Dienste rund um BMW Connected und BMW Connected+ sind auch im neuen BMW i3 und im neuen BMW i3s verfügbar: intelligente Routenplanung einschließlich eines Stopps an einer Ladestation oder Tankstelle (Send my Routes to Car), Teilen der aktuellen Fahrposition via SMS und Live-Link (Share Live Trip Status), personalisierte Anzeige der relevanten Informationen im Fahrzeug (BMW Onboard), nahtlose Übergabe der Zielführung ab Parken vom Fahrzeug an das Smartphone oder die Smartwatch (Navigate Door-to-Door) und das Verknüpfen von Kontakten und Adressen zur direkten Übernahme in das Navigationssystem (My Destinations).

BMW Digital Charging Service macht Laden intelligent

Mit dem BMW Digital Charging Service findet die Zukunft des Ladens schon heute statt. Über BMW Connected und das BMW ConnectedDrive Portal wird Laden zu einem digitalen Erlebnis. Damit werden der BMW i3 und der BMW i3s perfekt in das smarte Ökosystem des Kunden eingebunden. Dabei können BMW Kunden Ladekosten optimieren, gezielt selbsterzeugten Solarstrom laden und über eine Integration in das Smart Grid sogar Geld beim Laden verdienen. Die komfortable Bedienung – über das Smartphone via BMW Connected oder den PC beziehungsweise Tablet via BMW ConnectedDrive Portal – ermöglicht die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien bei voller Transparenz. Als erster Autohersteller integriert BMW mit dem weltweit einzigartigen BMW Digital Charging Service die Elektromobilität in die digitale Welt des Kunden.

Nochmals erweitert wird auch die Auswahl der Produkte und Services, die unter dem Dach von 360° ELECTRIC für komfortable, alltagstaugliche Elektromobilität sorgen. Das serienmäßige Ladekabel des neuen BMW i3 und des neuen BMW i3s steht in einer funktionsoptimierten Ausführung mit Temperatursensor zur Verfügung. Besonders einfach und komfortabel lässt sich das Aufladen zu Hause mit der BMW i Wallbox gestalten. In ihrer jüngsten Ausführung ermöglicht sie das Aufladen der Hochvoltbatterie mit einer Leistung von bis zu 11 kW. Damit wird Strom für eine elektrische Reichweite von rund 180 Kilometern in weniger als drei Stunden eingespeist – fünfmal schneller als mit dem Standardladekabel.

Die neue BMW i Wallbox Connect erweitert zudem die Funktionen des weltweit einzigartigen BMW Digital Charging Service für intelligentes Laden mit optimierter Kosteneffizienz beziehungsweise bevorzugter Nutzung von selbsterzeugtem Solarstrom. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Steuerung des Ladevorgangs mittels Smartphone App sowie zur Verwaltung der Nutzung über eine Zugangskarte. Die ChargeNow Karte bietet dem Fahrer mit nur einer Registrierung den universellen Zugang zum weltweit größten Netz an öffentlichen Ladestationen.

29.08.17Von Joerg Krampfl

Noch saust das vernetzte Elektromotorrad nicht durch die Häuserschluchten der Metropolen. Doch die BMW Group hat jetzt einen Prototyp entwickelt, der technisch schon heute möglich ist – und der zeigt, wie man sich in München emissionsfreie, urbane Mobilität auf zwei Rädern vorstellt.

Ein bisschen futuristisch sieht das neue BMW Motorrad Concept Link mit seiner ungewohnt flachen und lang gestreckten Silhouette schon aus. Doch das ist gewollt. Denn das vernetzte Motorrad geht jenseits etablierter Konventionen sowohl technisch als auch im Design neue Wege. Als Bindeglied zwischen Funktionalität und Digitalisierung ist das Concept Link nämlich sowohl Fortbewegungs- als auch Kommunikationsmittel. „Das BMW Motorrad Concept Link zeigt ein neues Verständnis urbaner Mobilität. Es verlinkt die digitale mit der analogen Welt und stellt den Fahrer mit seinen Mobilitätsbedürfnissen in den Mittelpunkt.“, erklärt Edgar Heinrich, Leiter Design BMW Motorrad.

Die konsequent funktionsgetriebene Architektur und der E-Antrieb garantieren jede Menge Fahrspaß und machen den Concept Link mit seinem leichten Handling an jeder Ampel zur urbanen Idealbesetzung. Ein Rückwärtsgang sorgt zudem für optimale Manövrierfähigkeit – perfekt für enge Parkräume in der Stadt.

Die Modelbezeichnung „Concept Link“ ist Programm: Das Fahrzeug ist mit dem Kalender des Fahrers vernetzt, kennt die nächsten Fahrziele und schlägt eigenständig die schnellsten und schönsten Strecken vor. Selbstverständlich hat es auf Wunsch auch die passende Musik parat. Das klassische Instrumenten-Cockpit ist beim Concept Link längst Geschichte. Stattdessen blendet der Windschild dem Fahrer alle relevanten Fahr-Informationen wie Geschwindigkeit, Navi-Hinweise oder den Batteriestatus ins Sichtfeld.

Auch die Bekleidung des Fahrers wird schon bald eine ganz neue Rolle spielen. So verspricht die Interaktion von Fahrzeug und Fahrerbekleidung zukünftig großes Potential hinsichtlich Sicherheit, Komfort, Funktionalität und Fahrerlebnis. Entsprechend ist auch beim BMW Motorrad Concept Link die Bekleidung mit dem Fahrzeug vernetzt: Streicht der Fahrer mit der Hand über den Ärmel seiner Jacke, öffnet sich beim Concept Link die Schiebetür an der Fahrzeugseite und gibt das Helmfach unter der Sitzbank frei. Geht die Hand in die entgegengesetzte Richtung, schließt sich das Fach wieder.

Die BMW Group fördert Auszubildende und Studenten mit neuester Automobil- und Elektromobilitätstechnologie.

Die BMW Group engagiert sich aktiv in Bildung und Nachwuchsförderung in der Automobilindustrie. Bereits seit Jahrzehnten stellt sie Bildungseinrichtungen Fahrzeuge zu Lehr- und Forschungszwecken zur Verfügung. Seit Anfang 2017 bietet das Unternehmen zusätzlich Hochvolt-Trainingsequipment für Forschung und Ausbildung an, um den Bereich Elektromobilitätstechnologie zu fördern.

In der Zusammenarbeit mit Hochschulen, Universitäten, Berufsschulen, Handwerkskammern und Innungen unterstützt die BMW Group aktiv den Nachwuchs an Technikern und Ingenieuren im In- und Ausland. Über 100 Modelle, darunter aktuelle Benzin- und Dieselfahrzeuge, Plug-In Hybride und reine Elektrofahrzeuge wie der BMW i3 sowie BMW Motorräder gingen im Jahr 2016 an Bildungseinrichtungen, knapp ein Viertel davon international. Damit trägt die BMW Group dazu bei, die Ausbildung und Forschung in der Automobilindustrie auf dem neuesten Stand der Technik zu halten und Innovationen in Kooperation mit den Bildungseinrichtungen weiterzuentwickeln.

Neu hinzugekommen ist ein Hochvolt-Trainer, der die Technologieforschung und Ausbildung zur Elektromobilität weiter fördert. Das Trainingsgerät wurde speziell für die Hochvolt-Ausbildung entwickelt, um sicheres Trainingsequipment auf dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung stellen zu können. Mit original BMW Group Hochvoltkomponenten können Studenten und Auszubildende beispielsweise Messungen und Fehlerdiagnosen am Trainingsgerät simulieren. Bis Juni 2017 gingen bereits acht Hochvolt-Trainer an Bildungseinrichtungen.

Zusätzlich wird seit Ende 2017 ein Hochvolt-Simulationsspeicher angeboten, der aus original BMW Group Komponenten inklusive Modulgehäuse und Steuergeräten von der Berufsausbildung Dingolfing aufgebaut wird. Ein sicheres und ungefährliches Arbeiten ist durch die von BMW entwickelte Elektronik sichergestellt (keine Chemie). Es können eingespielte Fehler in der Batterie selbst gemessen und erkannt sowie die nötigen Schritte, wie z.B. Modul- oder Steuergerätetausch, durchgeführt und in der Praxis geübt werden.

Ganz nach dem Motto „Von Auszubildenden für Auszubildende und Studenten“ werden die Projekte durch die BMW Juniorfirma und die BMW Berufsausbildung unterstützt. Die BMW Group Auszubildenden bauen dabei die Hardware für das Trainingsequipment auf.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte folgende Email:

Fahrzeuganfragen-Bildungseinrichtungen@bmw.de

Das Sustainability Fact Book der BMW Group, mit mehr als 100 Fakten auf einen Blick. 

Hätten Sie gedacht, dass für das BMW Werk im südafrikanischen Rosslyn, 30.000 Rinder eine Biogasanlage mit Dung versorgen? Dass die Polizei in Bayern und Los Angeles mit dem BMW i3 auf Streife fährt oder weltweit bald eine Millionen Menschen den CarSharing Service der BMW Group nutzen?

Langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln ist für die BMW Group seit Jahren Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges – und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Hier hat das Sustainability Factbook der BMW Group keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Doch es zeigt, wie vielseitig das Thema Nachhaltigkeit  ist – und, dass der Münchner Automobilhersteller bereits viel neues Terrain betreten hat, um ehrgeizige Ziele zu erreichen. Dabei geht es nicht nur um Zahlen. Denn Verantwortung hat natürlich auch für die Kunden von BMW viel mit Leidenschaft zu tun. Das bewiesen beispielsweise drei Freunde aus Südafrika, die mit ihrem über 20 Jahre alten BMW 318i 17.000 Kilometer von Kapstadt nach München zurücklegten, um den alten „Percy“ im Münchner Recycling und Demontage Zentrum (RDZ) abzugeben. Doch auch die Mitarbeiter der BMW Group wissen: Verantwortung will gelebt werden. Daher treten sie am Standort München beispielsweise jeden Tag engagiert in die Pedale und nutzten die kostenlos zur Verfügung stehenden Fahrräder allein 2016 über 61.000 Mal.

Viele weitere aktuelle Fakten zum Thema Nachhaltigkeit bei der BMW Group finden Sie in unserem Sustainability Factbook 2016, das wir Ihnen auf Wunsch gerne zusenden. 

Nicht falsch verstehen, Dr. Carl Friedrich Eckhard, der bei der BMW Group das Thema Urbane Mobilität verantwortet, möchte niemanden das Auto wegnehmen. Er hält auch nicht viel davon, Dieselfahrzeuge aus den Städten zu verbannen. Der BMW Manager will die Menschen lediglich davon überzeugen, sich zu verändern.

Verstopfte Straßen, zu wenige Parkplätze und zu hohe Stickoxidwerte belasten unsere Städte schon heute. Das scheint Sie nicht zu beunruhigen?

Dr. Carl Friedrich Eckhardt: Abgesehen von den verschiedensten Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, wird sich die Mobilität in den Städten deutlich verbessern. Warum? Weil wir jetzt die Chance haben, das städtische Mobilitätssystem grundlegend zu modernisieren. Dadurch wird sich auch die Lebensqualität in den Städten verbessern. Unsere Metropolen werden grüner, die Luft sauberer.

Sind Sie da nicht sehr optimistisch?

Wir haben allen Grund optimistisch zu sein. Die Digitalisierung ermöglicht es uns, den Menschen neue Mobilitätslösungen anzubieten: Das Angebot reicht von verschiedenen Leihmöglichkeiten, wie dem Car Sharing, bis hin zur Organisation von gemeinsamen Fahrten. Hierfür können wir heute schon die Weichen stellen.

Das heißt, die Städte müssen investieren?

Es ist wichtig, eine Vision zu haben. Was wollen wir? Wie soll urbane Mobilität im Jahr 2030 aussehen? Das hilft uns, langfristig zu denken. Denn viele Investitionen, die die Städte heute tätigen, erscheinen ihnen zunächst als unprofitabel, zahlen sich aber langfristig aus. Abgesehen davon, sind auch Unternehmen bereit, einen Beitrag zu leisten und zu investieren. Zum Beispiel in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Fahrzeuge.

Wie aber wollen Sie die Menschen davon überzeugen, dass sie in der Stadt kein eigenes Auto brauchen?

Die junge Generation legt schon heute kaum noch Wert auf ein eigenes Auto. Anstatt es zu besitzen, nutzt man es lieber. Das trifft auch auf immer mehr ältere Menschen zu. In Gesprächen oder in Workshops, die wir in vielen Städten organisieren, kommen die Anwohner zu der Einsicht, dass sie zwar ein Auto haben, es aber nur selten nutzen. Hätten sie eine Alternative, würden sie es verkaufen. Tatsächlich vereint Car Sharing die Vorteile eines eigenen Autos mit dem des öffentlichen Netzes: Bei Bedarf steht ein Fahrzeug zur Verfügung – und das selbst dann, wenn Busse, U- und Straßenbahnen nicht mehr fahren.

Das klingt, als würde in der Gesellschaft bereits ein Paradigmenwechsel stattfinden. Sind die Menschen tatsächlich schon so weit, ihr Auto zu verkaufen?

Wir müssen erst noch die Voraussetzungen schaffen, damit die Services auch wirklich genutzt werden. Zurzeit werden Autobesitzer aufgrund von Regelungen, wie dem Anwohnerparken, immer noch bevorzugt. Dabei wäre es viel klüger, einige dieser Plätze für das Car Sharing zu reservieren. Die Anwohner müssen erkennen, dass ihnen immer ein Fahrzeug zur Verfügung steht, wenn sie es brauchen. Dann werden sie sich ermutigt fühlen, ihr eigenes Auto zu verkaufen.

Welche technischen Errungenschaften sind denn für neue Mobilitätsservices verantwortlich?

Die Digitalisierung ermöglicht es uns, Mobilität nach Bedarf anzubieten. Ohne Smartphones wüssten wir beispielsweise gar nicht, welche Strecken die Menschen nutzen. Das hilft uns, unsere Services den Bedürfnissen der Kunden entsprechend anzupassen. Revolutionär ist auch die Elektrifizierung, die Fahrzeuge wie den BMW i3 emissionsfrei durch die Städte surren lässt. Und natürlich das autonome Fahren, bei dem sich die Menschen ohne Fahrer  – flexibel und ohne operative Kosten – von A nach B bewegen.

Wie lange wird es dauern, bis wir all diese Technologien nutzen können?  

Wir kooperieren heute schon mit den Städten, um zu verstehen, welche Herausforderungen auf sie und natürlich auch auf die Anwohner zukommen. Dafür haben wir einige Pilotprojekte gestartet, in denen wir den Menschen in den Städten Car Sharing- und Elektro-Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Kooperationen wie diese werden wir voraussichtlich in den nächsten fünf bis sieben Jahren kräftig ausbauen. Und auch das autonome Fahren wird schon bald Realität. Ich vermute, in den nächsten zehn Jahren.

Dann werden sich die Taxifahrer schon bald neue Jobs suchen müssen?

Jeder Wandel eröffnet neue Möglichkeiten. Daher bin ich davon überzeugt, dass neue Mobilitätslösungen langfristig auch neue Jobs erforderlich machen.

Der Wandel stellt aber auch Unternehmen wie die BMW Group vor Herausforderungen. Wenn die Menschen weniger Autos kaufen, wird das Unternehmen finanzielle Einbußen kompensieren müssen?

Ich sehe hier auch für die BMW Group die Chance, sich neue Märkte zu erschließen. Natürlich werden wir weiterhin Autos verkaufen, doch wir werden den Menschen auch Fahrzeuge und Services zur Verfügung stellen. Je attraktiver diese Angebote sind, desto erfolgreicher werden wir damit Geld verdienen.

Welche Städte verfolgen Ihrer Meinung nach schon heute eine moderne Mobilitätsstrategie?

Kopenhagen ist ein schönes Beispiel. Die Stadt hatte E.ON damit beauftragt, Ladestationen für Elektromobilität zu installieren. Bedingung war, dass die Säulen auch genutzt werden. Das Energieunternehmen nahm daher im Vorfeld Kontakt zu uns auf. Mit dem Ergebnis, dass die Car Sharing Flotte von Kopenhagen heute mit 300 BMW i3 komplett elektrisch fährt. In Hamburg konnten wir uns auf ein ähnliches Model einigen. Die Stadt hat sich bereit erklärt, bis 2019 bis zu 1.150 Ladepunkte zur Verfügung zu stellen, die gleichzeitig Parkraum für das Car Sharing sind. Damit schafft die Hansestadt einen enormen Anreiz für die Elektromobilität, von der die Luftqualität an Elbe und Alster schon bald erheblich profitieren könnte.

Elon Musk von Tesla hat seine eigenen Pläne. Er möchte ganz Los Angeles untertunneln, um die Menschen mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h von A nach B zu befördern. Dabei verspricht er, die Fahrzeiten von 45 Minuten auf bis zu 5 Minuten zu reduzieren. Was meinen Sie, ist das nur ein Pipeline-Traum oder vielleicht doch schon bald Realität?

Man kann nie wissen. Aber so viel ist sicher: die urbane Mobilität wird sich gewaltig verändern. Und ich finde es sehr aufregend, an diesem Wandel teilzuhaben!

Über 1000 Spiele in der ersten Woche.

München. Seit dem 25. Juni 2017 können Kinder und Jugendliche, die den Junior Campus in der BMW Welt besuchen, ein digitales Highlight erleben. Die BMW Group Junior Campus App kombiniert spielerisches Lernen mit der Vermittlung von Inhalten rund um das Thema Mobilität der Zukunft. Die neue App wurde im Rahmen des Familiensonntags „Digital mit App & Co.“ erstmals vorgestellt und innerhalb der ersten Woche nach dem Launch bereits über 1000 Mal gespielt.

Die Junior Campus App. 
Die Lern-App wurde von der BMW Group in Kooperation mit Erziehern und Akademikern speziell entwickelt, um Kindern und Jugendlichen zwischen elf und 14 Jahren Inhalte rund um die Themen Mobilität der Zukunft, Nachhaltigkeit und Design zu vermitteln. Ziel ist es dabei auch, den Spielern einen Zugang zum Lernen mit neuen Medien zu ermöglichen, ihre Neugierde und Vorstellungskraft zu wecken und ihr Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen. Die App steht exklusiv im Junior Campus der BMW Welt auf festinstallierten Tablets als dauerhaftes Exponat zur Verfügung.

Das virtuelle Labor: ein voller Erfolg.
In nur einer Woche wurde die App bereits über 1000 Mal von den jungen Besuchern des Junior Campus in der BMW Welt gespielt und erfreut sich großer Beliebtheit: „Das Spielen macht ziemlich viel Spaß, weil ich dabei auch viele interessante Sachen lerne“, freut sich ein junger Hobbytüftler nachdem er die App getestet hat. Die Stationen der Reise durch das virtuelle Labor umfassen Themen wie korrekte Mülltrennung im Alltag oder Recycling, aber auch Inhalte vom CO2-Ausstoß, bis hin zu Luftwiderstand, Bionik und globale Mobilität. Nach dem Start der Anwendung können die Kinder und Jugendlichen zwischen den zwei Themenwegen „Nachhaltigkeit“ und „Design“ wählen. Die Spielpfade enthalten je vier Aktionswelten mit Erklärtexten und Videos und können insgesamt in 45-50 Minuten durchgespielt werden. Der nächste Familientag in der BMW Welt wird am 10. September unter dem Titel „Schule und Sicherheit“ stattfinden. Das vielseitige Programm umfasst spannende Aktionen zum Mitmachen, interessante Workshops, eine Wissensrallye und lehrreiche Vorträge. Dabei stehen vor allem spielerische und praxisnahe Übungen zum Thema Sicherheit und Schule im Fokus.

DriveNow, das Carsharing-Joint Venture der BMW Group und der Sixt SE, zieht sechs Jahre nach seiner Gründung Bilanz. Nach dem Start im Juni 2011 in München hat sich DriveNow in Deutschland und Europa zu einem der größten Carsharing-Anbieter entwickelt. Mit dem im Mai 2017 eröffneten Standort Helsinki bietet DriveNow seinen Service inzwischen in zwölf europäischen Städten an und zählt insgesamt über 900.000 Kunden. Zudem ist das Carsharing-Unternehmen mit seinem Angebot von Elektrofahrzeugen an allen Standorten ein entscheidender Treiber für Elektromobilität.

"Seit unserem Start vor sechs Jahren verzeichnen wir ein stetiges Kundenwachstum – weiterhin auch in unserem Kernmarkt Deutschland", sagt DriveNow Geschäftsführer Nico Gabriel. In den fünf deutschen DriveNow Städten sind mittlerweile über 660.000 Kunden registriert, dies sind rund 40 Prozent aller Carsharing-Mitglieder in Deutschland. „So haben wir wesentlich dazu beigetragen, Carsharing als breites Gesellschaftsthema zu etablieren." Geschäftsführerkollege Sebastian Hofelich ergänzt: „Mittlerweile honoriert auch der deutsche Gesetzgeber die entlastenden Effekte auf Verkehr und Emissionen und hat sich per Gesetz dazu entschieden, Carsharing in seiner Gesamtheit weiter zu fördern." In anderen europäischen Metropolen gewinne das stationslose Carsharing von DriveNow ebenso an Bedeutung. „Die Expansion geht weiter – im Laufe des Jahres werden wir unseren Service in eine weitere Stadt in Europa bringen."

Sechs Jahre DriveNow in München
Als erste Stadt von DriveNow zeigt München insbesondere die erfolgreiche Carsharing-Entwicklung. In der bayerischen Landeshauptstadt ist DriveNow aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Dazu Dr. Martin Schreiner, Mobilitäts-Experte des Kreisverwaltungsreferats München: „Carsharing bietet im Zusammenspiel mit dem Öffentlichen Verkehr und dem Fahrradverkehr volle Mobilität auch ohne eigenes Auto. Dadurch wird der Bedarf an Stellplätzen reduziert und wertvoller öffentlicher Raum für andere Nutzungen frei. Deswegen fördert das Kreisverwaltungsreferat das neue Carsharing aus voller Überzeugung. Ein Beispiel für die Integration von Carsharing in das gesamte Angebot des Umweltverbunds ist die erste kommunale Mobilitätsstation an der Münchner Freiheit."

Von Anfang an hat DriveNow gemeinsam mit der Stadt München daran gearbeitet, nachhaltige Mobilität zu gestalten und einen Beitrag zur Lösung von Verkehrsproblemen zu leisten. Um die Effekte zu belegen, beteiligt sich das Unternehmen wie kaum ein anderer Carsharer an wissenschaftlicher Begleitforschung. Die Ergebnisse der „EVA-CS"1 Langzeitstudie der Stadt München zeigen unter anderem, dass DriveNow signifikant zur Reduzierung des privaten Autobesitzes beiträgt. Laut der Studie hat sich in der bayerischen Landeshauptstadt aufgrund der abgeschafften privaten Fahrzeuge, die Anzahl der jährlich gefahrenen Kilometer bereits um 41 Millionen Kilometer reduziert. Dies veranlasste die Stadt im letzten Jahr dazu, die Rahmenbedingungen für Carsharing maßgeblich zu verbessern, indem z.B. die Obergrenze für Carsharing-Parklizenzen aufgehoben wurde. „Die Stadt München nimmt mit dieser Entscheidung eine Vorreiterrolle für zukunftsfähige urbane Mobilität ein", sagt Sebastian Hofelich. „Dadurch konnten wir unser Angebot auf mittlerweile über 700 Fahrzeuge auf einem rund 90 km² großen Geschäftsgebiet ausbauen und so eine hochverfügbare Alternative zum eigenen Auto anbieten".

Starker Treiber für Elektromobilität
Bereits seit vier Jahren bietet DriveNow darüber hinaus elektrische Fahrzeuge in seiner Flotte an. „Kunden haben an allen unseren Standorten die Möglichkeit, elektrisch zu fahren – auch wenn uns die häufig noch unzureichende Ladeinfrastruktur in den Städten den Betrieb einer elektrischen Flotte nicht immer einfach macht", sagt Nico Gabriel. „Die zahlreichen positiven Rückmeldungen bestärken unsere Entscheidung, das Thema Elektromobilität weiter zu treiben". Europaweit haben schon über 280.000 Kunden ihre erste elektrische Fahrt bei DriveNow unternommen und mit den Stromern weit über zehn Millionen Kilometer zurückgelegt. Über 1.800 Tonnen CO2 konnten somit allein durch die Elektrofahrzeuge in der Flotte eingespart werden.

Mit Innovationen weiter auf Erfolgskurs
DriveNow hat sich in seiner sechsjährigen Geschichte stets weiterentwickelt und zukunftsweisende Neuerungen in den Carsharing-Markt eingebracht. „Eine unserer effektivsten Innovationen war die „Handshake"-Funktion, die wir letztes Jahr in Deutschland eingeführt haben," unterstreicht Gabriel. Dank der direkten Übernahme des Fahrzeugs durch den nächsten Kunden wird dem Fahrer die Parkplatzsuche erspart und gleichzeitig die Fahrzeugverfügbarkeit für suchende DriveNow Kunden erhöht. „In Deutschland finden so bereits viele Hundert Fahrzeugübergaben pro Monat statt. Die Funktion ist ein wichtiger Schritt zur Lösung der Parkplatzproblematik in verdichteten Innenstadtlagen und trägt weiter zur Reduzierung des Parksuchverkehrs bei", so Gabriel. Neben „Handshake" hilft auch ein weiteres neues Feature in den Fahrzeugen bei der Parkplatzsuche: Bei Bedarf wird der suchende Fahrer direkt zur nächstgelegenen Mobilitätsstation mit speziellen Carsharing-Parkplätzen geleitet.

Kunden können in den zwölf Städten auf eine Fahrzeugflotte von rund 5.700 BMW und MINI Modellen zurückgreifen. Insgesamt haben DriveNow Kunden schon weit über 24 Millionen Fahrten unternommen, davon gut vier Millionen in der Pilotstadt München. Geschäftsführer Nico Gabriel: „Unser Dank geht heute an alle unsere Kunden, die DriveNow in den letzten sechs Jahren genutzt haben. Auch in Zukunft werden wir unseren Service an den Bedürfnissen unserer Kunden weiterentwickeln und die Mobilität von morgen gestalten."

Die Millionenmetropole in der Lombardei hatte beim Stakeholder Dialog der BMW Group einiges zu bieten. Mailand ist nicht nur ein Vorreiter beim Car Sharing, sondern besitzt auch ein gut funktionierendes Nahverkehrsnetz. Für die geladenen Stakeholder und Studenten stand aber vor allem eines fest: Die Zukunft der Stadt fährt elektrisch!

Bereits seit 2011 veranstaltet die BMW Group Stakeholderdialoge und trifft sich dreimal im Jahr mit Nachhaltigkeitsexperten weltweit. 2017 fand in Mailand erstmals ein Dialog in Italien statt. Besonderes Highlight in der zweitgrößten Metropole des Landes: Der Besuch von Joschka Fischer, ehemaliger Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Als Gastredner am Vorabend der Veranstaltung betonte er unter anderem, wie wichtig ein regelmäßiger Dialog zwischen Wirtschaftsunternehmen und Städtevertretern ist, um Trends frühzeitig zu erkennen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Neue Mobilitätslösungen sind in Mailand durchaus ein Thema, das ganz oben auf der Tagesordnung steht. Mit 370.000 Nutzern und 2.000 Fahrzeugen liegt die Millionenmetropole beim Thema Car Sharing zum Beispiel ganz weit vorn. Und auch das öffentliche Netz funktioniert bereits so gut, dass die geladenen Stakeholder ihrer Stadtverwaltung auch in den nächsten Jahren zutrauen, für eine nachhaltige Mobilität zu sorgen. Allerdings gehen die Stakeholder nicht davon aus, dass ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden, den öffentlichen Nahverkehr in den kommenden Jahren so auszubauen, dass er allein die Mobilität der Stadt gewährleisten kann.

Ein Mix aus öffentlichem und individuellem Verkehr erscheint somit als ideale Lösung. Ganz oben auf der Liste: eine Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Fußgängern und Fahrrad- bzw. Automietmodellen. Wichtig dabei ist grundsätzlich umweltfreundliche und emissionsarme Technologie: 67 Prozent der Diskussionsteilnehmer würden den Straßenverkehr bis 2025 am liebsten komplett elektrifizieren, um so die Luftqualität in der Stadt zu verbessern.

Doch die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden diskutierten mit den BMW Experten auch über anderen Themen wie autonomes Fahren, flexible Parkgebühren, zusätzliche Serviceleistungen für Fahrdienste, nötige und mögliche Anreize für die Elektromobilität sowie über den Datenschutz, zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr oder alternative Finanzierungskonzepte.

Fazit: Aus Sicht der Stakeholder ist Mailand eine vorausschauende Stadt, die sich intensiv mit alternativen Mobilitätslösungen auseinandersetzt und den Bewohnern mit attraktiven Angeboten auch in Zukunft ein gut funktionierendes, nachhaltiges Verkehrsnetz zur Verfügung stellen wird.

Gastredner Joschka Fischer, ehemaliger Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, lobte den Dialog zwischen Wirtschaftsunternehmen und Städtevertretern.

37 Studenten unterschiedlicher Management-, Design und Ingenieurstudiengänge tauschen sich mit BMW Experten über urbane Mobilität aus.

Thomas Petruschke vor der Präsentation.

DOWNLOADS.

BMW Group - Verantwortung

Ergebnisbericht BMW Group Dialogue Chicago.

BMW Group - Verantwortung

Ergebnisbericht BMW Group Dialogue Mailand.

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