Unsere Position zum Thema „SCR Hardware-Nachrüstung“ für Euro 5 Diesel-Fahrzeuge.

12. Dezember 2018
ca. 3 Minuten

Die aktuelle Diskussion in Deutschland zum Thema Hardware-Nachrüstung bei Diesel-Fahrzeugen ist vor dem Hintergrund bestehender oder drohender Fahrverbote in der Öffentlichkeit präsent. Die BMW Group lehnt SCR Hardware-Nachrüstungen ab und hat dies auch offen kommuniziert. Warum dies so ist möchten wir im Folgenden darstellen.

Die BMW Group steht seit vielen Jahren für nachhaltige Mobilität und investiert massiv in innovative und effiziente Antriebe. Das Unternehmen war und ist Vorreiter sowohl bei der kontinuierlichen Absenkung der Emissionen von Verbrennungsmotoren als auch beim konsequenten Ausbau der Elektromobilität. Die weitere Verbesserung der Luftqualität ist deshalb für die BMW Group Anspruch und Verpflichtung zugleich. So sind unabhängig von der Zulassungseinstufung nach Euro 6c und Euro 6d-TEMP alle BMW Dieselmodelle in der EU seit Sommer 2018 mit einer Kombination aus NOx-Speicherkatalysator und SCR-System ausgestattet. Diese aufwändige Abgasnachbehandlung führt generell zu sehr niedrigen NOx-Emissionen im gesamten Betriebsbereich.

Im Zusammenhang mit der schnellen Verbesserung der Luftqualität sind Hardware-Nachrüstungen für Fahrzeuge der BMW Group unverändert keine Option:

  • Eine Hardware-Nachrüstung führt zu mehr Gewicht und höherem Verbrauch.
  • Der Fortschritt in der Dieseltechnologie kann nicht sinnvoll mit einer nachträglich entwickelten technischen Lösung auf Serienfahrzeuge übertragen werden, die vor Jahren entwickelt worden sind und vollumfänglich die Zulassungsanforderungen der EU erfüllen.
  • Eine Hardware-Nachrüstung trägt weiterhin viel zu spät zur Verbesserung der Luftqualität bei. Wirklich serienreife Nachrüstsysteme sind selbst bei einem beschleunigten Zulassungsverfahren frühestens Ende 2021 verfügbar.
  • Gerade im nächsten Jahr muss die Flottenverjüngung schnell umgesetzt werden. Denn dies ist - neben der bereits laufenden Software-Aktualisierung - die aktuell einzig verfügbare Maßnahme mit Breitenwirkung. 

Die nachträgliche Integration eines SCR Systems erfordert die Demontage der bestehenden Architektur für  den Einbau einer neuen Abgasanlage. Es werden neue Kabelbäume, neue Steuergeräte, der AdBlue-Tank mit Heizung, die entsprechenden Leitungen und zusätzliche Sensorik verbaut (siehe Illustration).

Software-Updates, die beschleunigte Flottenverjüngung und alle weiteren Maßnahmen werden deutlich früher und breiter wirksam als jegliche SCR-Hardware-Maßnahme. Die BMW Group setzt deshalb konsequent die folgenden Maßnahmen um:

  • Flottenverjüngung: Die BMW Umweltprämie+ bietet 6.000 Euro für ein BMW oder MINI Neufahrzeug. Das gilt für die im Städtekonzept berechtigten Kunden, die ihren BMW oder MINI Diesel in Zahlung geben, zusätzlich zu den üblichen Rabatten. Diese Maßnahme wirkt schnell und gezielt in den besonders betroffenen Städten.
  • Freiwillige Software-Updates: Seit September 2018 setzt die BMW Group auf Basis der Felderfahrung von Euro 5-BMW und MINI Diesel-Pkw eine Software-Aktualisierung um. Diese bringen Emissionsminderungen von ca. 20% und sind für den Kunden kostenfrei.
  • Städte-Fonds „Nachhaltige Mobilität“: Die BMW Group hat sich an dem mit insgesamt 1 Mrd. € gemeinsam aus Bund und Industrie finanzierten Fonds „Nachhaltige Mobilität“ beteiligt. Allerdings wird das Geld noch nicht von allen Städten abgerufen und in die Möglichkeiten zur Verbesserung der Luftqualität – vom Kraftwerk bis Stadtbus – investiert.
  • Ausbau Elektromobilität: Der Ausbau der Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der BMW Group Unternehmensstrategie für nachhaltige Mobilität der Zukunft. So erhalten Kunden in den aktuell für Sondermaßnahmen ausgewählten Städten inkl. des staatlichen Anteils am Umweltbonus bis zu 10.000 Euro, wenn sie ihr älteres BMW oder MINI Dieselmodell zum Beispiel durch einen BMW i3 oder durch ein förderfähiges Plug-In Hybrid Automobil der BMW Group ersetzen.

https://www.press.bmwgroup.com/deutschland/article/detail/T0286755DE/bmw-group-mit-konsequenter-strategie-zur-weiteren-verbesserung-der-luftqualitaet-in-staedten  

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