Offen, vernetzt, partnerschaftlich: Gemeinsam zur Smart Factory.

02. April 2019
ca. 4 Minuten

Industrie 4.0, das Internet der Dinge, durchgängige Automatisierung – der fortschreitende technologische Wandel und die Digitalisierung bergen viele spannende Chancen und Herausforderungen für produzierende Unternehmen. Diesen stellt sich die BMW Group gerne – und das mit den richtigen Partnern. Das Ziel: Die gemeinschaftliche und industrieübergreifende Entwicklung von innovativen industriellen IoT-Anwendungen. Hierzu hat das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner Microsoft die Open Manufacturing Platform ausgerufen.

Die BMW Group verfügt über 30 Produktions- und Montagestandorte in 14 Ländern. Es gibt mehr als 40 Modellvarianten der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce. Weltweit werden täglich rund 10.000 Fahrzeuge mit einem hohen Anteil an individuell konfigurierten Kundenaufträgen produziert. Damit handelt es sich um ein hochkomplexes und variables Produktionsnetzwerk. Bereits heute sind über 3.000 Anlagen, Roboter und autonome Transportsysteme an die BMW Group IoT Plattform angeschlossen, die auf Cloud-, IoT- und KI-Diensten von Microsoft Azure basiert.

„Um die komplexe Aufgabe der Produktion von individualisierten Premiumprodukten zu meistern, bedarf es innovativer IT- und Softwarelösungen“, sagte Oliver Zipse, Mitglied des Vorstands der BMW AG, verantwortlich für Produktion. „Die Vernetzung von Produktionsstandorten und -systemen sowie die sichere Anbindung von Partnern und Zulieferern spielt hierbei eine besonders wichtige Rolle. Bereits seit 2016 setzen wir auf Cloud-Dienste und entwickeln konsequent neue Ansätze. Mit der Open Manufacturing Platform als nächsten Schritt wollen wir unsere Lösungen für andere Unternehmen verfügbar machen und gemeinschaftlich Potenziale heben, um unsere starke Position im Markt nachhaltig zu festigen.“

Smart Robot
Smart Transport Robot

 

Heute sind die Rentabilität und Produktivität in der Produktion durch komplexe, unflexible IT-Systeme sowie Datensilos eingeschränkt. Die Open Manufacturing Platform (OMP) soll diese Hürden durch die Etablierung einer offenen Technologieplattform und einer branchenübergreifenden Community überwinden. Sie soll die Entwicklung von Smart-Factory-Lösungen vorantreiben, die von der OMP-Community in der Automobil- und Fertigungsindustrie gemeinsam genutzt werden können. Das Ziel ist es, zukünftige industrielle IoT-Entwicklungen maßgeblich zu beschleunigen, um die Effizienz in der Produktion zu steigern.

Die OMP ist die Weiterentwicklung einer langjährigen Technologiepartnerschaft zwischen der BMW Group und Microsoft sowie ihres gemeinschaftlichen Engagements für Innovation. Die OMP bietet ihren Mitgliedern neue Möglichkeiten, das Potenzial ihrer Daten zu nutzen, sodass sie industrielle Lösungen schneller und sicherer entwickeln und integrieren können. Im Gegenzug profitieren sie davon, einen Beitrag in die Community einzubringen und gleichzeitig von anderen Community-Mitgliedern zu lernen. Die Community-Mitglieder behalten dabei immer die volle Kontrolle über ihre Daten und ihr geistiges Eigentum.

Die Open Manufacturing Platform bietet u. a. ein Framework mit offenen APIs, Musterlösungen für industrielle Anwendungsfälle (z. B. autonome Transportsysteme) und eine Referenzmodell für einen offenen Datenaustausch. Sie wird sich im Laufe der Zeit zusammen mit den Herstelleranforderungen weiterentwickeln, um neue Lösungen bereitzustellen, die zum Beispiel künstliche Intelligenz, Edge Computing oder digitale Zwillinge nutzen.

Die OMP Community lebt von zusätzlichen Partnern, die sich der Plattform anschließen und wertvolle Beiträge leisten. Microsoft und die BMW Group ermutigen daher andere Hersteller und Zulieferer – einschließlich Unternehmen, die nicht der Automobilindustrie angehören – sich der Community anzuschließen.

Mehr Artikel aus dem BMW Group News Forum.

Ausgezeichnet revolutionär.

Das World Economic Forum ist eine in der Schweiz ansässige Stiftung, die hauptsächlich für das von ihr alljährlich veranstaltete Treffen in Davos bekannt ist. Dort diskutieren international führende Akteuere aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sowie Journalisten über aktuelle globale Herausforderungen. Auch Entwicklungen zum Thema Industrie 4.0 werden vom World Economic Forum verfolgt – und ausgezeichnet. So auch das BMW Group Werk Regensburg, das vor wenigen Tagen, stellvertretend für das gesamte Produktionssystem der BMW Group, zum Leuchtturm eben dieser vierten industriellen Revolution erklärt wurde.

Mit vereinten Kräften für die Mobilität der Zukunft.


Stellen Sie sich vor, Sie möchten von Los Angeles nach Berlin reisen. Morgens fahren Sie mit Ihrem Auto zum Flughafen. In der Nähe des Gates ist schon ein Parkplatz für Sie reserviert. Ihr Fahrzeug wird während Ihrer Abwesenheit elektrisch geladen. Ihr Flug ist bereits gebucht. Bei Ihrer Ankunft in Berlin wartet ein Car-Sharing-Fahrzeug auf Sie, mit dem Sie zu Ihrem Hotel fahren. Nach dem Check-in haben Sie Lust darauf, die Stadt zu erkunden. Dafür buchen Sie mit unserer App ein Ticket für ein öffentliches Verkehrsmittel oder Sie nutzen Ride-Hailing oder alternative Angebote wie ein Fahrrad oder einen Elektro-Scooter. Harald Krüger, der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, über die Mobilitätsdienste der Zukunft.

Spielerisch nachhaltig.

Gamification, also das Einbinden von Spielelementen wie Badges oder Punkten in alltägliche Prozesse, hat viele Vorteile. Es steigert das Involvement, kann zu längerer und regelmässigeren Nutzung führen und macht dabei auch noch Spaß. Doch kann man damit auch einen positiven Beitrag zur Umwelt leisten? Die BMW Group wollte es in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotterdam herausfinden und rief Ende letzten Jahres das Pilotprojekt „Electric City Drive“ ins Leben.