Mitarbeiterin und Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes der BMW Group

Lichtblicke – Gute Nachrichten in schlechten Zeiten.

08. Juli 2020
ca. 3 Minuten

In Zeiten von Corona dominieren besorgniserregende Nachrichten. Dazu will der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit der Rubrik „Lichtblicke - Gute Nachrichten in Zeiten der Corona-Krise.“ wenigstens einen kleinen Ausgleich schaffen.

Im ersten Teil der VDA-Reihe lag der Fokus darauf, was Unternehmen gegen die Corona-Pandemie unternehmen und wie sie sich gegen die Krise stemmen. Im heute startenden zweiten Teil geht es um die Menschen in der Krise, die dem Einsatz gegen Corona ein Gesicht geben. Alle bereits veröffentlichten Geschichten, sowie die neuen Folgen sind auf der Homepage des VDA zu finden.

Zum Auftakt der neuen Reihe stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes der BMW Group im Mittelpunkt. Sie tun alles in ihrer Macht stehende, um Menschen vor einer Ansteckung zu bewahren und das Corona-Virus so gut es geht in Schach zu halten.

„Einen Arbeitsalltag, wie wir hatten, gibt es nicht mehr“

Die Bänder laufen, in den BMW-Werken werden wieder Autos gebaut – aber nichts ist mehr, wie es vor Corona war. Produktion, Verwaltung, Forschung und Entwicklung, praktisch jede Aktivität im Konzern steht nun im Zeichen des Infektionsschutzes, der Gesundheitsvorsorge. Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden sollen vor einer Ansteckung bewahrt, das Virus nach Möglichkeit in Schach gehalten werden. Die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes sorgen derzeit nach Kräften dafür, dass bei BMW möglichst alle gesund bleiben. „Einen Arbeitsalltag, wie wir ihn bisher hatten, gibt es so aktuell nicht mehr. Die Veränderung ist enorm“, sagt Dr. Dietrich Otto, Werksarzt bei BMW in München.

Die Herausforderung, in Zeiten von Corona die industrielle Produktion wieder an- und auf hohem Niveau weiterlaufen zu lassen, ist gewaltig. Alle Abläufe im Unternehmen müssen auch darauf ausgerichtet werden, das Risiko von Ansteckung und Erkrankungen so gering wie möglich zu halten. Denn ein Infizierter bedeutet, natürlich zuallererst ein hohes persönliches Risiko, dass es im Interesse der Betroffenen zu vermeiden gilt. Es bedeutet aber auch, dass sein unmittelbares Umfeld auf mögliche Kontaktpersonen untersucht werden muss – und dass bei weiteren Verdachtsfällen die Bänder angehalten werden müssen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes der BMW Group

Helden des Alltags: Dr. Michael Schmidt (oberste Reihe, li.) mit weiteren Mitarbeitern der Gesundheitsdienste der BMW Group in München.

Die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes bei BMW arbeiten mit daran, dass es möglichst gar nicht so weit kommt und unterstützen die präventiven Maßnahmen gegen Corona. Dafür wurden die Strukturen der Gesundheitsdienste im Unternehmen umgebaut, die Abläufe angepasst und neue Prozesse entwickelt, damit zum Beispiel im Fall von Erkrankungen Kontaktpersonen ermittelt werden und Infektionsketten unterbrochen werden können.

Ärzte, die Teil des Teams sind, arbeiten im Krisenstab der BMW Group mit und nehmen an dessen regelmäßigen Sitzungen teil, um in enger Abstimmung mit zahlreichen Schnittstellenpartnern möglichst schnell Maßnahmen zur Prävention in den Abteilungen einleiten zu können.  „Es ist für uns alle das erste Mal, dass wir eine solch außergewöhnliche Situation erleben. Seit Jahren bereiten wir uns auf einen Pandemiefall vor. Doch eine solche Entwicklung hätte niemand erwartet“, sagt BMW-Werksarzt Dr. Michael Schmidt. „Unser Arbeitsalltag hat sich radikal verändert. Eines ist jedoch gleich geblieben: Wir sind als Ansprechpartner für die Mitarbeiter und Führungskräfte da und beraten gern.“

Der Bedarf nach Beratung und Aufklärung im Unternehmen zu Corona ist groß. Daher wurde eine telefonische Beratungshotline geschaltet. Insbesondere in den ersten Wochen stand die Leitung kaum still. Zahlreiche Beschäftigte wollten z.B. wissen, ob und wie sie dienstlich verreisen können und wie man sich auf Corona testen lassen kann. Viele Kollegen mit chronischen Erkrankungen, die damit zur Risikogruppe gehören, suchten Rat. „Wir kümmern uns in Zeiten dieser Pandemie nicht nur um die physische Gesundheit unserer Mitarbeiter. Uns ist es auch sehr wichtig auf Unsicherheiten, Ängste und die neue, unbekannte Situation einzugehen und durch Aufklärung und viel Kommunikation die psychische Gesundheit aller zu schützen“, erklärt Dr. Michael Schmidt. „Dafür nutzen wir alle internen Medien – insbesondere unsere Mitarbeiter-App, Social Media Plattform und das Intranet –  um unseren Mitarbeitern Angebote der Initiative Gesundheit der BMW Group sowie Informationen und Tipps zur Verfügung zu stellen.

Daneben berät der Gesundheitsdienst das Unternehmen im Hinblick auf die Auswahl geeigneter medizinischer Maßnahmen und Produkte. Die dortigen Mitarbeiter informieren, klären auf und geben Hinweise zu allgemeine Verhaltens- und Hygieneregeln, wie zum Beispiel richtiges Händewaschen, Niesen und Husten, Abstand halten, sich nicht mit den Händen ins Gesicht zu fassen und Nase-Mund-Masken zu tragen. Sie beraten die Fachbereiche bei der Umsetzung und Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen und unterstützen dabei, wenn es um die Beurteilung möglicher Risiken im Betrieb gibt. „Dafür nehmen wir an Begehungen teil, um die Arbeitsplätze genau bewerten zu können. Dabei haben wir auch die Möglichkeit mit Mitarbeitern vor Ort ins Gespräch zu kommen, um aufzuklären und unterstützend und beruhigend zur Seite zu stehen“, berichtet Dr. Dietrich Otto.

Die wohl größte Bestätigung der Arbeit des Gesundheitsdienstes bei der BMW Group ist die geringe Anzahl von Infektionen im Unternehmen. Im Fall einer Infektion wurde direkt reagiert, konnten die Kontakte ermittelt und damit die Infektionskette unterbrochen werden. „Es ist ein tolles Gefühl, die Dankbarkeit unserer Kollegen zu spüren und zu wissen, dass sie sich durch uns gut beraten und unterstützt fühlen“, sagt Dr. Michael Schmidt. „Da stellt man sich den Herausforderungen und aktuell recht langen Arbeitstagen noch lieber.“

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