BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer und Münchens Umweltreferentin Stephanie Jacobs stehen an einer E-Ladesäule

Kooperationen für die Smart City.

04. September 2019
ca. 4 Minuten

Noch sind Elektrofahrzeuge eher die Ausnahme. Das liegt vor allem an mangelnder Ladeinfrastruktur und fehlenden Anreizen. Eine große Chance sieht die BMW Group daher in Kooperationen mit Städten. Und weil sich der Stau durch Elektrofahrzeuge alleine nicht reduzieren lässt, sind auch Mobilitätsdienstleistungen ein wichtiger Teil des Konzepts.

Warum sollte ich ein Elektroauto fahren? Die Vorteile liegen eigentlich auf der Hand. Egal ob Plug-In-Hybride oder vollelektrische Fahrzeuge – sie sind leise, emissionsfrei und machen Riesenspaß. Das EV-Smile, das Grinsen beim ersten Mal E-Auto-Fahren, kennen wir bei der BMW Group schon seit 2009 von unseren 600 MINI E, die im Testbetrieb weltweit unterwegs waren. Einen Ampelsprint zu gewinnen ist zwar nicht alles, aber es sorgt für echte Freude.

Das alleine reicht aber zurzeit noch nicht aus und ist auch nicht das vordergründige Ziel der Elektromobilität. Hier geht es um ganz andere Fragen: Wie können wir den CO2-Ausstoß verringern, den Klimawandel stoppen und unsere Städte lebenswerter gestalten? Was kann die BMW Group tun, damit mehr Menschen auf Elektromobilität umsteigen? Die Antwort: Am Ball bleiben. Deshalb verbessern wir alle unsere Fahrzeuge kontinuierlich. Dazu gehört mehr Reichweite, aber auch bessere Services. Damit geben wir uns jedoch noch nicht zufrieden. Wir schließen zudem Partnerschaften mit Städten, um gemeinsam schneller voran zu kommen und Elektromobilität und Mobilitätsdienstleistungen auf die Straße zu bringen.  Dabei schafft die Stadt schafft die Rahmenbedingungen, unter denen Menschen gerne Elektrofahrzeuge nutzen. Das bedeutet, es wird öffentliche Ladeinfrastruktur aufgebaut und es werden E-Parkplätze ausgewiesen. Diese können und sollen dann auch von elektrischen Carsharing-Fahrzeugen genutzt werden. Und damit die Ladesäulen und Parkplätze sofort ausgelastet sind, tauscht die BMW Tochter ShareNow ihre Flotte nach und nach gegen Elektrofahrzeuge aus. So wird ein großer Anreiz für die Bewohner geschaffen, in Zukunft lieber elektrisch zu fahren. Mit dem eigenen Auto oder beim Carsharing.

Das Konzept ist für uns ein hervorragendes Beispiel, wie wir gemeinsam mit Bürgern und Städten Lösungen für nachhaltigen urbanen Verkehr entwickeln und das bekannte Henne-Ei-Problem lösen. Solche Projekte setzen wir seit 2015 in München, Berlin und Hamburg um. Weitere internationale Projekte sind in der Vorbereitung.

Das wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt auch der neueste Erfolg: Bis Ende des Jahres werden in München 550 Ladesäulen aufgebaut und somit 1.100 Ladepunkte in der Stadt neu geschaffen. Gleichzeitig erhöht die BMW Group die Anzahl der BMW i3 Modelle in der Münchener ShareNow-Carsharing-Flotte von 85 auf 200 Fahrzeuge. Dies ist aber nur ein erster Zwischenerfolg der Vereinbarung zwischen der BMW Group und der Stadt München. In den nächsten Schritten möchten wir bis zu 1.000 elektrifizierte Fahrzeuge in die Münchner Flotte bringen – sofern die Stadt weiterhin Anreize in Form von Ladepunkten und Parkplätzen zur Verfügung stellt. Die Verbindung von Carsharing und Elektromobilität hat aus unserer Sicht mehrere Vorteile. Wir vereinfachen, wie oben beschrieben, die Einführung der Elektromobilität für die Bürger. Gleichzeitig wird das Benutzen von Carsharing interessanter, denn der einfache Zugang zu Parkplätzen ist einer der großen Hebel, ganz unabhängig von der Antriebsform. Aus unserer Sicht wird sich mittelfristig das Carsharing, in Verbindung mit weiteren On-Demand-Angeboten, zu einer wirklichen Alternative zum privaten Fahrzeug entwickeln. In vielen Städten wird die Parksituation entlastet und die Autoverbreitung vermindert werden.

Viele Städte suchen Lösungen für Raumknappheit und Verkehr. Elektromobilität und integrierte On-Demand-Dienstleistungen können einen großen Beitrag leisten, wenn Anbieter und Städte kooperieren.

 

WEITERE THEMEN.

NACHHALTIGKEIT STELLT ALLES IN FRAGE.

Um die Welt zu verändern, reicht emissionsfreie Mobilität nicht aus. Das ist auch der Grund, warum die BMW Group mit dem BMW i3 erstmals ein komplett nachhaltiges Serienfahrzeug entwickelte. Eine Pionierarbeit, die „von uns allen ein völlig neues Denken erforderte“, sagt Daniela Bohlinger, die für alle Markenstudios aus dem Design der BMW Group das Thema Nachhaltigkeit vorantreibt.

ELEKTROFAHRZEUGE - EINE GUTE WAHL FÜR DIE UMWELT.

Wer sich für ein Plug-in-Hybrid- oder Elektrofahrzeug entscheidet, schont die Umwelt. Im Vergleich zu einem Benziner oder Diesel punkten diese Fahrzeuge schon heute mit einem deutlich niedrigeren CO2 Fußabdruck. Doch die umweltfreundlichen Stromer haben ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft.

BMW GROUP UND DAIMLER AG INVESTIEREN MEHR ALS EINE MILLIARDE EURO IN GEMEINSAMEN MOBILITÄTSDIENSTLEISTER.

Die BMW Group und die Daimler AG bündeln ihre Mobilitätsdienste und schaffen einen neuen globalen Player, der nachhaltige urbane Mobilität konsequent zum Nutzen der Kunden umsetzt. Die beiden Konzerne investieren mehr als eine Milliarde Euro, um die bestehenden Angebote in den Bereichen CarSharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität weiter auszubauen und eng miteinander zu verzahnen. Der Verbund umfasst die fünf Joint Ventures REACH NOW (Multimodal), CHARGE NOW (Charging), FREE NOW (Ride-Hailing), PARK NOW (Parking) und SHARE NOW (CarSharing).