Konfliktrohstoff Kobalt – Einhaltung von Menschenrechten in der Lieferkette.

02. Oktober 2019
ca. 4 Minuten

Die Bewahrung von Menschenrechten und die Einhaltung von Umweltstandards sind für die BMW Group eine Selbstverständlichkeit. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt der  Unternehmensstrategie und spielt eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Elektromobilität.

Die Elektromobilität ist mehr als nur ein Trend – sie hat großen Anteil an der Mobilität der Zukunft. Das unterstreicht das klare Ziel der BMW Group, bis 2021 eine Million elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Gut fürs Klima, Ende der Geschichte? Nein, die BMW Group macht es sich nicht so einfach.

Plug-In-Hybride, Elektrofahrzeuge oder Fahrzeuge mit Brennstoffzelle werden ihren Beitrag leisten, die Mobilität langfristig CO2-frei zu machen. Gleichzeitig sind die Nachhaltigkeit in der Lieferkette und die damit verbundene Transparenz über die Herkunft von Batterie-Rohstoffen für uns eine ebenso große Herausforderung. 

 

Die Bewahrung von Menschenrechten und die Einhaltung von Umweltstandards sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um dies zu erreichen. Einzelne Rohstoffe wie Kobalt stellen in dieser Hinsicht eine besondere Herausforderung dar. Wir beschäftigen uns deshalb mit diesen Lieferketten noch intensiver – sogar bis in die Rohstoffminen hinein – und haben zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um den vorhandenen Risiken zu begegnen.

Wir stehen für Transparenz und veröffentlichen auf unserer Website die Schmelzen und Raffinerien, sowie die Herkunftsländer des Kobalts, das in Batteriezellen bei der BMW Group aktuell verbaut wird.  

(siehe hier: Sorgfaltspflicht bei der Lieferantenauswahl).

Für die fünfte Generation unserer elektrischen Antriebe haben wir zudem unsere Lieferketten neu strukturiert und werden Kobalt ab 2020 außerhalb der Demokratischen Republik Kongo, in Australien und Marokko, beziehen. Gleichzeitig haben wir – gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und weiteren Partnern aus der Industrie – das Projekt „Cobalt for Development“ etabliert, das langfristig alle Aspekte der Nachhaltigkeit im Kongo sichern soll. Ziel des Projekts ist es, nicht-industrielle Minen vor Ort so weiterzuentwickeln, dass sie den hohen Nachhaltigkeitsanforderungen der BMW Group entsprechen und langfristig wieder eine Option für unsere Lieferketten sein können.

Es ist das erste Mal, dass Vertreter der chemischen Industrie, der Unterhaltungselektronik und der Automobilindustrie in einem Kobalt-Projekt zur Grundlagenforschung zusammenarbeiten. Das Projekt konzentriert sich auf eine Pilotmine, in der Kobalt mit nicht-industriellen Methoden abgebaut wird. Dieses Projekt, an dem wir uns ganz bewusst beteiligen, soll beispielhaft zeigen: Wir schaffen die Mobilitätswende und verbessern gleichzeitig die Wertschöpfung und Arbeitsbedingungen in unterentwickelten Ländern.

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt unserer Unternehmensstrategie und spielt eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Elektromobilität. Wir sind uns unserer Verantwortung voll bewusst: Kobalt und andere Rohstoffe müssen unter ethisch verantwortlichen Bedingungen gewonnen und verarbeitet werden

Dr. Andreas Wendt

Mitglied des Vorstands der BMW AG, Einkauf und Lieferantennetzwerk

Die Fortschritte von “Cobalt for Development” werden wir regelmäßig intern bewerten und von einem Komitee lokaler Vertreter überprüfen lassen, um den Projektansatz kontinuierlich zu verbessern. Die Erkenntnisse daraus können zudem als Grundlage für weitere Projektmaßnahmen und Minenstandorte herangezogen werden.

Gleichzeitig arbeiten wir am Recycling von Batterien. Beispielsweise bekommen gebrauchte Batterien ein zweites Leben, was ihren CO2-Footprint signifikant reduziert. Denn Akkus aus Fahrzeugen haben oft noch eine ausreichende Kapazität, um sie als stationären Speicher in nicht-automotiven Anwendungsgebieten zu nutzen. Für Batterien, die nicht mehr als stationärer Speicher verwendet werden können, verfolgen wir das Ziel, eine möglichst hohe Recyclingquote der wertvollen Ressourcen zu erzielen. Die BMW Group hat gemeinsam mit einem Partner aus dem universitären Bereich ein Verfahren entwickelt, bei dem statt der konventionellen Recyclingquote von knapp über 50 % eine Recyclingquote von über 90 % angestrebt wird. Dabei achten wir besonders darauf, Downcycling zu minderwertigen Sekundärstoffen auszuschließen und möglichst viele Rezyklate in geeigneter Qualität für die Neu­produktion von Lithium-­Ionen-­Batterien zu generieren.

Mitte November 2019 weihen wir im Münchner Norden unser neues „Kompetenzzentrum Batterie­zelle“ ein. Ziel dieses Kompetenzzentrums ist es, die Technologie und die Produktion der Batteriezelle weiter voranzutreiben. Nähere Informationen dazu werden Sie zeitnah hier auf dem Blog finden.

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