Ausgezeichnet revolutionär.

31. Januar 2019
ca. 2,5 Minuten

Das World Economic Forum ist eine in der Schweiz ansässige Stiftung, die hauptsächlich für das von ihr alljährlich veranstaltete Treffen in Davos bekannt ist. Dort diskutieren international führende Akteuere aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sowie Journalisten über aktuelle globale Herausforderungen. Auch Entwicklungen zum Thema Industrie 4.0 werden vom World Economic Forum verfolgt – und ausgezeichnet. So auch das BMW Group Werk Regensburg, das vor wenigen Tagen, stellvertretend für das gesamte Produktionssystem der BMW Group, zum Leuchtturm eben dieser vierten industriellen Revolution erklärt wurde.

In einem Auswahlverfahren, in dem das World Economic Forum rund 1.000 Produktionswerke unterschiedlicher Branchen unter die Lupe nahm, setzte sich das BMW Group Werk in Regensburg gemeinsam mit sechs weiteren Werken als Vorreiter bei der Digitalisierung der industriellen Produktion durch. Dabei steht dieses Werk stellvertrentend für das gesamte Produktionssystem der BMW Group.

Die steigende Komplexität in der Produktion wird für die BMW Group erst durch digitale Lösungen beherrschbar: 30 Produktions- und Montagestandorte in 14 Ländern, eine weltweite Tagesproduktion von rund 10.000 Fahrzeugen mit einem hohen Anteil individuell konfigurierter Aufträge, mehr als 40 Modellvarianten der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce – das alles erfordert ein leistungsfähiges Produktionssystem. Dass die Vielzahl an eingesetzten digitalen Lösungen in diesem Produktionssystem erfolgreich greift, bestätigt nun das World Economic Forum mit der Auszeichnung des Werkes Regensburg als „Lighthouse of the Fourth Industrial Revolution“.

Herstellung 8er.
Smarter Roboter im Werk Regensburg.

 

Bei der Auswahl digitaler Lösungen legt die BMW Group den Schwerpunkt unter anderem auf innovative Automatisierung und Assistenzsysteme, additive Fertigung, Smart Data Analytics sowie Smart Logistics. Dabei unterstützt insbesondere die Intranet-of-Things-Plattform der BMW Group die reibungslose Integration neuer, digitaler Anwendungen in die Produktions-IT.

Gerade in der digitalen Transformation gilt es, die vielfältigen technologischen Möglichkeiten wirksam in die Produktion einzubinden. Aus Sicht des World Economic Forums hat die Herangehensweise der BMW Group  und die Implemetierung der innovativen Plattformlösung dazu beigetragen, im Werk Regensburg die Integration neuer Anwendungen um 80% zu beschleunigen sowie die Logistikkosten deutlich zu reduzieren.

„Die Auszeichnung des Werkes Regensburg als Lighthouse ist ein Ansporn, unseren Weg konsequent weiterzugehen. Die klare strategische Orientierung an der Wirksamkeit digitaler Lösungen und struktureller Entscheidungen, wie die übergreifende BMW IoT Plattform, sind definitive Erfolgsfaktoren. Ganz besonders bauen wir auf die Gestaltungskraft und die Integrationskompetenz unserer Mitarbeiter.“ sagt dazu Dr. Christian Patron, Leiter Innovation, Digitalisierung und Data Analytics.

Den Mitarbeitern steht auf der Plattform ein digitaler Werkzeugkasten mit Hilfsmitteln zur Verfügung, die diese zu eigenen Lösungen kombinieren und ‚plug and play‘ anwenden können. Der Mensch bleibt somit im Mittelpunkt der Wertschöpfung, sein Gestaltungsraum erweitert sich.

Manfred Erlacher, Leiter BMW Group Werk Regensburg, sieht deshalb auch die Mitarbeiter als zentrales Element bei der erfolgreichen Implementierung neuer, digitaler Lösungen: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit ihrer Kreativität und ihrer Erfahrung die wesentlichen Treiber für wirksame Innovationen und damit für die Weiterentwicklung des Produktionssystems. Denn eine smarte Lösung, einmal erfolgreich umgesetzt, setzt sich rasch auch in anderen Fertigungsbereichen und an anderen Standorten durch.“

Smart Device.
Autonomer Routenzug im Werk Regensburg.

 

Diese Verknüpfung digitaler Entwicklungen mit einer klaren Mitarbeitereinbindung in den Digitalisierungsprozess zeichnen das Produktionssystem der BMW Group aus, machen es agiler und zukunftsgerichtet und haben im Kern dazu beigetragen, dass sich das Regensburger Werk nun zu den „Factories of the Future“ zählen darf.

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