Ungebremste Leidenschaft.

27. Juli 2018
ca. 2 Minuten

Eigenschaften wie Hingabe, Tatkraft und Kampfgeist beschreiben Alessandro Zanardi am besten – und das trotz tragischer Rückschläge. Die 51-jährige Motorsportlegende hat selbst nach dem Verlust seiner Beine 2001 nicht aufgegeben und ist nach wie vor aktiv und erfolgreich im Rennsport. Mit seinem unerschütterlichen Charakter definiert er die Grenzen des Motorsports neu. Unterstützt wird er dabei seit 2003 auch von BMW. In enger Zusammenarbeit werden die Rennfahrzeuge passgenau auf Zanardis Bedürfnisse entwickelt. Dies ermöglichte kürzlich einen neuen Meilenstein: Sein erstes Rennen ohne Beinprothese, welches er mit Bravour meisterte. Beim DTM-Rennwochenende in Misano trat Zanardi in zwei Rennen als Gastfahrer an – und sicherte sich mit dem BMW M4 DTM im zweiten Renndurchgang einen herausragenden fünften Platz.

Bisher ist der italienische Rennfahrer nach seinem tragischen Unfall auf dem EuroSpeedway Lausitz 2001 mit Rennautos gefahren, die er durch Handgas und durch eine, an einem speziellen Bremspedal fixierte, Prothese bediente. Mit der neuen Sonderausstattung des BMW M4 DTM kann Zanardi jetzt auch erstmals mit der Hand bremsen. Der neue Bremshebel befindet sich rechts neben ihm an der Mittelkonsole. Über eine Schaltwippe am Bremshebel kann Zanardi zugleich herunterschalten. Auch die Kupplung haben die BMW Techniker modifiziert. Anstelle einer hydraulischen Kupplung kommt in Zanardis Boliden eine Fliehkraftkupplung zum Einsatz, die bei bestimmten Drehzahlen automatisch öffnet und schließt. Das neue System wurde im Hinblick auf Zanardis geplanten Start in einem BMW M8 bei den 24 Stunden von Daytona 2019 entwickelt. Nun kam es schon bei der DTM 2018 zum Einsatz.

„Als ich das Angebot bekam, in Misano DTM zu fahren, hatten wir bereits genügend Vorarbeit geleistet und solche Fortschritte gemacht, dass ich denke, dass mir das Fahren ohne Prothesen potenziell auch in Bezug auf die Performance helfen könnte. Die Vorteile, die es mir körperlich bringt, werden mit jeder Runde größer.“, so Alessandro Zanardi. Die Prothesen schränken ihn beim Fahren sogar ein, denn sie erzeugen beim Tragen einen Vakuumeffekt, der keinerlei Transpiration zulässt. Dadurch kann der Körper bei der Fahrt nicht runterkühlen, während die Temperaturen im Cockpit des Rennwagens die Grenzen des Erträglichen erreichen. Die neue Bremstechnologie steigert den Fahrkomfort von Zanardi demnach deutlich.

Auch im Punkto Sicherheit gab es keine Bedenken. Im Gegenteil, die neue Technologie bietet viele Vorteile: So fällt der Rennlegende das Ein- und Austeigen ins Cockpit mit den Händen viel leichter, da ihn nichts in seiner Bewegung hindert. Und auch für den Fall, dass er mal auf der Strecke liegen bleibt und schnell aus dem Rennwagen muss hat Zanadri eine Lösung: „Das sieht vielleicht für Beobachter nicht so schön aus, aber ich versichere Ihnen, dass ich auf Gras und Kies auf meinen Armen ohnehin schneller laufen kann als auf meinen künstlichen Beinen.“

Die DTM in Misano und die außergewöhnliche Leistung Zanardis haben gezeigt, dass eins ganz sicher ist: Unabhängig davon, wie erfolgreich er in künftigen Rennen sein wird, seine ungebremste Leidenschaft und die Freude am Fahren wird Alessandro Zanardi nie verlieren. Genauso wenig wie seinen Humor. Auf die Frage, von welchem Abenteuer er noch träumt, antwortete er bescheiden: „Ein neues Abenteuer? Ich weiß nicht? Der erste Mensch auf dem Mars zu sein? Irgendetwas Einfaches eben (lacht).“

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