Im Gespräch: Klaus Fröhlich über das Fliegen und die Mobilität der Zukunft.

09. Oktober 2018
ca. 3 Minuten

Elektromobilität, emmisionsloses und autonomes Fahren – die Mobilität der Zukunft hebt ab. Bei der BMW Group sogar wortwörtlich. So wurde der BMW Vision iNEXT nicht nur für die Zukunft entworfen, sondern während des World Flights in einem Frachtflugzeug der Öffentlichkeit vorgestellt. Warum das der passende Ort dafür ist und welche Visionen der BMW Vision iNEXT verwirklichen soll, erzählt uns Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand der BMW AG.

Herr Fröhlich, wir befinden uns an Bord des modernsten und effizientesten Frachtflugzeugs seiner Klasse, der Boeing 777F. Ein ungewöhnlicher Ort für ein Interview …
Klaus Fröhlich: Ja, das finde ich auch! Ein ungewöhnlicher Ort für ein so richtungsweisendes Visionsfahrzeug wie den BMW Vision iNEXT – das passt für mich perfekt zusammen. iNEXT steht dabei für unsere Zukunftstechnologien, mit denen wir das Unternehmen und unsere Marken fit machen. Und der BMW Vision iNEXT gibt einen ersten Ausblick in diese Zukunft. Da kann die Präsentation schon Aufsehen erregend sein.

Was haben die Boeing 777F und der BMW Vision iNEXT gemeinsam?
Die Boeing 777F ist das aktuell effizienteste und umweltfreundlichste Cargo-Flugzeug seiner Klasse. Und auch bei Performance und Zuverlässigkeit spielt sie in einer eigenen Liga. Diese Attribute sind uns bei der BMW Group ebenfalls besonders wichtig. Und das gilt insbesondere ab 2021 auch für den BMW iNEXT.

Warum schicken Sie den BMW Vision iNEXT auf diese Weise um die Welt? Ist das aus finanzieller und nachhaltiger Sicht in der heutigen Zeit vertretbar?
Vorweg: der komplette World Flight ist CO2-neutral. Entsprechende Zertifikate haben wir erworben. Das Visionsfahrzeug stellen wir auf dem World Flight in den wichtigsten Regionen und Märkten vor. Wir bringen das Fahrzeug zu den Journalisten und Multiplikatoren, die ansonsten an einen Ort der Welt hätten kommen müssen, und nutzen das Präsentationskonzept mehrfach – auch auf der Autoshow in Los Angeles im November, wo das Fahrzeug seine Weltpremiere vor breitem Publikum haben wird.

Wie würden Sie den BMW Vision iNEXT in wenigen Sätzen beschreiben?
Etwas wie den BMW Vision iNEXT haben Sie von der BMW Group noch nie gesehen. Er zeigt, wie wir zukunftsweisendes Design mit autonomem Fahren, Connectivity, Elektromobilität und Services in einem Fahrzeug realisieren. Mit dem BMW Vision iNEXT wachsen technische Innovationen und ein futuristisches Exterieur- und Interieur-Design zusammen.

Welche Technologien sind das genau?
Wie gesagt, sicheres autonomes und teilautonomes Fahren sowie Emissionsfreiheit. Ein vollelektrischer Antrieb mit hoher Performance und Reichweite ist für das Fahrzeug 2021 ein Muss. Auch der Innenraum wird völlig neu gestaltet sein und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Ergonomie und Konnektivität aus.

Es geht also nicht nur um emissionsfreie Fortbewegung. Ihr Fokus liegt auch auf einem zukunftsweisenden Interieur, das den Kunden überrascht und beeindruckt?
Elektromobilität war für uns 2008 eine Herausforderung, ist aber 2021 für uns – wie auch Verbrenner und Plug-in-Hybride – schon Normalität und in all unseren Architekturen und Baukästen. Aber durch die Digitalisierung und das autonome Fahren entstehen völlig neue Möglichkeiten: Wie nutze ich die Fahrtzeit, wie muss die Benutzeroberfläche gestaltet sein? Damit steigt auch die Erwartung unserer Kunden an das Interieur- und Bedienerlebnis noch weiter. Diesen Anforderungen tragen wir beim BMW iNEXT und hier mit seinem Visionsfahrzeug vollumfänglich Rechnung.

Wie kann man sich das vorstellen?
Wir haben den BMW Vision iNEXT als Ort für mehr Lebensqualität gestaltet – als „Favorite Space“ eben. Unser Anspruch dabei war: Wir erfinden das Erlebnis im Innenraum völlig neu! So soll etwa die Bedienung intuitiv, komfortabel und intelligent sein. Der „Favorite Space“ soll personalisiert sein, die Wünsche des Nutzers intelligent verstehen und echten Kundenmehrwert schaffen. 
Denken Sie daran, was Sie machen oder machen wollen, wenn Sie einmal autonom fahren werden. Der BMW iNEXT wird dann die Freude am Fahren um eine weitere Dimension erweitern: die Möglichkeit, Zeit im Fahrzeug sinnvoll und entspannt für sich selbst oder mit anderen zu nutzen.

Für mich hört sich das noch nach Zukunftsmusik an. 
Wir haben den BMW iNEXT seit 2016 für 2021 angekündigt. Und Sie wissen: Wir halten, was wir versprechen.

Bei der E-Mobilität ist die BMW Group Vorreiter. Warum müssen wir auch bei anderen Technologiethemen ganz vorn mitspielen? 
Die Erwartungen der Kunden an das Automobil der Zukunft sind groß. Ich sehe das als Herausforderung und gleichzeitig als eine große Chance für uns. 
Viele Dinge, die der Kunde heute schon ganz selbstverständlich mit seinem Smartphone kann, erwartet er künftig auch in seinem Fahrzeug. Und dies ohne großen Aufwand und nahtlos. Darüber hinaus werden aus meiner Sicht auch schon in wenigen Jahren Regulatoren in verschiedenen Weltregionen autonom fahrende Fahrzeuge fördern und einfordern, um die Unfallzahlen im Straßenverkehr weiter signifikant zu reduzieren. Sie sehen, die Kunden wünschen es, Regulatoren wollen es, und wir nutzen dann heute lieber schon einmal die Chance, die Mobilität der Zukunft so zu gestalten, dass die Markenwerte von BMW sich in den Produkten der Zukunft wiederfinden.

Letzte Frage: Können Sie uns schon verraten, ob es bei dem Namen BMW iNEXT bleibt?
Bleiben Sie neugierig. Alles zu seiner Zeit.

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