Forschung und Entwicklung in China.

03. Januar 2019
ca. 3 Minuten

Die BMW Group ist ein zukunftsorientiertes Mobilitätsunternehmen. In einer komplexen, vernetzten und sich wandelnden Umwelt sind umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eine wichtige Voraussetzung um kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein. Dafür benötigt es die richtigen Standorte mit den relevanten Rahmenbedingungen. So spielt zum Beispiel China, als Leitmarkt für Elektromobilität und Digitalisierung, eine zentrale Rolle in der Forschung und Entwicklung der BMW Group.

China stellt mittlerweile die größte Entwicklungskapazität der BMW Group außerhalb Deutschlands.

Neben Shenyang, gibt es dort zwei weitere Forschungs- und Entwicklungszentren: eines in Peking und eines in Schanghai. Während jeder der drei Standorte in China andere Aufgabenschwerpunkte hat, formen Schanghai, Shenyang und Peking zusammen ein schlagkräftiges Innovationsnetzwerk.

„Die chinesische Infrastruktur ist Weltklasse, China hat zahlreiche Talente, und auch die Regierung ist ein großer unterstützender Faktor. Für das BMW F&E-Netzwerk in China ist Schanghai zur Speerspitze geworden und fungiert zugleich als Inkubator für Zukunftstechnologien.“ sagt Jochen Goller, Präsident & CEO, BMW Group Region China.

Das Forschungs- und Entwicklungs-Center in Schanghai erstreckt sich auf über 2.500 Quadratmeter und besteht aus vier Abteilungen. Darunter auch ein Labor für vernetztes und automatisiertes Fahren. Dort entwickelt die BMW Group unter anderem am autonomen Fahren – und das bereits seit 2014. Als erster ausländischer Hersteller darf die BMW Group auf Schanghais Straßen Level 2+ Systeme hands-off dauerhaft testen. Dies hat umso mehr Bedeutung, wenn man sich Chinas Verkehrslage ansieht.

„Wer schon einmal in China war und das Verkehrsgeschehen hier erlebt hat, der weiß, dass das eine Herausforderung mit sehr viel Querverkehr, mit sehr viel ungesteuertem Verkehr ist.“ weiß auch Dr. Martin Sautter, Senior Vice President, BMW Group Forschungs- und Entwicklungs-Center China, BMW China.

Deshalb ist eine lokale Forschungs- & Entwicklungs-Abteilung für autonomes Fahren eine wichtige Grundlage, um diese Technologie zu perfektionieren. Nur so findet man sicherere, nutzerfreundlichere und intelligentere Lösungen für die Mobilität von morgen. 

Auch der Fachbereich für Digitale Produkte & Services sitzt im Forschungs- und Entwicklungs-Center in Schanghai. Seine Aufgabe: BMW Connected und weitere digitale Services zu betreiben und weiterzuentwickeln, um ein umfassendes Mobilitäts-Ökosystem zu kreieren. Das Designworks Shanghai Studio wiederum ist – wie auch die Standorte in München und Los Angeles – ein globales, zukunftsorientiertes und kreatives Studio für Design. Die vierte Abteilung, die in Schanghai sitzt, ist das Technologie Office China. Dieses fokussiert sich auf drei Hauptaufgaben: Megacity Mobilität in China, Innovationen und Datenanalyse chinesischer Kundenfahrzeuge.

Forschungs- und Entwicklungscenter Schanghai Interieur
Autonomes Testauto

 

Wirft man einen Blick auf den Standort Peking, dann befassen sich dort mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Anforderungsmanagement, Tests und Validierung sowie der Entwicklung von Systemen und Services. Das Kompetenzzentrum in Shenyang legt hingegen seinen Fokus auf Elektromobilität, insbesondere Hochvoltbatterien, und trägt so zum Innovationsnetzwerk der BMW Group in China bei.

BMW Group Mitarbeiterin
Forschungs- und Entwicklungscenter Peking

 

Neben dem steten Ausbau seines Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks in China betreibt die BMW Group auch in Europa und Amerika erfolgreich und zukunftsweisend Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Standorte wie das Forschungs- und Innovationszentrum am Hauptsitz in München oder das Technology Office in Mountain View tragen, ebenso wie die chinesischen Standorte dazu bei, dass die BMW Group ihren Wandel zum Technologie-Unternehmen weiter erfolgreich vorantreibt.

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Eine Investition in die Zukunft.

China ist einer der wichtigsten Märkte der Welt, auch für Mobilitätsunternehmen liegen dort weiterhin große Potentiale. Neben BMW und MINI Modellen mit „klassischem“ Antrieb werden auch elektrische Fahrzeuge immer beliebter auf chinesischen Straßen. Mit aktuell sechs elektrifizierten Modellen hat die BMW Group dort derzeit das größte Angebot im Premiumsegment. Eine gute Ausgangslage, um strategische Partnerschaften in China weiter auszubauen. So setzt die BMW Group auf verschiedene unternehmerische Maßnahmen, die es dem Unternehmen ermöglichen ihre Präsenz auf dem chinesischen Markt zu schärfen und eine Basis für den Export von BMW Elektrofahrzeugen in weitere Märkte zu schaffen.

Europa wächst weiter.

Niemand würde je das historische und kulturelle Angebot Europas in Frage stellen. Aber insbesondere die geografische Lage macht den Kontinent für viele Großunternehmen attraktiv und somit zu einem zentralen Marktplatz. Auch für die BMW Group ist Europa gesamthaft betrachtet der größte Produktionsstandort. Ein Standort, der weiterhin viele Wachstumspotenziale bereithält und die globale Balance zwischen Produktionsstätten in Asien, Amerika und eben Europa stärkt.

Vom Fahrer zum Beifahrer.

1929 kam das erste BMW Fahrzeug auf den Markt. Seitdem hat sich die Freude am Fahren immer wieder transformiert. Mittlerweile fahren wir Fahrzeuge, die alleine einparken, die uns helfen die Spur zu halten und die in Gefahrensituationen sogar für uns bremsen. Und in der Zukunft? Können wir entscheiden, ob wir fahren oder gefahren werden – dank autonomer Fahrzeuge. Dass das richtig Spaß machen kann, konnte man auf einem abgesperrten Testgelände im Oktober in Berlin erleben: mit einer Fahrt im autonom fahrenden Prototypen eines BMW i3 (Level 4/5).