BMW i3 vor Windrädern
E-Mobilität 04.06.2019 3 Min.
Elektrofahrzeuge - eine gute Wahl für die Umwelt.

Wer sich für ein Plug-in-Hybrid- oder Elektrofahrzeug entscheidet, schont die Umwelt. Im Vergleich zu einem Benziner oder Diesel punkten diese Fahrzeuge schon heute mit einem deutlich niedrigeren CO2 Fußabdruck. Doch die umweltfreundlichen Stromer haben ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft.

Die Ingenieure der BMW Group berücksichtigen schon in der Entwicklungsphase alle wichtigen Stellgrößen, um die CO2 Bilanz der Fahrzeuge zu optimieren. Entscheidend ist nicht nur der Antrieb (Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektro), sondern auch der CO2 Fußabdruck – und somit sämtliche Energieaufwendungen entlang des gesamten Lebenszyklus. Angefangen von der Materialbeschaffung und Lieferkette, der Produktion im Werk der BMW Group, der Herstellung des Kraftstoffs und Ladestroms, bis hin zum Recycling, wo der Wertkreislauf wieder geschlossen wird.

Ein Mittelklasse-Elektrofahrzeug mit seiner Lithium-Ionen-Batterie verlässt die Produktion heute mit einem rund 60% größeren CO2-Rucksack als der Diesel*. Der Grund hierfür sind Lithium, Kobalt und Mangan, die Basiselemente der Hochvoltbatterien, die nur mit viel Energie gewonnen und verarbeitet werden können. Diesen Nachteil macht das Elektrofahrzeug in der Nutzungsphase beim Kunden wieder wett – und das am effektivsten genau dort, wo der Verbrennungsmotor, egal ob Benziner oder Diesel rund 70%* der Emissionen eines Autolebens erzeugt: Auf kurzen Strecken und in der Stadt.

Für die Ingenieure der BMW Group spielen aber auch Stellhebel wie die Größe, das Gewicht und die Reichweite der Fahrzeuge eine wichtige Rolle. Als besonders umweltfreundlich für Berufspendler und Kunden, die ihr Fahrzeug häufig in Städten nutzen, haben sich Plug-in-Hybride (sogenannte PHEVs) bewährt, da sie die Vorteile eines Elektroantriebs mit den Vorteilen eines Benziners oder Diesels kombinieren. So profitiert der PHEV in der Stadt von einem sauberen, elektrischen Antrieb und auf längeren Strecken vom Verbrennungsmotor ohne Reichweitenbeschränkung. Die CO2 Bilanz ist dabei deutlich besser als beim Diesel - vorausgesetzt, die Kunden nutzen häufig den elektrischen Fahrmodus und laden die Fahrzeugbatterie oft.

Grafik CO2-Footprint Mittelklassefahrzeug

Die optimale CO2 Bilanz erzielen PHEVs und Elektrofahrzeuge dann, wenn sie zu 100 Prozent mit Strom aus regenerativen Energiequellen geladen werden. Heute hat die durschnittliche Stromproduktion in Europa noch CO2-Emissionen von ca. 350 g/kWh. Bereits heute kann man beim Laden auf Grünstrom achten. Gleichzeitig wird der Durchschnittsstrom hierzulande über die nächsten Jahre immer grüner. Deshalb wird sich die heute schon positive CO2 Bilanz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden gegenüber Benzin und Diesel immer weiter verbessern. 

Fazit: 
Über eine Laufleistung von 200.000 km liegt der gesamte CO2 Fußabdruck eines Mittelklasse-Elektroautos etwa 30 Prozent niedriger als bei einem vergleichbaren Fahrzeug mit Diesel-Verbrennungsmotor. Mit Grünstrom bringt es der Stromer sogar auf einen Vorsprung von rund 65 Prozent. 

*Alle Angaben in diesem Artikel beziehen sich auf Berechnungen der BMW Group für Mittelklassefahrzeuge mit Diesel- , Benzin Plug-in Hybrid oder Elektroantrieb und einer Laufleistung von 200.000 km.