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20.07.2010
25 Jahre Innovationen: Der BMW „Think Tank“ feiert Geburtstag.
Die BMW Forschung und Technik GmbH ist ein einzigartiger Innovationspool für technische Entwicklungen rund um Fahrfreude, Nachhaltigkeit und Sicherheit.

Im Herzen Münchens entwickeln rund 200 Forscher Technologien und Konzepte für die individuelle Mobilität von morgen. 2010 wurde die Denkfabrik der BMW Group 25 Jahre alt.
Grund genug für einen Überblick – von A bis Z.


Arbeitsweise
Forscher, Ingenieure und Designer der BMW Forschung und Technik GmbH genießen ein Höchstmaß an kreativer Freiheit, weil sie nicht den Zwängen einer späteren Serienproduktion unterworfen sind. Auf diese Weise können neuartige Ansätze verfolgt und unkonventionelle Lösungen gesucht werden, ohne dass starre Produktionsbudgets jede auf den ersten Blick abwegige Idee im Keim ersticken. Die Fachleute nutzen dabei unterschiedliche Inspirationsquellen, die von der Bionik bis zur Raumfahrttechnik reichen können. Sie entwickeln Zukunftsperspektiven, die weit über den Produktlebenszyklus eines Fahrzeugmodells hinausreichen.


Außenstellen
Die BMW Forschung und Technik GmbH arbeitet mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Kompetenznetzwerke aus Hochschulen und anderen Institutionen zusammen. Besonders wichtig sind ihre zwei Außenstellen in den USA: das Technology Office Palo Alto im Silicon Valley, Kalifornien, sowie das Liaison Office Clemson, South Carolina. Beide stehen in engem Kontakt zu Universitäten wie beispielsweise der Stanford University oder dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), aber auch zu Forschungseinrichtungen und High-Tech-Firmen anderer Branchen, um innovative Trends und Technologien zu finden und für die Weiterentwicklung der Fahrzeuge zu nutzen. Auch auf deutscher und europäischer Ebene erfolgt ein intensiver Austausch mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Mit der Beteiligung am intereuropäischen Hochschulnetzwerk Eurécom – ansässig am High-Tech-Standort Sophia Antipolis in Südfrankreich – sichert sich die Forschungstochter der BMW Group den Zugang zu führender Informations- und Telekommunikationstechnologie. Darüber hinaus treibt die BMW Forschung und Technik GmbH mit einem Stützpunkt am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz die Automatisierung von intelligentem Verhalten und damit das „Auto der Zukunft“ voran.

Car2X
Der Austausch von Informationen zwischen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur (Car2X) gehört zu den zentralen Forschungsthemen. Dank der Arbeit der Ingenieure können beispielsweise Ampeln Informationen übertragen, um ein Fahrerassistenzsystem über die optimale Geschwindigkeit für eine persönliche „grüne Welle“ zu informieren. Zudem können auch zwischen den Fahrzeugen Daten übertragen werden, um sich gegenseitig über die Verkehrslage oder die Fahrbahnbeschaffenheit auf dem Laufenden zu halten oder frühzeitig vor Unfällen, Staus oder Glatteisbildung zu warnen.


Connected Drive
Mit der Entwicklung elektronischer Systeme, die eine intelligente Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umgebung ermöglichen, haben die Fachleute der BMW Forschung und Technik GmbH maßgebliche Beiträge zur Steigerung des Komforts, der Sicherheit und der Fahrfreude geleistet. Viele der heute im Rahmen von BMW ConnectedDrive in aktuellen Serienfahrzeugen angebotenen Fahrerassistenzsysteme, Mobilitätsdienstleistungen und Systeme zur Integration von externen Kommunikations- und Entertainmentgeräten basieren auf ihren Innovationen. Zu den aktuellen Forschungserfolgen gehören der Engstellenassistent, der den Fahrer im Bereich von Baustellen beim Passieren von besonders schmalen Fahrspuren unterstützt und der Nothalteassistent, der das Fahrzeug in einem medizinischen Notfall sicher zum Stehen bringt.

Drive Stick
Auch bei der Entwicklung revolutionärer Bedienkonzepte und Regelsysteme wird in der BMW Forschung und Technik GmbH permanent Grundlagenarbeit geleistet. Ein Beispiel dafür ist das in einem BMW 3er compact der zweiten Generation dargestellte Konzept einer vollkommen neuartigen Cockpit-Gestaltung, in deren Mittelpunkt die so genannten Drive Sticks stehen. Anstelle von Lenkrad, Gas- und Bremspedal verfügt das Konzeptfahrzeug über zwei vertikal aus der Türverkleidung und der Mittelkonsole hervorragende Bedienhebel, mit denen sich Fahrtrichtung, Beschleunigung und Verzögerung über Drive-by-wire-Technologie steuern lassen.


Efficient Dynamics
Mit der Entwicklungsstrategie Efficient Dynamics verfügt die BMW Group über das weltweit wirksamste Programm zur Reduzierung der Verbrauchs- und Emissionswerte im Straßenverkehr. Neben konsequentem Leichtbau gehören vor allem die Entwicklung von wirkungsgradoptimierten Antriebssystemen, ein intelligentes Energiemanagement im Fahrzeug und wirksame aerodynamische Maßnahmen zu dieser Strategie. Auf all diesen Gebieten hat die BMW Forschung und Technik GmbH seit ihrer Gründung maßgebliche Fortschritte erzielt, deren Ergebnisse vielfach in die Serienentwicklung neuer Modelle eingeflossen sind.

Elektromobilität
Schon vor rund 20 Jahren präsentierten die Ingenieure den BMW E1 - das erste voll funktionstüchtige Konzeptfahrzeug mit reinem Elektroantrieb. Das Fahrzeug hatte eine Reichweite von bis zu 200 km, seine Höchstgeschwindigkeit betrug 120 km/h. Bei der Leserwahl der „Auto Zeitung“ wurde der Wagen zum Sieger der Rubrik Umwelt und Technik“ gekürt, die Fachzeitschrift „Auto Bild“ bezeichnete ihn als „das modernste Auto des Jahrhunderts“. Für die aktuelle Entwicklung beispielsweise des Megacity Vehicle für die emissionsfreie Mobilität in großstädtischen Ballungsräumen profitiert BMW noch heute von den damals gewonnenen Erfahrungen.


Gründung
Im Jahr 1985 wurde die „BMW Technik GmbH“ gegründet. Achtzehn Jahre später wurde sie in die BMW Forschung und Technik GmbH umbenannt und konzentriert sich seitdem auf eine fahrzeugübergreifende Technologieentwicklung.


Hybrid
Seit über 15 Jahren arbeiten die Experten der BMW Forschung und Technik GmbH an Technologien zur Effizienzsteigerung von Automobilen. Auch die in BMW Serienfahrzeugen eingesetzte BMW ActiveHybrid Technologie geht auf die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit zurück.

Infotainment und Co.
Die Einbindung externer Kommunikations- und Entertainmentgeräte ins Fahrzeug gehört zu den Schwerpunkten der Außenstelle in Palo Alto. Dort entstand unter anderem die erste Schnittstelle zur bedienerfreundlichen Integration des Apple iPod über das BMW iDrive System.
Als Mittel zur Vernetzung der Mobilität mit der übrigen Lebenswelt des Fahrers wurde in der Zentrale in München beispielsweise der Prototyp eines multifunktionalen Autoschlüssels entwickelt. Der BMW Key ist mit einem Sicherheitschip versehen, der unter anderem bargeldloses Einkaufen ermöglicht oder auch beispielsweise die Buchung von Hotelzimmern speichert.


Konzeptfahrzeuge
Im Laufe der vergangenen 25 Jahre wurden rund 30 Konzeptfahrzeuge konzipiert und zum Teil auch gebaut. Dazu gehört beispielsweise der zweisitzige Roadster BMW Z1. Schon dieses „Erstlingswerk“ ist wegen seines revolutionären Karosseriekonzepts, der Herstellung und Verwendung neuer Werkstoffe und der Optimierung von Entwicklungsprozessen eine Legende. Das Ergebnis war so beeindruckend, dass schon drei Jahre nach der Entwicklung die ersten Serienfahrzeuge das BMW Werk München verließen.


Meilensteine
In den vergangenen Jahren wurden Hunderte von Innovationen in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Wasserstofftechnologien, alternative Antriebs- und Energiemanagementkonzepte, Aktive Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme sowie Informations- und Kommunikationstechnologien entwickelt. Zu den für Fahrer oder Fahrerin offensichtlichsten Meilensteinen gehören unter anderem das Head-Up Display und der Drehknopf des iDrive.


Realisierung
Die BMW Forschung und Technik GmbH arbeitet u. a. nach dem Konzept der „Kooperativen Forschung“. So wird gewährleistet, dass auch die für eine spätere Serienentwicklung verantwortlichen Abteilungen frühzeitig in das entsprechende Projekt eingebunden werden. Zudem begleiten die Initiatoren einer Innovation ihr Projekt auch nach dem Übergang in die Vor- beziehungsweise Serienentwicklungsphase und wechseln dann mit ihrem Thema in die entsprechende Serienentwicklungsabteilung der BMW AG.

Sachverstand
Mit rund 200 herausragenden Forschern, Entwicklern, Ingenieuren und Experten unterschiedlichster Fachrichtungen sowie intensiven Kontakten zu Forscher- und Entwicklergruppen rund um den Globus verfügt die BMW Forschung und Technik GmbH über einen umfassenden und weltweit einmaligen Sachverstand.

        
        


Verbrauch
Zum 25-jährigen Bestehen präsentierte die BMW Forschung und Technik GmbH die Ergebnisse zweier Projekte, die innovative Wege zu einer maßgeblichen Reduzierung der Verbrauchs- und Emissionswerte aufzeigen: Ein Forschungsfahrzeug mit Brennstoffzellen-Hybridtechnologie sowie ein Konzeptfahrzeug mit Reformertechnologie zur Optimierung des Emissionsverhaltens von Verbrennungsmotoren. Beide Projekte orientieren sich eng an den Erfordernissen des Alltagsverkehrs. Das Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug hat die emissionsfreie Mobilität zum Ziel. Die Reformertechnologie ermöglicht signifikant verbesserte Emissionswerte während der Kaltstart- und Katalysator-Aufheizphase des Verbrennungsmotors.

Wasserstoff
Bei ihren Forschungsprojekten und Konzeptfahrzeugen hat die BMW Forschung und Technik GmbH eine Vielzahl von Erfolgen erzielt, die zu einem wesentlich besseren Verständnis der Wasserstofftechnologie und der Rahmenbedingungen für einen Einsatz im Automobil beitragen. Dazu gehört auch das Wasserstoffrekordfahrzeug H2R, das im September 2004 neun internationale Rekorde für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge mit Hubkolbenmotor erzielte. Das von einem Zwölfzylinder-Aggregat angetriebene Hightech-Fahrzeug erreichte dabei eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 km/h.


Zukunft
„Die BMW Forschung und Technik GmbH leistet kontinuierlich ihren kreativen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Produkte“, sagte Dr. Klaus Draeger, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung, anlässlich des 25. Geburtstags des „Think Tank“. Das – so viel ist sicher – wird auch künftig so bleiben.



   
   
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