UNSER MANAGEMENTANSATZ

Gesellschaftliches Engagement ist für die BMW Group fester Bestandteil ihres unternehmerischen Selbstverständnisses. Dabei konzentrieren wir uns auf Bereiche, in denen wir aufgrund unserer Kernkompetenzen konkrete, messbare Verbesserungen erzielen können.

Wir wollen vor allem dort helfen, wo wir uns auskennen. Weil wir glauben, dass wir so am meisten bewirken können. 2012 haben wir unser Profil dahin gehend weiter geschärft. Standen bisher die Themen Bildung, interkulturelle Verständigung, Verkehrssicherheit, Gesundheitsförderung, Community Relations und Kultur im Fokus unserer Arbeit, konzentrieren wir uns künftig vor allem auf die zwei Bereiche Ressourceneffizienz sowie interkulturelle Innovationen und soziale Inklusion. Eine entsprechende Neuausrichtung unserer Strategie haben wir im Oktober 2012 verabschiedet.

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Aufgrund von Wirtschaftswachstum und einer steigenden Weltbevölkerung steht die Gesellschaft vor der Herausforderung einer Verknappung von Ressourcen. Wir glauben, dass wir bei ihrer Bewältigung einen Beitrag leisten können. Die BMW Group verfügt über großes Ingenieur-Know-how und die Fähigkeit, Innovationen zur Marktreife zu bringen. Auch bei der Schließung von Stoffkreisläufen und einer nachhaltigen Gewinnung von Rohstoffen können wir unsere Erfahrung einbringen.

Eine zweite, globale Herausforderung ist es, interkulturellen Konflikten und sozialer Instabilität vorzubeugen. Als Unternehmen, das in mehr als 140 Ländern aktiv ist, gehört die interkulturelle Verständigung zu unserem Alltag. Auch sind wir auf vielen Märkten tätig, die von starker Ungleichheit geprägt sind. Wir kennen die Realitäten vor Ort. Deshalb glauben wir, zu mehr interkultureller Verständigung und sozialer Inklusion beitragen zu können.

Durch unser gesellschaftliches Engagement in diesen beiden Schwerpunktbereichen wollen wir unserer Verantwortung als Corporate Citizen gerecht werden. Wir glauben zudem, dass wir durch unser gesellschaftliches Engagement neue Kompetenzen erwerben können, die wiederum unserem Kerngeschäft zugutekommen.

Im Fokus unseres Engagements stehen Lösungsansätze, die international übertragbar sind und nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ spürbare Langzeitwirkung entfalten. Neben unseren beiden globalen Schwerpunktthemen bleibt das Engagement im Bereich Nachbarschaftshilfe rund um die Standorte als gesellschaftlicher Beitrag zur lokalen Entwicklung erhalten.

STEUERUNG DES GESELLSCHAFTLICHEN ENGAGEMENTS
Verantwortlich für die fachliche Steuerung des gesellschaftlichen Engagements ist die zentrale Konzernkommunikation in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Nachhaltigkeitsstrategie und -steuerung. Lokale Initiativen werden von den jeweiligen Produktions- und Vertriebsstandorten operativ betreut, inhaltlich jedoch mit der Zentrale abgestimmt. In Unternehmensnetzwerken wie „UPJ“ (Netzwerk engagierter Unternehmer und gemeinnütziger Mittlerorganisationen in Deutschland) und „WIE“ (Wirtschaft. Initiative. Engagement.) setzen wir uns für transsektorale Zusammenarbeit ein. Die Ergebnisse unserer gesellschaftspolitischen Aktivitäten messen wir seit 2010 nach der sogenannten iooi-Methode, die mit anderen DAX-Unternehmen in einer Arbeitsgruppe der Bertelsmann Stiftung entwickelt wurde.

Im Jahr 2012 haben wir für unser gesellschaftliches Engagement insgesamt 31.978.858 € eingesetzt. Davon entfielen 9.637.598 € auf Spenden. Die Verteilung dieser Summen auf unsere unterschiedlichen Schwerpunkte zeigen die Grafiken.

LOKALES ENGAGEMENT VOR ORT
Die BMW Group ist mit 29 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern vertreten. Unser Vertriebsnetzwerk unterhält 42 National Sales Companies. Überall dort, wo wir tätig sind, übernehmen wir auch Verantwortung. Während unser lokales Engagement grundsätzlich nach strategischen Leitlinien erfolgt, leisten wir im Katastrophenfall auch spontane Hilfe. So haben wir 2011 nach dem Erdbeben in Japan den Opfern 1 Mio. € über das Japanische Rote Kreuz und die Organisation „Save the Children“ zukommen lassen.

Spontane Katastrophenhilfe kann auch die Initialzündung für ein längerfristiges Engagement sein. Ein Beispiel dafür ist der „BMW Warm Heart Fund“, der 2008 von den Joint-Venture-Partnern BMW China und Brilliance Automotive gegründet wurde, um Hilfs- und Entwicklungsmaßnahmen in der Provinz Sichuan zu ermöglichen. Dort waren bei einem Erbeben 80.000 Menschen getötet und rund 400.000 verletzt worden.

Nachdem die BMW Group mit 930.000 € das Startkapital bereitgestellt hatte, erhielt der „BMW Warm Heart Fund“ bis Juni 2012 Spenden in Höhe von 78,6 Mio. RMB. Mit diesem Geld fördern wir Bildung, Kultur, Umweltschutz und Sozialprogramme. Ein Beispiel ist das 2011 ins Leben gerufene „BMW Joy Home“ Children Care-Programm, mit dem wir Kinder aus ökonomisch benachteiligten Regionen helfen, ihr Potenzial zu entfalten. Jedes „Joy Home“ verfügt über 10.000 Bücher, Computer und Sportequipment. Bis Ende 2012 sind „Joy Homes“ an 52 chinesischen Schulen entstanden. Insgesamt profitieren mehr als 50.000 Kinder.

Ein weiteres Beispiel unseres Engagements vor Ort ist Südafrika, wo wir seit 1975 mit einem eigenen Produktionsstandort in Rosslyn vertreten sind. Hier lebt heute etwa jeder fünfte Mensch mit HIV/AIDS. Die BMW Group führt deshalb ein Arbeitsplatz-Programm gegen HIV/AIDS durch, in dessen Rahmen sich die Mitarbeiter und deren Familien vor Ort testen und medizinisch betreuen lassen können.

Zudem unterstützen wir in Südafrika eine Gemeinschaftseinrichtung zur AIDS-Bekämpfung in Soshanguve (unweit des Werks Rosslyn). Die Zahl der Patienten ist seit 2011 von 5.000 auf 7.500 pro Monat gestiegen. In Knysna haben wir gemeinsam mit der Organisation LoveLife das BMW Y-Center in ins Leben gerufen. Das Zentrum bietet Bildungs- und Sportangebote sowie Beratung zur AIDS-Prävention unter einem Dach. Es wird jeden Monat von bis zu 6.000 jungen Menschen besucht.

Beachtliche Summen für den Kampf gegen HIV/AIDS werden jedes Jahr beim Wiener „Life Ball“ gesammelt, einer der wichtigsten europäischen Charity-Veranstaltungen gegen die Pandemie. Seit 2000 stellt die BMW Group einen von einem Designer individuell gestalteten MINI zur Verfügung, der im Anschluss an den Event versteigert wird. Durch die Versteigerung dieser Unikate kamen bisher über 500.000 € für die HIV/AIDS-Bekämpfung zusammen.

In Deutschland ging der BMW Familientag mit rund 75.000 Besuchern und einem vielseitigen Programm an allen Standorten in München 2012 besonders erfolgreich zu Ende: Alle beteiligten rund 4.000 Mitarbeiter stellten ihre geleistete Arbeitszeit unentgeltlich zur Verfügung. Der monetäre Gegenwert in Höhe von insgesamt 250.000 € ging an fünf gemeinnützige Institutionen: Die Diakonie Hasenbergl und Moosach, die Arche Moosach-Allach e.V., den Förderverein Kindernotarzt e.V., die Klinik Clowns e.V. sowie die Björn-Schulz-Stiftung.

Seit August 2012 ist auch das Einsatzfahrzeug, das die BMW Group dem Münchener Kindernotarzt spendete, rund um die Uhr auf Münchens Straßen unterwegs. Der BMW X3 xDrive 20d wurde speziell für Notarzteinsätze aufgerüstet und hat seit Beginn rund 2.800 Einsätze gefahren. Bei ca. einem Viertel der Einsätze sind die Münchener Kindernotärzte noch vor dem Rettungswagen oder den Feuerwehrfahrzeugen vor Ort und können Erste Hilfe leisten.

ENGAGEMENT DER MITARBEITER UNTERSTÜTZEN
Mit unserem im Jahr 2011 überarbeiteten Rahmenkonzept zum Corporate Volunteering wollen wir das freiwillige soziale Engagement unserer Mitarbeiter unterstützen. Als ersten Schritt haben wir einen Preis ins Leben gerufen, der das vorbildliche Engagement von Mitarbeitern auszeichnet. Die „BMW Group Auszeichnung für gesellschaftliches Engagement ihrer Mitarbeiter“ wurde 2011 erstmals deutschlandweit ausgeschrieben. 2012 konnten sich weltweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerben. Mit der Auszeichnung würdigt das Unternehmen die Mitarbeiter, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für andere Menschen engagieren. Für die Auszeichnung haben sich insgesamt 131 Projekte aus 14 Ländern beworben. Zusätzlich wurde auch im Jahr 2012 wieder ein Sonderpreis der Doppelfeld-Stiftung vergeben. Er richtet sich explizit an junge Mitarbeiter. Im Rahmen einer feierlichen Verleihung im BMW Museum wurden zwei Projekte aus Panama und Südafrika und ein deutsches Engagement durch die BMW Group ausgezeichnet und mit einer zweckgebundenen finanziellen Anerkennung in Höhe von insgesamt 15.000 € geehrt. Der Sonderpreis in Höhe von 5.000 € wurde an einen französischen Mitarbeiter verliehen.

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CORPORATE CITIZENSHIP

Wir begreifen uns als Corporate Citizen und möchten zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Gerade die interkulturelle Verständigung und der verantwortungsvolle Umgang mit globalen Ressourcen sind Voraussetzungen dafür, dass Probleme zwischen Kulturen gemeinsam angegangen werden können. Wir kennen die Bedingungen in den Ländern, in denen wir tätig sind. Diese Expertise wollen wir für unser gesellschaftliches Engagement nutzen. Dabei bilden nachhaltige Erziehungs- und Bildungsprojekte ein geeignetes Instrument, um diese Ziele anzustreben und zu erreichen. Denn Bildung führt zu mehr gegenseitigem Verständnis und mehr sozialer Inklusion. Die BMW Group wiederum profitiert von diesem gesellschaftlichen Engagement. Wenn wir etwa dazu beitragen, Ungleichheiten zu reduzieren, verstehen wir das jeweilige Sozialgefüge vor Ort noch besser. Auch trägt das gesteigerte interkulturelle Verständnis dazu bei, bisher noch nicht erreichte Zielgruppen zu gewinnen und in neuen Lösungsräumen zu denken. Unser gesellschaftliches Engagement ist für uns die essenzielle Grundlage für ein erfolgreiches Agieren als Global Player.

INTERKULTURELLE INNOVATION

Als globales Unternehmen mit multinationaler Belegschaft engagiert sich die BMW Group seit vielen Jahren für die Verständigung zwischen Nationen, Religionen und Ethnien. Von 1997 bis 2010 prämierte das Unternehmen mit dem „BMW Group Award für Interkulturelles Lernen“ weltweit zahlreiche innovative Projekte und Persönlichkeiten, die eine nachhaltige, offene Beziehung zwischen den Völkergemeinschaften unterstützen. Im Jahr 2011 wurde der „Intercultural Innovation Award“, eine Kooperation der BMW Group mit der United Nations Alliance of Civilizations (UNAOC), ins Leben gerufen. Der Preis zeichnet besonders innovative Projekte aus, die den Austausch und die Verständigung unterschiedlicher Kulturen auf der ganzen Welt fördern und somit einen entscheidenden Beitrag für Sicherheit und Frieden in der Zivilgesellschaft leisten. 2012 gab es 514 Bewerbungen aus 92 Ländern, im Jahr 2011 waren es mehr als 400 Bewerbungen aus 70 Ländern. Die herausragendsten Projekte erhalten neben dem Preisgeld unterstützende Beratung durch das eigens initiierte Netzwerk „World Intercultural Facility for Innovation (WIFI)“. Ziel ist es, die Wirksamkeit der Projekte zu vergrößern und sie auf andere Kontexte zu übertragen. Die beratende Projektförderung wird auf individuelle Bedarfe der Preisträger zugeschnitten. Durch den Preis sowie die damit verbundene Betreuung konnten einige Preisträger von 2011 bereits konkrete Erfolge und Fortschritte nachweisen.

Das mit dem ersten Platz prämierte Projekt des Centers for World Religions, Diplomacy and Conflict Resolution ist eine wegweisende Initiative zur Förderung von Frieden und interkulturellem Verständnis im Mittleren Osten. Das jüdisch-arabische Tourismusprogramm organisiert individuelle Gruppenreisen nach Israel, Palästina, Jordanien, Ägypten und in die Türkei. Geführt von israelischen und palästinensischen Friedensstiftern vermitteln die Reisen den Teilnehmern ein differenziertes Bild der Region aus unterschiedlichen Perspektiven und bringen sie in Kontakt mit lokalen Vertretern, die sich für Veränderungen in der Region aktiv einsetzen. Im Jahr 2012 nahmen 500 Personen an den Reisen teil. Das Projekt expandierte über Israel und Palästina hinaus auch nach Ägypten, in die Türkei und nach Jordanien.

Der zweite Platz ging an die private Stiftung Maytree und ihr Projekt DiverseCity onBoard, das sich für die Gleichstellung ethnischer Minderheiten in der kanadischen Region rund um Toronto einsetzt. So bringt DiverseCity onBoard öffentliche Institutionen und gemeinnützige Organisationen mit hoch qualifizierten Bewerbern aus Minderheitsgemeinschaften zusammen und unterstützt sie dabei, Diversität als Grundwert einer gemeinsamen Gesellschaft zu begreifen. An dem Projekt nahmen bis 2011 1.500 Mitglieder und 550 Organisationen teil. Bis Mitte 2013 kommen voraussichtlich 2.000 neue Mitglieder aus sechs weiteren Ländern dazu.

Die Vaga Lume Association ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für den kulturellen Austausch zwischen Menschen und Gemeinschaften des brasilianischen Amazonas einsetzt und deren Unabhängigkeit fördert. 2011 profitierten 14 Teenager-Gruppen, 2012 waren es 16.

Kickfair nutzt die globale Kraft des Fußballs als verbindendes Element. Über den Straßenfußball entwickelt die Organisation vielfältige Projekte in den Bereichen Bildung, interkulturelles Lernen und Erziehung. Die Teilnehmer lernen Fähigkeiten, die wichtig sind für das Spiel, aber noch wichtiger für das Leben außerhalb des Platzes. 2011 nahmen 5.000 Jugendliche teil, 2012 waren es 33.200 aus Deutschland, Paraguay, Chile, Brasilien, Kambodscha, Israel, Ruanda und Kenia.

Irenia ist ein in Spanien gegründetes Kollektiv von Berufstätigen und Lehrern mit unterschiedlichsten Bildungsständen und Erfahrungen. Die Mitglieder von Irenia möchten sich durch Bildungsprojekte, die die Menschen zu verantwortungsbewussten Bürgern machen, für eine neue Friedenskultur engagieren. Irenia unterstützt und nutzt aktiv Lehr- und Lernansätze, die sowohl auf emotionalem Engagement als auch auf akademischem Wissen basieren. Das spanische Kollektiv hat Ableger in Ägypten, Tunesien, Griechenland, Jordanien, der Türkei, Italien, Rumänien und Palästina.

FÖRDERUNG EINER OFFENEN GESELLSCHAFT

Die BMW Group fördert das Adam Institut für Demokratie und Frieden – eine führende Institution der Erziehung zur Demokratie in ganz Israel. Seit 2004 unterstützen wir das Programm „Erziehung zur Demokratie in jüdischen und arabischen Schulen“. Unser Ziel ist es, die Ausbildung arabischer und jüdischer Jugendlicher zu fördern und damit einen Beitrag zum interkulturellen Verständnis und zur Sicherung des Friedens zu leisten. Das langjährige Engagement der BMW Group wurde mit dem Teddy Kollek Award ausgezeichnet.

Soziale Inklusion durch nachhaltige Bildung

Mobilität und Nachhaltigkeit erleben

Internationales Hochschulnetzwerk

Eines der größten nachhaltigen Projekte der BMW Group im Bildungsbereich liegt in Südafrika. Das Förderungsprojekt für die Umwelterziehung an Schulen „Schools Environmental Education Development Project“ (SEED) hat zum Ziel, bei südafrikanischen Kindern ein stärkeres Umweltbewusstsein zu wecken und das Engagement für die Gemeinschaft zu fördern. So lernen die Schüler der beteiligten Schulen beispielsweise, wie man Gemüse anbaut und einen Garten pflegt. Überdies werden ihnen auch Hygienestandards vermittelt. Besonders stark eingebunden sind in diesem Projekt Kinder aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Zudem übernimmt jede beteiligte Schule die Verantwortung für ein Umweltprojekt. Die Schulen werden jährlich beurteilt und ihre Leistungen bewertet. Sie erhalten eine nach Leistungsstärke gestaffelte finanzielle Belohnung.

Das SEED-Programm startete 1996 an 15 Schulen in der Nähe des BMW Werks in Rosslyn. Die positiven Folgen des Projekts wirken sich nicht nur auf die Kinder selbst, sondern auch auf deren Familien und Freunde aus. Darüber hinaus spielt SEED eine große Rolle in den von HIV/AIDS betroffenen Gemeinden. Mittlerweile nehmen mehr als 60 Schulen teil. Jedes Jahr erhöht BMW die Anzahl der teilnehmenden Schulen und erreicht somit immer mehr Kinder. In den nächsten Jahren soll das SEED-Programm weiter ausgedehnt werden.

Unterstützend zu unserem Schwerpunktthema interkulturelle Innovationen und soziale Inklusion engagieren wir uns mit vielen Projekten im Bereich Bildung und fördern so das Verständnis von Technik und Nachhaltigkeit. Ein Beispiel ist der Junior Campus der BMW Group. Sein Konzept „Mobilität und Nachhaltigkeit mit allen Sinnen entdecken“ ist in Zusammenarbeit mit renommierten Pädagogen und Wissenschaftlern entstanden. So erleben die Kinder beispielsweise durch selbstständiges und interaktives Forschen, Erproben und Experimentieren den Lebenszyklus eines Autos unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Das internationale Projekt passen wir an die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Märkte an. Der erste Junior Campus wurde im Herbst 2007 in München eröffnet. Es nahmen rund 17.100 Kinder und Jugendliche an 1.400 Workshops teil. 21.000 Gäste kamen in das offene Labor, wo Besucher einmal täglich kostenlos anhand verschiedener Exponate tiefer in das Thema Mobilität eintauchen können. 2012 haben wir zudem den Junior Campus Berlin eröffnet. Er basiert auf der pädagogischen Idee des Junior Campus in München, wurde gemeinsam mit dem Deutschen Technikmuseum weiterentwickelt und um den Bereich Naturwissenschaft und Mathematik ergänzt. Ende 2012 eröffnete der BMW Korea Future Fund den ersten internationalen Junior Campus in Südkorea. Mit seinem mobilen Konzept bietet das in einem Truck installierte Labor auch unterprivilegierten Kindern aus den ländlichen Regionen Südkoreas Bildungschancen und trägt so zur sozialen Inklusion bei. Der Junior Campus wird an Grundschulen, Gemeindezentren, Bibliotheken und anderen öffentlichen Einrichtungen für Kinder eingesetzt. Die Module, die sich am Münchener Modell orientieren, wurden an die Anforderungen des koreanischen Bildungssystems angepasst. Ziel ist es, Kindern im Alter zwischen neun und zwölf Jahren Wissenschaft, Technik, Ingenieurwissenschaften, Kunst und Mathematik näherzubringen.

Unsere Hochschulkooperationen bauen wir derzeit weltweit neu aus. Hierzu gehört der Auf- bzw. Ausbau von strategischen Hochschulpartnern wie der Technischen Universität München, dem Karlsruher Institut für Technologie, der Universität St. Gallen, der Clemson University, dem Georgia Institute for Technology sowie dem Massachusetts Institute of Technology – Hochschulen, mit denen die BMW Group verstärkt bei Forschungs- und Technologietransfer sowie Nachwuchsförderung und industrierelevanter Bildung zusammenarbeiten will. Die Formen der Zusammenarbeit reichen von gemeinsamen Forschungsprojekten bis hin zur Einbindung in die Nachwuchsprogramme der BMW Group. So kooperieren wir für unser Bachelorprogramm „SpeedUp“ mit den Hochschulen Deggendorf, Ingolstadt und Esslingen. Auch mit Spenden fördert die BMW Group die Arbeit von Hochschulen. So haben wir den Bau des Institute for Advanced Study an der TU München in den Jahren 2009 bis 2011 maßgeblich unterstützt. Zudem fördern wir Hochschulen durch die Einrichtung von Stiftungslehrstühlen, die Überlassung von Fahrzeugen zu Forschungs- und Lehrzwecken sowie durch die Übernahme von Lehraufträgen durch unsere Mitarbeiter. Neben den Hochschulen kooperiert die BMW Group auch mit Berufsschulen und unterstützt deren Arbeit. Ein Beispiel aus 2012 ist die Übergabe des Vollhybridfahrzeugs BMW ActiveHybrid 3 an das Städtische Berufsschulzentrum für Fahrzeugtechnik in München im Wert von 52.000 €. Das Fahrzeug wird an der Schule für Unterrichts- und Ausbildungszwecke eingesetzt. Die BMW Group ist ein bedeutender Partner in der dualen Berufsausbildung und hat dem städtischen Berufsschulzentrum bereits 2008 ein Fahrzeug im Wert von 70.000 € zur Verfügung gestellt.

SCHUTZ ALLER VERKEHRSTEILNEHMER

Für die BMW Group zählt nicht nur die Sicherheit ihrer Fahrzeuge, sondern auch der Schutz aller Verkehrsteilnehmer. Dafür engagieren wir uns weltweit mit einer Vielzahl von Initiativen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. In München werden seit 1984 jährlich die Schulwege sicherer gemacht. Der Großteil der Münchner Erstklässler wird mit Schulwegplänen ausgestattet. Darauf sind Gefahrenpunkte markiert und Empfehlungen für einen sicheren, unfallfreien Schulweg gegeben. In München hat sich die Anzahl der teilnehmenden Schulen von 55 im Jahr 1984 auf 138 im Jahr 2012 erhöht. Nach Angaben der Polizei München fiel die Anzahl der Schulwegunfälle im selben Zeitraum von 357 auf 99 – und das bei stetig steigender Einwohnerzahl der Stadt München. Unter den 15 Großstädten der Bundesrepublik ist München die Stadt, in der die wenigsten Kinder als Fußgänger verunglücken. Zu der sinkenden Unfallquote haben laut der Verkehrswacht München auch die Schulwegpläne beigetragen. 1998 startete die BMW Group das Projekt auch in Berlin. Bislang konnten dort rund 280 Schulen mit circa 146.000 Schulwegbeschreibungen versorgt werden.

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In Großbritannien setzen wir auf das Internet als Medium. Unser „Safe on the street“-Programm steht Kindern, Eltern und Lehrern seit 2001 über eine eigene Website zur Verfügung. Das Portal, das für seine Innovativität und hohe Benutzerfreundlichkeit mit dem „International Visual Communications Gold Award“ ausgezeichnet wurde, verzeichnete 2012 237.538 Seitenaufrufe.

In den USA informiert unsere „BMW Performance Driving School“ jedes Jahr mehr als 15.000 Jugendliche und Erwachsene. Dazu gehört auch die „Teen Driving School“, die wir in Kooperation mit Händlern im ganzen Land anbieten und sich speziell an Fahranfänger richtet. Ebenfalls an Fahranfänger richtet sich das „Teen Driver Safety Program“ des „BMW Car Club of America“, das rund 4.000 Teenager in mehr als 90 Schulen erreicht. 2011 haben wir zudem die Kampagne „DON’T TXT & DRIVE“ initiiert, die auf allen Medienkanälen vor der Gefahr durch Ablenkung am Steuer warnt.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten fördert die BMW Group seit 2009 unter dem Motto „Stay Alert. Stay Alive“ die Verwendung von Anschnallgurten und Kindersitzen. Nur ein Drittel der Autofahrer in den Vereinigten Arabischen Emiraten nutzt Anschnallgurte, nur 2 % der Kinder werden durch Kindersitze geschützt. Mit einer breit angelegten Kampagne, die von Radiowerbung bis hin zu „Public Awareness Days“ bei BMW Händlern reicht, haben wir für das Thema Verkehrssicherheit sensibilisiert. Zudem haben wir insgesamt rund 3.000 Studenten über die Konsequenzen leichtsinnigen Fahrens informiert und über 4.500 Kindersitzkissen übergeben. Die Kampagne wurde von verschiedener Seite ausgezeichnet, unter anderem 2012 von der „Middle East PR Association“ als beste Initiative im Bereich Corporate Social Responsibility sowie als „Best Integrated Campaign“ bei den „Dubai Lynx Awards“.

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KULTURMANAGEMENT

Seit über 40 Jahren engagiert sich die BMW Group für Kultur. Weltweit unterstützen wir Hunderte Projekte in den Bereichen klassische Musik und Jazz, moderne und zeitgenössische Kunst sowie Architektur und Design. Durch unser Kulturengagement tragen wir zur Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung als „Corporate Citizen“ bei. Außerdem fördert unser kulturelles Engagement die Reputation des Unternehmens und führt zu einem Austausch mit Meinungsbildnern und Multiplikatoren.

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Seit 2012 richten wir alle Kulturprojekte an unserer Strategie „BMW Group Kulturengagement“ einheitlich aus. Diese Dachstrategie ist weltweit bindend und basiert auf der vom Vorstand verabschiedeten Konzern- und Markenstrategie sowie auf der Sponsoringstrategie von 2010. In Anlehnung an diese Dachstrategie hat auch der deutsche Markt eine eigene Kulturstrategie verabschiedet. Der Fachbereich Konzernkommunikation und Politik wählt die geförderten Projekte zentral aus. Gleichwohl fördern die einzelnen Standorte zusätzlich lokale Aktivitäten. Unternehmensintern können Vorschläge bei der Fachstelle für Kulturengagement eingereicht werden. Ebenso können Dritte Projektanfragen an die BMW Group richten. Die Fachstelle für Kulturengagement prüft, wie die Vorschläge mit der Unternehmensstrategie vereinbart werden können, und setzt diese gegebenenfalls selbst oder in Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen der BMW Group um. Die Herausforderung besteht dabei in der Wahl des kulturellen Partners und in der gemeinsamen Kreation eines passenden Formats, da strategisch keine Einzelveranstaltungen/-künstler gefördert werden. Das ist zeitintensiver und langfristiger in der Planung. Wir bauen gemeinsam mit den Kulturinstitutionen eine langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit auf. Dabei wahren wir die Unabhängigkeit und die künstlerische Freiheit unserer Partner bei allen Projekten. 2012 haben wir unser Kulturengagement erfolgreich international ausgeweitet. Der Zuspruch zeigt sich unter anderem im Feedback von Kulturschaffenden, in Kundenbefragungen und in einer positiven Medienberichterstattung.

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BMW GUGGENHEIM LAB

Das BMW Guggenheim Lab, eine Kooperation der Solomon R. Guggenheim Foundation und der BMW Group, ist ein mobiles Forschungslabor, das in mehrere Metropolen weltweit unterwegs ist. Junge, internationale Teams aus den Bereichen Stadtentwicklung, Architektur, Kunst, Design, Wissenschaft, Technik, Bildung und Nachhaltigkeit befassen sich in Projekten, Experimenten und im öffentlichen Diskurs mit Fragen des modernen städtischen Lebens. Ziel sind die Erforschung und das Experimentieren mit neuen Konzepten sowie die Entwicklung zukunftsweisender Lösungsansätze für das Leben in der Großstadt. Nachdem das BMW Guggenheim Lab 2011 in New York gestartet war, kam es 2012 nach Berlin. Bürger erfuhren dort, wie gemeinsam entwickelte Instrumente und Ideen eine aktive Gestaltung ihrer urbanen Umwelt ermöglichen. Aus dem erfolgreichen Projekt – an 33 Tagen kamen über 27.000 Besucher – entwickelten sich zudem drei langfristige städtische Projekte. Neben einer interaktiven Fahrradkarte für Berlin und einem Nachbarschaftsgartenprojekt wurde ein Onlinestadtplan zum Thema Liegenschaften entwickelt. Mithilfe des Onlineplans sollen Berliner Bürger in die Planung bezüglich künftiger Nutzungen eingebunden werden. Ende 2012 ist das BMW Guggenheim Lab nach Mumbai weitergezogen.

Gemeinsam mit dem Dr. Bhau Daji Lad Museum präsentierte sich das Lab von Dezember 2012 bis Januar 2013 an sechs Veranstaltungsorten im gesamten Stadtgebiet in Mumbai und konnte so mit seinem Programm und den partizipativen Studien ein möglichst breites Publikum erreichen. Knapp 23.900 Besucher jeden Alters nahmen über 29 Tage lang an 165 Veranstaltungen teil, darunter Design- und Forschungsprojekte, Umfragen, geführte Touren, Diskussionsrunden, Workshops und Filmvorführungen. Die Konstruktion des Mumbai Lab, entworfen vom Tokyoter Architektenbüro Atelier Bow-Wow in Zusammenarbeit mit SDM Architects aus Mumbai, wird auch nach der Abreise des Lab weiter in Mumbai bleiben. Die L-förmige Struktur, hauptsächlich aus Bambus bestehend und speziell für den Platz am Dr. Bhau Daji Lad Museum in Mumbais Byculla- Viertel entworfen, bleibt dem Museum und zukünftigen Besuchern als informeller Treffpunkt erhalten. Das BMW Guggenheim Lab wurde mit zahlreichen internationalen Preisen und Nominierungen ausgezeichnet.

Das BMW Guggenheim Lab wurde von den Vereinten Nationen als Vorzeigeprojekt anerkannt. Es motiviere Menschen dazu, sich stärker an der öffentlichen Diskussion über wichtige urbane Themen zu beteiligen und sich in Projekten zu engagieren. Es hat zudem zahlreiche Preise erhalten, hier eine Auswahl:

• International Design Communication Award 2012: interaktives Lab Logo Sieger in der Kategorie „Bestes Logo“

• 2012 MUSE Awards: Das Spiel „Urbanology“ erhält den Gold prize in der Kategorie „Games and Augmented Reality“, die Website des BMW Guggenheim Lab eine Honorable Mention in der Kategorie „Online Presence“

• Goldener Bulle 2012 (Art Investor): Sieger in der Kategorie „Kunst und Kultur“

• „CITATION“ für Design Excellence der 2012 AIA New York State Design Awards Jury

• Kulturmarken-Award 2012: BMW Guggenheim Lab Preisträger in der Kategorie „Trendmarke des Jahres“

EIN BESONDERES MUSIKERLEBNIS

Ein besonderes Musikerlebnis bietet das preisgekrönte Format „Oper für alle“, das wir 1997 in München und 2007 in Berlin ins Leben gerufen haben. Bei diesem Open-Air-Ereignis werden Inszenierungen der Bayerischen Staatsoper bzw. der Staatsoper Unter den Linden auf öffentliche Plätze und für ein Publikum übertragen, das sonst möglicherweise nicht den Zugang zur Oper finden würde. Ein Beispiel: In Berlin kamen zur Don Giovanni-Übertragung am 30. Juni und zum Open-Air-Konzert mit der Staatskapelle Berlin am 1. Juli zusammen rund 60.000 Besucher auf den Bebelplatz.

Dieses Format haben wir international ausgeweitet. 2012 fand zum ersten Mal ein Konzert im Rahmen der „BMW LSO Open Air Classics“ statt. Das hochkarätige London Symphony Orchestra spielt künftig einmal im Jahr klassische Musik live und Open Air für ein breites Publikum. Der Eintritt ist frei. Zur Premiere auf dem Trafalgar Square in London kamen 15.000 Zuschauer.

MODERNE KUNST, MUSIK, ARCHITEKTUR UND DESIGN

Wir unterstützen ein breites Spektrum moderner und zeitgenössischer Kunst, klassischer Musik und Jazz, sowie Architektur und Design.

Moderne zeitgenössische Kunst

Klassische Musik und Jazz

Design im Dialog

Die BMW Group fördert u.a. mit dem „Preis der Nationalgalerie für junge Kunst“ sowie mit dem 2011 ins Leben gerufenen „Preis für junge Filmkunst“ in Berlin zeitgenössische Künstler. 2011 wurde der französische Videokünstler Cyprien Gaillard ausgezeichnet. Ab 2013 erhält der Gewinner statt eines reinen Geldpreises eine mit einem Katalog begleitete Einzelausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie. Diese Einzelausstellung findet jeweils im Folgejahr der Preisvergabe statt.

2012 fand im Rahmen der Olympischen Spiele in London „Art Drive!“ statt. Fast 13.000 Besucher kamen innerhalb der zweiwöchigen Laufzeit in die frei zugängliche Ausstellung, in der 16 der 17 BMW Art Cars gezeigt wurden. Zum ersten Mal wurde die Kollektion der designten Automobilkunstwerke gesamthaft im UK präsentiert, in einem Parkhaus im zentralen Londoner Stadtteil Shoreditch.

2012 haben wir außerdem „BMW Tate Live“ gestartet. Es handelt sich um eine mehrjährig angelegte Kooperation von der BMW Group und der Tate Modern in London, im Mittelpunkt derer Performances und interdisziplinäre Kunstformen stehen, die exklusiv via Online-Liveübertragung zu erleben sind. Die Partnerschaft zielt darauf ab, mit neuen Kunstformen ein internationales Publikum zu erreichen und dabei dessen veränderte Erwartungen an die Kunst zu berücksichtigen.

Als erste Publikation seiner Art haben wir 2012 im Rahmen der Art Basel den „BMW Art Guide by Independent Collectors“ vorgestellt. Es ist ein Handbuch zu privaten, öffentlich zugänglichen Kunstsammlungen weltweit. Es ist außerdem die erste gemeinschaftliche Publikation aus der seit 2009 bestehenden Partnerschaft zwischen der BMW Group und Independent Collectors. Wie andere gemeinsame Projekte dient der Guide dem Ziel, zeitgenössische Kunst in Privatbesitz der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der BMW Welt Jazz Award fand 2012 bereits zum vierten Mal statt. Unter dem Motto ”Jazz and the City” traten in München sechs internationale Ensembles gegeneinander an. Der mit insgesamt 15.000 € dotierte Preis hat sich als eine feste Größe im Jazzbereich etabliert. Neben dem BMW Welt Jazz Award unterstützt die BMW Group Jazzfestivals und -konzerte in verschiedenen Städten Europas, Südamerikas und Asiens.

Seit 2011 ist die BMW Group erster Partner des Bildungsprogramms ”Spielfeld Klassik” der Münchner Philharmoniker. Die Initiative will Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund an die klassische Musik heranführen. Dazu bietet sie Erwachsenen und Kindern ab fünf Jahren Konzerte, Proben, Einführungen und Workshops an. 2012 wurde das Schulkonzert ”Beethoven und die Freiheit” als Projekt von ”Spielfeld Klassik” im Wettbewerb ”365 Orte im Land der Ideen” ausgezeichnet.

Seit 2010 nimmt die BMW Group jährlich mit einer Installation an der internationalen Möbelmesse ”Salone del Mobile” in Mailand teil. Wir wollen uns von den Entwürfen der Möbelhersteller inspirieren lassen und gleichzeitig mit einer eigenen Installation aufwarten. Der Blick über die eigene Branche hinaus schafft Raum für Designinnovationen. 2012 haben wir die Installation COLOUR ONE for MINI by Scholten & Baijings präsentiert. Das niederländische Designerduo erforscht das Design eines MINI One. Dabei untersuchen Scholten & Baijings seine Zusammensetzung bis in die kleinsten Bestandteile. Buchstäblich sezieren sie so den Designprozess. Das Ergebnis ist eine Neuinterpretation, die die Gesetzmäßigkeiten des Automobildesigns hinterfragt und neu beleuchtet.

STIFTUNGEN

Wir sind überzeugt, dass die Gestaltung einer durch gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Innovationen geprägten Gesellschaft gelingen kann, wenn jeder Einzelne Verantwortung für das Allgemeinwohl übernimmt und seine Kompetenzen und Fähigkeiten für den sozialen Wandel einsetzt. über unsere Stiftungen leisten wir dazu einen wirksamen
Beitrag.

ENGAGEMENT DER BMW STIFTUNG HERBERT QUANDT

Die BMW Stiftung Herbert Quandt widmet sich der Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und dem internationalen Dialog. Eines ihrer zentralen Themen ist dabei der Beitrag von Führungskräften zur Weiterentwicklung der Gesellschaft.

Über „Young Leaders“-Konferenzen gibt die Stiftung Nachwuchsführungskräften bereits seit 1995 Impulse, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Heute ist die Stiftung mit ihren Foren in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Afrika aktiv. Teilnehmer erleben auf Exkursionen zu sozialen Einrichtungen, Verwaltungen und Unternehmen die Lebenswirklichkeit von lokalen Akteuren, die gesellschaftlichen Wandel aktiv gestalten wollen.

Welchen Beitrag die Konferenzen leisten können, zeigt exemplarisch die Zusammenarbeit mit Matthew Spacie, dem Gründer dem Gründer der indischen Nichtregierungsorganisation „Magic Bus“. Das größte Mentoringprogramm Asiens für Kinder in Armut wird durch die „Young Leaders“ mit ihrem Know-how und persönlichen Netzwerken unterstützt, seit sie die Initiative 2009 bei der BMW Stiftung kennengelernt haben. Inzwischen fördert auch die BMW Group India das Projekt zusätzlich mit 150.000 € pro Jahr.

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Durch „Magic Bus“ erhalten 250.000 Kinder bessere Bildung und konnten ihren Gesundheitszustand verbessern. Zudem zeigen sie einen gleichberechtigteren Umgang mit Mann und Frau und erarbeiten sich vielversprechende Existenzgrundlagen für die Zukunft. So wollen z.B. 90 % der teilnehmenden Kinder nach der zehnten Klasse weitere Bildungsmöglichkeiten wahrnehmen. Durch die Unterstützung der BMW Group konnten Programme auch in den Regionen Delhi und Chennai aufgelegt werden.
Auch mit den Gewinnern der BMW Foundation Young Leaders Awards 2012 (Generationsbrücke Deutschland, Earth Security Initiative im UK und Teach me to Fish in Bulgarien), die sich kreativ und unternehmerisch für eine bessere Gesellschaft einsetzen, arbeitete die BMW Stiftung eng zusammen und konnte Young Leaders für ein Pro-bono-Engagement bei den Organisationen gewinnen.
Die Stiftung verfügt über ein Stiftungsvolumen von 50 Mio. € und verwendete 2012 ca. 3,5 Mio. € für gemeinnützige Projekte.

Für die kommenden Jahre plant die BMW Stiftung Herbert Quandt den Aufbau internationaler Standorte gemeinsam mit lokalen Organisationen. Dadurch will sie den internationalen Dialog zur ordnungspolitischen Gestaltung der Gesellschaft stärken und das Potential des globalen Young Leaders Netzwerks voll ausschöpfen. Gemeinsam mit der US-amerikanischen Taproot Foundation entwickelt sie seit 2012 eine Strategie, um das Engagement von Führungskräften in sozialen Organisationen in Deutschland zu professionalisieren und stellte das Konzept öffentlich vor. Das „4th World Young Leaders Forum“ wird im September 2013 mit rund 250 Teilnehmern das Thema „Unterwegs zur Nachhaltigkeit – Qualitatives Wachstum für China und die Welt“ behandeln.

Mehr zur Arbeit der BMW Stiftung Herbert Quandt erfahren Sie unter www.bmw-stiftung.de.

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DIE EBERHARD VON KUENHEIM STIFTUNG DER BMW AG

Die Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG versteht sich als Entwicklungsdienstleister für gesellschaftlich relevante Initiativen. Als sozialer Inkubator bringt sie unter dem Motto „freude am neu:wagen“ Akteure aus ganz unterschiedlichen Bereichen für zukunftsweisende Pilotprojekte zusammen, die nach erfolgreicher Erprobung in die Selbstständigkeit geführt werden.

Gemeinsam mit der Boston Consulting Group hat die Stiftung 2007 das Projekt „JOBLINGE“ ins Leben gerufen und unterstützt damit Jugendliche ohne Ausbildung oder Arbeitsplatz. Das sechsmonatige Programm ermöglicht den Teilnehmern durch individuelle Betreuung und Praxiseinsätze den Einstieg ins Arbeitsleben. 2012 wurden neben den vier bestehenden drei neue Standorte in Leipzig, Köln und Essen eröffnet. Insgesamt wurden bisher gut 1.000 „JOBLINGE“ betreut, von denen über 60% erfolgreich in den regulären Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten.

Die BMW Group hat die Initiative seit Projektstart mit über 250.000 € gefördert und stellt zahlreiche Praktikums- und Ausbildungsplätze zur Verfügung. Das Projekt wurde 2012 an die „JOBLINGE“-Dachorganisation übergeben und wird nun selbstständig in Form eines „Social Franchise“ weitergeführt. Ebenso übergab die Stiftung 2012 das Bildungsprojekt „tat:funk“, bei dem Schüler ihr eigenes Radioprogramm organisieren und gestalten, an die Stiftung Zuhören und entlässt es so in die Selbstständigkeit.

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Über 2.000 Schüler in zehn Bundesländern haben bisher teilgenommen und knapp 250 Sendungen produziert. In der „Lehr:werkstatt“ bilden ein Lehramtsstudierender und eine Lehrkraft ein Tandem und arbeiten über ein Schuljahr hinweg zusammen, um die Unterrichtsqualität zu verbessern. 2012 sind gut 100 Tandems an zwei Universitäten gestartet. Weitere Universitäten werden im Schuljahr 2013/2014 die „Lehr:werkstatt“ einführen. Durch das Pilotprojekt „Junge Vor!Denker“ trägt die Stiftung dazu bei, Kinder über die Methode des Philosophierens für Themen der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Die UNESCO hat das Projekt als Beitrag zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. 2012 erschien das Lehrbuch „Wie wollen wir leben?“, das Lehrern in Form eines Praxishandbuchs philosophische Einheiten zu Nachhaltigkeitsthemen zur Verfügung stellt. Um nachhaltiges Handeln in der Wirtschaft zu stärken, hat die Stiftung die Initiative „Verantwortung unternehmen“ ins Leben gerufen.

Branchenübergreifend tauschen sich die teilnehmenden Unternehmen über ihre Herausforderungen im Bereich des nachhaltigen Wirtschaftens aus, schulen ihre Führungskräfte und beraten und begleiten sich gegenseitig bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen – zum eigenen Geschäftsvorteil und zum Nutzen der Gesellschaft. Bisher haben 20 Unternehmen an der Initiative teilgenommen und Projekte im eigenen Kerngeschäft umgesetzt. Die Initiative wurde von der UNESCO als Projekt der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die BMW Group ist mit dem Projekt „Gesundheitsmanagement 2020“ beteiligt. Die Eberhard von Kuenheim Stiftung verwendete auf ihre Projekte 2012 insgesamt 1,25 Mio. €. Mit Befürwortung des Kuratoriums hat die Stiftung 2011 ihre Anlagegrundsätze erneuert und so mehr Gestaltungsspielraum für satzungszweckkonforme Anlagen des Stiftungsvermögens („Mission related Investment“) geschaffen. Die Stiftung will mit ihrem Projekt „Sinnvestition – Vermögensanlage mit bewusster Wirkung“ diesen Ansatz in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Mehr zur Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG erfahren Sie unter www.kuenheim-stiftung.de.

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Mit einer Mischung aus eigenen Projekten, langfristiger Förderung und Beratungsleistungen erzielen die Stiftungen eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Eine besondere Herausforderung ist es, Projekte so zu gestalten, dass sie auch nach der Förderung selbstständig weitergeführt werden können. Dazu erarbeiten die Stiftungen frühzeitig eine tragfähige Struktur. 2012 investierten die Stiftungen zusammen ca. 4,75 Mio. € in gemeinnützige Programme und Projekte. Die Stiftungen weisen den Erfolg ihrer verschiedenen Aktivitäten nachvollziehbar aus.

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Beide Stiftungen sind rechtlich und inhaltlich unabhängig. Sie planen und steuern ihre Programme eigenständig. In einigen Bereichen arbeiten die Stiftungen mit der BMW Group zusammen, um so eine größere Wirkung zu erzielen. 2012 hat die BMW Stiftung Herbert Quandt ihre „Young Leaders“-Programme in Afrika und Lateinamerika ausgeweitet. Auch die Eberhard von Kuenheim Stiftung konnte 2012 Fortschritte erzielen. So wurde beispielsweise das Projekt „JOBLINGE“, das Jugendlichen ohne Ausbildung einen Einstieg in das Arbeitsleben ermöglicht, erfolgreich in die Selbstständigkeit entlassen. Seit 2011 existiert außerdem der BMW Korea Future Fund. Dabei handelt es sich um eine eigene Stiftung von BMW Korea, die Initiativen zu umweltfreundlicher Mobilität fördert.

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AUSBLICK

  • UNSER MANAGEMENT ANSATZ

    Im Jahr 2013 wollen wir unseren 2012 beschlossenen Fokus auf die beiden Bereiche interkulturelle Verständigung und soziale Inklusion sowie Ressourceneffizienz inhaltlich vertiefen und weiter ausgestalten. Insbesondere sollen die Kernkompetenzen der BMW Group noch stärker in unserem gesellschaftlichen Engagement zur Geltung kommen. Zudem wollen wir im kommenden Geschäftsjahr Ziele definieren, an denen wir uns orientieren können.

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  • CORPORATE CITIZENSHIP

    In Zukunft werden wir unsere Schwerpunktthemen interkulturelle Innovationen und verantwortungsvolle Ressourcennutzung weiter ausbauen, um zu einem besseren Verständnis zwischen den Kulturen beizutragen. Unsere Bildungsprojekte dienen dabei als ein Instrument, mit dem wir dieses Verständnis fördern. Im Bereich der Verkehrssicherheit konzentrieren wir uns auf die lokale Ebene. Unseren Fokus legen wir dabei weiterhin auf Kinder und Fahranfänger.

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  • KULTURMANAGEMENT

    Unser bestehendes Kulturengagement möchten wir 2013 weiter ausbauen. So steht für 2013 neben Hunderten bestehenden Kooperationen weltweit bereits eine Reihe von neuen Projekten an: „Kino der Kunst“, ein Filmfestival mit Ausstellung und ein internationaler, weltweit ausgeschriebener Kunstfilm-Wettbewerb, wird internationalen jungen Nachwuchskünstlern ein Forum für aktuelle Kunstströmungen bieten. „BMW Tate Live“ wird 2013 um In-Gallery-Performances und Denkwerkstätten erweitert. Zudem planen wir ganz unterschiedliche nichtkommerzielle Formate auf internationalen Kunstmessen und engagieren uns zum ersten Mal bei der Paris Photo Los Angeles. Den Bildungsansatz von „Spielfeld Klassik“ und den „Oper für alle“-Formaten, die Hemmschwelle vor der Hochkultur zu nehmen, wollen wir weiter stärken.

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