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Im ersten Quartal 2009 führten die Folgen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise zu erheblichen Belastungen für die BMW Group. Neben Absatzeinbrüchen auf wichtigen Märkten beeinträchtigten auch anhaltend hohe Refinanzierungskosten die Geschäftsentwicklung der BMW Group.
Automobilabsatz bleibt erwartungsgemäß hinter Vorjahr zurück Die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben im ersten Quartal 2009 wie prognostiziert dazu geführt, dass der Automobilabsatz der BMW Group deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Mit 277.264 Auslieferungen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ging der Absatz in den ersten drei Monaten 2009 um 21,2 % zurück.
Auch im Motorradgeschäft zeigten die zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen negative Effekte. Von Januar bis März 2009 lieferte die BMW Group weltweit 17.232 BMW Motorräder an Kunden aus (- 18,1 %).
Das Segment Finanzdienstleistungen betreute zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt 3.007.406 Leasing- und Finanzierungsverträge mit Endkunden und Händlern. Dies entspricht einer Zunahme von 11,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Umsatz und Ergebnis durch Wirtschaftskrise spürbar belastet Als Ergebnis der massiven Einbrüche auf den wichtigen Automobilmärkten entwickelte sich auch der Konzernumsatz im ersten Quartal 2009 rückläufig. Mit 11.509 Mio. Euro blieb der Umsatz der BMW Group um 13,4 % unter dem Vorjahresniveau. Währungsbereinigt wäre der Konzernumsatz in den ersten drei Monaten um 14,6 % gesunken.
Die negativen Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung spiegeln sich auch im Ergebnis der BMW Group wider. So lagen im ersten Quartal 2009 sowohl das Ergebnis vor Finanzergebnis mit - 55 Mio. Euro als auch das Ergebnis vor Steuern mit - 198 Mio. Euro unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Im ersten Quartal 2009 lag der Fehlbetrag der BMW Group bei 152 Mio. Euro.
Erwartungen der BMW Group über den weiteren Verlauf des Jahres 2009 Auch für den weiteren Verlauf des Jahres 2009 geht die BMW Group von sehr schwierigen Rahmenbedingungen aus. Die zunehmende Zahl von Unternehmensinsolvenzen und steigende Arbeitslosigkeit als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise schaffen eine erhebliche Unsicherheit über die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Entsprechend reagieren zahlreiche wichtige Automobilmärkte gegenwärtig mit Einbrüchen im zweistelligen Prozentbereich. Eine dauerhafte Entspannung der Situation ist derzeit nicht abzusehen. Die beispiellose Dynamik der konjunkturellen Abkühlung und die aktuell vorherrschende Unsicherheit lassen verlässliche Prognosen für den weiteren Verlauf des Jahres 2009 weiterhin nicht zu.
Die BMW Group hat sich frühzeitig auf die geänderten Rahmenbedingungen eingestellt. Das Unternehmen nahm bereits im Jahr 2008 erste Anzeichen zum Anlass, die Risikovorsorge durch die Neubewertung des Portfolios vermieteter Fahrzeuge und der Wertberichtigung von Kreditforderungen frühzeitig anzupassen. Nach gegenwärtiger Einschätzung hat die BMW Group damit die zusätzlichen Risiken durch eine entsprechende Vorsorge ausreichend abgedeckt.
Dadurch verfügt das Unternehmen über zusätzliche Handlungsspielräume, um auch in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise seine führende Wettbewerbsposition auszubauen. Der anhaltenden Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten begegnet die BMW Group durch eine gezielte Verstärkung ihrer Liquiditätsbasis. Durch den abgestimmten Einsatz verschiedener Refinanzierungsinstrumente stellt das Unternehmen unter Beweis, dass auch unter sehr schwierigen Kapitalmarktbedingungen die Versorgung mit Liquidität jederzeit sichergestellt ist.
Auf der Absatzseite ergeben sich im Jahr 2009 zusätzliche positive Impulse aus zahlreichen neuen Modellen: Im Frühjahr werden der neue BMW 7er und die Langversion des 7er weltweit in die Märkte eingeführt. Der neue 7er findet eine sehr positive Resonanz bei den Kunden und in den Medien. Seit März ist das neue MINI Cabrio verfügbar; im Mai wird der neue BMW Z4 an die ersten Kunden übergeben. Im weiteren Verlauf des Jahres 2009 wird die BMW Group die X-Modellfamilie ergänzen und den BMW X1 einführen. Mit dem BMW 5er Gran Turismo, dessen Konzeptstudie auf der Messe in Genf vorgestellt wurde, erweitert die BMW Group in der zweiten Jahreshälfte ihr Portfolio.
Weiterhin begegnet die BMW Group mit vertriebsstrategischen Maßnahmen den anstehenden Herausforderungen. Dies umfasst insbesondere die gezielte Anpassung an die Nachfragesituation in einzelnen Märkten.
Unter den gegenwärtig schwierigen Bedingungen auf den Automobilmärkten sichern die flexiblen Fertigungsstrukturen der BMW Group einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Das Unternehmen hat die Fahrzeugproduktion bereits frühzeitig der weltweit sinkenden Nachfrage angepasst. Der kundenorientierte Vertriebs- und Produktionsprozess stellt dabei eine schnelle und flexible Anpassung der Kapazitäten und Vertriebsprozesse sicher.
Durch umfangreiche Effizienzsteigerungen wird die BMW Group im Jahr 2009 auch von der bereits erfolgten Reduzierung des Personalaufwands profitieren. Die Umsetzung des Profitabilitätsprogramms verläuft planmäßig und zeigt weitere Fortschritte in der Steuerung von Fixkosten und Working Capital. Die BMW Group wird auch in der Zukunft ihre Effizienz weiter steigern und die operative Leistung kontinuierlich verbessern.
Ungeachtet der Initiativen zur Steigerung von Effizienz und Profitabilität investiert die BMW Group vorausschauend in ihre Zukunft und baut dadurch ihre starke Wettbewerbsposition aus. Dazu zählt neben der Weiterentwicklung hoch effizienter Verbrennungsmotoren auch die Entwicklung innovativer Mobilitätskonzepte im Rahmen von project i. Die BMW Group ist davon überzeugt, dass neue und zukunftsfähige Produkte und Technologien wichtige Erfolgsfaktoren darstellen, um mittel- und langfristig die Chancen sich wandelnder Märkte zu nutzen.
Die BMW Group geht angesichts der gegenwärtig massiven externen Belastungen derzeit nicht davon aus, im Automobilgeschäft das Absatzvolumen aus dem Jahr 2008 zu erreichen. Die hohe Unsicherheit erschwert jedoch eine Prognose des Absatzvolumens. Die BMW Group arbeitet daher mit verschiedenen Markt- und Absatzszenarien und bereitet in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung entsprechende Maßnahmen vor.
Auch im weiteren Verlauf des Jahres 2009 setzt die BMW Group im Motorradgeschäft die Modelloffensive fort, um damit der durch die globale Wirtschaftskrise ausgelösten Kaufzurückhaltung zu begegnen. Dennoch geht das Unternehmen davon aus, dass der Motorradabsatz das Vorjahresniveau nicht erreichen wird.
Die Umfeldbedingungen im Finanzdienstleistungsgeschäft werden auch 2009 von einer hohen Volatilität geprägt sein. Die Verfügbarkeit von attraktiven Finanzierungen und Leasingangeboten für die Kunden der BMW Group wird die Entwicklung des Geschäftsvolumens des Segments nachhaltig beeinflussen. Dies gilt auch für die Finanzierungsanforderungen der Händler der Kernmarken der BMW Group.
Nach gegenwärtiger Einschätzung hat die BMW Group die bestehenden Risiken durch eine entsprechende Vorsorge ausreichend abgedeckt. Falls sich die Lage auf den Gebrauchtwagenmärkten im Jahresverlauf 2009 verschlechtert, sind weitere Belastungen aus dem Verkauf von Fahrzeugen am Ende der Leasinglaufzeit nicht auszuschließen. In der Kunden- und Händlerfinanzierung ist aufgrund der aktuellen Konjunkturentwicklung nicht mit einer kurzfristigen Entspannung der Risikosituation zu rechnen.
Profitabilitätsziele für 2012 bleiben bestehen Vor dem Hintergrund der beschriebenen Rahmenbedingungen sind darüber hinaus keine quantitativen Ergebnisaussagen möglich.
Die im Rahmen der Strategie Number ONE formulierten Profitabilitätsziele für 2012 bleiben jedoch bestehen. Die BMW Group will durch die Beschleunigung der Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung den Strategiepfad halten und beabsichtigt weiterhin, im Automobilsegment eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von mehr als 26 % sowie eine EBIT-Marge von 8 % bis 10 % zu erzielen.
Angesichts des volatilen Umfelds erweist sich die Strategie Number ONE als vorausschauende und richtige Entscheidung zur Neuausrichtung der BMW Group. Bereits bei der Entwicklung der Strategie wurden Vorarbeiten geleistet, die auch unter den gegenwärtig erschwerten Rahmenbedingungen eine wesentliche Voraussetzung für die kurzfristige Unternehmens- steuerung darstellen. Die Initiativen aus der Strategie Number ONE sind ein wichtiger Bestandteil, durch die Krise zu steuern. Sie werden die Chancen für die Zeit nach der Krise deutlich verbessern. So schafft die BMW Group die Voraussetzungen, durch eine konsequente Wertorientierung ihre anspruchsvollen Ziele auch in Zukunft zu erreichen.
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